blauerfalke: (geschichten)
[personal profile] blauerfalke
von Michael J. Sullivan


Wir erinnern uns, Mr. Sullivan ist der Autor der "Riyria Revelations". Dann hat er Prequels dazu geschrieben, die etwa 12 Jahre vorher beginnen und "Riyria Chronicles" heißen. Die haben den Vorteil, dass sie noch immer die gleichen Protagonisten haben (und mir sehr viel besser gefallen als die Revelations, aber das ist persönliche Meinung).
"Age of Myth" ist der erste Band der "First Empire"-Reihe, eines weiteren Prequels, das nicht mehr dieselben Protagonisten hat, denn es spielt mehrere tausend Jahre vorher. Dreitausend? Viertausend? Ich bin nicht gut mit Zahlen. Sehr, sehr viel früher also, so dass zur Zeit der Ereignisse der anderen beiden Serien alles bereits Legende ist, oder vielmehr, Religion.

Ich mag die Grundidee, zu zeigen, was wirklich passiert ist. Nachdem der letzte Band der Revelations ja schon gezeigt hat, dass es anders war, als die Mythen behaupten - was jetzt nicht wirklich eine Überraschung ist, denn welcher Mythos erzählt schon exakt die Wahrheit? Es heißt nicht umsonst "Mythen haben einen wahren Kern" (und nicht mehr) - bekommen wir jetzt die ganze Wahrheit darüber, wie die Welt damals aussah, wer die Helden und Götter wirklich waren und warum das Ganze so passiert ist, wie es passiert ist. Da ich noch nicht weiß, wie weit die Reihe gehen wird, vielleicht auch, warum der Mythos es später anders erzählt - und im Moment bin ich mir auch nicht so sicher, ob ich wirklich bis zum letzten Band lesen werde. Wahrscheinlich schon, es sei denn, es kommt mir was anderes dazwischen.

Es ist nicht, dass es schlecht ist. Das ist es nicht, im Gegenteil. Es ist sogar sehr gut. Mr. Sullivan greift auf eine Welt zurück, die er schon ewig kennt, und das merkt man. Es gibt viele Details, alles wirkt echt, glaubwürdig und stimmig. Außerdem kann Mr. Sullivan schreiben. Die Charaktere sind nicht alle vielschichtig, aber alle gut geschrieben, sie sind bunt, lebendig und selbst die leicht klischeehaften wirken nur so, wenn man länger darüber nachdenkt. Es ist kurzweilig zu lesen, oft auch spannend, und viele Informationen fallen in unerwarteten Momenten an ihre Plätze.
Erstaunlicherweise empfinde ich persönlich es eher als Nachteil, wenn ein Name auftaucht, den ich aus den Legenden in den anderen Büchern kenne, denn das bedeutet, dass die Person von mir mehr Aufmerksamkeit bekommt, weil ich sie unbewusst als wichtig einstufe (schließlich ist ihr Name überliefert worden), und das ist unfair und anstrengend, weil das nicht immer der Ort ist, wo meine Aufmerksamkeit sein sollte. Daran sollte ich also noch arbeiten.

Bei den Chronicles fand ich es einen Vorteil, die Revelations vorher gelesen zu haben - aus diversen Gründen - hier bin ich mir nicht so sicher, ob die beste Reihenfolge nicht First Empire, Revelations, Chronicles wäre... Aber wie gesagt, es war erst das erste Buch.

Noch habe ich keinen Charakter, für den ich die weiteren alle lesen würde, aber es sind ein paar dabei, die ich gerne mag, die sich also durchaus noch entwickeln können. Ich mag die Welt und Mr. Sullivan schreibt gut. Revelations habe ich auch vier Bücher durchgehalten, bis das fünfte dann wirklich gut wurde, also sehen wir mal, was sich hier noch ergibt.
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