Mar. 22nd, 2023

blauerfalke: (reisen)
1. Es heißt Canal Grande, nicht Canale Grande.

2. Das Museo Correr schreibt "Sissi" statt "Sisi", in allen vier Sprachen auf den Hinweistafeln. Das finde ich doch ein bisschen... veraltet.

3. Das ikonische Fortbewegungsmittel Venedigs ist die Gondel. Sie wird im Normalfalle von einem Gondoliere angetrieben, der im Heck steckt und sie mit einem Paddel vorwärtstreibt und lenkt. Es sei denn, sie ist ein Traghetto, dann gibt es zwei Gondoliere, einen im Bug, der vor allem zu paddeln scheint, und einen im Heck, der vor allem zu lenken scheint.

4. Ein Traghetto zeichnet sich außerdem dadurch aus, dass er als Fähre von einer Canal Grande-Seite zur anderen gesteuert wird und seitliche Sitzbänke für recht viele Personen hat. Eine klassische Gondel hat die Sitze quer, für zwei bis sechs Personen und wird gerne durch enge Seit-Kanäle gesteuert, gerne auch immer durch die gleichen, warum es dann auch eine Menge Gondel-Staus gibt.

5. Auch in Venedig (wahrscheinlich in Italien) hat ein Doppelbett nur eine Decke. Ich glaube, Deutschland mit seinen zwei Decken ist da einfach aus der Art geschlagen und wird von allen anderen wahrscheinlich sehr seltsam angesehen.

6. Die klassische venezianische Brücke ist einbögig. Es gibt auch eine dreibögige, die Tre Archi (drei Bögen) heißt und von meinem Reiseführer als Symbol für den Niedergang der Republik in den letzten 100 Jahren ihrer Existenz gedeutet wird.

7. Es gibt noch Tauben auf dem Makusplatz. Und es gibt Leute, die versuchen, einem diese Tauben auf den Arm zu setzen, wenn man nicht schnell genug ausweicht.

8. Es gibt lokales venezianisches Bier.

9. "La Serenissima" bedeutet "die Allerdurchlauchtigste".

10. "Ich lass mir doch meine Münzpräge-Kontrolleure in dem Deckengemälde nicht von jedem beliebigen Maler malen, da muss schon Tintoretto her."
blauerfalke: (reisen)
1. Venedig hat sehr viele bekannte Künstler hervorgebracht/beschäftigt. Die Namen Tizian und Tintoretto kannte ich schon vorher, Canaletto eher von seinem berühmten Gemälde von Dresden. Zusätzlich gelernt habe ich Veronese, Canova, Tiepolo und Lotto. Nicht, dass ich einen vom anderen unterscheiden könnte oder gar erkennen, von wem das betreffende Gemälde ist.

2. Künstlerisch am meisten beeindruckt haben mich die Statuen von Giovanni Maria Morlaiter in der Kirche Santa Maria del Rosario (Gesuati).

3. Giambattista Tiepolo hat - neben vielen Bildern in Venedig - das beeindruckende Deckengemälde in der Residenz Würzburg gemalt. Da hatten wir vor ein paar Jahren eine tolle Führung, also kann ich mich an das Gemälde tatsächlich noch erinnern.

4. Der Heilige Markus wird natürlich gerne mit Buch und Löwen dargestellt. Ansonsten ist er vor allem daran zu erkennen, dass er ein rotes Gewand trägt, gerne mit einem Tuch um Schultern oder Hüften, dass blau, braun oder auch orange ist.

5. Der Heilige Antonius von Padua trägt eine braune Mönchskutte und hat eine weiße Lilie dabei. Der Heilige Johannes der Almosengeber hingegen wird gerne mit einer Decke dargestellt, weil er die Decken, die ihm ständig jemand schenkte, ebenso ständig wieder verkaufte, um das Geld den Armen zu geben.

6. Generell ist Kunst in Venedig eine interessante Mischung aus sakralen Darstellungen, klassischer Mythologie, Porträts von Dogen oder anderen für die Republik wichtigen Menschen, und wichten Ereignissen von Seeschlachten bis hin zu Regierungsbeamten, die etwas kontrollieren. Gerne im Monumentalformat. Oder im riesigen Monumentalformat.

7. Es gibt auch mehrere Sammlungen Kunst der Moderne, als Kontrastprogramm. Die bekannteste davon ist die Peggy Guggenheim Collection, die den Picasso, den ich vor 20 Jahren so scheußlich fand, noch immer an der Wand hängen hat, dafür aber den Kandinski nicht mehr, den ich damals mochte. Immerhin habe ich mich dieses Mal sehr viel weniger gelangweilt da. Und die Terrasse zum Canal Grande hin ist echt schön.

8. Auch ein Maler von einem Ruf wie Tintoretto wurde von seinen Auftraggebern gezwungen, im Stil eines anderen Malers zu malen - in diesem Falle im Stil von Veronese. Wie gesagt, ich könnte das nicht unterscheiden, aber ich habe ja auch keine Ahnung.

9. Mir ist nicht klar, ob Arnold Böcklin jemals in Venedig war oder ob die Vergleiche seiner "Toteninsel"-Bilder mit S. Michele nur daher rühren, dass S. Michele eben eine Toteninsel (nämlich der Friedhof der Stadt) ist.

10. Wenn man in der Basilica Cattedrale Metropolitana Patriarcale di San Marco Evangelista (Markusdom) steht, versteht man problemlos, wo der Name "Goldene Basilika" herkommt. Vor allem, wenn sie dann auch mal das Licht einschalten und die Mosaike richtig zur Geltung kommen.

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