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Es gibt einen sehr berühmten Film von 1939, der da heißt "Der Zauberer von Oz". In Amerika ist der sozusagen Allgemeingut und läuft jedes Jahr im Fernsehn. Man kann ihn quasi auswendig. Uramerikanisch - und welche Firma wäre am besten geeignet, sich des Themas erneut anzunehmen? Richtig. Der amerikanischste aller Film-Konzerne. Disney. Also haben sie das dann auch getan.

Vorab: Der Originaltitel des Film ist "Oz the Great and Powerful". Es gibt kein Buch von Mr.Baum, das so heißt. Es ist also keine Buchverfilmung, sondern ein Film nach Motiven der Bücher - "Der Zauberer von Oz" ist Band 1. Alle weiteren Bücher spielen, soweit ich das im Moment überblicke, denn ich habe sie noch nicht alle gelesen, danach. Also macht Disney ein Prequel. Das scheint am einfachsten zu sein (und hat ja auch bei "Wicked" schon funktioniert). Nur geht Disney noch weiter. "Wicked" erklärt uns nur, wie Elphalba die Wicked Witch of the West wurde. "Die fantastische Welt von Oz" erklärt uns nicht nur, wie Theodora die Wicked Witch of the West wurde, sondern auch, wie der Zauberer von Oz der Zauberer von Oz wurde. (Mr.Baum selbst hat der Wicked Witch of the West angeblich nie einen Namen gegeben.)

Natürlich bleiben sie da dem treu, was jeder weiß: der gute Mann kommt mit einem Heissluftballon und ist ein Jahrmarktszauberer. Er ist kein Thronräuber, und er wird aufgrund einer Prophezeihung zum Herrscher von Oz. Ja, die hängt damit zusammen, dass man ihn Oz nennt. Er heißt übrigens tatsächlich Oscar Zoroaster Phadrig Isaac Norman Henkle Emmannuel Ambroise Digg, und er stellt sich Theodora damit in voller Länge vor. Erster Plusplunkt.
Außerdem ist ein ein furchtbarer Egomane, der dann natürlich über den Film hinweg geläutert und zu einem guten und gütigen Menschen wird.

Kurze Handlungszusammenfassung (Vorsicht, Spoiler): )
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von L.Frank Baum

Scarecrow kommt erst im letzten Drittel des Buches vor. Zuerst treffen wir das Mädchen Trot und den Seemann Cap'n Bill, der ein Holzbein hat. Bei einem Ruderausflug geraten sie in einen Wasserwirbel, gehen unter und werden in einer Höhle wieder hochgespült. Dort treffen sie den Ork. Der Ork ist ein vierfüßiges Wesen mit Storchenbeinen, einem Kopf so ähnlich wie ein Papagei, vier Hautflügeln und einem Propellerschwanz, das fast keine Federn hat, sich für wunderschön hält und Vögel für unglaublich häßlich. Gemeinsam gelingt es ihnen, durch dunkle Tunnel zu entkommen, und nach weiteren Abenteuern erreichen sie und Button-Bright, den sie unterwegs treffen, Jinxland.

Jinxland ist ein Teil von Oz )
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von L.Frank Baum

Beim Aufräumen habe ich meinen Oz-Sammelband gefunden und mich dran erinnert, daß ich noch nicht fertig bin. Wenn ich richtig gezählt habe, ist das jetzt Band 9.

Queen Ann von Ooogaboo findet, daß ihr Königreich zu klein ist und entscheidet, daß sie die Welt erobern will. Und weil man ja irgendwo anfangen muß, entscheidet sie sich für Oz als erstes Ziel. Sie zieht also alle 18 erwachsenen männlichen Untertanten zur Armee ein (die sie nach ozianischem Vorbild formt - nur Offiziere und ein Soldat) und marschiert los. Aber Glinda sorgt dafür, daß die Wege sich verwirren und Königin und Armee in einem anderen Land auskommen. Der Soldat ist übrigens wirklich tapfer, die Offiziere alle Feiglinge.

Zur gleichen Zeit )
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von L.Frank Baum

Genau was der Titel sagt. Eine Sammlung von netten kleinen Geschichten mit unseren Helden, alle kurz, erbaulich und mit einer kindgerechten, nützlichen Botschaft. Ich würde sagen, bestens geeigent, um sie seinen Kindern als Gute Nacht-Geschichten vorzulesen.
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von L.Frank Baum

Zuerst müssen wir uns dem Vorwort widmen, denn hier erklärt er Autor, wie es sein kann, daß es eine weitere Oz-Geschichte gibt. Immerhin hat ja Glinda das gesamte Land von Oz unsichtbar gemacht und entrückt, so daß es niemand mehr finden kann. Aber dann hat ein kluges Mädchen vorgeschlagen, daß der Autor doch einfach versuchen soll, per wireless telegraph Kontakt mit Dorothy aufzunehmen. Das hat er dann auch versucht, und weil Glinda immer alles weiß, was vor sich geht, Dorothy benachrichtigen konnte und der Shaggy Man etwas vom wireless versteht, hat der Kontakt geklappt.
Das tolle am wireless ist nämlich, daß man den anderen weder sehen muß noch zu wissen braucht, wo er ist.

Die Handlung )
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von L.Frank Baum

Festhalten bitte, hier kommt die größte Änderung aller Bücher: Glinda the Good regiert jetzt den Norden von Oz, nicht mehr den Süden. Und alles tut, als wäre das auch schon immer so gewesen. Kennen wir ja mittlerweile ;)
Aber, fürs Protokoll: Es war nicht der Film. Das Buch ist von 1910.

Ansonsten: in Oz gibt es auch keine Hunde - außer Toto - und keine Hühner. Außer Billina und ihren Kindern, und deren Kindern und deren Kindern... alle heißen Dorothy oder Daniel. Und wie Billina es gemacht hat, ohne einen Hahn Küken auzubrüten, weiß ich leider auch nicht.

Da es sonst nicht viel zu lernen gibt, direkt die Handlung )
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von L.Frank Baum

Machen wir das diesmal etwas anders - Vorstellung der neuen Figuren.

1. Shaggy Man. Offenbar ein Landstreicher, denn er trägt nur shaggy clothes und wo er hingeht, ist ihm auch egal. Er mag kein Geld, denn Geld macht arrogant, und das will er nicht werden. Also meidet er sogar eine Stadt, weil dort jemand lebt, der ihm 50 Cent schuldet, die er aber nicht wiederhaben will.
Er besitzt den Magnet of Love, einen Talisman,der bewirkt, daß jedes Lebewesen ihn einfach gern haben muß. Das passiert dann auch tatsächlich.

2. Button-Bright. Ein kleiner Junge, von dem sein Vater sagt, er sei "bright as a button", weshalb seine Mutter ihn eben Button-Bright nennt. Er trägt einen Matrosenanzug, ist offenbar ein ausnehmend hübsches Kind und zeichnet sonst vor allem dadurch aus, daß er ständig "Don't know" antwortet, wenn man ihn etwas fragt, oder "What's a (beliebiges Wort einsetzen)" fragt, wenn jemand anders etwas sagt. Manchmal sagt er auch "Why?"

3. Polychrome, the Rainbow's Daughter. Wie der Name schon sagt, sie ist dei Tochter des Regenbogens. Sie ernährt sich von Tautropfen, Mist-Cakes und ähnlichen Dingen und friert auf der Erde immer, weil sie es gewöhnt ist, sehr viel näher an der Sonne zu wohnen. Darum tanzt sie ständig, um sich warm zu halten.

Und jetzt die Lerneffekte:

1. Toto spricht nicht mit Worten, weil er mit seinem Schwanz sprechen kann. Jedes Tier, das das kann, braucht keine Worte.

2. Es gibt in Oz kein Geld. Das braucht es auch nicht, weil alle immer versuchen, jedem das zu verschaffen, was er gerne haben möchte, damit er glücklich ist. Da niemand in Oz sich mehr wünscht, als er braucht, funktioniert das ganz vortrefflich.

3. Es gibt keine Städte oder Orte in Oz außer der Emerald City, und das beste Stroh gibt es im Land der Munchkins.

5. Neben Nick, Glinda, der Hexe des Nordens und wer auch immer Munchkinland beherrscht, gibt es noch für jedes der vier Königreiche einen Herrscher, die da sind der Emperor of the Winkies (wobei das Nick sein sollte), the King of the Quadlings, the Monarch of the Munchkins und the Souvereigen of the Gillikins.

6. Ein Sawhorse ohne Mund, das mit dem Powder of Life zum Leben erweckt wurde, kann sprechen, ein blaues Bärenfell, dem das gleiche passiert ist, kann das nicht, weil es keinen Atem hat.

7. In Oz stirbt man nicht. Es sei denn, die Todesstrafe wird vollstreckt oder man erstickt an einer Fischgräte... wie es dann aber Königsdynastien geben kann, wird lieder nicht erklärt.

Dann also los. )
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von L.Frank Baum

Wie immer gibt es wichtige Dinge zu lernen.

1. Alles, was wir bis jetzt über die politische Geschichte von Oz gelernt haben, vergessen wir einfach mal wieder. Es war nämlich alles ganz anders: Ursprünglich gab es ein Land und einen Regenten, der immer "Oz" oder "Ozma" hieß, was in der Landessprache "Great and Good" bedeutet. Doch eines Tages taten sich vier böse Hexen zusammen, um das Land unter sich aufzuteilen. Während König Oz auf der Jagd war, hat die böse Mombi - wir erinnern uns an den zweiten Band, da kam sie vor, aber die Geschichte ging ganz anders - ihn entführt und hielt ihn gefangen. Genauso wie seinen Sohn und dann dessen Tochter, ehemals Tip und jetzt amtierende Prinzessin Ozma. Glinda the Good gelang es, die Wicket Witch of the South zu überwinden und der Guten Hexe des Nordens gelang es, Mombi die Herrschaft über den Norden zu entreißen, aber erst, als der Wizard mit seinem Ballon ankam, wurden die Reiche wieder vereint. Warum? Auf seinem Ballon stand OZ und darum glaubten alle Leute, der Wizard sei ihr rechtmäßiger Herrscher. Und es war der Wizard, der die City of Emerald erbaute.

2. Auf dem Ballon stand OZ weil der Wizard Oscar Zoroaster Phadrig Isaac Norman Henkle Emmannuel Ambroise Digg heißt und das verständlicherweise viel zu lang findet. Er hat aber nur die ersten beiden Buchstaben verwendet, weil der Rest hintereinander gelesen "pinhead" ergibt und das ja nun auch nicht nett ist.

3. Die Smaragdstadt ist grün. Definitiv und auch ohne Brillen, denn die werden nicht mehr erwähnt, also trägt sie wohl auch keiner mehr.

Und jetzt die Handlung. )

Ozma of Oz

Jan. 3rd, 2009 06:21 pm
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von L.Frank Baum

Wir lernen wieder wichtige Dinge.

1. Wenn man vom Winkieland aus die Wüste überquert, kommt man nach Ev. Ev wiederum liegt an einem großen Ozean, an dem es mindestens zwei andere Küsten geben muß, die Amerika und Australien heißen.

2. Wenn es jemandem in Kansas gesundheitlich nicht gut geht und er Verwandte in Australien hat, schickt man ihn auf eine erholsame Reise dorthin. (Das Buch ist von 1907.)

3. Sawhorse spielt wieder mit und wird jetzt auch vom Autor ständig übersehen und wie ein Ding behandelt, bei wichtigen Aktionen nämlich vergessen oder in Aufzählungen übergangen. Und ich glaube nicht, daß ein Holzpferd, das einen Greif einholen kann, langsamer ist als ein Löwe und ein Tiger. Vor allem nicht, wenn es nicht müde werden kann. So.

4. Scarecrow ist jetzt wieder mit Stroh ausgestopft.

Auf zum Inhalt. )
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von L.Frank Baum

Diesmal halten wir uns nicht mit dem Vorwort des Autor auf, in dem erklärt, warum er dieses Buch geschrieben hat. Vorab nur einige wichtige Infos, die wir im Laufe der Geschichte erhalten.

1. Im Norden leben die Gillikins. Deren Lieblingsfarbe ist purple. Außerdem ist alles andere im Land auch purple. Das Gras, der Boden, sogar der Matsch. Das scheint aber nicht für alle Länder in Oz zu gelten, denn in Glindas Land ist das Gras definiv grün. Aber sie selbst hat rote Haare. Und ihr Brunnen spuckt Edelsteine statt Wasser.

2. Der rechtmäßige König der Smaragdstadt heißt Pastoria, der Wizard hat ihm den Thron geraubt. Weil Scarecrow auf den Wizard folgt, ist er auch er nur ein Thronräuber. Die echte Thronerbin ist Pastorias Tochter und heißt - wie passend - Ozma.

3. Tin Man hat einen Namen. Er heiß Nick Chopper. Auch passend.

Jetzt dann also zum Inhalt. )
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von L.Frank Baum

Der Film ist ja bald schon Allgemeinbildung, aber zum Buch hab ichs erst jetzt gebracht. Und wie so meist, alles ist ganz anders als gedacht. Daß es silberne Schuhe waren und keine roten ist ja nichts Neues mehr, und es kommen auch nicht alle wichtigen Personen der Handlung in der Rahmenhandlung vor. Und die blöde Mrs. mit dem Fahrrad, die Toto umbringen will, schonmal gar nicht.

Aber zuerst aus dem Vorwort des Autors:
"The story of 'The Wounderful Wizard of Oz' was written solely to please children of today."
Über Moral und Gleichnisse hat er nichts gesagt. Aber dafür gibts ja dann "Wicked" ;)

Kansas ist grau. )

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