Popeth yn Gymraeg
Feb. 27th, 2013 12:08 amReihe von S4C
"Popeth yn Gmyraeg" heißt soviel wie "alles auf Walisisch". Ifor ap Glyn ist ein Poet, der, wie man am Namen schon sieht, Waliser ist. Er lebt in Caernarfon und hat sich gedacht, dass es doch mal lustig wäre, durch Wales zu reisen und dabei nur Walisisch zu sprechen. Das tut er dann auch. Da er dabei nicht unrealistisch ist, versteht er Englisch, spricht aber selbst nur Walisisch. Wenn gar nichts mehr geht, zieht er ein Wörterbuch aus der Tasche und deutet auf das wichtigste Wort. Aber das ist erstaunlich selten nötig. Denn auch wenn fast alle Menschen immer erstmal "Ich spreche kein Walisisch." sagen, kann doch fast jeder von ihnen zumindest ein paar Worte, und eine ganze Reihe verstehen Ifor sogar sehr gut, selbst wenn sie dann auf Englisch antworten. Es kommt gar nicht mal so selten vor, dass Leute erst abwehren, und am Ende des Gesprächs dann ganze Sätze auf Walisisch sagen.
Natürlich muß Ifor erstmal mit all den Leuten ins Gespräch kommen. Um das zu gewährleisten, unternimmt er verschiedene Dinge. Er veranstaltet ein Eisteddfod in einem Pub in Abergavenny, versucht, in Fußergängerzonen oder Privathäusern Gedichte vortragend Geld zu verdienen (Eins dieser Häuser hatte sogar eine Minstrel's Gallery im Wohnzimmer. Sehr beeindruckend.) oder spielt Tourist im eigenen Land und versucht, sich in Llandudno nach einem Hotel und einem guten Restaurant durchzufragen. Dann wieder besorgt er sich einen Stoß alte Fotos und versucht, an denselben Orten die Fotos mit Passanten oder Bewohnern der abgebildeten Häuser nachzustellen, und nicht zu vergessen wandelt er auf den Spuren eines Vorfahren, der Schaftreiber war, und treibt ein Schaf von Tregaron nach London. Da er kein Farmland hat, kann er kein echtes Schaf kaufen, und leiht sich darum ein Theaterrequisit, das er sich unter den Arm klemmt. Und natürlich läuft er auch nicht bis London, sondern fährt große Teile mit dem Bus oder dem Zug. Aber man scheint tatsächlich von Brecon nach Abergavenny laufen zu können, und zwar auf einem netten Weg an einem Kanal entlang. Wäre vielleicht mal interessant, rauszufinden, wer der Passanten da mit der Entfernung Recht hatte. Ob das nun zwei Meilen sind oder doch zwanzig.
In der letzten Folge animiert Ifan andere Walisisch Sprechende, doch auch mal einfach nur Walisisch zu sprechen. Denn nur wenn eine Sprache benutzt wird, wird sie überleben.
Das Ganze hat Charme und ist sehr unterhaltsam. Es zeigt kaum etwas von Wales großartigen Landschaften oder anderen Sehenswürdigkeiten, aber es zeigt alltägliche Situationen und die Bemühungen von Menschen, sich auf die Schwierigkeit einzulassen und sich mit Händen und Füßen zu unterhalten. Die Sendung ist komplett untertitelt, damit man ihr folgen kann, und darum erkenne ich einen Gutteil mehr Wörter, weil ich vorher die Übersetzung gelesen habe und weiß, welches kommen muß. Aber das steigert das Erfolgserlebnis. ;) Einige einfache Sätze verstehe ich tatsächlich auch so, und es ist auf jeden Fall mal schön, die Sprache länger am Stück zu hören, einfach wegen Klang und Satzmelodie.
Wie sich das für ein gutes walisisches Programm gehört, heißt auch jemand Gareth. Ein Taxifahrer in Llandudno, der auf Ifors "Sut mae!"(Hallo)-Pappschild reagiert hat, natürlich Walisisch sprach und Ifor dann nach Betws-y-Coed fahren durfte.
Hat sehr viel Spaß gemacht. Und ich habe viele schöne walisische Ortsnamen gelernt.
"Popeth yn Gmyraeg" heißt soviel wie "alles auf Walisisch". Ifor ap Glyn ist ein Poet, der, wie man am Namen schon sieht, Waliser ist. Er lebt in Caernarfon und hat sich gedacht, dass es doch mal lustig wäre, durch Wales zu reisen und dabei nur Walisisch zu sprechen. Das tut er dann auch. Da er dabei nicht unrealistisch ist, versteht er Englisch, spricht aber selbst nur Walisisch. Wenn gar nichts mehr geht, zieht er ein Wörterbuch aus der Tasche und deutet auf das wichtigste Wort. Aber das ist erstaunlich selten nötig. Denn auch wenn fast alle Menschen immer erstmal "Ich spreche kein Walisisch." sagen, kann doch fast jeder von ihnen zumindest ein paar Worte, und eine ganze Reihe verstehen Ifor sogar sehr gut, selbst wenn sie dann auf Englisch antworten. Es kommt gar nicht mal so selten vor, dass Leute erst abwehren, und am Ende des Gesprächs dann ganze Sätze auf Walisisch sagen.
Natürlich muß Ifor erstmal mit all den Leuten ins Gespräch kommen. Um das zu gewährleisten, unternimmt er verschiedene Dinge. Er veranstaltet ein Eisteddfod in einem Pub in Abergavenny, versucht, in Fußergängerzonen oder Privathäusern Gedichte vortragend Geld zu verdienen (Eins dieser Häuser hatte sogar eine Minstrel's Gallery im Wohnzimmer. Sehr beeindruckend.) oder spielt Tourist im eigenen Land und versucht, sich in Llandudno nach einem Hotel und einem guten Restaurant durchzufragen. Dann wieder besorgt er sich einen Stoß alte Fotos und versucht, an denselben Orten die Fotos mit Passanten oder Bewohnern der abgebildeten Häuser nachzustellen, und nicht zu vergessen wandelt er auf den Spuren eines Vorfahren, der Schaftreiber war, und treibt ein Schaf von Tregaron nach London. Da er kein Farmland hat, kann er kein echtes Schaf kaufen, und leiht sich darum ein Theaterrequisit, das er sich unter den Arm klemmt. Und natürlich läuft er auch nicht bis London, sondern fährt große Teile mit dem Bus oder dem Zug. Aber man scheint tatsächlich von Brecon nach Abergavenny laufen zu können, und zwar auf einem netten Weg an einem Kanal entlang. Wäre vielleicht mal interessant, rauszufinden, wer der Passanten da mit der Entfernung Recht hatte. Ob das nun zwei Meilen sind oder doch zwanzig.
In der letzten Folge animiert Ifan andere Walisisch Sprechende, doch auch mal einfach nur Walisisch zu sprechen. Denn nur wenn eine Sprache benutzt wird, wird sie überleben.
Das Ganze hat Charme und ist sehr unterhaltsam. Es zeigt kaum etwas von Wales großartigen Landschaften oder anderen Sehenswürdigkeiten, aber es zeigt alltägliche Situationen und die Bemühungen von Menschen, sich auf die Schwierigkeit einzulassen und sich mit Händen und Füßen zu unterhalten. Die Sendung ist komplett untertitelt, damit man ihr folgen kann, und darum erkenne ich einen Gutteil mehr Wörter, weil ich vorher die Übersetzung gelesen habe und weiß, welches kommen muß. Aber das steigert das Erfolgserlebnis. ;) Einige einfache Sätze verstehe ich tatsächlich auch so, und es ist auf jeden Fall mal schön, die Sprache länger am Stück zu hören, einfach wegen Klang und Satzmelodie.
Wie sich das für ein gutes walisisches Programm gehört, heißt auch jemand Gareth. Ein Taxifahrer in Llandudno, der auf Ifors "Sut mae!"(Hallo)-Pappschild reagiert hat, natürlich Walisisch sprach und Ifor dann nach Betws-y-Coed fahren durfte.
Hat sehr viel Spaß gemacht. Und ich habe viele schöne walisische Ortsnamen gelernt.