The Trials of Apollo: The Tyrant's Tomb
Sep. 30th, 2019 07:05 pmvon Rick Riordan
Vierter Band der Reihe (Wiki sagt, es ist eine Pentalogie)
Wir erinnern uns, Apollo ist ein 16jähriger Mensch namens Lester und versucht mit seiner Meisterin Meg, einer Demeter-Tochter, die Welt vor drei römischen Kaisern zu retten, die sie erobern wollen. Wie ich nach Band 2 vermutet hatte, handelt es sich bei dem dritten um Caligula (Hey, er hat ein Pferd, wer sollte es sonst sein?). Die anderen beiden sind Nero und Commodus. Und jetzt kommt auch noch ein untoter König aus den Zeiten dazu, als Rom noch ein Königreich war. Und zwar der, der damals die Sybillinischen Bücher erst nicht kaufen wollte. Tarquinius.
Ich hatte schon wieder vergessen, dass Jason in Band 3 gestorben ist, also war ich schon auf der ersten Seite überrascht davon, dass Apollo und Meg auf dem Weg sind, seinen Körper zur Beerdigung nach Camp Jupiter zu bringen, musste das Buch wieder weglegen und erstmal nachlesen, wie das eigentlich passiert ist. Ah, es war Caligula mit seinen 50 Yachten... ja, da war was.
Gut. Zweiter Versuch.
Apollo und Meg tauchen also in Camp Jupiter auf, unterwegs wird Apollo von einem von Tarquinius' Monstern verletzt, so dass er sich umgehend in einen untoten Diener des Königs verwandeln wird. Zunächst sind die Römer optimistisch, dass sie das verhindern können, müssen dann aber lernen, dass das nicht klappt. Sie haben zwar Erfahrung mit dem Gift, aber da Apollo kein Halbgott ist, können sie die üblichen Heilmethoden nicht verwenden, denn die beinhalten Nektar und Ambrosia, und das ist für jeden ohne göttliches Blut tödlich. Also bleibt nur Einhorn-Horn, und das reicht nur, um die Effekte zu verlangsamen. Aber da Apollo der Ich-Erzähler ist und noch mindestens ein Band folgt, ist es schwer, das als echte Bedrohung wahrzunehmen. Aber ich tue natürlich trotzdem gerne so als ob. Gesetze der Storyline.
Ebenfalls aus dem dritten Band wissen wir, dass Commodus und Caligula mit ihren 50 Kriegs-Luxusyachten auf dem Weg nach San Francisco sind, um Camp Jupiter plattzumachen. Die Römer bereiten sich also auf die Verteidigung vor, und Apollo hat ein paar hilfreiche Träume zu dem Thema. Gleichzeitig versuchen alle, eine Prophezeiung zu verstehen, die wir ebenfalls in Band 3 erhalten haben, und die den Schlüssel zur Rettung von Camp Jupiter darstellt.
Überhaupt gibt es sehr viele Prophezeiungen in diesem Buch. Ein paar alte, und nicht zu vergessen ist die Harpyie Ella noch immer damit beschäftigt, aus ihrem Gedächtnis möglichst viel des Inhalts der drei Sybillinischen Bücher zu holen (und das dann auf Tysons - Cyclops und Percy's Halbbruder - Haut zu tätowieren). Zum Glück haben wir all diese Prophezeiungen am Ende des Buches aufgebraucht, denn sonst würde es jetzt auch in einer Buchreihe, deren Hauptperson der Ex-Gott des Wahrsagens ist, etwas unübersichtlich. Wir haben jetzt noch die Basis-Prophezeiung übrig und kriegen eine Neue, um dann Band 5 zu tragen.
Ich mochte, dass Apollo das Reimschema sofort erkennt, darum weiß, dass der Text nicht vollständig sein kann, und es nicht besonders ermutigend findet, dass das Schema für einen Text erfunden wurde, der von einem Abstieg in die Hölle erzählt. Dantes "Inferno" nämlich. Das kann ja kein gutes Omen sein.
Das Orakel, um das es in diesem Buch geht, ist die Sybille von Cumae, die besagte Bücher geschrieben hat. Wie die anderen Orakel vorher wird auch sie befreit - oder erlöst, oder was auch immer, das ist in diesem Fall Interpretationssache. Den vor allem geht es diesmal in Apollos Entwicklung um die veränderte Perspektive - wie die Dinge, die Götter halt einfach mal so tun aus der Sicht der Menschen aussehen, und darum, was es bedeutet, ein Gewissen zu haben. Götter haben kein Gewissen. Menschen haben Gewissen. Auch wenn Apollo keine Ahnung hat, welcher Gott daran Schuld ist. Oder ob die Menschen das ganz von alleine entwickelt haben.
Abgesehen von Charakterentwicklung - "Damals war ich ein Gott! Da hatte ich keine Ahnung, was ich tat!" - gibt das Herrn Riordan auch die Möglichkeit, noch ein paar Legenden über Apollo zu erzählen, und das ist ja auch immer nett.
Leo kommt zum Glück nicht vor, dafür Hazel, Rayna und Frank. Gerade die letzten beiden mag ich, darum freue ich mich natürlich immer, sie zu sehen. Frank hat sich seit seinem ersten Auftritt enorm entwickelt, kommt sehr gut weg und ist ein großartiger Praetor. An seine Gestaltwandel-Fähigkeiten konnte ich mich dunkel erinnern, aber nicht daran, dass sie dermaßen beeindruckend sind... Aber es bleibt beiläufig und es wird kein großes Aufhebens um sie gemacht, darum ist das gut gelöst. Überhaupt habe ich zum ersten Mal seit langem bei der Reihe nicht das Gefühl, dass schon wieder jemand noch mächtiger sein muss als jemals zuvor. Es gibt zwar neue Figuren, aber niemand zeigt Fähigkeiten, die wir nicht schon mal gesehen haben. Sehr angenehm.
Frank bekommt den großen, epischen Heldentod - und Herr Riordan hat mich seitenlang um ihn weinen lassen, bis er uns verraten hat, dass Frank doch überlebt hat. Warum, wird nicht erklärt, macht mir aber auch nichts. Hauptsache, er lebt noch. Ich mag Frank.
Als es darum geht, einen Gott zur Hilfe zu rufen, nimmt Herr Riordan sich die Zeit, Apollo die ganze Problematik bei der Entscheidung, welcher es sein soll, ausführen zu lassen. Götter sind ein missgünstiger, eifersüchtiger und launischer Haufen, da muss das für und wider für den einen oder den anderen gut abgewägt werden. Das mochte ich, vor allem, weil es am Ende dann doch die von mir erhoffte Erklärung, dass es eigentlich gar keine Wahl gibt, gab. Nein. Es gibt keine Wahl. Wer hätte es sein sollen außer Artemis? (Oder in diesem Fall Diana, wir sind ja in Rom.) Immerhin ist sie Apollos Zwillingsschwester.
Am Ende ist Camp Jupiter gerettet, Commodus, Caligula und Tarquinius sind tot, und was uns für Band 5 noch bleibt, sind die wirklich großen Brocken: Nero und Python. Meg muss ihre persönlichen Dämonen loswerden und Apollo Delphi befreien. Noch immer ein hartes Stück Arbeit, auch wenn Apollo jetzt wenigstens wieder singen kann und ein toller Bogenschütze ist. Auch Ex-Götter werden bescheiden und freuen sich an Kleinigkeiten.
Wie alles Andere der Reihe ist es gut zu lesen, unterhaltsam, flott erzählt und hält Werte wie Freundschaft und Vertrauen hoch. Und es gibt auch wieder einen hilfreichen Appendix am Ende, für den Fall, dass noch immer jemand nicht weiß, was ein Pegasus und wer Jupiter ist. Oder für die, die tatsächlich mit dem vierten Band der dritten Reihe in ein Universum einsteigen wollen... Weiß man ja nie.
Vierter Band der Reihe (Wiki sagt, es ist eine Pentalogie)
Wir erinnern uns, Apollo ist ein 16jähriger Mensch namens Lester und versucht mit seiner Meisterin Meg, einer Demeter-Tochter, die Welt vor drei römischen Kaisern zu retten, die sie erobern wollen. Wie ich nach Band 2 vermutet hatte, handelt es sich bei dem dritten um Caligula (Hey, er hat ein Pferd, wer sollte es sonst sein?). Die anderen beiden sind Nero und Commodus. Und jetzt kommt auch noch ein untoter König aus den Zeiten dazu, als Rom noch ein Königreich war. Und zwar der, der damals die Sybillinischen Bücher erst nicht kaufen wollte. Tarquinius.
Ich hatte schon wieder vergessen, dass Jason in Band 3 gestorben ist, also war ich schon auf der ersten Seite überrascht davon, dass Apollo und Meg auf dem Weg sind, seinen Körper zur Beerdigung nach Camp Jupiter zu bringen, musste das Buch wieder weglegen und erstmal nachlesen, wie das eigentlich passiert ist. Ah, es war Caligula mit seinen 50 Yachten... ja, da war was.
Gut. Zweiter Versuch.
Apollo und Meg tauchen also in Camp Jupiter auf, unterwegs wird Apollo von einem von Tarquinius' Monstern verletzt, so dass er sich umgehend in einen untoten Diener des Königs verwandeln wird. Zunächst sind die Römer optimistisch, dass sie das verhindern können, müssen dann aber lernen, dass das nicht klappt. Sie haben zwar Erfahrung mit dem Gift, aber da Apollo kein Halbgott ist, können sie die üblichen Heilmethoden nicht verwenden, denn die beinhalten Nektar und Ambrosia, und das ist für jeden ohne göttliches Blut tödlich. Also bleibt nur Einhorn-Horn, und das reicht nur, um die Effekte zu verlangsamen. Aber da Apollo der Ich-Erzähler ist und noch mindestens ein Band folgt, ist es schwer, das als echte Bedrohung wahrzunehmen. Aber ich tue natürlich trotzdem gerne so als ob. Gesetze der Storyline.
Ebenfalls aus dem dritten Band wissen wir, dass Commodus und Caligula mit ihren 50 Kriegs-Luxusyachten auf dem Weg nach San Francisco sind, um Camp Jupiter plattzumachen. Die Römer bereiten sich also auf die Verteidigung vor, und Apollo hat ein paar hilfreiche Träume zu dem Thema. Gleichzeitig versuchen alle, eine Prophezeiung zu verstehen, die wir ebenfalls in Band 3 erhalten haben, und die den Schlüssel zur Rettung von Camp Jupiter darstellt.
Überhaupt gibt es sehr viele Prophezeiungen in diesem Buch. Ein paar alte, und nicht zu vergessen ist die Harpyie Ella noch immer damit beschäftigt, aus ihrem Gedächtnis möglichst viel des Inhalts der drei Sybillinischen Bücher zu holen (und das dann auf Tysons - Cyclops und Percy's Halbbruder - Haut zu tätowieren). Zum Glück haben wir all diese Prophezeiungen am Ende des Buches aufgebraucht, denn sonst würde es jetzt auch in einer Buchreihe, deren Hauptperson der Ex-Gott des Wahrsagens ist, etwas unübersichtlich. Wir haben jetzt noch die Basis-Prophezeiung übrig und kriegen eine Neue, um dann Band 5 zu tragen.
Ich mochte, dass Apollo das Reimschema sofort erkennt, darum weiß, dass der Text nicht vollständig sein kann, und es nicht besonders ermutigend findet, dass das Schema für einen Text erfunden wurde, der von einem Abstieg in die Hölle erzählt. Dantes "Inferno" nämlich. Das kann ja kein gutes Omen sein.
Das Orakel, um das es in diesem Buch geht, ist die Sybille von Cumae, die besagte Bücher geschrieben hat. Wie die anderen Orakel vorher wird auch sie befreit - oder erlöst, oder was auch immer, das ist in diesem Fall Interpretationssache. Den vor allem geht es diesmal in Apollos Entwicklung um die veränderte Perspektive - wie die Dinge, die Götter halt einfach mal so tun aus der Sicht der Menschen aussehen, und darum, was es bedeutet, ein Gewissen zu haben. Götter haben kein Gewissen. Menschen haben Gewissen. Auch wenn Apollo keine Ahnung hat, welcher Gott daran Schuld ist. Oder ob die Menschen das ganz von alleine entwickelt haben.
Abgesehen von Charakterentwicklung - "Damals war ich ein Gott! Da hatte ich keine Ahnung, was ich tat!" - gibt das Herrn Riordan auch die Möglichkeit, noch ein paar Legenden über Apollo zu erzählen, und das ist ja auch immer nett.
Leo kommt zum Glück nicht vor, dafür Hazel, Rayna und Frank. Gerade die letzten beiden mag ich, darum freue ich mich natürlich immer, sie zu sehen. Frank hat sich seit seinem ersten Auftritt enorm entwickelt, kommt sehr gut weg und ist ein großartiger Praetor. An seine Gestaltwandel-Fähigkeiten konnte ich mich dunkel erinnern, aber nicht daran, dass sie dermaßen beeindruckend sind... Aber es bleibt beiläufig und es wird kein großes Aufhebens um sie gemacht, darum ist das gut gelöst. Überhaupt habe ich zum ersten Mal seit langem bei der Reihe nicht das Gefühl, dass schon wieder jemand noch mächtiger sein muss als jemals zuvor. Es gibt zwar neue Figuren, aber niemand zeigt Fähigkeiten, die wir nicht schon mal gesehen haben. Sehr angenehm.
Frank bekommt den großen, epischen Heldentod - und Herr Riordan hat mich seitenlang um ihn weinen lassen, bis er uns verraten hat, dass Frank doch überlebt hat. Warum, wird nicht erklärt, macht mir aber auch nichts. Hauptsache, er lebt noch. Ich mag Frank.
Als es darum geht, einen Gott zur Hilfe zu rufen, nimmt Herr Riordan sich die Zeit, Apollo die ganze Problematik bei der Entscheidung, welcher es sein soll, ausführen zu lassen. Götter sind ein missgünstiger, eifersüchtiger und launischer Haufen, da muss das für und wider für den einen oder den anderen gut abgewägt werden. Das mochte ich, vor allem, weil es am Ende dann doch die von mir erhoffte Erklärung, dass es eigentlich gar keine Wahl gibt, gab. Nein. Es gibt keine Wahl. Wer hätte es sein sollen außer Artemis? (Oder in diesem Fall Diana, wir sind ja in Rom.) Immerhin ist sie Apollos Zwillingsschwester.
Am Ende ist Camp Jupiter gerettet, Commodus, Caligula und Tarquinius sind tot, und was uns für Band 5 noch bleibt, sind die wirklich großen Brocken: Nero und Python. Meg muss ihre persönlichen Dämonen loswerden und Apollo Delphi befreien. Noch immer ein hartes Stück Arbeit, auch wenn Apollo jetzt wenigstens wieder singen kann und ein toller Bogenschütze ist. Auch Ex-Götter werden bescheiden und freuen sich an Kleinigkeiten.
Wie alles Andere der Reihe ist es gut zu lesen, unterhaltsam, flott erzählt und hält Werte wie Freundschaft und Vertrauen hoch. Und es gibt auch wieder einen hilfreichen Appendix am Ende, für den Fall, dass noch immer jemand nicht weiß, was ein Pegasus und wer Jupiter ist. Oder für die, die tatsächlich mit dem vierten Band der dritten Reihe in ein Universum einsteigen wollen... Weiß man ja nie.