Random Gelerntes aus Kyōto
Oct. 25th, 2026 09:53 am1. Es gibt vier Himmlische Tiere, die für den Schutz der vier Himmelsrichtungen zuständig sind.
Seiryū, der Blaue Drache des Ostens. Er steht für Holz, Frühling, die Morgendämmerung, den Planeten Jupiter, Macht, Herrschaft, Güte, Kreativität, und er herrscht über den Regen.
Suzaku, der Rote Phönix des Südens. Er steht für Feuer, Sommer, den Mittag, den Planeten Mars, Reinheit, Wiedergeburt, Anstand und herrscht über Hitze und Flamme.
Byakku, der Weiße Tiger des Westens. Er steht für Metall, Herbst, die Abenddämmerung, den Planeten Venus und Rechtschaffenheit, und er herrscht über den Wind.
Genbu, die Schwarze Schildkröte des Nordens. Sie steht für Wasser, Winter, Mitternacht, den Planeten Merkur, Langlebigkeit, Weisheit und sie kontrolliert die Kälte.
Angeblich hat jede alte japanische Stadt Viertel, die den einzelnen Tieren zugeordnet sind, und dort auch Schreine für sie. Kyōto hat in jedem Fall einen Seiryū-Schrein im Kiyomizu-dera Tempel, und einen Genbu-Schrein unter eben diesem Namen nördlich des Kaiserpalastes. Suzaku scheint eher in den Südtoren der Städte (Suzakumon) repräsentiert zu werden, das von Kyoto steht nicht mehr, lag aber wohl an der wichtigen Nord-Süd-Achse vom Kaiserpalast zur Stadtmauer, die heute Senbon Avenue heißt. Für Byakku scheint Kyōto nichts zu bieten zu haben, aber es gibt Darstellungen in alten Gräbern in Nara.
2. Japanische Gärten folgen dem Prinzip des wabi-sabi
"Das schwer zu übersetzende Wabi-Sabi (侘寂) bezeichnet eine Ästhetik des Unperfekten, das sich durch Asymmetrie, Rauheit, Unregelmäßigkeit, Einfachheit und Sparsamkeit auszeichnet. Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit beweisen Achtung vor der Eigenheit der Dinge. (...) Ursprünglich bedeutet Wabi sich elend, einsam und verloren zu fühlen. Dies wandelte sich zur Freude an der Herbheit des Einsam-Stillen. Aber erst in der Verbindung mit Sabi, alt sein, Patina zeigen, über Reife verfügen, entstand die eigentlich nicht übersetzbare Begriffseinheit, die den Maßstab der japanischen Kunstbewertung bildet." (Quelle: Wikipedia)
Unser Guide Sebastiano in Kyōto hat erklärt, dass wabi dafür steht, Dinge so zu belassen, wie sie sind, sich genau daran zu freuen und sich mit dem zu bescheiden, was man hat, und sabi für die Schönheit im Altern und Verwittern.
3. Nichts ist für immer. Nichts ist jemals fertig. Nichts ist vollkommen.
Seiryū, der Blaue Drache des Ostens. Er steht für Holz, Frühling, die Morgendämmerung, den Planeten Jupiter, Macht, Herrschaft, Güte, Kreativität, und er herrscht über den Regen.
Suzaku, der Rote Phönix des Südens. Er steht für Feuer, Sommer, den Mittag, den Planeten Mars, Reinheit, Wiedergeburt, Anstand und herrscht über Hitze und Flamme.
Byakku, der Weiße Tiger des Westens. Er steht für Metall, Herbst, die Abenddämmerung, den Planeten Venus und Rechtschaffenheit, und er herrscht über den Wind.
Genbu, die Schwarze Schildkröte des Nordens. Sie steht für Wasser, Winter, Mitternacht, den Planeten Merkur, Langlebigkeit, Weisheit und sie kontrolliert die Kälte.
Angeblich hat jede alte japanische Stadt Viertel, die den einzelnen Tieren zugeordnet sind, und dort auch Schreine für sie. Kyōto hat in jedem Fall einen Seiryū-Schrein im Kiyomizu-dera Tempel, und einen Genbu-Schrein unter eben diesem Namen nördlich des Kaiserpalastes. Suzaku scheint eher in den Südtoren der Städte (Suzakumon) repräsentiert zu werden, das von Kyoto steht nicht mehr, lag aber wohl an der wichtigen Nord-Süd-Achse vom Kaiserpalast zur Stadtmauer, die heute Senbon Avenue heißt. Für Byakku scheint Kyōto nichts zu bieten zu haben, aber es gibt Darstellungen in alten Gräbern in Nara.
2. Japanische Gärten folgen dem Prinzip des wabi-sabi
"Das schwer zu übersetzende Wabi-Sabi (侘寂) bezeichnet eine Ästhetik des Unperfekten, das sich durch Asymmetrie, Rauheit, Unregelmäßigkeit, Einfachheit und Sparsamkeit auszeichnet. Anspruchslosigkeit und Bescheidenheit beweisen Achtung vor der Eigenheit der Dinge. (...) Ursprünglich bedeutet Wabi sich elend, einsam und verloren zu fühlen. Dies wandelte sich zur Freude an der Herbheit des Einsam-Stillen. Aber erst in der Verbindung mit Sabi, alt sein, Patina zeigen, über Reife verfügen, entstand die eigentlich nicht übersetzbare Begriffseinheit, die den Maßstab der japanischen Kunstbewertung bildet." (Quelle: Wikipedia)
Unser Guide Sebastiano in Kyōto hat erklärt, dass wabi dafür steht, Dinge so zu belassen, wie sie sind, sich genau daran zu freuen und sich mit dem zu bescheiden, was man hat, und sabi für die Schönheit im Altern und Verwittern.
3. Nichts ist für immer. Nichts ist jemals fertig. Nichts ist vollkommen.