blauerfalke: (geschichten)
Keine Autorenangabe

Ich habe noch nie einen Jerry Cotton gelesen, in unseren öffentlichen Bücherschrank hat jemand einen Stapel reingetan, also habe ich mir wahllos einen davon mitgenommen, um diese Bildungslücke zu schließen. Und schon habe ich eine Menge gelernt:
1. Es gibt diverse Jerry Cotton-Serien. Der Band bewirbt hinten "G-Man" (zu dem dieser Band gehört), "Jerry Cotton Classic" und die Reihe "Jerry Cotton 2.Auflage"
2. Das Titelbild hat nichts mit dem Roman zu tun. Steht auf Seite 4 auch nochmal in einem Infokästchen, zusammen mit dem Quellennachweis des Titelbildes (in diesem Fall ist es der Film "Der Stein des Todes")
3. Der Titel des Romans hat auch nichts mit seinem Inhalt zu tun. Glaube ich jedenfalls.
4. Es handelt sich um Band 3015. Wow.
5. Jerry Cotton ist kein Privatdetektiv, er arbeitet fürs FBI.

Kurz zum Inhalt:
In Philadelphia sterben Menschen an Drogen, die sie gekauft haben. Aber nicht, weil das Kokain mit irgendwas versetzt ist oder weil sie überdosieren, sondern weil es sich nicht um Kokain, sondern um Heroin handelt. Heroin ist aber dreimal so teuer wie Kokain, also würde kein Dealer mit Verstand so einen Fehler machen. Außerdem tritt es zu selten auf, als dass da eine ganze Lieferung vertauscht worden sein könnte. Es sieht mehr nach gezielten Morden aus - darum muss der miesepetrige Inspektor LaRea jetzt mit Jerry Cotton zusammenarbeiten, der extra für den Fall aus New York einfliegt.
Aber, wie Jerry Cotton direkt so nett sagt, nur weil der Mann chronisch schlechter Laune ist, muss er kein schlechter Polizist sein.

War okay. Kann man gut zur Entspannung lesen, es ist angenehm wenig brutal und beschäftigt sich auch nicht mit dem Privatleben egal welchen Ermittlers. Ich fand es angenehm altmodisch in dem Sinne, dass das Tempo nicht zu schnell ist und auch nicht ständig mit ablaufender Zeit künstlich Dramatik erzeugt wird. Die Ermittlungen verlaufen gradlinig, es hat zwischendurch auch mal Humor, und Inspektor LaRea als muffeliger Sidekick hatte auch was. Keine große Literatur, aber durchaus gut lesbar. Würde ich als Zeitvertreib für zwischendurch auch nochmal was von lesen.
blauerfalke: (geschichten)
Season 3 der "series formerly known as IWTV", Folge 5 und 6

( Spoiler )
blauerfalke: (geschichten)
Season 03 der "series formerly known as IWTV", Folge 3 und 4

( Spoiler )
blauerfalke: (geschichten)
Serie von HBO - "The series formlery known as 'Interview with the Vampire'"

Ja, sie sagen das am Beginn der ersten Folge tatsächlich. Für den Fall, dass jemand vergessen hat, dass das Season 3 ist, oder von den ersten beiden noch nie was gehört hat, und sich die dann erstmal ansehen kann. Und das ist auch nötig.

( Spoiler )
blauerfalke: (reisen)
Liste der Welterbestätten in Deutschland

( Read more... )
blauerfalke: (reisen)
1. Kassel Wilhelmshöhe ist kein guter Bahnhof, um da zu warten. Es gibt keine Bahnhofshalle, kaum Sitzmöglichkeiten außerhalb der Bahnsteige, und die Obdachlosenzeitungs-Verkäufer sind genauso aufdringlich wie die in Berlin HBF.

2. Heisenbeck (Gemeinde Wesertal) hat einen Ortsslogan: "Wo die Welt noch in Ordnung ist"

3. Corvey gehört gemeinsam den Fürsten von Ratibor und Corvey, der Stadt Höxter und der Katholischen Kirche. Die Fürstenfamilie wohnt auch selbst im Schloss (Erdgeschoss, Nordflügel).

4. Die Garderobe für im Kaisersaal stattfindende Veranstaltungen ist im Kamin der ehemaligen Küche angebracht. Man hängt seinen Mantel also quasi übers (nicht mehr existente) Feuer.

5. Es gibt Springladenorgeln und Schleifladenorgeln (Es gibt auch noch eine ganze Menge anderer Ladenformen, sagt Wikipedia). Springladenorgel-Systeme sind älter, komplizierter und teurer als Schleifladenorgeln, darum gibt es davon nur noch sieben Stück weltweit. Corvey hat eine davon.

6. Hoffmann von Fallersleben wurde in Fallersleben geboren und war nicht adelig. Er hat sich den "von"-Zusatz selbst gegeben, um sich damit über das adelige "von" lustig zu machen. Und außerdem heißt ja jeder Zweite Hoffmann, da muss man sich schon ein bisschen absetzen.

7. Er hat mit 51 seine 18jährige Nichte Ida geheiratet. Das Paar hatte vier Kinder, nur ein Sohn erreichte das Erwachsenenalter und wurde Landschaftsmaler.

8. Wenn man zu viel liest, bekommt man keine Kinder. Ob das nur für Romane und Reiseliteratur gilt, oder auch für "hochwertige Literatur", ist unklar, aber anzunehmen.

9. Der heutige Tierpark Saba-Burg basiert auf dem Jagdpark von Landgraf Wilhelm IV. von 1570. 1590 hat er ihn mit einer 5 km langen Mauer umgeben, die ursprünglich bis zu 4 m hoch war. Heute ist sie im Schnitt noch 2,5 m hoch.

10. Wanderwege in der Umgebung sind gerne geschottert. Mit grobem Schotter. Und zwar so, dass die Mitte des Weges deutlich höher liegt als die Seitenränder, so dass man gefühlt immer am Hang langläuft. Zum Wandern schon anstrengend, für Radfahrer sicher noch mehr.

11. Bei der Heubergrunde stimmte die Wanderkarte nicht mit der Wegmarkierung überein. Oder wir haben's einfach nicht verstanden. Aber so problematisch ist es nicht, auf einem ringförmigen Weg um einen Hügel zu laufen, ging also schon.

12. Bänke sind im Weserbergland auf Wanderwegen eher Mangelware. Ebenso Mülleimer auf Wanderparkplätzen.

13. Der Hauptachsen-Weg des Tierparks Saba-Burg ist erstaunlich stark befahren. Und er staubt.

14. 822 (Gründungsjahr der Abteil Corvey, prüfungsrelevant)
blauerfalke: (reisen)
1. Remter - Name für den Speisesaal eines Klosters, Refectorium

2. Huxarium - abgeleitet von Villa Huxaria, alter Name für Höxter, Name des ehemaligen LAGA-Geländes

3. Corvey - kommt von Corbie (Frankreich, an der Somme), dem Mutterkloster von Corvey. Corbie ist heute Partnerstadt von Höxter.

4. Saba-Burg - aktueller Name für eine Burg in Hessen, die früher Zappenburg und Zapfenburg hieß. Der Legende nach benannt nach ihrer Erbauerin Saba, einer Riesin christlichen Glaubens.

5. Bomben-Bert - Christoph Bernhard von Galen. Abt von Corvey 1661 bis 1678. Hat im Jahre 1672 erfolglos die Stadt Groningen belagert, zog dann ab, um etwas anderes zu belagern, was die Stadt heute noch jährlich mit einem großen Fest feiert.

6. Westwerk - Bauwerk, das im Westen vor einem anderen Bau steht. Im Falle von Corvey vor der Klosterkirche.

7. Steinhaufen - Hügel in Hessen (391 m)

8. Drecktor - Name eines Wanderparkplatzes im Urwald Sababurg (Reinhardswald)

9. Heinrich - Name des Uhus im Tierpark Sababurg. Er ist ihr Senior und blind. Sie haben auch noch Paul, der ist jünger und lebt in der Falknerei, weil er in der Flugshow auftritt, aber den haben wir nicht gesehen.

10. Uslar - Kleinstadt und Mittelzentrum am Rande des Solligs in Niedersachsen. Setzt sich zusammen aus "Üssel" (lokaler Name für den Italsbach, Bedeutung "kaltes Wasser") und der Endung -ar, die möglicherweise für Wasser steht. Der Name existiert durch die Geschichte in diversen Varianten und Schreibweisen wie Husleri, Huslere, Uslere, Usseler, Usler, Uslir, Üsler und Uslaria. Und zwischenzeitlich hieß Uslar für kurze Zeit Freudenthal.
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Burg Wilhelmstein ist die Ruine einer Burg über der Wurm in Würselen-Bardenberg. Sie stammt aus dem 13.Jahrhundert und hat ihren Namen nach Wilhelm IV. Graf zu Jülich. (Nein, dass ist nicht der Bruder von Anna von Kleve, dafür war das zu früh.) Sie hat noch ein Torhaus, Teile von Befestigungsmauern und einen großen Turm, zu dessen Füßen sich ein Zuschauerraum im Amphitheater-Form befindet. Er hat ein Zeltdach, das den Großteil überdeckt, mit ungeschützten Flanken, Stehplätzen und einer ebenfalls unbedachten Metall-Tribühne dahinter. Die Reihen steigen steil an, so dass gute Sicht gegeben ist, der Boden ist gepflastert und es gibt enorm viel Beinfreiheit in den Reihen. Vielleicht ist das der Tatsache geschuldet, dass so viele Konzerte hier stattfinden, da gewünscht ist, dass die Leute aufstehen, und dass es gut ist, wenn sie dafür Platz haben?
Der beste Block ist Block B, denn das ist der in der Mitte, also am besten überdacht.

Darüber hinaus hat die Frelichtbühne gerade genug Platz, um hinter den Zuschauerreihen ein paar Buden aufzustellen, wo man Merchandising kaufen kann. Und natürlich Getränke und etwas zu essen, denn es ist verboten, Speisen und Getränke von außen ins Theater mitzubringen. Sie machen Taschenkontrolle, um das zu gewährleisten.
Mit dem Gedanken daran fand ich es ein bisschen spät, die Tore ca 45 Minuten vor Auftritt der Vorgruppe aufzumachen, auch wenn die Buden Pommes, Würstchen und dergleichen in einer beeindruckenden Geschwindigkeit servieren können. Aber vielleicht macht das auch nichts, denn wer kommt schon wegen der Vorgruppe, und bei einem Konzert kann man ja den ganzen Abend durch die Gegend laufen und sich noch was zu trinken kaufen.
Ich gehe einfach zu selten auf Konzerte, um mich da auszukennen. Im Theater geht sowas ja eher nicht.

Insgesamt sehr schöne Location. Hübsch, gut windgeschützt... Sitzkissen mitbringen kann aber nicht schaden. Freilichtbühne halt.

Besagte Vorgruppe war aus Erkelenz. Das hat man immer sehr gut verstanden, den Bandnamen dafür nicht, weil der immer so schnell gesagt wurde, und ich konnte aus Reihe 11 den Aufdruck auf der Großen Trommel leider nicht entziffern. Aber zum Glück hatten auch sie einen Merchandising-Stand, also konnte ich beim Rausgehen herausfinden, dass sie Hot Rod Devils heißen. Sie spielen Rockabilly in der klassischen Besetzung aus Gitarre, Drums und Kontrabass (dessen Abnahme war per Funk, so dass Bassist Andreas damit durch den Zuschauerraum klettern konnte), und das machen sie mit viel Begeisterung und Tempo. Und ohne dass sich jemand in stundenlage Soli verzettelt oder es in alberne Späße abrdriftet. Eine Mischung aus Klassikern, eigenem Material und bekannten Songs im Rock'n'Roll-Style, das kam gut an, passte thematisch perfekt und hat Spaß gemacht. Etwa eine Stunde haben sie gespielt und danach war die Stimmung super. Was sich aber locker nochmal steigern ließ, als der Hauptact die Bühne betrat.

Dick Brave ist ein kanadischer Rock'n'Roll-Musiker und Sänger aus Vancouver, der seinen Militärdienst damals in Soest geleistet hat. Dabei hat er Popsänger Sasha kennengelernt, der ihm zu einer Tour durch Deutschland verholfen hat. Jetzt, 12 Jahre später, hat Sasha ihn zurück nach Deutschland geholt, passend zur neuen Platte "Back for good". Hallenkonzerte waren innerhalb eine Tages ausverkauft, auch die Open Air-Tour war schnell weg, und Würselen hat sogar noch ein zweites Konzert eingeschoben, weil die Nachfrage so hoch war. So war dann auch dieser Abend bis auf ein paar Stehplätze ausverkauft - und das verdient. Es war ein tolles Konzert, super Musik, tolle Stimmung. Eine Riesenparty.
Ich persönlich fand die aktuelle Platte schwächer als die letzte, aber das spielte einerseits keine Rolle, weil das Programm Stücke von allen drei Platten enthielt, und auf der anderen Seite ist Live nochmal eine ganze andere Hausnummer, als nur eine Platte anzuhören. Natürlich wegen der Atmosphäre, aber Dick Brave ist nicht nur ein guter Sänger, sondern auch ein großartiger Entertainer, und das lässt noch mehr Energie und Enthusiasmus rüberkommen. Gesessen wurde das ganze Konzert über von kaum jemanden, dafür wurde getanzt, geklatscht und mitgesungen. Wie direkt am Anfang gesagt, das ist ein Mitmachkonzert. (Auch wenn ich nicht finde, dass "Take good care of my Baby" sich zum Schunkeln eignet, sorry - lustig wars trotzdem.)

Auch hier gab es Rock'n'Roll-Klassiker und andere Songs im Rock'n'Roll-Gewand, von "Let me be your Teddybear" bis "Take on Me", fast alles war schnell und hatte Drive, ich glaube, es gab den ganzen Abend nur zwei Balladen, und sie haben fast zwei Stunden lang gespielt. Auch hier energiegeladen, rein davon wars schon beeindruckend. Das muss man auch körperlich erstmal leisten.

Dick Brave war natürlich auch nicht alleine da. Er hatte einen Gitarristen dabei, einen Bassisten - der mir fast schon ein bisschen leid getan hat, weil sein Bass ein Kabel hatte, das er immer hinter sich herziehen musste - einen Schlagzeuger, und (zu meiner großen persönlichen Freude) einen richtig guten Pianisten. Der auch richtig gut zu hören war, immer wieder ins Rampenlicht gerückt wurde, und als erster der Musiker die Bühne minutenlang alleine bespielen durfte. Das fand ich auch eine schöne Idee, dass jeder der Musiker mal die Bühne für sich bekam, um zeigen zu können, was er so draufhat. Mehr als nur Staffage für den Star, das war auch noch sympatisch.
Oh, und zur Zugabe hat Dick Brave auch noch eine Mundharmonika ausgepackt. Das war überraschend. Positiv überraschend.

Toller Abend. Hat sich sehr gelohnt. Angeblich wird die Tour nächstes Jahr fortgesetzt, sollte ich mal im Auge behalten...
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Legenden, Weissagungen, Visionen

von Manfred Jehle (2010)

Es ist ein großer, schwerer Bildband mit einem Bild von Stonehenge auf dem Cover, in gold und orange ausgeleuchtet. Außerdem steht kein Autor drauf und man muss nach dem Impressum suchen, um den Namen herauszufinden. Es sieht also aus wie die Sorte Buch, wo man immer fürchtet, dass es esoterisch und schlecht recherchiert ist, weil irgendjemand darin nur seine persönlichen Ansichten verbreitet. Aber wie heißt es so schön: "Never judge a book by its cover."

Es teilt sich in die Bereiche "Mythen", "Magie, Zauberei und Hexerei" und "Mystik" - König Artus, Nibelungenlied, Karl der Große, Roland und Willeham, aber auch Friedrich I. und II. und Priesterkönig Johannes. Ketzer, Hexenverfolgung, das Hexenbild und seine Rezeption in Kirche und Gesellschaft durch die Jahrhunderte, Alchemie, Astronomie und Astrologie. Und der Begriff der Mystik, zusammen mit prominenten Vertreter*innen wie Hildegard von Bingen, Brigitta von Schweden und Meister Eckhard. Die Texte sind sachlich, gut aufgebaut und verständlich. Es ist vor allem ein Überblick, aber es gibt auch erstaunlich viele Details, und zusätzlich Kästen, um einzelne Dinge nochmal zu vertiefen oder genauer darzulegen. Es für Laien geschrieben, die zum ersten Mal mit den Themen in Berührung kommen, aber auch für Leute, die sich auskennen, gibt es mit Sicherheit noch etwas zu lernen.
Kurz, es ist sehr viel besser als das Cover vermutetn lässt, und wirklich lohnend zu lesen.

Einziges Manko: keine Quellenangaben. Weder bei den Texten noch bei den reichlich vorhandenen Abbildungen.
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1. Die einzigen Bewohner des Buckingham Palace sind einige hochrangige Angestellte des Haushaltes. King Charles III. lebt in Clarence House. Zum Teil ist das der aktuellen Renovierung der Royal Appartements geschuldet, aber es klang so, als würde er das auch ansonsten vorziehen.

2. Queen Victoria hat den East Wing bauen lassen. Um dafür Geld zu beschaffen, hat sie den Royal Pavillion in Brighton an die Stadt Brighton verkauft. Dann hatte sie Angst, dass Brighton jetzt die gesamte Inneneinrichtung verscherbelt oder wegwirft, also hat sie einen Teil davon verwendet, um den neuen East Wing einzurichten. Das hat zur Folge, dass das Dekorationsthema da jetzt auch "chinoise" ist, wenn auch deutlich weniger überladen als im Royal Pavillion (dessen Inneneinrichtung weder verscherbelt noch weggeworfen worden und darum noch immer extrem beeindruckend ist).

3. Unter den Dingen, die aus dem Royal Pavillion entfernt wurden, war eine Tapete. Man hat sie aufgerollt und dann in Kensington Palace eingelagert. Später hat Queen Mary - Frau von George V. (?) - in Buckingham Palace anbringen lassen. Wo sie sie dann wieder von der Wand holen mussten, als sie den Bereich vor ein paar Jahren modernisiert haben. Und natürlich dann auch wieder aufhängen. Erstaunlich, was eine Tapete alles so aushalten kann. Sie ist aus Leinen und nicht aus Papier, aber trotzdem.

4. Die Preise im Garden Café des Buckingham Palace sind erstaunlich fair. 2 Pfund fürs Wasser, 5 Pfund für die Erdbeeren und 50 Pfund für die Afternoon Tea Box mit Heißgetränken für 2 Personen (und die Metallbox darf man behalten), das hatte ich mir schlimmer vorgestellt.

5. In der King's Gallery wäre es besser, wenn sie ein Einbahnstraßensystem anlegen würden. Es war auch der einzige Ort, wo ich an der Sicherheitskontrolle aus meiner Wasserflasche trinken musste, um zu beweisen, dass ihr Inhalt tatsächlich trinkbar ist.

6. Das einzige Kommerzielle, was jemals wirklich on location in Buckingham Palace gefilmt wurde, ist die Szene mit James Bond und der Queen für die Olympischen Spiele in London. Die Szene mit Paddington wurde in Windsor gefilmt und dann der Ausblick auf die Mall hineinmontiert.

7. Vom berühmten Balkon aus kann man nicht sehen, was auf der Mall passiert, weil das Queen Victoria Monument im Weg ist.

8. Die heilige Dreieinigkeit der National Rail:
* See it. Say it. Sorted.
* Stop, look, listen.
* Stay alert. Stay alive. Stay off the tracks.

9. Wenn der Brunnen an Leicester Square voll aufdreht, riecht es im gesamten Umkreis deutlich nach Chlor.

10. Viele Restaurants haben auf QR-Codes umgestellt, um die Speisekarte zu lesen. Und zu bestellen. Und zu bezahlen. Das ist kompliziert und nervig und auf einem Handy auch alles schlecht zu lesen. Da lernt man die Bestellkioske der Fast Food Ketten noch richtig schätzen, da kann man wenigstens alles gut erkennen.

11. Es gibt eine Ermäßigung für Busse und Trams am Wochenende, um Leute dazu zu ermutigen, die mehr zu benutzen. Ich wusste nicht, dass London eine Tram hat. Da die von Wimbledon nach Croyton zu fahren scheint, ist das nicht verwunderlich, denn da bin ich eher selten.

12. Die Homepage von National Rail sieht die gesamte Tube als einen Zug an. Darum behauptet sie, man könne ohne Umsteigen von King's Cross nach Waterloo fahren. Erst wenn man sich die Strecke im Detail ansieht, sagt sie einem, dass man dazu entweder in Euston oder in Warren Street die Bahn wechseln muss.

13. Hampton Court verkauft Pflanzen aus dem eigenen Park, so wie man das von einem guten britischen Palast erwartet. Buckingham Palace nicht. Am nächsten dran ist Honig aus den Bienenstöcken im Palastpark.

14. "Cats" und "Deathnote" waren das totale Kontrastprogramm. Eine Tanzshow mit wenig Handlung, eine Handlungsshow mit unterstützenden Choreographien, ein Klassiker, eine moderne, gehypte Show, eins im Herzen von Westminster, eins in der City, eins draußen, eins drinnen, ein eher überschaubarer Zuschauerraum, ein riesiges Auditorium, eine europäische und eine asiatische Show, und eine bei fast 30 Grad und eine, deren Klimaanlage einen dazu bringt, in der Pause eine Strickjacke anzuziehen.

15. Über Wetherspoon's sind wir hinaus. Die nächste Stufe heißt Bill's und O'Neils.
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Heute: "Deathnote" und Memes

Auf meinem Social Media taucht immer mal wieder ein Meme auf, meistens in Form einer Umfrage, bei dem "Could X solve the Kira Muders?" gefragt wird. X ist dabei eine beliebige Person, nicht zwangsweise jemand, der sich generell mit dem Aufklären von Kriminalfällen beschäftigt.

Okay. Kira murders. Kira murders?

In "Deathnote" wird getötet, indem man den Namen einer Person in das besagte Buch schreibt, während man sie visualisiert. Das ist wichtig, damit man, falls mehrere Personen denselben Namen haben, man nicht die falsche erwischt. Diese beiden Informationen sind das Einzige, was es braucht, es ist vollkommen egal, wo sich der Mörder und das Opfer aufhalten. Und da Deathnote-Bücher nicht gerade Allerwelts-Gegenstände sind und auch nicht jeder über Shinigami Bescheid weiß oder an ihre Existenz glaubt, ist es schon eine Herausforderung, die Morde aufzuklären.

Das Meme stammt aus dem Columbo-Fandom - zumindest scheint der allgemeine Konsens zu sein, dass "Could Columbo solve the Kira Murders?" über einem Foto des Detektivs das erste dieser Memes ist. Ebenso scheint der allgemeine Konsens zu sein, dass die Antwort auf diese Frage "Ja" ist.

Kira übrigens, weil das die japanische Transliteration des Wortes "Killer" ist. R und L sind für japanische Ohren bekanntermaßen schwierig auseianderzuhalten, und wenn man das dann wieder zurück in unser Schriftsystem translitteriert, erhält man eben Kira.
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Wie der Name vermuten lässt, ist der Regent's Park ein Park. Er liegt in Westminster und ist unter anderem die Heimat des London Zoo.

Außerdem ist er die Heimat eines Freilichttheaters. Dabei handelt es sich um eine Konstruktion aus Beton und Stahl, deren Sitzreihen so stark ansteigen, dass der Kopf des Vordermannes einem gerade mal bis zur Höhe der Knie reicht. Für die Sicht ist das großartig, aber es führt auch zu sehr steilen Stufen, die man erstmal erklimmen muss, und dazu, dass man, sollte man aufstehen müssen, gut auf die eigene Balance achten muss, denn sonst hindert einen nichts daran, das gesamte Auditorium hinunterzufallen.
Die Sitze sind gepolstert und erstaunlich bequem, aber natürlich mit Plastik bezogen, denn es könnte ja mal regnen. Das Regent's Park Open Air Theatre ist nämlich nicht überdacht. Bühne nicht, Zuschauerraum auch nicht. Darum raten sie auf der Homepage, Regenponchos mitzubringen. Schirme sind während der Show nicht gestattet, verständlicherweise.

Bei uns hat es nicht geregnet, dafür schien die Sonne und es war sehr warm. Wir hatten Glück, wir saßen auf der linken Seite, und die wird während der Nachmittagsvorstellung nicht frontal von der Sonne angestrahlt. Oben die letzten Reihen ganz links aussen hatten sogar die gesamte Vorstellung so etwas wie Schatten, wir auf halber Höhe weiter mittig zumindest in der zweiten Hälfte, was die Temperatur deutlich erträglicher gemacht hat. Falls man da also mal wieder hin will... wichtige Information.
Ansonsten ruht die Konstruktion auf sehr vielen Stahlstreben, sprich, sie ist von unten hohl, so dass sie dort ihre diversen Bars und Pizzatheken unterbringen können. Pluspunkt: Es gab mindestens zwei Wasserspender für kostenloses Trinkwasser und das Mitbringen von Flaschen ist erlaubt.

Gespielt wurde "Cats" (Handlung: Sie tanzen zweieinhalb Stunden und am Ende singt Grizabella "Memory" und wird in den Heavyside Layer entrückt. Nein, das ist nicht symbolisch. Es geht nur um Katzen.), und "Cats" geht immer, so lange jemand eine ordentliche Choreographie zustande bringt. Die weltberühmte ist von Gillian Lynne, und auch wenn für diese Version Josh Baker choeographiert hat, sieht man doch stark, wo's herkommt. Ich persönlich finde das sehr gut so, denn das garantiert eine vertraute Basis, so wie auch die generellen Bewegungsmuster sich an Frau Lynne's Werk orientieren. Ich glaube, das geht auch nicht wirklich anders, "Cats" hat die Vorgabe, wie man auf einer Bühne eine Katze darstellen sollte, so festgeschrieben... oder es hat sich einfach ergeben, denn die Bewegungsmuster orientieren sich ja an denen echter Katzen.

Es gibt also eine gute, oft wilde, meist elegante und energiegeladene Choerographie, und jede/r Einzelne in dieser Cast ist ein/e fantastische/r Tänzer/in. Einige Ideen waren sehr gut, wie das nach und nach integieren einer offenbar neu dazukommenden Katze während "Jellicle Songs for Jellicle Cats" am Anfang, andere Ideen fand ich weniger gut, wie die Entscheidung, Mr. Mistoffelees als Solo Breakdance tanzen zu lassen. Tänzerisch großartig, keine Frage, aber für mich ist Breakdance einfach nicht passend für Katzen. Persönliche Meinung.
Auch zum Kampf zwischen Macavity und Munkustrap wirkte die Chroeographie ein wenig unausgegoren und uninspiriert. Schade.
Dafür war der Jellicle Ball wirklich großartig. Wild, kraftvoll... super.

Die Ur-Inzenierung hatte Trevor Nunn als Regisseur, und der hat sich die Mühe gemacht, jeder einzelnen Katze einen Charakter zuzuorden, bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen, und Beziehungen zwischen den einzelnen Charakteren, die damals auch im Hintergrund das ganze Stück über durchgespielt wurden. In den letzten 20 Jahren wurde das immer weniger und weniger, und die Non-Replika-Produktionen interessieren sich da meistens überhaupt nicht mehr für. Auch hier habe ich in dem Bezug nicht viel erwartet, und so war es dann auch - sehr schade. Es gab Ansätze, aber nichts davon wurde durchgängig gespielt oder wirkte wie echte Beziehungen, vielleicht mit der erstaunlichen Ausnahme einer Freundschaft (vielleicht sind sie auch grade mal wieder Brüder...) zwischen Munkustrap (Jack Wilcox) und dem Tugger (Jaydon Vijn). Beide Darsteller mochte ich, und es war sehr erholsam, endlich nochmal einen Tugger zu sehen, der kein Clown ist, sondern tatsächlich noch der coole Typ, der er eigentlich sein sollte. Elvis-Verschnitt, wie früher immer gerne gespottet wurde.
Extra-Lob auch dafür, das Mungojerrie und Rumpleteazer immer nur im Duett auftraten, und für Coricopat und Tantomile, die sich sehr beeindruckend synchron bewegen konnten.

Eine Non-Replika braucht natürlich auch neue Kostüme und ein neues Bühnenbild - Regent's Park hatte diverse sehr große halbrunde Stahlbögen, dazu ein paar Dinge aus Holz und einen Vollmond, von dem ich aber nicht weiß, ob der leuchten kann, weil es zu hell war in der Sonne. Ich gehe aber davon aus, denn zu den Abendvorstellungen wäre das sonst etwas seltsam. Steampunk als Optik wäre zuviel gesagt, vielleicht eher ein bisschen Industrie-Ruine/Lost Place. Die Farbpalette war jedenfalls eindeutig erdig in den Tönen, und das haben sie auch in den Kostümen durchgehalten. Braune Töne in allen Schattierungen, rötliche Töne, gelbliche Töne, manches auch ein bisschen ins Lilane... und zwei weiße Katzen. Die Idee fand ich ein bisschen seltsam, aber sicher auch nur, weil The White Cat in der Ur-Inzenierung eine besondere Rolle hat - in dieser hatten auch beide weiße Katzen besondere Rollen, also denke ich, geht es schon in Ordnung. Es ist halt eine Farbe, die man gut sehen kann.
Wie gut diese Kostüme sind... manche sind sehr hübsch, andere eher weniger, aber alle Katzen haben Ohren und vor allem, mir persönlich wichtig, Schwänze. Und die Kostüme waren unterschiedlich genug, dass man einzelne Charaktere recht problemlos wiedererkennen und orten konnte.
Nur warum Gus als einziger aussah wie aus einer Replika-Produktion entsprungen, hat sich mir leider nicht erschlossen. Aber da bin ich nicht die Einzige.

Getanzt wurde wie gesagt fantastisch, gesungen auch ausgezeichnet. Pekies und Pollicles war nicht drin, dafür aber die alte Growltiger-Nummer, wenn auch ohne egal welches Duett. Interessante Entscheidung, hat aber Spaß gemacht, das nochmal zu sehen.
Old Deuteronomy war weiblich, was mir persönlich vollkommen egal ist. Da stört mich mehr, dass sie keine neun Ehemänner haben darf - der Originaltext sagt "Old Deuteronomy buried nine wifes/and more, I am tempted to say, ninty-nine". Hier singen sie von Leben stattdessen... aber es muss sich halt reimen, und husband passt nicht ins Versmaß und überhaupt...
Und wir sind auf einer Freilichtbühne, also gibt es etwas, was man unbedingt machen muss: Macavity muss mit Feuer hantieren. Isso. Zumindest hat es bis jetzt jede Open Air Show von "Cats", die ich gesehen habe, gemacht. Find ich spaßig.

Hat sich wieder sehr gelohnt. "Cats" geht halt immer.
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Das Barbican Centre ist Teil des Barbican Estate, und das wiederum ist eine riesige Wohnanlage in der City of London. Ende der 1960er und Anfang der 1970 gebaut, besteht sie vor allem aus sehr viel braungrauem Beton. Brutalismus eben. Direkt ins Auge fallen die drei riesigen Wohntürme, eben weil sie so hoch sind, denn die eigentlichen Ausmaße des ganzen Komplexes kann man nicht erfassen, wenn man davorsteht. Wenn man versucht, drumherum zu laufen, schon eher. Von der Barbican U-Bahn Station bis zum Centre bekommt man zumindest eine vage Vorstellung, denn der gesamte Weg führt ausschließlich an den Einfahrten zu Tiefgaragen vorbei. Hin und wieder kommt man auch an einem Weg vorbei, der zwischen die Gebäude führt, denn der Barbican Estate hat auch Innenhöfe zwischen seinen Wohngebäuden. Wie gesagt, die drei Türme sind nur die Spitze des Eisberges.

Und weil das alles nicht leicht zu navigieren ist, gibt es ein selbstironisches Emblem mit einem Labyrinth darauf und einem roten Pfeil der hinein weist, und dem Slogan "I found the Barbican Centre".

Auch das ist natürlich brutalistisch, und seine vielen verschiedenen Ebenen sind über Treppen, Brücken und Gänge verbunden, so dass man sich da drin dann gleich nochmal verlaufen kann. Es hat nicht nur ein Theater, sondern auch Ausstellungs- und Tagungsräume, eine Bibliothek, mehrere Restaurants und einen Wintergarten mit Bäumen drin. Viel Platz also und eben sehr viel Beton. Alles sehr eckig.

Das Theater selbst ist sehr hoch, vier Ränge und ein Parkett, und es hat einen "Vorhang", der aus zwei Wänden besteht, von denen die eine Hälfte nach oben und die andere Hälfte nach unten fährt, wenn sie ihn öffnen. Die geben dann eine gigantische Bühne frei, die auch erstmal gefüllt und bespielt sein will. Und das macht "Deathnote" ausgezeichnet.

Die Handlung stammt aus dem ersten Teil eines Mangas, die Musik ist von Frank Wildhorn.
( Spoiler )
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Nun schätzen sie Mal

Südwestfunk Baden-Baden (1986)

"Vom Telefon zum Mikrophon" war eine Sendung des Südwestfunks, bei der/die Höhrer/innen anrufen und sich ein Lied wünschen konnten, das der Sender dann spielte. Zwischendurch wurde geplaudert und es gab kleine Spiele, wie dieses Schätzspiel. Das Buch erklärt nicht, wie es funktionierte oder ob es etwas zu gewinnen gab, aber ich nehme an, dass der/die Moderator/in die Frage stellte und Leute dann mit ihrer Antwort anrufen konnten.

Das Buch enthält eine Zusammenstellung dieser Fragen samt Antworten, die ausdrücklich in zufälliger Reihenfolge stehen, und alles Mögliche abdecken. Von Dingen, die allgemeingültig sind wie "Von wieviel Blüten müssen Bienen Nektar sammeln, um eine ein Pfund schwere Honigwabe zu füllen?" über Dinge, die sich nachprüfen ließen wie "Wie viel wiegen die 8 Elefanten des Berliner Zoos?" und Statistiken wie "Wie viele Liter Bier / Kaffee / Milch wurden im Jahr X in Deutschland getrunken?" bis hin zu mehr oder weniger nicht nachvollziehbaren wie "Wie viele Barthaare hat die Zierde des Mannes?". Manchmal fehlen auch einschränkende Angaben wie "im Jahre X" oder "in einem Monat" und es steht einfach nur "durchschnittlich" da. Und manchmal wird es auch seltsam, wie "Wie viel wiegt ein Kuss?" (950 g, aber nur der Liebeskuss, der Höflichkeitskuss wiegt nur 50g).

Und bei einigen Fragen wäre es auch einfach mal spannend, nachzuforschen, wie die Antworten heutzutage lauten, und dann zu vergleichen.

Nett, kann man mal lesen, aber da sich die meisten Fragen und Antworten auf Statistiken der End-70er und Anfangs-80 beziehen, eher nicht von aktuellem Interesse.
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Der keltische Rand Europas

Von Hermann Vogt (1994)

Es geht um die keltischen Kulturen am Rande Europas. Das ist natürlich Irland, aber auch Schottland, denn die sind ja auch irgendwo am Rand, und haben vor allem das, was für diese Kulturen offensichtlich sehr charakteristisch ist: unheimlich viel Platz. Viel Landschaft, keine Menschen, egal ob in Connemara oder in den Highlands. Das prägt natürlich, denn das bedeutet Isolation, und es bedeutet Armut. Und es bedeutet Unterschied zum dicht besiedelten England, das als größte Macht in der Umgebung die keltischen Kulturen geprägt hat. Vor allem damit, dass sie versucht haben, sich gegen die Assimilation zu wehren.

Irland hat das anscheinend mit Hilfe von Religion getan, denn Irland ist erstens katholisch, zweitens handelt sich um einen nach wie vor keltisch geprägten Katholizismus (im Unterschied zum römischen), und drittens ist das wichtigste Element dieses irischen Katholizismus die Kloster- und Mönchskultur. Wieder das Thema von Rückzug und Einsamkeit, aber auch das Thema von Auszug in die Wildnis (oder den europäischen Kontinent), um dort neue Klöster zu gründen. Schottland hingegen hat das vor allem durch... Politik gemacht? Highland-Clans gegen Lowland-Bewohner? Die ausführliche Erklärung, warum Maria Stuart für Elizabeth I. so gefährlich war? Aber am Ende wurde ja der schottische König auch der englische, also Sieg für die Schotten. Oder so, da bin ich mir nicht so ganz sicher.
In diesem Kapitel erwähnt Herr Vogt übrigens auch Wales, das sich seine Kultur vor allem über seine eigene Sprache bewahrt hat. Erstaunlich, dass es in dieser Sprache dann weder Lieder noch Literatur zu geben scheint, denn die Kapitel zu diesen beiden Themen beschäftigen sich ausschließlichmit Irland und Schottland. (Nicht, dass ich jetzt behaupten würde, dass Wales zwingend zu einer Kultur am Rande Europas dazuzuzählen ist, aber wenn es nicht dazu gehört, dann wundern mich die doch recht oft eingestreuten Bezüge, und wenn es dazu gehört, dann wundert mich das komplette Ignorieren eines Landes in Kapiteln über Musik und Literatur, das genau zu diesen Themen eine jährliche Großveranstaltung abhält und Preise verleiht.)

Egal. Wir lernen also sehr viel über Irische Klöster und Mönche, die dann Schottland missionieren, und über Irish Folk und Richard Burns. Auch "Ulysses" wird natürlich immer wieder erwähnt, ohne dass eigentlich klar wird, was an diesem Buche so toll und bahnbrechend ist. Es wird über Skellig Michael und das Book of Kells gesprochen und über den Nordirland-Konflikt. Es gibt eine sehr spaßige Biographie eines irischen Bischofs, der gekonnt zwischen Katholizismus und Anglikanismus lavierte, und auch die Ausführungen zu Maria Stuart und Elizsabeth waren interessant (auch wenn Herr Vogt das Drama von Schiller für rundweg schrecklich und am Thema vorbei hält). Bei den Informationen über die Hochkreuze hatte ich aber schon ein- oder zweimal das Gefühl, dass da bei der Beschreibung etwas nicht stimmen kann... aber vielleicht habe ich da auch nur was falsch verstanden.

Mein größtes Problem mit dem Buch ist, dass ich keine Ahnung habe, was Herr Vogt damit eigentlich aussagen will. Er ist Theologe und Politikwissenschaftler, und er ist sicher auch historisch bewandert, aber in seinen geschichtlichen Ausführungen fehlen mir oft sehr stark Details und Zusammenhänge, sowie Informationen über das Leben der einfachen Leute, die über "Armut" und "Einsamkeit" hinausgehen. Man kann es sehr gut als eine random Faktensammlung über Irland und Schottland lesen, mit ein bisschen Wales beigemischt und ein oder zwei Brocken Bretagne, aber nach Beschreibung oder gar Erklärung einer Kultur fühlt es sich nicht an.

Aber vielleicht habe ich auch da irgendwas nicht richtig verstanden oder überlesen, denn der Stil ist gehoben und immer wieder mit Fach- und Fremdwörtern durchsetzt, von denen ich nicht alle kannte. Es gibt Quellenangaben zu allem (sehr lobenswert), auch Zitate in Fremdsprachen werden dankenswerter Weise fast immer übersetzt, wenn auch nicht immer wörtlich, auch wenn auf diese Übersetzung im Text Bezug genommen wird (execution und ertränkt werden ist eben nur bedingt das Gleiche). Dafür ist das Schlusswort dann auf Latein. Ohne Übersetzung. Das finde ich eine merkwürdige Wahl.

Ich denke, dass trifft es auch ganz gut. Merkwürdig. Merkwürdiges Buch. Nicht schlecht, aber seltsam.
blauerfalke: (geschichten)
von Anne-Marie Pol (2001)

Band 17 einer Reihe Jugendbücher für Menschen ab 12, in dem es um Nina geht, von der ich annehme, dass sie irgendwo zwischen 14 und 20 Jahre alt ist, einfach, weil die anderen Mädchen in ihrer Tanzklasse das auch sind. Nina lebt in Ägypten und bekommt zu Beginn des Bands von ihrem Vater die Erlaubnis, nach Paris zurückzukehren, um dort Tanzunterricht zu nehmen. Es ist eindeutig klar, dass sie vorher schonmal in Paris gelebt hat, dass sie vorher schon Schülerin in dieser Schule war und alle anderen vorkommenden Charaktere bereits kennt. Bei Band 17 ist das zu erwarten, und es ist nie eine gute Idee, so weit hinten in eine Serie einzusteigen, aber ich habe das Buch nicht gelesen, weil mich die Serie interessiert, darum spielt das keine Rolle.

Ich habe es in Autun aus einem öffentlichen Bücherschrank gezogen und mir gedacht, Jugendbuch, tolle Idee, das kannst du bestimmt ganz gut lesen, also ging es einzig darum, in wieweit ich der Handlung folgen kann - das hat doch recht gut geklappt, und da bin ich auch ein bisschen stolz drauf, denn es ist eine reguläre Buchserie und kein Buch extra für Menschen, die Französisch lernen, wie die anderen, die ich gelesen habe. Klar habe ich nicht jedes Wort verstanden, und bei dem Casting bin ich mir auch nicht sicher, ob ich das Grundproblem, dass Nina damit hat, wirklich verstanden habe, weil das doch recht unprofessionell für jemanden wäre, die sich in erster und vorderster Linie immer als Tänzerin definiert - aber auf der anderen Seite, es ist ein Jugendbuch, also habe ich es vielleicht doch richtig verstanden... da ist irrationale Empotionalität nicht ganz unwahrscheinlich.

Einmal habe ich erst nach zwei Seiten realisiert, dass es sich bei zwei Personen nicht um ein Ehepaar handelt, sondern um Mutter und Sohn, aber sonst... doch, hat ganz gut geklappt.

Ich bin weit von der Zielgruppe, am ehesten würde ich es von der Art her mit diesen Mädchen-Internats-Büchern vergleichen, die wir damals alle gelesen haben, auch wenn kein Internat vorkommt. Nichts, was man in meinem Alter noch ernsthaft lesen und gerecht bewerten könnte, und einen Nostalgie-Bonus kann es logischerweise von mir auch nicht bekommen.
Also sage ich mal, es war ganz nett. Kann man der Zielgruppe bedenkenlos empfehlen, mit dem Bonus, dass es weder Gewalt noch wirklich bösartige Menschen enthält. Im Gegenteil, es hat einen eher optimistischen Grundton trotz diverser Dramen. Das finde ich auch schön.
blauerfalke: (geschichten)
von Diana Wynne Jones (2010)

Andrew erbt ein Haus von seinem Großvater, mit einem schönen Buntglasfenster in der Tür zum Garten, in dem auch noch eine verfallene Kapelle steht, und mit ziemlich viel Land drumrum, von dem der Besitzer des benachbarten Manors gerade dabei ist, sich mit Stacheldraht etwas abzuzweigen. Und nicht zu vergessen war besagter Großvater ein Magier und die Umgebung ist ein machtvolles field-of-care, um das Andrew sich jetzt kümmern muss. Blöd nur, dass er das meiste, was sein Großvater ihm als Kind dazu beigebracht hat, vergessen hat.
Zwischden Andrews Versuch, sich zu erinnern, ein Buch über Geschichte zu schreiben und seine eigensinnigen Angestellten unter Kontrolle zu bringen, taucht dann auch noch ein Waisenjunge auf, dessen Namen sich die meisten Leute einfach nicht merken können, und der von dunklen Schattenwesen verfolgt wird.

Ich glaube, ich habe - mit Ausnahme ihres Erstlingsromans und einiger Sachtexte - alles gelesen, was Frau Jones geschrieben hat. "Enchanted Glass" ist ein stand alone Roman, von dem ich beim ersten Lesen überzeugt war, dass er der Anfang einer Reihe werden sollte. Ob das stimmt, werden wir nie erfahren, denn leider ist Frau Jones verstorben und hat nie Notizen zu ihrer Arbeit gemacht.

Aber auch so ist es ein sehr schönes Buch. Es hat alles, was ein typischer Jones braucht. Es ist bunt, lebendig, voller - auch gerne mal abstruser - Details, und es hat sehr viel Humor. Hier kommt noch das well- ordered Country eines britischen Dorfs dazu, komplett mit finsterem Manor, Pferderennstall und klassischer village fête. Und natürlich mit schrulligen Dorfbewohnern. Man könnte also sagen, es enthält einen Haufen Klischees, aber die sind eben augenzwinkernd und mit Humor und tragen zum Spaß bei.
Und es gibt sowas wie ein Happy End.

Immer wieder schön zu lesen. Genauso wie viele andere von Frau Jones' Büchern.
blauerfalke: (erzählen)
from the Tudors to the present Day

von Anne Somerset (1984)

Hofleben hinter den Kulissen - die Prämisse dieses Buches ist es, die weibliche Seite zu beleuchten, nämlich die jeweilige Königin und ihren Haushalt. Der "blurb" auf dem Cover spricht von "naughty knickers version of our island story", beruft sich dabei auf Auberon Waugh von der Daily Mail, aber ob das Buch diesem Anspruch gerecht wird... ich denke, das hängt davon ab, wie man es liest.

Denn natürlich sind Frauen am Königshof zuerst mal dafür da, schön zu sein und Kinder zu bekommen. Oder schön zu sein und den Herren des Hof auf die eine oder andere Art und Weise die Zeit zu vertreiben. Wer dabei besonders geschickt ist, kann es zur offiziellen Mätresse und sehr viel Einfluss beim König bringen, und darum auch sehr reich werden, durch Geschenke des Königs oder Bestechungsgelder.
Was jetzt nicht bedeutet, dass die Mätresse des Königs immer eine lady in waiting war. Es kam halt nur sehr oft vor, und die Reihenfolge der Ämter war nicht immer dieselbe. Und es gab auch durchaus Zeiten, zu denen ladies in waiting züchtig und tugendhaft zu sein hatten, und in denen Königinnen das auch nach Kräften durchgesetzt haben.

Ich schätze, das Problem bei einem solchen Buch ist der Quellenmangel. Was im Haushalt der Königin passierte, ist wahrscheinlich vor allem aus Schriften von Männern überliefert, und die scheinen sich vor allem mit Skandalen zu beschäftigen, mit dem vermuteten politischen Einfluss, den die eine oder andere auf irgendwen hatte, wie tugendhaft sie sind oder wie gut sie bei der letzten höfischen Aufführung gesungen haben. Tatsächlich wird der größte Teil des Buches noch immer davon eingenommen, was welcher König, Kronprinz oder sonstiger Adelige getan hat, manchmal auch mit einer Frau, dahinter folgt die Haltung, Meinung und der Ruf der jeweiligen Königin. Wirkliches Leben oder Details über einzelne ladies in waiting sind rar, auch wenn Frau Somerset sich Mühe gibt, zu erklären, worin die Pflichten und der Alltag in den diversen Epochen bestanden.

Aus dem Reigen heraus sticht die Regierungszeit von Königin Anne, wo viel Zeit für ihr Verhältnis zu zwei ihrer ladies in waiting aufgewendet wird - das mag daran liegen, dass viele Briefe von Anne erhalten sind, und viele Höflinge und andere Leute sich über beide ladies beschwert und auch Briefe geschrieben haben, oder daran, dass die ganze doch recht unschöne Geschichte einer ruinierten Freundschaft als lesbische Liebschaft verschrieen ist, und dass das immer Leute reizt, darüber zu schreiben.
Königin Victorias Baronin Lehzen bekommt ebenso Raum wie die unglückliche Lady Flora, aber hier ist schon wieder sehr viel Albert und seine Meinung im Spiel.
Und Königin Adelaides Haushalt war offenbar so unwichtig, dass er in einem Halbsatz abgetan wird. (Sie war die Frau von William IV.)

Schwierig zu bewertendens Buch. Liest sich interessant, wird aber wahrscheinlich durch die problematische Quellenlage der Prämisse nur streckenweise gerecht. Aber es ist schonmal ein guter Anfang, das Hofleben aus einem anderen Blickwinkel zu sehen.
blauerfalke: (erzählen)
Gesellschaft und Götter der Kelten (1987)

von Jean Markale

Der Autor ist Franzose, hat zu diesem und verwandten Themen diverse Bücher geschrieben und scheint sowohl als Kenner von Details zu gelten als auch umstritten zu sein, denn er ist auch Atlantis-Theoretiker. Darum erfahren wir in diesem Buch, dass die Völker an der französischen Atlantikküste keine Kelten waren, sondern Nachfahren der Altanter. Denn die Kelten fuhren nicht zur See, die Veneter aber schon, also können die Veneter keine Kelten gewesen sein.

Nicht, dass ich behaupte, dass dieser Rückschluss falsch sein muss (Atlantis oder nicht Altlantis jetzt mal außer Acht gelassen), aber zwingend korrekt ist er auch nicht. Und das trifft auch auf vieles Andere in diesem Buch zu. Rückschlüsse sind nie unlogisch oder haltlos, aber doch sehr oft sehr spekulativ, zumal der Autor trotz sehr dünner Quellenlage - die Herr Markale auch in keinem Moment leugnet - doch sehr detaillierte Aussagen über die Glaubenswelt der Kelten, die Rolle der Druiden (rein männlich, für weibliche Druiden gäbe es keinen Beleg, darum steht Druidinnen immer in Anführungszeichen) und den Aufbau der keltischen Gesellschaft und ihrer Werte macht.

Nachdem mein letztes Buch nachgewiesen hat, dass Merlin kein Druide war, weist dieses nach, dass er ein Druide war - ich muss Herrn Markale zugute halten, dass er sich in arthurischer Mythologie weit besser auskennt als Herr Herm und Herr Krause - und zeichnet am Beispiel von ihm und den Königen, denen er gedient hat, die Dualität König/Druide in der keltischen Gesellschaft nach, die seiner Meinung nach charakteristisch und absolut zwingend war. Einer kann nicht ohne den anderen existieren, und darum sind Druiden außerhalb der keltischen Gesellschaft nicht existent, können gar nicht existieren.

Wenn es um die Götterwelt geht, zitiert Herr Markale vor allem Cäsar, dann ergänzt er genaueres zu den Zuordnungen der keltischen Götter zu Cäsars Auflistung. Er erklärt die vier Elemente aus keltischer Sicht und betont, dass den Druiden klar war, dass Feuer kein Element ist, sondern eine Transformationskraft. Diese war den Kelten sehr wichtig, weshalb auch die berühmten riesigen Strohfiguren, in denen Menschen verbrannt worden sein sollen, falsch verstanden wurden, denn es handelt sich nur um Scheinopfer, mit Feuer als Transformator, aus dem die Betreffenden lebendig und eben "wiedergeboren" herauskommen. Dazu bringt er Drogen, vor allem Hanf, ins Spiel, denn die Kelten kannten sich mit Pflanzen bestens aus, und jedes Volk, das sich mit berauschenden Pflanzen auskennt, nutzt die zwangsweise zu heiligen Zeremonien. Was uns wiederum zur Verwandschaft des keltischen Glaubens mit Schamanismus bringt... Wie gesagt, nichts ist wirklich haltlos, aber auch kaum etwas belegbar.
Auch dass viele Quellenangaben für Informationen auf Herrn Markales andere Werke verweisen, finde ich etwas unprofessionell. Aber er macht wenigstens für vieles Quellenangaben, das ist lobenswert.

Auf der anderen Seite stellt Herr Markale die neo-druidischen Strömungen in einer Art Kurzübersicht dar, zeigt ihre Unterschiede auf und betont, dass die meisten davon eben keine Glaubenssysteme sind, sondern kulturelle oder philantropische Vereinigungen.
Interessant auch seine Ausführungen zum Monismus und wie man die Welt sehen könnte, wenn man es schaffen würde, die Brille unseres westlichen Dualismus abzulegen.
Und seine Kenntnisse irischer, walisischer und arthurischer Sagenwelt sind, so weit ich das beurteilen kann, ausgezeichnet.

Anmerkend wäre zu sagen, dass dieses Buch eine deutsche Übersetzung ist, und dass ich der schon nach dem Vorwort nicht mehr ganz getraut habe, denn das hat der Übersetzer laut eigener Angabe gekürzt, und alles, mit dem sich Herr Markale speziell an französische Leser gewandt hat, gestrichen. Auch die Entscheidung, die Benennung "Autre Monde" unübersetzt zu lassen, finde ich seltsam. Was hätte gegen "Anderswelt" gesprochen?

Gut zu lesen, auch interessant zu lesen, es hat sicher einige gute Ansätze und fundierte Informationen - sagen wir, es ist eine mögliche Interpretation. Nicht die einzig mögliche, aber eine mögliche. Und daran ist ja per se nichts Schlechtes.
blauerfalke: (reisen)
1. Die Lage von Burg Hohenzollern ist genauso spektakulär, wie das die Fotos immer vermuten lassen. Sehr beeindruckend.

2. Die Burg ist in Privatbesitz, ehemals von der Zollern-Brandenburgischen Linie und der Zollern-Sigmaringen Linie gemeinsam, aber letztes Jahr haben die ihren Teil an die Brandenburger verkauft, so dass die jetzt Alleininhalber sind. Es gibt Wohnräume in der Burg, die nicht besichtigt werden können.
Außerdem gibt es im Nordflügel eine Art Jugendherberge, in der Kinder aus sozialen Einrichtungen Ferien verbringen können, ermöglicht durch die Prinzessin Kira von Preußen-Stiftung.

3. Die Brandenburger waren Könige (und später Kaiser), die Sigmaringer waren Fürsten. Darum sind die Räume der Brandenburger größer und prunktvoller als die die Sigmaringer. Aber die der Sigmaringer sind gemütlicher.

4. Es gibt in keinem einzigen Schlafzimmer ein Bett. Das lag daran, dass die Hohenzollern bei den seltenen Aufenthalten ihre Betten mitgebracht haben. Entstanden aus der Tradition des Feldbettes und der Tatsache, dass Betten in Gasthöfen etc. meistens dreckig und voller Ungeziefer waren, war das eine Zeitlang unter dem reisenden Adel Mode. Erst als es hochklassige Hotels gab, verlor sich das wieder, nur die Hohenzollern haben daran festgehalten.
Es handelte sich dabei vor allem um zusammenschraubbare Betten aus Messing, und der Umstand wird erst ganz am Ende auf einer Tafel erklärt, nachdem man sich mehrere Schlafzimmer lang gewundert hat, dass da eben keine Betten stehen.

5. Die Brandenburger sind protestantisch, die Sigmaringer katholisch. Darum hat die Burg Hohenzollern zwei Kapellen, eine evangelische und eine katholische. Die Buntglasfenster in der evangelischen Kapelle sind von der Firma Oitmann in Linnich, die praktischerweise noch existiert und darum jetzt bei der Restaurierung helfen kann.

6. Es ist die dritte Burg an dieser Stelle. Burg Nummer Zwei wurde zu einer Renaissance-Festung ausgebaut, mit den typischen Eckbastionen, und galt darum als uneinnehmbar. 10 Jahre später wurde sie nach Belagerung durch Aushungern der Besatzung eingenommen.

7. Die Burg ist historistisch, von außen aber erstaunlich schlicht. Erst drinnen gibt es den prunkvollen neo-gotischen Stil, den man erwartet. Sehr beeindruckend die Auffahrt vom Tor in den Innhof, die eine Spirale aus vier 360°-Windungen bildet.

8. Wenn die dargestellte Persönlichkeit zwischen zwei Windhunden steht oder sitzt, ist es Friedrich der Große.

9. Jede Querflöte ist eine Traversflöte, aber nicht jede Traversflöte ist eine Querflöte.

10. Das Burgcafé heißt "Unter den Linden". Es stehen aber tatsächlich Linden im Burggarten, unter denen das Café seine Tische hat, das ist nicht nur ein Verweis auf Berlin.

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