von Mark Haddon
Der Titel ist eine Referenz zu Sherlock Holmes. Genauer, zu "Der Hund der Baskervilles", in dem dieser Verweis vorkommt. Bezieht sich der Hinweis bei Sir Arthur Conon Doyle darauf, dass der Hund in der Nacht nicht gebellt hat, geht es hier um den Hund als Mordopfer. Und darum, dass der Ich-Erzähler, der Sherlock Holmes mag, sich als Detektiv betätigen will, um dieses Verbrechen aufzuklären.
Das klingt nach einem Standard-Jugendbuch, aber das ist es nicht, denn Christopher, der Erzähler, ist "special", wie das heute so schön heißt. Es wird keine Diagnose genannt (oder ich habe es vergessen), aber er ist ein Genie in Mathe, dafür ist er in grundsätzlichen zwischenmenschlichen Beziehungen und Kommunikation gehandicapped. Er kann die Ausdrücke von Gesichtern nicht lesen, lässt sich nicht anfassen, isst nur Essen, das bestimmte Farben hat, und wenn ihm alles zuviel wird, dann hält er sich das Radio ans Ohr, mit dem Sender zwischen zwei Stationen eingestellt, und hört dem weißen Rauschen zu. Ein ungewöhnlicher Held und darum ist es ein ungewöhnliches Buch.
Es geht dann am Ende auch weniger um den Mord an dem Hund, sondern um die Schwierigkeiten innerhalb einer Familie mit einem solchen Kind, und wie verschiedene Familienmitglieder damit umgehen. Es ist ein nachdenkliches Buch, ein anstrengendes Buch und es unterscheidet sich von anderen vollkommen dadurch, dass es aus der Perspektive desjenigen erzählt wird, der all die "Probleme verursacht", sich dessen aber nicht bewusst ist. Nicht bewusst sein kann, weil er eben nicht denkt und fühlt wie es in unserer Gesellschaft überwiegend gemacht wird. Die Norm ist ja immer nur das, was die Mehrheit tut.
Da es ein Jugendbuch ist, ist es auch nicht besonders schwer zu lesen. Kein "light read" für zwischendurch, auch wenn es durchaus unterhaltsam ist, aber auf jeden Fall lesenswert.
Der Titel ist eine Referenz zu Sherlock Holmes. Genauer, zu "Der Hund der Baskervilles", in dem dieser Verweis vorkommt. Bezieht sich der Hinweis bei Sir Arthur Conon Doyle darauf, dass der Hund in der Nacht nicht gebellt hat, geht es hier um den Hund als Mordopfer. Und darum, dass der Ich-Erzähler, der Sherlock Holmes mag, sich als Detektiv betätigen will, um dieses Verbrechen aufzuklären.
Das klingt nach einem Standard-Jugendbuch, aber das ist es nicht, denn Christopher, der Erzähler, ist "special", wie das heute so schön heißt. Es wird keine Diagnose genannt (oder ich habe es vergessen), aber er ist ein Genie in Mathe, dafür ist er in grundsätzlichen zwischenmenschlichen Beziehungen und Kommunikation gehandicapped. Er kann die Ausdrücke von Gesichtern nicht lesen, lässt sich nicht anfassen, isst nur Essen, das bestimmte Farben hat, und wenn ihm alles zuviel wird, dann hält er sich das Radio ans Ohr, mit dem Sender zwischen zwei Stationen eingestellt, und hört dem weißen Rauschen zu. Ein ungewöhnlicher Held und darum ist es ein ungewöhnliches Buch.
Es geht dann am Ende auch weniger um den Mord an dem Hund, sondern um die Schwierigkeiten innerhalb einer Familie mit einem solchen Kind, und wie verschiedene Familienmitglieder damit umgehen. Es ist ein nachdenkliches Buch, ein anstrengendes Buch und es unterscheidet sich von anderen vollkommen dadurch, dass es aus der Perspektive desjenigen erzählt wird, der all die "Probleme verursacht", sich dessen aber nicht bewusst ist. Nicht bewusst sein kann, weil er eben nicht denkt und fühlt wie es in unserer Gesellschaft überwiegend gemacht wird. Die Norm ist ja immer nur das, was die Mehrheit tut.
Da es ein Jugendbuch ist, ist es auch nicht besonders schwer zu lesen. Kein "light read" für zwischendurch, auch wenn es durchaus unterhaltsam ist, aber auf jeden Fall lesenswert.