Grand Prix Eurovision de la Chanson
May. 11th, 2014 04:23 pmDiesmal war ich vollkommen unvorbereitet. Ein Foto von Österreich, einmal den deutschen Beitrag gehört, das wars. Also viele Überraschungen.
Insgesamt war es abwechslunsgreich und alle haben gut gesungen (auch wenn Norwegen eine Weile gebraucht hat, seine Stimme zu finden). Vieles war nett, aber einfach nur nett ist immer ein bisschen wenig. Wenig gabs dieses Jahr auch an Tänzern, dafür wurde mehr geturnt. Die Special Effects waren gigantisch, schon bei der Eingangsnummer, und sie haben die ganze Show über mit Projektionen, Feuer und Wasser um sich geworfen, was die Bühne hergab. Dänemark hat es nicht geschafft, einen zusammenhängenden Showblock zu liefern für während des Votings, den China-Scherz habe ich nicht verstanden und die Albernheiten mit dem Essen für Großbritannien und Frankreich hätten sie sich auch sparen können. Natürlich hat wieder der Favorit gewonnen, aber da er/sie gut gesungen hat und das Lied auch nett war, geht das schon in Ordnung. Außerdem verstehe ich das Trara um das Kleid nicht. Er/sie hat doch die Figur dafür, warum sollte er/sie es dann nicht tragen?
Wo meine persönlichen Favoriten gelandet sind - Schweiz (auch wenn ich nicht glaube, dass er live gepfiffen oder auch nur gegeigt hat) und Dänemark - weiß ich nichtmal. Macht auch nichts.
Least Dressed Award: Italien. Die einzige, die überhaupt richtig eurovisionstauglich angezogen war. Das Kleid war zwar zu hochgeschlossen, aber nachdem der Mini dann mal hochgerutscht war, hatte er immerhin die richtige Länge.
Bestes Requisit: Rumänien. Er hatte eine kreisförmige Tastatur. Zwischendurch hat er drauf rumgeklimpert, aber das Klavier war durchgängig zu hören. Es wäre also unter Umständen effektvoller gewesen, das Ding die ganze Zeit von selbst spielen zu lassen und dabei random Tasten zu beleuchten.
Deutlichster Trend: Wir wiederholen die Titelzeile des Songs, bis auch der Letzte im Publikum verstanden hat, wie der Song heißt. Erfolgreichste Teilnehmer dabei Armenien - "Not alone" - und San Marino - "Maybe". Dabei total durchgefallen: Schweiz. Der Song hieß "Hunter of Stars" und das, was er gesungen hat, was am nächsten dran war, war "hunting for stars".
Modetrend des Jahres: Tatoos auf den Unterarmen. Meistens auf dem rechten, aber auch mal auf dem linken.
Sound-Alike Contest: Schweden. Klang teilweise fast so wie Dänemarks Siegersong vom letzten Jahr.
Verwirrendster Auftritt: Großbritannien. Sie sieht aus wie ein Hippie und sinkt elektronischen Pop?
Beste Deko: San Marino. Eine große Muschel. Oder sowas. Deko war aber eh rar gesät. Russland hatte noch eine Wippe mit aufklappbarem Sichtschutz, und Griechenland ein Podest-oh-nein-das-ist-ein-Trampolin.
Bestes Instrument: Malta. Ich weiß nichtmal, wie man das Ding, was der Sänger da hatte, nennt.
Buntester Auftritt: Island.
Beste Choreographie: Es gab nur zwei, die überhaupt Tänzer dabeihatten. Das eine war Ungarn mit seinem Ausdruckstanz-Pas de deux, das andere die enthusiastischen Anzugträger aus Dänemark. In Ermangelung eines verdienten Preisträgers gibts also ein Sportabzeichen in Gold für den Dauerläufer aus der Ukraine in seinem Hamsterrad.
Botschaft des Jahres: Toleranz. Island rief dazu auf und natürlich Österreich. Ungarn und sein Lied gegen Gewalt gegen Kinder war natürlich auch sehr lobenswert.
Beste Textzeile: Schwer zu entscheiden. Weißrussland "I told this story/But I'm so sorry/I lost my train of thought/When you called me, "My sweet Cheesecake"". Oder doch Italien "I hate high heels/Which I absent-minded wedge/Into this city's intrusive manholes" (offizielle Übersetzung der Homepage, denn sie sang Italienisch)?
Persönlicher Tiefpunkt: Polen. Nerviges Rap-Lied (wenn auch immerhin in Muttersprache), tiefe Ausschnitte und Wäsche waschen und Butter machen wie aus einem Softporno.
Sympatischster Auftritt: Montenegro. Eine Ballade über das Vermissen mit Schlittschuhläuferin auf Blades im Hintergrund, aber der Mann war einfach sympatisch.
Beste Imitation: Laut den Leuten, die die Originale kennen, ein Unentschieden zwischen Finnland (Coldplay) und Dänemark (Bruno Mars).
Interessantester Effekt: Spanien. Sie hatte nasse Haare, also keine wie auch immer erkennbare Frisur. Das muss man sich erstmal trauen, auch wenn man über Regen singt.
Bestes Gesamtkunstwerk: Österreich. Weil da schon alles ein Konzept war und sie ohne das sicher weniger erfolgreich gewesen wären.
Entspanntester Auftritt: Niederlande. Zwei Leute spielen Gitarre, singen und stehen sich dabei gegenüber. Und weil die Mikros fest montiert sind, sind sie auch gezwungen, dem Publikum die ganze Zeit das Profil zuzuwenden dabei.
Persönliches Erfolgserleibnis: Die Sängerin für Weissrussland von 2013 hat die Punkte verlesen. Und ich habe sie sofort daran erkannt, dass sie zwei Handbewegungen ihrer unglaublich repetitiven Refrainchoreographie aus 2013 gemacht hat.
Insgesamt war es abwechslunsgreich und alle haben gut gesungen (auch wenn Norwegen eine Weile gebraucht hat, seine Stimme zu finden). Vieles war nett, aber einfach nur nett ist immer ein bisschen wenig. Wenig gabs dieses Jahr auch an Tänzern, dafür wurde mehr geturnt. Die Special Effects waren gigantisch, schon bei der Eingangsnummer, und sie haben die ganze Show über mit Projektionen, Feuer und Wasser um sich geworfen, was die Bühne hergab. Dänemark hat es nicht geschafft, einen zusammenhängenden Showblock zu liefern für während des Votings, den China-Scherz habe ich nicht verstanden und die Albernheiten mit dem Essen für Großbritannien und Frankreich hätten sie sich auch sparen können. Natürlich hat wieder der Favorit gewonnen, aber da er/sie gut gesungen hat und das Lied auch nett war, geht das schon in Ordnung. Außerdem verstehe ich das Trara um das Kleid nicht. Er/sie hat doch die Figur dafür, warum sollte er/sie es dann nicht tragen?
Wo meine persönlichen Favoriten gelandet sind - Schweiz (auch wenn ich nicht glaube, dass er live gepfiffen oder auch nur gegeigt hat) und Dänemark - weiß ich nichtmal. Macht auch nichts.
Least Dressed Award: Italien. Die einzige, die überhaupt richtig eurovisionstauglich angezogen war. Das Kleid war zwar zu hochgeschlossen, aber nachdem der Mini dann mal hochgerutscht war, hatte er immerhin die richtige Länge.
Bestes Requisit: Rumänien. Er hatte eine kreisförmige Tastatur. Zwischendurch hat er drauf rumgeklimpert, aber das Klavier war durchgängig zu hören. Es wäre also unter Umständen effektvoller gewesen, das Ding die ganze Zeit von selbst spielen zu lassen und dabei random Tasten zu beleuchten.
Deutlichster Trend: Wir wiederholen die Titelzeile des Songs, bis auch der Letzte im Publikum verstanden hat, wie der Song heißt. Erfolgreichste Teilnehmer dabei Armenien - "Not alone" - und San Marino - "Maybe". Dabei total durchgefallen: Schweiz. Der Song hieß "Hunter of Stars" und das, was er gesungen hat, was am nächsten dran war, war "hunting for stars".
Modetrend des Jahres: Tatoos auf den Unterarmen. Meistens auf dem rechten, aber auch mal auf dem linken.
Sound-Alike Contest: Schweden. Klang teilweise fast so wie Dänemarks Siegersong vom letzten Jahr.
Verwirrendster Auftritt: Großbritannien. Sie sieht aus wie ein Hippie und sinkt elektronischen Pop?
Beste Deko: San Marino. Eine große Muschel. Oder sowas. Deko war aber eh rar gesät. Russland hatte noch eine Wippe mit aufklappbarem Sichtschutz, und Griechenland ein Podest-oh-nein-das-ist-ein-Trampolin.
Bestes Instrument: Malta. Ich weiß nichtmal, wie man das Ding, was der Sänger da hatte, nennt.
Buntester Auftritt: Island.
Beste Choreographie: Es gab nur zwei, die überhaupt Tänzer dabeihatten. Das eine war Ungarn mit seinem Ausdruckstanz-Pas de deux, das andere die enthusiastischen Anzugträger aus Dänemark. In Ermangelung eines verdienten Preisträgers gibts also ein Sportabzeichen in Gold für den Dauerläufer aus der Ukraine in seinem Hamsterrad.
Botschaft des Jahres: Toleranz. Island rief dazu auf und natürlich Österreich. Ungarn und sein Lied gegen Gewalt gegen Kinder war natürlich auch sehr lobenswert.
Beste Textzeile: Schwer zu entscheiden. Weißrussland "I told this story/But I'm so sorry/I lost my train of thought/When you called me, "My sweet Cheesecake"". Oder doch Italien "I hate high heels/Which I absent-minded wedge/Into this city's intrusive manholes" (offizielle Übersetzung der Homepage, denn sie sang Italienisch)?
Persönlicher Tiefpunkt: Polen. Nerviges Rap-Lied (wenn auch immerhin in Muttersprache), tiefe Ausschnitte und Wäsche waschen und Butter machen wie aus einem Softporno.
Sympatischster Auftritt: Montenegro. Eine Ballade über das Vermissen mit Schlittschuhläuferin auf Blades im Hintergrund, aber der Mann war einfach sympatisch.
Beste Imitation: Laut den Leuten, die die Originale kennen, ein Unentschieden zwischen Finnland (Coldplay) und Dänemark (Bruno Mars).
Interessantester Effekt: Spanien. Sie hatte nasse Haare, also keine wie auch immer erkennbare Frisur. Das muss man sich erstmal trauen, auch wenn man über Regen singt.
Bestes Gesamtkunstwerk: Österreich. Weil da schon alles ein Konzept war und sie ohne das sicher weniger erfolgreich gewesen wären.
Entspanntester Auftritt: Niederlande. Zwei Leute spielen Gitarre, singen und stehen sich dabei gegenüber. Und weil die Mikros fest montiert sind, sind sie auch gezwungen, dem Publikum die ganze Zeit das Profil zuzuwenden dabei.
Persönliches Erfolgserleibnis: Die Sängerin für Weissrussland von 2013 hat die Punkte verlesen. Und ich habe sie sofort daran erkannt, dass sie zwei Handbewegungen ihrer unglaublich repetitiven Refrainchoreographie aus 2013 gemacht hat.
no subject
Date: 2014-05-11 06:01 pm (UTC)no subject
Date: 2014-05-11 07:16 pm (UTC)