Wir wandern: Lautenbacher Hexensteig
Dec. 1st, 2019 04:43 pmWegezeichen: Rote Hexe auf einem Besen in einem roten Kreis auf weißem Grund (oder umgekehrt), und sowieso immer die gelbe Raute
Länge: 15 km
Gebrauchte Dauer: ca 5 Stunden
Startpunkt: offiziell irgendwo im Ortszentrum von Lautenbach, wir sind von Oberkirch aus gegangen
Der Lautenbacher Hexensteig, nicht zu verwechseln mit dem Kappelrodecker Hexensteig oder gar dem Harzer Hexensteig, denn der ist ganz woanders, ist ein Rundweg, der von Lautenbach (Baden) über das Simmersbacher Kreuz und den Sohlberg wieder nach Lautenbach führt.
Wir sind zunächst von Oberkirch nach Lautenbach gewandert. Das sind in etwa 3 km, aber es ist flach und leicht zu gehen, da es sich um eine Straße in einem sehr ruhigen Wohngebiet handelt. Erst geht man den Winterbacher Weg entlang, dann durch Vorder-Winterbach und dann durch Hinter-Winterbach. Und wenn man dann hinter Hinter-Winterbach angekommen ist, geht es links den Berg hoch.
Schon dieses erste Stück ist steil und schmal, so dass man trittsicher sein muss. Dafür wird man mit einer schönen Aussicht über die Rench und Oberkirch belohnt. Von links kommen immer wieder Wege dazu, die meisten davon tragen den Hinweis „Panoramaweg“ und eine Nummer, denn davon gibt es mehrere unterschiedlicher Länge.
Nach einem Waldstück – bis jetzt ist es immer nur bergauf gegangen – trifft man dann die erste Hexe. Die hat gerade frontal einen Baumstamm gerammt, was ein bisschen von der schönen Aussicht auf Lauterbach und seine Wallfahrtskirche Maria Krönung ablenkt.
Nachdem man eine weitere kleine Kuppe umwandert hat, kommt man an eine sehr hübsche und liebevoll gepflegte Getränkestelle. Bänke zum Verweilen, schön geschmückt und mit Kunsthandwerk drumrum, dazu Bodenkühlschränke mit Getränken, für die eine Geldkasse zum Einwerfen des Preises danebensteht. Sehr schön gemacht, und da scheint wirklich jemand viel Herzblut reinzustecken und sich gut darum zu kümmern. Schön.
Gab es bis jetzt vor allem Obstplantagen, geht es jetzt direkt in den Wald. Mal auf breiten Wegen, mal auf schmalen Pfaden, aber fast immer bergauf, teilweise sogar wieder sehr steil bergauf.
Oben angekommen geht es dann wieder abwärts, an einem Berggasthof vorbei, wo es eine sehr schöne Aussicht auf ein Tal gibt, und den Berg gegenüber wieder hinauf zum Aussichtspunkt Simmersbacher Kreuz.
Bis hier sind wir vor allem einer gelben Raute gefolgt. Das ist einerseits sehr praktisch, denn die hängen quasi überall, und andererseits sehr unpraktisch, denn die hängen quasi überall. Der Lautenbacher Hexensteig ist nur an wichtigen Kreuzungen zusätzlich ausgewiesen, und dann auch meist auf einem Schild, dass zusätzlich zum Hexensteig das Wort „Vesperwanderung“ zeigt. Wo genau der langgeht, ist uns schleierhaft geblieben, denn hin und wieder verschwand er plötzlich völlig von den Markierungen, nur um dann genauso plötzlich wieder aufzutauchen.
Ab dem Simmersbacher Kreuz muss man für den Hexensteig einer grün-blauen Raue folgen, die die weiße Aufschrift „RS“ trägt – auch die hängt quasi überall, das Prinzip ist also das Gleiche.
Erschwerend kam hinzu, dass wir den Rundwanderweg im Uhrzeigersinn gelaufen sind, der Weg aber gegen den Uhrzeigersinn gelaufen werden soll. Also mussten wir uns an mehreren Kreuzungen erstmal orientieren, von wo der Weg wohl kommt. Am Ende hat es aber gut geklappt und wir haben es immer wieder hinbekommen.
Die Schleife über den Berg hinter dem Sohlberg haben wir uns gespart – aber wir hatten ja die je 3 km hin und zurück nach Oberkirch zusätzlich – weil es da schon wieder steil bergauf gegangen wäre. Stattdessen haben wir uns schräg abwärts gewandt, um den Hexensteig ein paar hundert Meter weiter wiederzutreffen.
Wenn man dann mal alle steilen Anstiege überwunden hat, geht es ebenso steil wieder bergab. Gute vier Kilometer hinunter nach Lautenbach, das merkt man dann schon in den Knien, auch wenn es natürlich viel schneller geht als vorher raufzulaufen.
Zwischendurch gibt es übrigens drei sehr schöne Rastplätze, die Hexenhäuschen nachempfunden sind. Das ist hübsch und sehr spaßig.
Und wenn man dann unten in Lautenbach angekommen ist, kann man noch die Kirche besichtigen. Oder an der Rench zurück in Richtung Oberkirch laufen und Wasseramseln beobachten.
Fazit: Ein sehr schöner Weg. Mal geteert, mal breiter Wirtschaftsweg und mal Waldpfad ist er sehr abwechslungsreich. Er geht durch dunklen Tannenwald, häufiger durch Buchenwald und zwischendurch auch mal an Waldrändern oder Wiesen entlang. Es gibt tolle Aussichten auf den Schwarzwald und auf die Rheinebene.
Aber er ist nicht leicht zu gehen. Er ist anstrengend, die Anstiege sind lang und steil, und oft ziehen sie sich auch sehr. Man braucht Ausdauer und selbst dann ist der Weg gefühlt viel länger, als man bei 15 km so erwartet.
Aber er lohnt sich.
Länge: 15 km
Gebrauchte Dauer: ca 5 Stunden
Startpunkt: offiziell irgendwo im Ortszentrum von Lautenbach, wir sind von Oberkirch aus gegangen
Der Lautenbacher Hexensteig, nicht zu verwechseln mit dem Kappelrodecker Hexensteig oder gar dem Harzer Hexensteig, denn der ist ganz woanders, ist ein Rundweg, der von Lautenbach (Baden) über das Simmersbacher Kreuz und den Sohlberg wieder nach Lautenbach führt.
Wir sind zunächst von Oberkirch nach Lautenbach gewandert. Das sind in etwa 3 km, aber es ist flach und leicht zu gehen, da es sich um eine Straße in einem sehr ruhigen Wohngebiet handelt. Erst geht man den Winterbacher Weg entlang, dann durch Vorder-Winterbach und dann durch Hinter-Winterbach. Und wenn man dann hinter Hinter-Winterbach angekommen ist, geht es links den Berg hoch.
Schon dieses erste Stück ist steil und schmal, so dass man trittsicher sein muss. Dafür wird man mit einer schönen Aussicht über die Rench und Oberkirch belohnt. Von links kommen immer wieder Wege dazu, die meisten davon tragen den Hinweis „Panoramaweg“ und eine Nummer, denn davon gibt es mehrere unterschiedlicher Länge.
Nach einem Waldstück – bis jetzt ist es immer nur bergauf gegangen – trifft man dann die erste Hexe. Die hat gerade frontal einen Baumstamm gerammt, was ein bisschen von der schönen Aussicht auf Lauterbach und seine Wallfahrtskirche Maria Krönung ablenkt.
Nachdem man eine weitere kleine Kuppe umwandert hat, kommt man an eine sehr hübsche und liebevoll gepflegte Getränkestelle. Bänke zum Verweilen, schön geschmückt und mit Kunsthandwerk drumrum, dazu Bodenkühlschränke mit Getränken, für die eine Geldkasse zum Einwerfen des Preises danebensteht. Sehr schön gemacht, und da scheint wirklich jemand viel Herzblut reinzustecken und sich gut darum zu kümmern. Schön.
Gab es bis jetzt vor allem Obstplantagen, geht es jetzt direkt in den Wald. Mal auf breiten Wegen, mal auf schmalen Pfaden, aber fast immer bergauf, teilweise sogar wieder sehr steil bergauf.
Oben angekommen geht es dann wieder abwärts, an einem Berggasthof vorbei, wo es eine sehr schöne Aussicht auf ein Tal gibt, und den Berg gegenüber wieder hinauf zum Aussichtspunkt Simmersbacher Kreuz.
Bis hier sind wir vor allem einer gelben Raute gefolgt. Das ist einerseits sehr praktisch, denn die hängen quasi überall, und andererseits sehr unpraktisch, denn die hängen quasi überall. Der Lautenbacher Hexensteig ist nur an wichtigen Kreuzungen zusätzlich ausgewiesen, und dann auch meist auf einem Schild, dass zusätzlich zum Hexensteig das Wort „Vesperwanderung“ zeigt. Wo genau der langgeht, ist uns schleierhaft geblieben, denn hin und wieder verschwand er plötzlich völlig von den Markierungen, nur um dann genauso plötzlich wieder aufzutauchen.
Ab dem Simmersbacher Kreuz muss man für den Hexensteig einer grün-blauen Raue folgen, die die weiße Aufschrift „RS“ trägt – auch die hängt quasi überall, das Prinzip ist also das Gleiche.
Erschwerend kam hinzu, dass wir den Rundwanderweg im Uhrzeigersinn gelaufen sind, der Weg aber gegen den Uhrzeigersinn gelaufen werden soll. Also mussten wir uns an mehreren Kreuzungen erstmal orientieren, von wo der Weg wohl kommt. Am Ende hat es aber gut geklappt und wir haben es immer wieder hinbekommen.
Die Schleife über den Berg hinter dem Sohlberg haben wir uns gespart – aber wir hatten ja die je 3 km hin und zurück nach Oberkirch zusätzlich – weil es da schon wieder steil bergauf gegangen wäre. Stattdessen haben wir uns schräg abwärts gewandt, um den Hexensteig ein paar hundert Meter weiter wiederzutreffen.
Wenn man dann mal alle steilen Anstiege überwunden hat, geht es ebenso steil wieder bergab. Gute vier Kilometer hinunter nach Lautenbach, das merkt man dann schon in den Knien, auch wenn es natürlich viel schneller geht als vorher raufzulaufen.
Zwischendurch gibt es übrigens drei sehr schöne Rastplätze, die Hexenhäuschen nachempfunden sind. Das ist hübsch und sehr spaßig.
Und wenn man dann unten in Lautenbach angekommen ist, kann man noch die Kirche besichtigen. Oder an der Rench zurück in Richtung Oberkirch laufen und Wasseramseln beobachten.
Fazit: Ein sehr schöner Weg. Mal geteert, mal breiter Wirtschaftsweg und mal Waldpfad ist er sehr abwechslungsreich. Er geht durch dunklen Tannenwald, häufiger durch Buchenwald und zwischendurch auch mal an Waldrändern oder Wiesen entlang. Es gibt tolle Aussichten auf den Schwarzwald und auf die Rheinebene.
Aber er ist nicht leicht zu gehen. Er ist anstrengend, die Anstiege sind lang und steil, und oft ziehen sie sich auch sehr. Man braucht Ausdauer und selbst dann ist der Weg gefühlt viel länger, als man bei 15 km so erwartet.
Aber er lohnt sich.