Merseburger Zaubergeschichten
Jan. 22nd, 2023 12:26 pmvon Hans-Dieter Weber (Hrsg.)
Merseburg hat einen sehr rührigen Literaturkreis mit sehr engagierten Mitglieder, deren Werke regelmäßig in kleinen Anthologien veröffentlich werden. Dieses Buch ist die Anthologie anlässlich es 180.Jubiläums der Wiederentdeckung der Merseburger Zaubersprüche. Es gab einen Schreibwettbewerb und die Sieger sind in diesem Buch versammelt.
Leider weiß ich nicht, was genau die Kriteriken des Wettbewerbs waren, ob man bestimmte Dinge wie die Zaubersprüche oder die Rabensage erwähnen musste, ob er ein magischer Bezug ausreicht, oder auch nur ein Bezug zu Merseburg. Das Format war jedenfalls nicht eingeschränkt, den die Geschichten haben eine sehr unterschiedliche Länge und es sind auch Gedichte dabei.
Wie immer bei einer Anthologie gibt es Dinge, die mir besser gefallen und Dinge, die mir weniger gut gefallen. Wie immer bei einem Laien-Schreibwettbewerb gibt es Dinge, die handwerklich besser sind und Dinge, die handwerklich noch etwas nachgebessert werden könnten. Nicht zu vergessen reicht auch das Alter der Beitragenden von 10 bis 70, was auch noch einmal für Abwechslung und sehr unterschiedliche Herangehensweisen sorgt.
Es ist also sozusagen alles vertreten, von der bunten Abenteuergeschichte bis hin zur philosophischen Betrachtung, von der historischen Erzählung bis hin zum surrealistischen Geschehen. Das macht es amüsant und unterhaltsam. Alles hat Merseburg-Bezug, also hilft es, wenn man schon einmal vor Ort war und die Orte des Geschehens gesehen hat, das ist bei allen Texten mit Lokalkolorit so. Jeder liebt den Dom und das Schloss, den Schlosspark und den Weg an der Saale, jeder findet es schade, dass der Marktplatz so leer ist und nur als Parkplatz gebraucht wird, viele betonen die Schönheit diverser Ecken von Merseburg, und in beinahe jeder Geschichte kommen die Zaubersprüche vor. Die Rabensage auch noch einmal in gefühlt der Hälfte aller Texte. DAs ist schon ein bisschen repeitiv, aber auf der anderen Seite hat es auch etwas Besonderes für sich - die große literaturhistorisch Entdeckung, deren Bedeutung so gewaltig ist, dass kein Laie sich das angemessen vorstellen kann, und eine nette kleine Lokalsage, mit der der Zugang zu Merseburgs Geschichte, zu Dom und Schloß, menschlich und einfacher wird. Literarische Extreme, die doch zusammengehören.
Und ich finde, das trifft es auch für dieses Buch ganz gut. Sehr viele auf jeder Ebene verschiedene Texte, aber sie gehören alle zusammen. Gehören alle zu Merseburg. Und das gefällt mir.
Merseburg hat einen sehr rührigen Literaturkreis mit sehr engagierten Mitglieder, deren Werke regelmäßig in kleinen Anthologien veröffentlich werden. Dieses Buch ist die Anthologie anlässlich es 180.Jubiläums der Wiederentdeckung der Merseburger Zaubersprüche. Es gab einen Schreibwettbewerb und die Sieger sind in diesem Buch versammelt.
Leider weiß ich nicht, was genau die Kriteriken des Wettbewerbs waren, ob man bestimmte Dinge wie die Zaubersprüche oder die Rabensage erwähnen musste, ob er ein magischer Bezug ausreicht, oder auch nur ein Bezug zu Merseburg. Das Format war jedenfalls nicht eingeschränkt, den die Geschichten haben eine sehr unterschiedliche Länge und es sind auch Gedichte dabei.
Wie immer bei einer Anthologie gibt es Dinge, die mir besser gefallen und Dinge, die mir weniger gut gefallen. Wie immer bei einem Laien-Schreibwettbewerb gibt es Dinge, die handwerklich besser sind und Dinge, die handwerklich noch etwas nachgebessert werden könnten. Nicht zu vergessen reicht auch das Alter der Beitragenden von 10 bis 70, was auch noch einmal für Abwechslung und sehr unterschiedliche Herangehensweisen sorgt.
Es ist also sozusagen alles vertreten, von der bunten Abenteuergeschichte bis hin zur philosophischen Betrachtung, von der historischen Erzählung bis hin zum surrealistischen Geschehen. Das macht es amüsant und unterhaltsam. Alles hat Merseburg-Bezug, also hilft es, wenn man schon einmal vor Ort war und die Orte des Geschehens gesehen hat, das ist bei allen Texten mit Lokalkolorit so. Jeder liebt den Dom und das Schloss, den Schlosspark und den Weg an der Saale, jeder findet es schade, dass der Marktplatz so leer ist und nur als Parkplatz gebraucht wird, viele betonen die Schönheit diverser Ecken von Merseburg, und in beinahe jeder Geschichte kommen die Zaubersprüche vor. Die Rabensage auch noch einmal in gefühlt der Hälfte aller Texte. DAs ist schon ein bisschen repeitiv, aber auf der anderen Seite hat es auch etwas Besonderes für sich - die große literaturhistorisch Entdeckung, deren Bedeutung so gewaltig ist, dass kein Laie sich das angemessen vorstellen kann, und eine nette kleine Lokalsage, mit der der Zugang zu Merseburgs Geschichte, zu Dom und Schloß, menschlich und einfacher wird. Literarische Extreme, die doch zusammengehören.
Und ich finde, das trifft es auch für dieses Buch ganz gut. Sehr viele auf jeder Ebene verschiedene Texte, aber sie gehören alle zusammen. Gehören alle zu Merseburg. Und das gefällt mir.