blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: 07
Länge laut offizieller Angabe: je nach Quelle 12 bis 13 km
offiziell veranschlagte Dauer: 3,5 - 5 Stunden
gebrauchte Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht

Die Felsenpassage hat mehrere mögliche Startpunkte. Wenn man von der Staumauer Obermaubach startet, hat man die größte Steigung zuerst und den Vorteil, dass man, wenn einem die Strecke doch zu lang ist, die letzten Kilometer mit der Rurtalbahn fahren kann. Wenn man von Zerkall aus startet, hat man erstmal ein paar Kilometer, die hauptsächlich flach sind, bevor die Steigung kommt, und den Abstieg am Ende. Wenn man von Nideggen startet, geht es direkt runter und dann eben nach zwei Dritteln wieder hoch.
Wir haben uns für Obermaubach als Startpunkt entschieden, aus den oben genannten Gründen.

Einige Wanderwege rund um Nideggen scheinen erst vor kurzem neue Schilder bekommen zu haben, und die Felsenpassage gehört dazu. Sie ist sogar so neu, dass sie auf meiner Wanderkarte noch gar nicht mit verzeichnet ist, und die ist erst ein paar Jahre alt. Darum waren wir darauf eingerichtet, gar keine Wegemarkierungen zu diese Runde zu haben und uns anhand eines Plans aus einer Zeitung zu orientieren. Der war also nur bedingt nötig, hat aber gute Dienste geleistet, denn an zwei Stellen haben wir die "07" nicht gefunden, und konnten so sicher sein, dass wir trotzdem noch auf dem richtigen Weg sind.

Wie gesagt, von Obermaubach aus ist die Hauptsteigung direkt am Anfang des Weges. Sie zieht sich ein bisschen hin, ist aber weitaus weniger steil als ich sie in Erinnerung hatte. Wer lieber weniger Kilometer und dafür steiler wandern wird, hat auch andere Alternativen, nur so als Hinweis. Oder wer die Runde verlängern will, der kann einen Abstecher hoch zum Engelsblick machen.
Aber auch so hat man eine schöne Aussicht, einmal vom Modellflugstartplatz und einmal von der Waldkapelle. Beides liegt oberhalb des Stausees und bietet damit einen schönen Blick auf Obermaubach und das Rurtal hinunter in Richtung Untermaubach.

Wenn man die Wanderhöhe einmal erreicht hat, ist der Weg im Großen und Ganzen eben, mit kleinen auf und abs, die sich aber gut wandern lassen. Um diese Jahreszeit haben die Bäume auch noch wenig Blätter, so dass man fast immer ins Tal hinuntersehen kann, aber in einem Monat sieht das sicher anders aus. Aber dafür gibt's dann eben mehr grün und das ist ja auch schön.

Wenn man auf der Felsenpassage bleibt, ist der gesamte Weg gut befestigt, unten an der Rur auchmal asphaltiert. Festes Schuhwerk ist zum Wandern immer ratsam, aber der Weg stellt keine besonderen Anforderungen daran.

Am Hang entlang führt der Weg durchgängig durch den Wald und durch die Buntsandsteinfelsen. (Wenn man Glück hat, kann man dort Kletterer in ihrem natürlichen Habitat beobachten.) Dann geht es hinunter nach Zerkall. Hier führt der Weg für ein paar Kilometer durch Wiesen an der Rur, und vor allem ist er mit dem Ruruferradweg identisch, so dass man hier auf Fahrradfahrer aufpassen sollte. Auch muss man in diesem Bereich zweimal die Bahngleise überqueren, unbeschrankt, auch hier ist Aufmerksamkeit geboten.

Am Ende geht es noch ein bisschen bergauf - um vom Radweg wegzukommen - und dann am Waldspielplatz wieder hinunter nach Obermaubach. Gerade auf dem letzten Stück ist die Wahrscheinlichkeit, dass es voller wird, gegeben. Es ist ja nicht weit von der Staumauer und den Cafés und Restaurants dort. Oben im Wald haben wir dagegen außer ein paar sehr beeindruckend fitten Joggern und eben den Kletterern niemanden getroffen.

Sehr schöne Strecke, sehr gut zu gehen, auch für Ungeübte. Es gibt nur wenig Bänke, aber ein paar Rastmöglichkeiten sind da, wenn man sich also mehr Zeit lassen will, ist auch das kein Problem. Auch ist der Weg mit seinen drei Einstiegen gut zu erreichen, auch mit dem ÖPNV. Und er ist flexibel, wenn ihn jemand verlängern oder schwerer machen will, sind zusätzliche Schleifen oder Alternativen für einzelne Partien unkomplizert möglich.

Und ich weiß jetzt, dass ich mich damals auf der Buntsandsteinroute nicht verlaufen habe, die ist tatsächlich da, wo ich damals langewandert bin, dieser schmale Trampelpfad... ich denke, den versuche ich im Sommer noch mal und dann von Richtung Nideggen aus. Wenn es nicht nass und rutschig ist.
blauerfalke: (Default)
1. Es gibt auch in Deutschland sehr nette, sehr zuvorkommende Busfahrer. Ich glaube, er hat mich für einen Touristen gehalten, aber das macht ja nichts.

2. Die neuen Busse haben keinen Entwerter für die Fahrkarten mehr an Bord. Die Bushaltestellen sind noch nicht aufgerüstet und haben darum auch keinen Entwerter. Der arme Fahrer muss die Fahrkarte also nicht nur selbst stempeln, sondern Leute wie mich darauf auch noch hinweisen.

3. Ich glaube, ich bin seit zwei Jahren nicht mehr Bus gefahren. Abenteuer!

4. Es hat letzte Nacht geschüttet und dann gefroren. Das heißt, es gibt morgens zwei Sorten Feldwege. Die eine ist asphaltiert und im Schatten, also glatt. Die andere ist nicht asphaltiert und in der Sonne, also matschig. Das muss einfach Absicht sein.

5. Wenn man versucht, nahe am Hang zu bleiben und Üdingen trotzdem zu umgehen, resultiert das in einem massiven Umweg.

6. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenige Hunde so unter die die Räder kommen und wie wenig Leute von Hunden angesprungen werden, wenn man bedenkt, wie viele Leute mit Hunden ins Feld gehen, die sie, egal ob mit Leine oder ohne, nicht unter Kontrolle haben.

7. Es war diesig, aber die Aussicht war trotzdem schön. Und ich hab ein Wäldchen gefunden, das ich mal versuchen werde, wiederzufinden, wenn die Bäume Blätter haben. Mal sehen, ob das klappt.

8. Wenn sich eine Strecke zieht, tu einfach so, als seist du ein BBC-Reporter, der für eine Dokumentation wandert, und weise dich selbst auf alle möglichen Dinge am Wegesrand hin und wie toll die sind. Wenn du das in einer Fremdsprache machst, hat es auch noch einen Lerneffekt.
blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: keine, aber der Weg ist sehr gut beschildert
Länge laut offizieller Angabe: 2,5 km (eine Strecke - es ist kein Rundweg)
offiziell veranschlage Dauer: 2 Stunden (unklar, ob für eine Strecke oder Hin- und Rückweg)
gebrauchte Dauer: anderthalb Stunden (hin und zurück)

Der Wernigeröder Märchenwanderweg ist explizit für Familien mit kleineren Kindern ausgelegt. Die gesamte Strecke ist auch mit einem Kinderwagen begehbar - auch wenn es die meiste Zeit bergauf geht - die einzige Stelle, die das nicht ist, kann auf einer asphaltierten Waldstraße umgangen werden. Es gibt Unterhaltung am Wegesrand und einen Flyer mit Aufgaben, die man dort erledigen kann, um sich nachher eine kleine Belohnung und einen Stempel abzuholen. Außerdem ist er, wie schon erwähnt, sehr gut beschildert, auf jedem Schild mit Entfernungsangaben.

Los geht es hinter dem Hasseröder Ferienpark, genauer, hinter dem Schwimmbad. Die Häuser des Parks liegen eine ganze Weile parallel zum Wanderweg, wenn auch erhöht am Hang, so dass man nicht wie auf dem Präsentierteller läuft. Es geht durch ein Tal in den Wald, die ersten paar hundert Meter sind so etwas wie flach (oder sagen wir, nur leicht ansteigend). Danach wird es für Kinderwagen-Schieber doch recht anstrengend. Darum wahrscheinlich auch die veranschlagte Dauer, von der ich persönlich stark ausgehe, dass sie für eine Strecke gilt.

Es geht also in den Wald, und der Weg wird dazu passend begleitet vom ersten der drei Märchen: "Rotkäppchen". Immerhin geht sie ja auch in den Wald. Das Märchen wird auf mehreren Tafeln mit je einem begleitenden Bild erzählt und dazwischen gibt es Stationen mit Rätseln, Informationen oder kleinen Spielen. Das ganze wiederholt sich mit "Hänsel und Gretel", zu dem sie sogar eine hübsche Hexenhaus-Schutzhütte haben (und das ja auch im Wald spielt, also passend ist). Danach folgt als drittes Märchen noch "Rapunzel". Das spielt nicht im Wald, aber am Ende des Wanderweges steht der Kaiserturm, ein hübscher Aussichtsturm aus Stein mit Wendeltreppe, und der eignet sich gut als Rapunzelturm.
Für Unterhaltung ist also auf der gesamten Wegstrecke gesorgt. Es ist hübsch gemacht, sie haben sich Mühe gemacht und es wirkt gut in Schuss. Man hat das Gefühl, dass sich um den Weg gekümmert und dass er gut angenommen wird.

Kurz vor dem Ziel - dem Turm - befindet sich die Gaststätte Armeleuteberg, man kann also auch noch einkehren und sich erholen, bevor man sich wieder auf den Rückweg macht. Oder sich von jemandem dort oben mit dem Wagen abholen lassen. Idealer Weg für einen kleinen Ausflug mit der ganzen Familie.

Und wenn man es dann mal bis zum Turm geschafft hat - der übrigens auch den Eindruck macht, dass sich da jemand gut drum kümmert, so dass das Hochsteigen kein Problem darstellt - und hochgestiegen ist, wird man mit einer tollen Aussicht über die Umgebung belohnt. Natürlich nur, wenn es das Wetter zulässt, und wenn es mitspielt, sollte man sogar den Brocken sehen können. Keine Frage, als wir oben waren, war da eine Wolke im Weg, aber auch der Rest der Aussicht war super.

Keine spektakuläre Sehenswürdigkeit, vielleicht sogar ein bisschen altmodisch, aber echt schön gemacht. Und weil wir früh waren, hatten wir auch bis zur halben Strecke Rückweg alles für uns alleine.

Sehr zu empfehlen. Auch ohne kleine Kinder.
blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: "ich geh mal hier lang, und dann da drüben... und da hinten zurück"
Länge laut Wanderapp: 8,12 km
gebrauchte Dauer: 1 Stunde 37

Eigentlich wollte ich die Nummer 49 wandern. Das ist die Klosterrunde, die führt von Heimbach hoch zur Abtei Mariawald und dann wieder runter, über etwa 12 km.
Aber leider war im Juli Hochwasser. Und auch wenn Heimbach weitgehend verschont worden ist - danke Staumauer Schwammenaul, danke Staubecken Heimbach - so ist doch auch ziemlich viel Wasser die Hänge runtergeflossen. Sprich, ihnen ist weiter hinten der Hang abgeruscht, und das hat Teile des Kreuzweges und damit auch des Wanderwegs 49 weggerissen. Es gibt eine offizielle Umleitung für den Wanderweg, auf der anderen Seite des Staubeckens, aber da hab ich mir dann gedacht, ich suche mir einfach was eigenes. Gibt ja genug zu Auswahl.
Und nicht zu vergessen hat es den Vorteil, dass ich den Wagen oben bei Mariawald parken und auf der Höhe bleiben kann. Nicht den Berg runter und wieder rauf. Ich will ja nach der Wanderung auch noch Erbsensuppe.

Ich begutachte also meine Wanderkarte und entscheide mich für einen Weg. Etwa 3 km in eine Richtung, dann kann ich da entweder direkt auf einem anderen Weg zurückgehen, oder noch einen Schlenker machen, je nachdem, wie das Wetter sich entwickelt. Bei Start ist es trocken, aber es ist ungewiss, ob es das bleiben wird.

Der erste Teil meiner Strecke ist Teil des Wildnistrails. Gut beschildert, gut befestigt, keine Wünsche offen. Es gibt einige Stellen, an denen der Weg an der Seite abgebrochen ist - auch hier ist offenbar viel Wasser runtergekommen - aber alle sind mit Absperrbändern gut zu erkennen gesichert und es ist noch genug Weg da, um problemlos dran vorbei zu kommen.

Es steht quasi an jeder Ecke ein Hinweisschild, so dass es auch keine Schwierigkeiten gibt, als ich den Wildnistrail verlasse. Ich habe mir zwei Wanderparkplätze als Orientierungspunkte ausgesucht, und die stehen auch auf jedem Schild mit drauf (erst der eine, dann der andere). Und ab dem zweiten ist mein Ziel dann wieder die Abtei Mariawald, und die steht erstrecht überall drauf. Genau genommen kann ich mich einmal sogar entscheiden, ob ich rechtsrum oder linksrum zur Abtei gehen will - das ist die Stelle mit dem Schlenker. Da das Wetter stabil geblieben ist, gehe ich den auch noch.

Im Gegensatz zu allem anderen vorher ist dieser Schlenker kein gut ausgebauter Waldweg, sondern ein Trampfelpfad. Er ist ein bisschen matschig und an einigen Stellen etwas zugewuchert, aber trotzdem immer deutlich zu erkennen. Außerdem führt er direkt neben der Straße lang - an einem Donnerstagmittag im November ist das okay, aber im Sommer am Wochenende ist das schon mal ein Weg, den man nicht nehmen sollte. Es ist die Straße von Heimbach nach Gemünd und Euskirchen, das könnte nervig werden.

Aber so sind es nur ein paar wenige Autos, und der Weg ist hübscher als erwartet. Er hat auch ein Pilgerkreuz und eine Mariensäule (an der steht die einzige Bank auf der gesamten Strecke), halt also neben schönem Wald auch kulturell etwas zu bieten.
An einer Wiese erklärt ein Schild, dass der Zaun da ist, um Wildschweine abzuhalten, aber dass das Rotwild trotzdem drauf kann. Springen die über den Zaun, oder wie soll ich mir das vorstellen?

Im Ganzen war es ein bisschen kürzer, als ich mir das vorgestellt hatte, aber das macht ja nichts. Es war tatsächlich beinahe eben, nur geringes auf und ab, wie das bei Wanderwegen immer schonmal ist. Also nett für zwischendurch mal leicht zu gehen, ohne besondere Ansprüche.

Und es gab Erbsensuppe, aber leider keinen Pudding.
blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: T2
Länge laut offizieller Angabe: ca 14 km km (plus zweimal Staudamm Schwammenaul)
offiziell veranschlagte Dauer: 4 bis 4,5 Stunden
gebrauchte Dauer: 3 Stunden reine Gehzeit, 3 Stunden 24 Gesamtzeit

T2 steht für Themen-Tour 2, denn es gibt im Nationalpark Eifel diverse Themenwanderwege.
Der T2 heißt "Buchenhallen und Eichenhänge", sprich, er führt durch den Wald. Die Einstufung ist "mittelschwer" wegen der Steigung, die Beschreibung spricht von einer steilen Treppe. Vielleicht ist die auf dem Abkürzungsweg, ich bin die große Runde gelaufen und bin keiner Treppe begegnet.

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blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: Beschilderung "Rabenley"
Länge laut offizieller Angabe: 15,5 km (plus Zugewegung von 1,5 km)
offiziell veranschlagte Dauer: 4 Stunden 15 Minuten
gebrauchte Dauer: fast 7 Stunden (inlusive ausgiebiger Pausen)

Startpunkt: Parkplatz hinter der Gunthershalle Gondersdorf, von dort ist die Zuwegung ausgeschlildert

Die Traumschleifen sind begleitende Rundwanderwege, die entlang des Fernwanderweges Saar-Hunsrücksteig liegen. Es sind Premium-Wanderwege, das heißt, sie vermeiden asphaltierte und oft auch breit ausgebaute Wege und sind perfekt ausgeschlidert. Die Traumschleife Rabenlay macht da keine Ausnahme.

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blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: 30
Länge laut offizieller Angabe: ca. 14 km
gebrauchte Dauer: knapp vier Stunden (inkl. Fritten essen)

Die Schmidter Nationalparkrunde ist eine Kombination aus zwei Rundwanderwegen, die durch ein kurzes Wegstück verbunden werden. Wer also will, kann auch nur eine Hälfte davon gehen. Zwei Wanderwege in einem.

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blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: 68, 58, 38, 30, nach Gefühl
Länge geschätzt: ca. 7 km
gebrauchte Dauer: 1 Stunde 40 Minuten

Ich habe mir gedacht, ich mache mal was Gemütliches ohne Steigungen und nehme den Rur-Ufer-Weg. Der geht, wie der Name schon sagt, an der Rur lang, ich kann ihm folgen, so lange ich Lust dazu habe, und wenn ich keine mehr habe, steige ich in die Rurtalbahn und fahre nach Hause. Guter Plan.

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blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: 22
Länge laut Eifelverein: 16,1 km
davon gegangen: 12 km
vom Eifelverein veranschlagte Dauer: 4 Stunden (volle Strecke)
gebrauchte Dauer: 3 Stunden (meine Strecke)

Der Weg ist weit besser ausgeschildert, als ich erwartet hatte. Genaugenommen ist er nur im Stockheimer Wald auf der ersten Strecke an zwei Kreuzungen schlecht beschildert, an einer weiteren Abzweigung weiter hinten, und an zwei Ecken in Drove musste ich nach dem Zeichen ein bisschen suchen. Bei Thum gab es einmal ein Zeichen, das mich verwirrt hat, so dass ich die Wanderkarte zur Hilfe genommen haben, um sicher zu stellen, dass ich es richtig verstanden habe. Wenn man generell vorher mal kurz auf die Karte guckt, sollte es also kein Problem darstellen.

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blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: teilweise 22, aber eigentlich keine
Länge: keine Ahnung, grob geschätzt 10 km
gebrauchte Dauer: 2 Stunden 40 Minuten

Das Wetter ist gut, wo kann man mal hingehen... Rund um Drove ist eine gute Idee, da ist auf der einen Seite Wald, auf der anderen Feld, da hat man von allem etwas. Und die Orientierung ist auch nicht schwer, denn Drove liegt zwischen der Drover Heide und der Straße von Kreuzau nach Nideggen. Selbst wenn man also die Richtung verliert, irgendwann kommt ein Orientierungspunkt. Und dann kommt man auch irgendwie wieder heim. Ich hatte zwar sicherheitshalber eine Karte dabei, habe sie aber nicht gebraucht.

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blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: Rundweg
Länge: 6 km
Gebrauchte Dauer: 1 Stunde 15 Minuten

Startpunkt: Parkplatz hinter dem Kreisverkehr am Ortsausgang Dürwiß Richtung Aldenhoven

Der Parkplatz wird vom Blausteinsee nur durch eine Straße getrennt. Man überquert die Straße und folgt einem beliebigen Weg hinunter zu den Bäumen. Es gibt mehrere Wege, die durch die Bäume zum Seeufer führen, und damit führen sie auch alle hinunter zum Rundweg.
Der Rundweg selbst ist 5,1 km lang, so steht es auf jedem Hinweisschild, wenn man ihn einmal erreicht hat. Er ist auch auf jedem Schild in beide Richtungen ausgeschildert.

Wir haben uns dafür entschieden, gegen den Uhrzeigersinn um den See zu wandern, sind also beim Erreichen des Weges rechts abgebogen.

Eine kleine Warnung: Für den Großteil der Stecke sieht man nichts von dem See. Entweder führt der Weg in der Nähe des Seeufers durch den Wald, der die Sicht versperrt, oder er führt weiter vom See fort, am Waldrand entlang, und dann sieht man natürlich erst recht nichts vom See.
Hin und wieder gibt es aber die Möglichkeit, über einen kleinen Seitweg an das Seeufer zu gelangen.

Neben dem Rundweg führt auch noch ein weiterer, befestigter und für Fahrräder geeigneter Rundweg um den See. Teilweise ist er mit dem Rundweg identisch, aber immer dann, wenn der Rundweg Stufen hat oder zum besseren Trampelpfad wird, nimmt der Radweg eine weitere Stecke außen herum. Wer also verlängern will, kann das so sehr einfach tun, und wer keine Stufen oder unbefestigte Wege gehen will, für den ist das auch eine gute Option.

Im Grunde ist der Weg gut ausgeschildert und leicht zu finden. Er ist größtenteils eben, Steigungen oder Gefälle sind kurz und nicht besonders steil. An einer Stelle kreuzt ein Reitweg, an der ist nicht ganz klar, welcher Weg dann welcher ist, aber genau genommen spielt es keine Rolle, da beide Wege parallel verlaufen und dann wieder auf den befestigten längeren Weg treffen. Überhaupt ist fast die gesamte Strecke gut befestigt und leicht zu gehen.

Kurz vor Ende der Runde kommt man am See-Zentrum an. Dort gibt es Gastronomie, einen Aussichtspunkt und im Sommer kann man auch Boot fahren oder schwimmen. Auch hier gibt es Parkplätze, sogar ziemlich viele, man könnte die Runde auch problemlos hier beginnen und dann den knappen Kilometer vom anderen Parkplatz bis zum Rundweg sparen.

Fazit: Ideal für den etwas verlängerten Familienspaziergang am Wochenende. Es dauert nicht lange, es ist leicht zu gehen und auch für Kinderwagen geeignet. Es ist halt nur nicht besonders spanndend. Viel, wenn auch hübscher, Wald und drumrum Felder, ohne dass sich das auf der ganzen Strecke einmal ändert. Aber auch das kann ja beruhigend sein.
blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: diverse
Länge: geschätzt gut 15 km
Gebrauchter Dauer: 4 Stunden (inklusive Einkehr)

Startpunkt: Heimbach, Haltepunkt Rurtalbahn

Heimbach verfügt über diverse Parkplätze, einige wenige kostenfreie und ziemlich große, die gebührenpflichtig sind. Mit der Rurtalbahn anzureisen ist trotzdem sehr praktisch, sie fährt einmal pro Stunde.

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blauerfalke: (wandern)
Wegezeichen: Beschilderung "Sagenweg". Alternativ kann man man den Schildern "Allerheiligen" bzw. "Wasserfall-Parkplatz" folgen
Länge: keine Ahnung... unter 5 km?
Gebrauchte Dauer: auch keine Ahnung... unter 2 Stunden aber sicher
Startpunkt: Parkplatz Wasserfälle Allerheiligen

Der Parkplatz liegt ganz am Ende des Tals. Es hält ein Bus direkt davor, aber man sollte sich vorher gut informieren, wann genau der fährt, denn das ist sicher nicht oft. Am Parkplatz gibt es Informationstafeln und Wegbeschreibungen.

Gegenüber vom Parkplatz ist ein riesiges Holztor am Beginn des Weges. Und ich meine, wirklich riesig. Nicht-zu-verfehlen-riesig. Man überquert also die Straße. Rechts neben dem Tor gibt es noch mehr Informationstafeln, und wenn man hindurchgeht, führt der Weg durch ein kurzes Spalier von Baumstämmen mit kleinen Dächern oben drauf (wahrscheinlich Kunst). Er ist beschildert und, wenn ich mich richtig erinnere, der einzige Weg. Er führt direkt zum unteren Ausgang der Wasserfälle, und direkt ab hier muss man vorsichtig sein, wo man hintritt. Es ist steil, es ist uneben, und überall auf der Welt, wo Wasserfälle sind, ist es auch immer nass.

Angeblich sind es sieben Stufen, über die der Lierbach hier zu Tal fällt, aber ich habe nicht gezählt, ob das stimmt. Der Weg geht jedenfalls dicht neben dem Bach entlang, so dass man immer eine tolle Sicht auf die Wasserfälle hat.
Und die lohnt sich wirklich. Die Schlucht ist eng und steil, und die Felswände und Bäume ragen bis weit über einen auf, dazwischen stürzt das Wasser hinunter. Toll. Es ist sicher kein leicht zu gehender Weg, mal ist er uneben, dann wieder gibt es Stufen, auch mal hohe, und auf den Brücken muss man aufpassen, denn sie sind aus Holz und könnten glatt sein. Aber das ist es wirklich wert.

Wenn man die Schlucht hinaufgeklettert ist, wird der Bach ganz ruhig und der Weg komplett eben für das letzte Stück Weg zur Klosterruine Allerheiligen. Sie liegt malerisch kurz unter dem Ende des Tals, das meiste, was noch steht, gehört zur Kirche und wird umrahmt von Wirtschaftsgebäuden, zwei alten Hotelgebäuden, die außer Betrieb zu sein scheinen, aber noch Jahrhundertwende-Charme haben, und einer neuen Kapelle. Es gibt ein kleines Museum zur Geschichte des Prämonstratenser-Klosters, ein Modell der vollständigen Klosteranlage und im Sommer bzw. am Wochenende auch ein Lokal.
Auf einer Kuppe in der Nähe des Klosters steht ein Gefallenendenkmal für die Mitglieder des Schwarzwaldvereins, die im Ersten Weltkrieg ihr Leben gelassen haben. Es ist sehr viel größer als man das erwartet und hat einen klassizistischen Säulenring, der interessanterweise oben durch einen ganz normalen Giebel mit Dachziegeln abgeschlossen wird.
Auch gibt es einen süßen kleinen Barockgarten mit Wasserkunst.

Zurück geht es auf halber Höhe der Schlucht, durch einen wunderschönen Wald, und immer mal mit toller Aussicht auf die Schlucht und das Tal dahinter. Wie schon beim Aufstieg gibt es immer mal wieder kleine Metalltafeln, auf denen lokale Sagen stehen (darum Sagenweg). Wir haben gelernt, dass dieses Tal ein echt schlechter Ort zum Heidelbeeren sammeln ist, mit all den Geistern da, die einem Streiche spielen wollen.

Der Weg beginnt breit und eben, wird dann sehr schmal und auch wieder sehr uneben. Er geht über Felsen, hat aber die meiste Zeit ein Geländer. Und wenn der Bereich der Felsen überwunden ist, wird er auch wieder breit, wenn auch stark abschüssig. Der Weg ist etwas länger als der durch die Schlucht und er hat keine nennenswerten Treppen.
Kurz vor dem Parkplatz wird er wieder schmal, aber es ist nur die normale Unebenheit des Waldbodens, keine Kletterpartie.

Fazit: Super! Eine wunderschöne Strecke. Unbedingt den Aufstieg durch die Schlucht machen, die Blicke auf die Wasserfälle aufwärts sind einfach toll. Auch wenn man dann vielleicht ein paar Pausen machen muss – sollte man eh, zum Ansehen.
Trotzdem nur eine Empfehlung für Leute, die trittsicher sind und denen schmale Wege neben tiefen Abstürzen nichts ausmachen. Kein langer Weg, aber sehr anspruchsvoll.
Aber wie gesagt, es lohnt sich unbedingt.
blauerfalke: (wandern)
Wegezeichen: Rote Hexe auf einem Besen in einem roten Kreis auf weißem Grund (oder umgekehrt), und sowieso immer die gelbe Raute
Länge: 15 km
Gebrauchte Dauer: ca 5 Stunden
Startpunkt: offiziell irgendwo im Ortszentrum von Lautenbach, wir sind von Oberkirch aus gegangen

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blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: keine
Länge: geschätzt gute 10 km
Gebrauchte Dauer: zwei Stunden.

Startpunkt: Nideggen, Bushaltestelle Dürener Tor (da hat halt der Bus gehalten)

Ja, ich bin mit dem Bus nach Nideggen gefahren. Ich bin ein großer Freund davon, an den Startpunkt der Wanderung zu fahren und dann zurück zu laufen, auch wenn Wanderführer das aus irgendwelchen Gründen am liebsten andersrum machen. Aber ich finde das praktischer so.

Der Bus hält also am Dürener Tor, unterhalb der Altstadt. Man kann aber auch von jeder anderen beliebigen Stelle in Nideggen loslaufen. In Richtung Düren übrigens, das sollte auf jedem Richtungsschild für Autos stehen. Noch sind wir ja auf der Straße.

Erstmal geht es den Burgberg runter, bis zum Kreisverkehr mit der Tankstelle. Da nehme ich die Straße schräg links nach Rath (Nicht die ganz links runter nach Brück. Man kann natürlich auch über Brück nach Kreuzau wandern, genau genommen gibt es gefühlt zehn Wanderwege, auch beschilderte, auf denen man zwischen Nideggen und Kreuzau wandern kann. Aber es ist kalt und sonnig, darum wollte über die Felder. Was vom schönen Wetter mitbekommen.) An der Straße steht auch ein braunes Hinweisschild mit "Aussichtspunkt Engelsblick."

Da ich nicht bis nach Rath will und außerdem nicht gerne direkt an Landstraßen entlangwandere, biege ich bei der nächsten Gelegenheit rechts ab in die Straße "Sonnenkamp". Die führt durch ein Neubaugebiet, hier ist wenigstens nichts los und es gibt wie immer in solchen Neubaugebieten viele schöne Dekorationen in Vorgärten und Fenstern. Das ist auch nett.
Sonnenkamp mündet in die Straße "Am Grünen Weg", dort wende ich mich nach links. Einfach aus dem Grund, dass Rath links von mir liegt, und auch wenn ich da nicht hin will, habe ich damit eine sichere Orientierung. Bei nächster Gelegenheit gehe ich rechts, hier führt ein Feldweg zwischen zwei Häusern in die Felder, und ab da kann ich tatsächlich auf Sicht wandern: Nideggen liegt hoch und nachdem ich die letzte kleine Kuppe überwunden habe, habe ich quasi die gesamte Jülich-Zülpicher Börde vor mir.

Es ist ein eisig kalter Herbsttag, mit strahlend blauem Himmel und absolut windstill. Das führt einerseits dazu, dass man in der Sonne fast vergisst, wie kalt es eigentlich ist (aber sofort dran erinnern wird, wenn man mal ein bisschen Schatten trifft.), und anderseits zu einer beinahe unglaublichen Stille auf den Feldern. Ab und an ruft mal ein Vogel oder ein kleinmotoriges Flugzeug fliegt vorbei, aber nicht mal die nahe Landstraße ist zu hören. Sehr beeindruckend.
Verstärkt wird dieser Eindruck noch davon, dass die gesamte Börde in einer Art tiefem Dunst liegt, aus dem z.B. die Sophienhöhe wie eine Insel in einem Wolkenmeer herausragt.

Die Ausläufer der Eifel sind frei von Dunst, Kreuzau ist deutlich zu sehen, ebenso Düren dahinter. Boich ist nicht zu sehen, denn das liegt in einer Senke, aber der dazugehörende Obsthof. Damit habe ich meine grobe Peilung. Ich will nach Boich - auch über die Felder gibt es unzählige Möglichkeiten, nach Kreuzau zu wandern, aber ich möchte einen ganz bestimmten Weg zwischen Boich und Drove gehen. Darum Boich.

Ich wähle mir meine Feldwege nach Zufallsprinzip. Grob auf Boich zu haltend, nicht zu nah an die Landstraße dran... Es gibt an jeder Kreuzug genug Möglichkeiten, da was zu korrigieren und sich neu zu entscheiden. Mindestens einer dieser Wege zwischen Boich und Rath sah sehr hübsch aus, den könnte ich auch mal gehen.

Kurz vor Boich treffe ich den Uedinger Obsterlebnisweg. Den bin ich mit meinen Eltern mal gewandert, der ist auch sehr schön. Außerdem weiß ich, dass er quer durch Boich zu genau dem Weg führt, wo ich hin will, also folge ich den Schildern - nicht, dass das nötig wäre, ich bin jetzt weit genug im Tal drin, um Boich deutlich sehen zu können, und so groß ist der Ort nun auch wieder nicht.

Hier unten ist es deutlich wärmer als oben in Nideggen, es ist nicht mehr alles sofort gefroren, wenn mal ein Schatten drauffällt. Dafür windet es jetzt aber auch ein bisschen, so dass die Landstraße deutlich zu hören ist.
Das tritt vor allem bei dem Stück Weg zutage, das ich unbedingt gehen wollte, denn das ist keine 50 m neben besagter Landstraße. Aber das wusste ich vorher, also hat es keinen Zweck, sich da zu beschweren.

Um Boich herum gibt es sehr viele Obstbaumwiesen, und die Farben der Blätter sind einfach toll, gerade bei dem Wetter.

Ich erreiche Drove an der Landstraße nach Thum. Drove ist ein sehr langes Dorf, durch das ich jetzt komplett durchwandern könnte, aber ich habe keine Lust dazu, darum überquere ich die Landstraße, der ich bis jetzt weiträumig gefolgt (und unter der ich zwischen Boich und Drove drunterhergewandert bin), und gehe über die Felder vor dem Rurtal zurück.

Hier kenne ich mich aus, aber auch hier könnte ich auf Sicht laufen. Erst bis zur Sandgrube, dann links den Hügel hoch - von da aus sind Kreuzau und vor allem der weiße Dampf der Papierfabrik deutlich zu sehen. Also nur noch einmal den Hügel wieder runter.

Fazit:Eine sehr schöne Tour, ideal um ein Wetter wie heute auszunutzen. Ich hatte eine Wanderkarte dabei, habe sie aber nicht gebraucht. Man kann tatsächlich alles auf Sicht laufen, auf mehr als einem Weg. Auf der ersten Etappe ist Rath sehr deutlich zu sehen und bietet so einen verlässlichen Fixpunkt, und die Landstraße Kreuzau-Nideggen ist auch gut als Orientierungshilfe. Im Grunde genommen hätte ich nur sicherstellen müssen, die immer rechts von mir zu halten und wäre dann irgendwann in jedem Fall nach Kreuzau gekommen.
Die Feldwege sind allesamt in gutem Zustand, einige sogar geteert, aber die meisten sind geschottert, ein paar haben auch eine Grasnabe in der Mitte, aber man braucht keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Tour abgesehen von kleinen Hügelchen die gesamte Zeit über, wenn auch meistens nur sanft, bergab geht, und das habe ich nach zwei Stunden doch in den Knien gemerkt.
blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: blau
Länge: 3 km
Vom Nationalpark veranschlagte Dauer: 60 Minuten
Gebrauchte Dauer: etwa 50 Minuten

Startpunkt: Connemara National Park Visitor Center (es hat einen großen Parkplatz)

Auch der Connemara National Park will verhindern, dass Massen von Touristen unkontrolliert und störend querfeldein durch die Gegend rennen. Darum bieten sie direkt vom Besucherzentrum aus eine Auswahl an gut ausgebauten und perfekt beschilderten Wanderwegen an. Vom kurzen, 500 m langen Spaziergang durch den Wald am Besucherzentrum bis hin zur Wanderung auf den Diamond Hill (knapp 7 Km).
Wir haben uns für den Lower Diamond Hill Walk (blau) entschieden.

Vom Besucherzentrum aus geht es auf einem breiten, gut befestigten Weg aufwärts, vorbei an den Weiden mit den nationalparkeigenen Tieren - Esel, Schafe und natürlich Connemara Ponys. Der Weg ist offen, bietet Aussicht und ist gut zu gehen, auch wenn er stellenweise ganz schön steil wird.

Auf halber Höhe zu einem Sattel biegt der blaue Weg links ab, während der gelbe direkt wieder zurück zum Besucherzentrum führt. Was wir gesehen haben, bleibt der gelbe gut befestigt und breit. Der blaue wird jetzt schmaler und steiniger und hat eine Menge unregelmäßiger Stufen. Ab hier muss man trittsicher sein und gutes Schuhwerk ist auch im Sommer und bei trockenem Wetter ein Muss.

Sobald die Steigung überwunden ist, wechselt der Grund von Stein zu einem breiten Bohlenweg. Zum Schutz der Pflanzen im Nationalpark und auch davor, dass die Besucher in einem Morastloch versinken oder feststecken, und dann gerettet werden müssen.
So bleibt der Weg dann auch, mal Fels, mal Bohlen, bis er am Ende wieder auf den gut befestigten breiten Weg am Besucherzentrum trifft.

Oben auf dem Sattel geht dann nochmal der rote Weg ab, der auf den Diamond Hill führt, aber wie jede andere Kreuzung auch, ist auch diese perfekt beschildert. Wir haben uns auf dem blauen Weg wieder an den Abstieg gemacht - die Aussicht ist auch von dem Sattel aus toll, da mussten wir nicht noch eine Stunde auf den Berg laufen.

Man sollte schon eine gewisse Kondition haben, da der Weg in etwa die Hälfte der Strecke mehr oder weniger steil bergauf führt. Oder es wirklich langsam angehen lassen, das geht natürlich auch. In jedem Fall ist der Weg ohne Vorbereitung oder besonderes Können wanderbar.
Und das ist ja auch immer wichtig. Sobald Berge und Sümpfe ins Spiel kommen, ist Sicherheit immer ein Thema.
blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: weiß
Länge: 1,5 km
Vom Nationalpark veranschlagte Dauer: 50 Minuten
Gebrauchte Dauer: etwa 30 Minuten

Startpunkt: Wanderparkplatz Burren National Park (eine Art größerer Layby)

Der Burren National Park ist im County Clare. Ihr Visitor Center ist im Ort Corofin. Von dort fährt alle halbe Stunde ein Bus zum Wanderparkplatz. Kostenlos. Ein wirklich toller Service. Man sollte allerdings wissen, dass der Bus zwei Stunden Mittagspause macht, also konnten wir den leider nicht nehmen. Wir wollten ja nicht ewig wandern, sondern nur einen kleinen Rundweg machen.

Es gibt mehrere Wege im Burren National Park, der weiße, für den wir uns entschieden haben, ist der zwei kürzeste. Sie haben einen noch kürzeren, der auch noch leicht und eben sein soll, aber wir sind ja schon in der Lage, ein bisschen über Stock und Stein zu klettern. Und das ist auf dem weißen Weg auch nötig. Er heißt "The Nature Trail" und es gibt im Visitor Center einen Flyer, der Informationen zu den wichtigsten Punkten des Weges enthält. Die entsprechenden Stationen sind mit kleinen nummerierten Holzpfählen gekennzeichnet, so dass man dann auch sicher sein kann, auf die richtige Landschaft zu starren.
Außerdem ist der Weg vorbildlich ausgeschildert, auch wenn das nicht nötig wäre. Es gibt auf der ganzen Strecke zur zwei Abzweigungen, wo man falsch abbiegen könnte. Aber auch die sind natürlich bestens beschildert.

Der Weg führt zuerst durch ein Wäldchen, dann über einen flachen, aber sehr unebenen Karstrücken, zurück in den Wald und über eine Blumenwiese im Bogen zurück. Alles sehr abwechslungsreich und es gibt tolle Ausblicke in die Umgebung, ohne dass man dafür große Höhenmeter überwinden müsste. Auf der kurzen Strecke ist es sogar beeindruckend, wie viel verschiedene Natur es zu sehen gibt. Für einen kurzen Einblick in die Landschaft hätte es nicht besser sein können. Sehr zu empfehlen.

Und im Visitor Center waren sie auch sehr nett, haben viele Informationen angeboten und sich wirklich Mühe gemacht, uns zu erklären, wo genau der Parkplatz ist.
blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: Eifelspuren: Wo Bäche schwinden
Länge: 13 km (grob geschätzt)
Vom Kreis Euskirchen veranschlagte Dauer: keine Angabe
Gebrauchte Dauer: ca 3,5 Stunden

Startpunkt: Wanderparkplatz Lampertstal zwischen Dollendorf und Ripsdorf

Ja, das sind alles Schätzwerte, und das liegt vor allem daran, dass der Weg noch nicht fertig ist. Der Kreis Euskirchen ist gerade dabei, sein Wanderwegenetz zu überarbeiten, und "Wo Bäche schwinden" ist Teil dieser Neugestaltung. Wir hatten eine Karte für einen anderen Weg dabei, haben aber am Parkplatz die Schilder für den neuen gesehen, inklusive der Warnung, dass die Beschilderung noch nicht ganz fertig ist, und haben ihn unterwegs als Orientierung gewählt. Das heißt, wir sind ihn nicht komplett gegangen, eine Teilstrecke eines anderen Weges gegangen... darum alles Schätzwerte.

Wenn man von Dollendorf auf der schmalen Straße nach Ripsdorf fährt, führt sie ins Lampertstal hinunter. Man überquert eine winzige Brücke, unter der ein Bach sein sollte, wenn er genug Wasser hat, um da zu sein, und in der Kurve ist ein Abzweig zum Parkplatz. Dieser liegt etwa 200 m weiter am Waldrand, und vom Parkplatz muss man die 200 m dann auch wieder hinunter zur Straße und zurück über die Brücke. Hinter der Brücke geht es rechts auf den Wanderweg, und ab diesem Moment muss man sich eigentlich keine Sorgen mehr machen, denn wie gesagt, der Weg ist neu und die Schilder sind neu, und darum sind sie alle da und gut zu sehen.
Wenn man sich vorab informiert hat, welchem der neuen Wanderwege man folgen will, ist das alles kein Problem mehr.

Wir sind erst einmal "Wo Bäche schwinden" gefolgt. Der Weg führt durch das wunderschöne Lampertstal, das offen zwischen zwei bewaldeten Hängen liegt und mit einer einzigen langgestreckten Blumenwiese gefüllt ist. Gestern blühte es vor allem weiß und gelb, mit lilanen Tupfern dazwischen, aber je nach Jahreszeit sieht das sicher anders aus. Es gibt tolle Ausblicke durch das Tal und hin und wieder stehen einzelne Bäume auf der Wiese.
Der Weg selbst ist breit, gut befestigt und für den Großteil der Strecke ohne jede Steigung. Einfacher kann Wandern nicht sein.

Erst kurz vor Alendorf, nach etwas 5 km, steigt der Weg leicht an. Wir sind direkt am Ortseingang rechts abgebogen, auf den ebenfalls neuen Wanderweg "Toskana in der Eifel" - der heißt so, weil an dieser Stelle sehr viele Wacholderbüsche wachsen. Außerdem ist der Weg an dieser Stelle sehr steil und kaum mehr als ein schmaler Pfad, denn er führt die Rückseite des Alendorfer Kalvarienbergs hoch. Trittsicherheit ist unbedingt gefragt, und weil er grasbewachsen ist, kann das bei nassem Wetter sicher auch rutschig werden.

Oben angekommen wird man mit einem tollen Blick auf die Umgebung belohnt, gestern reichte die Sicht bis zur Nürburg und zur Hohen Acht. Dazwischen breiten sich bewaldete Hügel, Weiden mit Kühen, ein paar Felder und ein weiterer Hügel mit vielen Wacholderbüschen aus. Ein tolles Panorama.

Der Weg führt auf der anderen Seite den Kalvarienberg wieder hinunter, wir sind an dieser Stelle rechts abgebogen, auf einen unbeschilderten Weg, der zurück ins Lampertstal führte. Man kann aber auch weiter "Toskana in der Eifel" folgen, der Weg scheint ebenfalls wieder zurück ins Lampertstal zu führen, denn wir sind dort unten wieder auf ihn gestoßen. Beim Rückweg auf dem Weg, den wir gekommen sind - aber wir sind ihn nicht ganz zurück gegangen, denn wir sind wieder "Wo Bäche schwinden" gefolgt, der links den Berg hoch führte, in Richtung Ripsdorf.

Der Weg führt durch den Wald und dann zwischen Feldern hindurch bergauf nach Ripsdorf, ist hier wieder gut befestigt und breit, und wird kurz vor dem Ort zu einem asphaltierten Feldweg, der rechts abbiegt. Man bekommt noch einmal eine schöne Aussicht auf Eifler Kulturlandschaft, bevor der Weg nach einem Bogen auf einen grasbewachsenen Feldweg führt, der wiederum durch ein Wacholder- und Pinienwäldchen geht, in dem tatsächlich noch Orchideen blühten! Wir hatten ja gedacht, dass wir schon zu spät im Jahr für Orchideen sind... schöne Zugabe zu einem schönen Weg.

Am Ende des Hügels gibt es noch einmal einen Aussichtspunkt, der aber niedriger liegt als der auf dem Kalvarienberg, dann geht es steil bergab auf die Straße zwischen Dollendorf und Ripsdorf zu. Und hier haben wir nicht auf die Karte gesehen und uns darum entschieden, diese Straße entlang zurück zum Parkplatz zu gehen.
Im Grunde ist das kein Problem, denn die Straße ist kaum befahren und darum gut zu gehen, aber es wäre sicher schöner gewesen, weiter "Wo Bäche schwinden" zu folgen, denn der überquert die Straße und macht einen Bogen durch den Wald, geht also parallel zur Straße zum Parkplatz. Von der Länge tut sich das sicher nicht viel, aber Wald ist natürlich schöner - auch wenn die Straße durch ein hübsches abfallendes Tal führt und wie gesagt kaum befahren ist. Es war also keine schlechte Wahl.

Fazit: Tolle Wanderung mit schöner Landschaft und großartigen Ausblicken. Sehr abwechslungsreich, mal offen, mal im Wald und mit allen Schwierigkeitsstufen.
Wenn man den Kalvarienberg umgeht, also umrundet anstatt draufzusteigen, ist der gesamte Weg gut befestigt und leicht zu gehen.
blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: 29
Länge: 5 km
Vom Eifelverein veranschlagte Dauer: 2 Stunden
Gebrauchte Dauer: etwas mehr als 1 Stunde

Startpunkt:Heimbach, Parkplatz "Über Rur"

Direkt hinter der Brücke "Über Rur" hängt die Wanderkarte mit Wegbeschreibung. Ich habe ein Foto davon gemacht, es aber nicht gebraucht. Der Weg war an jeder Ecke gut und sichtbar ausgeschildert.

Direkt von der Karte wendet man sich nach rechts. Am Waldrand hat man die Wahl, nach rechts oder nach links zu gehen, und in beide Richtungen zeigt ein Schild mit der Nummer 29. Das ist nicht verwunderlich, denn das ist der eigentliche Start des Rundwanderwegs.
Ich habe mich für links entschieden, und ich würde jedem raten, das auch zu tun. Der Weg geht um die Spitze des Meuchelbergs, und da muss man erstmal raufkommen. Beide Richtungen sind steil, aber die linke ist nicht ganz so steil wie die rechte. Außerdem ist der Weg auf dieser Seite zum größten Teil asphaltiert und wenn er das nicht mehr ist, so bleibt er immer ein breiter, gut befestigter Feldweg, der leicht zu gehen ist (sieht man halt von der Steigung ab).

Der Weg führt in einer großen Schleife mit einer scharfen Rechtskehre - gut ausgeschildert - den Berg hoch, dann über eine Fünfer-Kreuzung geradeaus und einmal um die Kuppe des Meuchelberges. Die Steigung ist stetig und flacht erst ab, wenn man oben ankommt. Die gesamte Strecke ist bewaldet, auch oben auf dem Berg, an zwei Stellen gibt es einen Aussichtspunkt mit Bank. Der erste hat auch eine Schutzhütte, einen tollen Blick auf Schwammenaul und den Rursee, und eine Möglichkeit, von hier auf einem steilen Pfad wieder abzusteigen.

Am Ende der Runde trifft der Weg kurz oberhalb der Fünfer-Kreuzung wieder auf den, den man hochgekommen ist. Hier ist das Schild etwas schwierig zu finden, aber alleine die Logik verrät ja schon, dass man rechts bergabgehen muss, wenn man die Runde um den Gipfel nicht noch einmal laufen will. Auf der Fünfer-Kreuzung geht es dann schräg links, wieder gut ausgeschildert, und der eigentliche Abstieg beginnt.

Das erste Stück ist breit und gut befestigt, aber sehr steil. Dann geht es rechts über den Friedhof, mit ein paar Treppenstufen, und dann einen sehr engen Pfad hinter und zwischen Gärten der Randbezirke von Heimbach bergab. Auch hier ist der Weg stellenweise sehr steil und er ist unbefestigt. Bei nassem Wetter könnte es also tatsächlich ratsam sein, andersherum zu wandern - das ist wahrscheinlich anstrengender, aber sicherer.

Am Ende trifft der Weg auf die Straße von Hasenfeld, es geht nach rechts bergab Richtung Rur, und da direkt vor der Brücke über einen schmalen Weg an der Hangkante entlang zurück zum Parkplatz. Dieser Teil ist sicherlich der malerischste der ganzen Route, mit den Felsen auf der einen und dem Wasser auf der anderen Seite.
Auch beim Abstieg ist die gesamte Strecke im Wald. Viel Sonne bekommt man auf dieser Wanderung also nicht ab.

Fazit: Bedingt empfehlenswert. Der Wald ist sehr schön, aber viel mehr als den schönen Wald gibt es nicht zu sehen. Der Ausblick auf Schwammenaul ist lohnend, und natürlich hat das Gefühl "Ich hab es geschafft, ich bin oben!" auch immer etwas für sich. Und zumindest für die Hälfte des Wegs, die ich hochgewandert bin und die Runde oben braucht man nicht besonders trittsicher zu sein. Es ist also eine gute Wahl für Wanderer, die zu einem Aussichtspunkt wollen, aber befestigte Wege dazu nicht verlassen möchten.
blauerfalke: (wandern)
Wegnummer: 38
Länge: 5,5 km
Vom Eifelverein veranschlagte Dauer: 2 Stunden
Gebrauchte Dauer: 2 Stunden (aber ich bin das Odenbachtal [Nummer 18] noch mit gewandert)

Startpunkt: Rurtalbahn, Haltepunkt Blens

Der Blenser Panoramaweg startet eigentlich nicht am Haltepunkt der Bahn, sondern mitten im Ort, aber das Hinweisschild mit Karte hängt am Haltepunkt. Ich habe ein Foto davon gemacht und würde jedem raten, das auch zu tun. Das hilft stark bei der Orientierung.

Von der Bahn geht es die Straße in Richtung Ort, über die Rur und an der Kreuzung links. Diese Kreuzung ist der eigentliche Startpunkt, aber es gibt kein Schild, das ich erkennen konnte. Auf dem Plan war zu erkennen, dass es an der Kirche vorbeigeht, das ist ja immer eine gute Landmarke, und die ist dann auch nicht zu verfehlen. Hier gibt es dann auch Schilder.
An der Kirche vorbei, aus dem Ort durch die Felder in Richtung Hausen. Der Weg ist als Straße freigegeben und asphaltiert und führt nach Hausen. Er steigt leicht an und direkt vor Hausen fällt er stark ab. Er bietet schöne Aussichten auf das Rurtal rund um Blens.

Wenn man Hausen erreicht, liegt linker Hand ein Campingplatz. Hier muss man scharf rechts abbiegen, was ich mir anhand meines Fotos zusammenreime - es ist der einzige Weg nach rechts, ohne dass ich vorher über die Rur muss. Ein Schild fehlt völlig.
Dafür führt der Weg, jetzt nicht mehr asphaltiert, weiter durch das Rurtal, wieder mit schönem Blick auf Felder und die bewaldeten Hügel. Das Tal ist hier enger und weniger offen, aber nicht weniger schön.

Beim Erreichen des Waldes überrascht mich ein Trampelpfad nach rechts, der zwar markiert ist, aber die Markierung ist nicht mehr lesbar. Ich ziehe meine Wanderkarte zu Rate und stelle fest, dass der Panoramaweg noch eine ganze Weile der Sandsteinroute folgen wird, und deren Schild ist deutlich zu sehen und weist geradeaus. Ich halte mich also an die Sandsteinroute. Es beginnt, bergauf zu gehen.
Nach einer Weile geht es scharf rechts - darum vorhin die Verwirrung mit dem ersten Weg - der Weg wird hier zu einem schmalen Pfad und stellenweise auch steil. Belohnt wird man dafür mit einem wirklich schönen Wald und danach mit einem tollen Ausblick von oben auf das Stück des Rurtals, in dem der Wanderweg begann.
Der Weg trifft einen Feldweg und wendetet sich bergab zurück nach Blens.

Bei Erreichen des Ortes entscheide ich mich, den kurzen Abstecher auf den Odenbachtalweg zu machen, ein Rundweg von ca. 3 km Länge. Der Einstieg ist gut ausgeschildert, es geht bergauf durch den Wald, mit dem Bach unten in der Mitte des Tals, und ohne dass man viel von ihm sieht. Auch die Stelle, an der man den Bach überqueren muss, ist gut markiert, die Kreuzung danach hat wieder kein Schild für die 18. Nur für die 30, und das zeigt geradeaus vom Bach weg.
Das muss anhand der Karte falsch sein, also wende ich mich nach links und wandere am Waldrand entlang das Tal wieder hinunter. Hier ist der Weg offener und der Blick auf die Weiden entlang des Baches wirklich schön.

Der Weg endet genau da, wo er anfangen hat und ich kann die Nummer 38 wieder aufnehmen, nach Blens hinein und hinter dem Friedhof links in die andere Seite des Rurtals rund um Blens. Hier gehe ich wieder auf Asphalt und das ändert sich auch nur noch für ein kurzes Stück in der Mitte bis zum Ende des Weges. Der Weg geht erst am Wandrand entlang und dann durch Weiden und an der Rur zurück nach Blens zum Ausgangspunkt.

Gerade dieser letzte Teil ist beinahe eben und sehr leicht zu gehen. Auch ist er sehr gut ausgeschildert und nicht besonders lang, so dass er auch für einen kurzen Spaziergang ohne jede Vorbereitung sehr gut geeignet ist. Die Aussicht auf der ersten Hälfte Richtung Hausen ist dafür schöner.

Fazit: Schöner, zum größten Teil leicht zu wandernder Weg. Schöne Aussichten, Eifelflair, aber wegen dem Stück im Wald sollte man schon trittsicher sein.

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