The Marvelous Land of Oz
Jan. 1st, 2009 03:13 pmvon L.Frank Baum
Diesmal halten wir uns nicht mit dem Vorwort des Autor auf, in dem erklärt, warum er dieses Buch geschrieben hat. Vorab nur einige wichtige Infos, die wir im Laufe der Geschichte erhalten.
1. Im Norden leben die Gillikins. Deren Lieblingsfarbe ist purple. Außerdem ist alles andere im Land auch purple. Das Gras, der Boden, sogar der Matsch. Das scheint aber nicht für alle Länder in Oz zu gelten, denn in Glindas Land ist das Gras definiv grün. Aber sie selbst hat rote Haare. Und ihr Brunnen spuckt Edelsteine statt Wasser.
2. Der rechtmäßige König der Smaragdstadt heißt Pastoria, der Wizard hat ihm den Thron geraubt. Weil Scarecrow auf den Wizard folgt, ist er auch er nur ein Thronräuber. Die echte Thronerbin ist Pastorias Tochter und heißt - wie passend - Ozma.
3. Tin Man hat einen Namen. Er heiß Nick Chopper. Auch passend.
Jetzt dann also zum Inhalt.
Wir sind bei den Gillikins und unser Held heißt Tip. Ein Junge, der bei einer, sagen wir magisch begabten, alten Frau lebt. Die Hexe des Nordens hat nämlich alle anderen Hexen aus ihrem Land verwieden, darum darf man da maximal Zauberin sein oder wizardress. Junge und alte Frau hassen sich. Der Junge baut einen Mann aus Holz mit Kürbiskopf, um die Alte zu erschrecken, die erschreckt sich aber nicht und erweckt den Mann mit Hilfe des Powder of Life zum Leben. Jack Pumpkinhead. Als Strafe will sie Tip in eine Marmorstatue verwandeln, also flieht der in der Nacht mit Jack und dem Rest vom Powder of Life.
Jack ist zwar ein Kürbis, aber als er erfährt, daß Tip ihn gebaut hat, nennt er ihn "Vater" und, als guter Sohn, gehorcht ihm.
Und wo geht man hin, wenn man keine Ahnung hat, wo man hingehen soll? Richtig. City of Emerald.
Unterwegs erweckt Tip einen Sägebock zum Leben, damit Jack ein Reittier hat. Der Sägebock erinnert in seiner Form vage an ein Pferd, aber das liegt daran, daß Sägebock im Englischen sawhorse heißt. Das arme Tier hat keine Kniegelenke, ist aber trotzdem unglaublich schnell und kann vor allem nicht müde werden, denn es ist ja aus Holz. Außerdem schwimmt es auf dem Wasser, auch sehr praktisch.
Weil das Pferd schneller läuft als Tip kommen Jack und das Pferd zuerst in der Smaragdstadt an, wo Jack vor Scarecrow geführt wird und sie sich daruf einigen, daß sie einen Übersetzer brauchen, weil sie aus verschiedenen Teilen von Oz kommen und sich darum nicht verstehen. Ein Mädchen übernimmt den Job, "übersetzt" aber nur Unsinn und nach einigen Minuten fällt allen auf, daß es in Oz nur eine Sprache gibt. Die Szene erinnert stark an alte Slapstickfilme, nur verbal. Jack und Scarecorw gehen in den Garten und spielen ein Wurfringspiel.
In der Zwischenzeit wird die Royal Army - der Soldat mit den grünen Schnurrbärten aus Teil 1 - von 400 revoltierenden Mädchen aus ganz Oz überwältigt und die Smaragdstadt eingenommen. Seltsamerweise trägt keins dieser Mädchen eine grüne Brille, aber niemand wundert sich über die nicht-Grünheit der Stadt, im Gegenteil, es wird immer wieder darauf hingewiesen, daß alles grün ist. Ich hätte vermutete, daß Scarecrow die Stadt hat grün anstreichen lassen, aber Jack und Sawhorse mußten noch Brillen anlegen als sie kamen.
Die Mädchen haben als Waffen übrigens Stricknadeln, mit denen sie pieken, und verlassen sich ansonsten darauf, daß niemand einem süßen Mädchen etwas antun wird. Ja, das ist Oz. Der Grund für ihre Revolte ist es, daß die Männer lange genug regiert haben. Baum wird doch nicht etwa doch kritisch werden?
Scarecrow, Jack und Tip fliehen auf Sawhorse zu Nick, der über die Winkies herrscht und natürlich sofort bereit ist, seinem alten Freund zu helfen. Nach einigen Schwierigkeiten - verursacht von der Alten vom Beginn, die mittlerweile die engste Beraterin der neuen Königin der Smaragdstadt ist und gegen die ihnen die Mäusekönigin aus Teil 1 hilft - und mit der Bekanntschaft eines Highly Magnified und Thoroghly Educated Woggle-Bug erreichen sie die Stadt, werden sofort wieder gefangengenommen und basteln sich ein Flugwesen aus Sofas, einem Tierkopf und Palmenblättern, das Tip mit dem Rest des Power of Live zum Leben erweckt. Für die Füße reicht es nicht mehr, das arme Viech kann nur fliegen. Diesmal ist das Ziel Glinda the Good, die es wieder mal richten soll.
Leider fliegt Gump, so nennen sie das Wesen, die ganze pechschwarze Nacht durch, so daß sie am Morgen nicht mehr wissen, wo sie sind. Sie stranden in einem riesigen Dohlennest und kommen auch nicht mehr weg, weil Gump sich ein paar Flügel gebrochen hat. Die Dohlen sind nicht begeistert und es kommt zu einem wilden Kampf, in dem die Freunde erstmal siegreich bleiben. Leider kostet er aber Scarecrow auch all sein Stroh. Zum Glück stehlen Dohlen ja bekanntermaßen und so finden sich im Nest Massen von Banknoten, die sich auch prima als neue Füllung machen. Dollarnoten natürlich.
Zwischenzeitlich haben unsere Freunde in der Schachtel, in der der Poweder of Live war, einen doppelten Boden gefunden, in dem drei Wunschpillen versteckt waren. Man muß eine schlucken, in Zweierschritten auf siebzehn zählen und kann sich dann etwas wünschen. Tip versucht es, bekommt furchtbare Schmerzen und wünscht sich, die Pille nie geschluckt zu haben. Prompt ist sie zurück in der Schachtel.Die Wünsche gehen ja in Erfüllung. Spaßige Idee.
Woggle-Bug macht den nächsten Versuch und wünscht die Flügel von Gump wieder ganz. Der Flucht steht nichts mehr im Wege, leider vergessen sie dabei die anderen beiden Pillen.
Glinda ist nicht bereit, Scarecrow seinen Thron zurückzuerobern, denn es ist ja nicht seiner. Sie ist aber bereit, nach Ozma zu suchen, um dann der den Thron zurückzugeben. Da die Alte vom Anfang, die übrigens Mombi heißt, damit zu tun hat, zieht Glinda mit ihrer Armee vor die Smaragdstadt, um die Herausgabe der Frau zu fordern, damit sie sie befragen kann. Glindas Armee ist übrigens rein weiblich.
In der Smaragdstadt tun mittlerweile die Männer alle Hausarbeit, finden sie furchtbar schwer und fragen sich, wie ihre Frauen all das bloß schaffen konnten. Es wird doch nicht etwa noch eine Moral geben?
Die neue Königin liefert ihre Beraterin natürlich nicht bereitwillig aus, erst schickt sie eine andere an deren Stelle, aber Glinda durchschaut den Schwindel. Dann erlaubt sie Glinda, nach Mombo zu suchen, aber nur bis zum Sonnenuntergang. Mombi verwandelt sich in eine Rose, sie finden sie nicht - aber der gute Nick nimmt sich eine besonders schöne Rose aus den Palastgärten als Andenken mit. Genau.
Glinda, als mächtige Hexe, erkennt Mombi trotz der falschen Gestalt und mit Hilfe von Sawhorse fängt sie Mombi schließlich auch ein. Das Verhör dauert ein bißchen, aber am Ende erfahren wir alle den Verbleib von Ozma. Mombi ist, wie schon bewiesen, sehr geschickt in Verwandlungsmagie, und damit die Hexen Ozma nicht finden, hat sie sie verwandelt. In einen Jungen. Genau.
Glinda zwingt also Mombi, Tip zurückzuverwandeln, was der gar nicht lustig findet. Ozma scheint sich dann allerdings dann doch sehr wohl in ihrer echten Haut zu fühlen und jetzt geht es daran, ihren Thron zurückzuerobern. Die falsche Königin läßt die Tore schließen, was erstmal alle ratlos macht, aber zum Glück haben wir noch Gump und schon sind die wichtigsten Personen und drei Soldatinnen im Palast und können so die Stadt erobern.
Die Männer der Smaragdstadt werfen sofort die Schürzen von sich, und weil ihre Ehefrauen es satt haben, deren schlechtes Essen zu essen, rennen sie sofort in die Küchen und kochen für die armen erschöpften Kerle, so daß bald wieder alle glücklich und zufrieden sind.
Die wunderschöne Ozma wird eine gute Königin, vor allem, weil sie den thoroughly educated Woggle-Bug als Berater hat. Gump ird auf eigenen Wunsch hin demontiert, Scarecrow wird Schatzmeister bei Nick und Sawhorse wird das persönliche Reitpferd der Königin. Was Jack angeht, irgendwann fault der Kürbis und das ist dann leider sein Ende. Aber es kam sehr spät.
Ich mag Sawhorse. Alle halten es für dumm und übersehen es ständig, und es ist brav und gehorsam und tut, was man ihm sagt, aber ohen es sähe die Sache mehr als einmal sehr, sehr schlecht aus. Außerdem findet es die richtige Möglichkeit, wie man in Zweierschritten auf eine ungerade Zahl wie siebzehn zählen kann, und das, obwohl Scarecrow und Woggle-Bug ja soooo viel intelligenter sind.
Die Darstellung des Rests gefällt mir weniger. Jack redet hauptsächlich davon, daß er Angst hat, zu faulen, während Scarecrow und Nick betonen, wie toll ihr Verstand bzw ihr Herz doch sind, und Woggle-Bug einen pun nach dem anderen bringt, die meist nicht gerade komisch sind, allen auf den Geist gehen und angeblich ein Beweis seiner Gelehrtheit sind. Auch die Wandlung von Tip zu Ozma finde ich unglaubwürdig, vom rohen Bauernlümmel zur weisen, lieblichen Prinzessin, aber es wäre ja nicht die erste Geschichte, in der Aussehen und Charakter miteinander einhergehen, nicht war?
Auch zieht sich die ganze Sache sehr in Länge, sinnloses hin- und herreisen mit Episoden, die zusammenhanglos scheinen und nur zum Seiten füllen da. Erst als sie endlich bei Glinda ankommen, also nach gut drei Vierteln des Buches, nimmt die Sache endlich Fahrt auf und wird vor allem wieder charmant mit ein paar klassischen Oz-Einfällen.
Die Sache mit Männerherrschaft, Haushalt und Kochen als Versöhnungsmittel lasse ich mal komplett außen vor, rein sicherheitshalber.
Diesmal halten wir uns nicht mit dem Vorwort des Autor auf, in dem erklärt, warum er dieses Buch geschrieben hat. Vorab nur einige wichtige Infos, die wir im Laufe der Geschichte erhalten.
1. Im Norden leben die Gillikins. Deren Lieblingsfarbe ist purple. Außerdem ist alles andere im Land auch purple. Das Gras, der Boden, sogar der Matsch. Das scheint aber nicht für alle Länder in Oz zu gelten, denn in Glindas Land ist das Gras definiv grün. Aber sie selbst hat rote Haare. Und ihr Brunnen spuckt Edelsteine statt Wasser.
2. Der rechtmäßige König der Smaragdstadt heißt Pastoria, der Wizard hat ihm den Thron geraubt. Weil Scarecrow auf den Wizard folgt, ist er auch er nur ein Thronräuber. Die echte Thronerbin ist Pastorias Tochter und heißt - wie passend - Ozma.
3. Tin Man hat einen Namen. Er heiß Nick Chopper. Auch passend.
Jetzt dann also zum Inhalt.
Wir sind bei den Gillikins und unser Held heißt Tip. Ein Junge, der bei einer, sagen wir magisch begabten, alten Frau lebt. Die Hexe des Nordens hat nämlich alle anderen Hexen aus ihrem Land verwieden, darum darf man da maximal Zauberin sein oder wizardress. Junge und alte Frau hassen sich. Der Junge baut einen Mann aus Holz mit Kürbiskopf, um die Alte zu erschrecken, die erschreckt sich aber nicht und erweckt den Mann mit Hilfe des Powder of Life zum Leben. Jack Pumpkinhead. Als Strafe will sie Tip in eine Marmorstatue verwandeln, also flieht der in der Nacht mit Jack und dem Rest vom Powder of Life.
Jack ist zwar ein Kürbis, aber als er erfährt, daß Tip ihn gebaut hat, nennt er ihn "Vater" und, als guter Sohn, gehorcht ihm.
Und wo geht man hin, wenn man keine Ahnung hat, wo man hingehen soll? Richtig. City of Emerald.
Unterwegs erweckt Tip einen Sägebock zum Leben, damit Jack ein Reittier hat. Der Sägebock erinnert in seiner Form vage an ein Pferd, aber das liegt daran, daß Sägebock im Englischen sawhorse heißt. Das arme Tier hat keine Kniegelenke, ist aber trotzdem unglaublich schnell und kann vor allem nicht müde werden, denn es ist ja aus Holz. Außerdem schwimmt es auf dem Wasser, auch sehr praktisch.
Weil das Pferd schneller läuft als Tip kommen Jack und das Pferd zuerst in der Smaragdstadt an, wo Jack vor Scarecrow geführt wird und sie sich daruf einigen, daß sie einen Übersetzer brauchen, weil sie aus verschiedenen Teilen von Oz kommen und sich darum nicht verstehen. Ein Mädchen übernimmt den Job, "übersetzt" aber nur Unsinn und nach einigen Minuten fällt allen auf, daß es in Oz nur eine Sprache gibt. Die Szene erinnert stark an alte Slapstickfilme, nur verbal. Jack und Scarecorw gehen in den Garten und spielen ein Wurfringspiel.
In der Zwischenzeit wird die Royal Army - der Soldat mit den grünen Schnurrbärten aus Teil 1 - von 400 revoltierenden Mädchen aus ganz Oz überwältigt und die Smaragdstadt eingenommen. Seltsamerweise trägt keins dieser Mädchen eine grüne Brille, aber niemand wundert sich über die nicht-Grünheit der Stadt, im Gegenteil, es wird immer wieder darauf hingewiesen, daß alles grün ist. Ich hätte vermutete, daß Scarecrow die Stadt hat grün anstreichen lassen, aber Jack und Sawhorse mußten noch Brillen anlegen als sie kamen.
Die Mädchen haben als Waffen übrigens Stricknadeln, mit denen sie pieken, und verlassen sich ansonsten darauf, daß niemand einem süßen Mädchen etwas antun wird. Ja, das ist Oz. Der Grund für ihre Revolte ist es, daß die Männer lange genug regiert haben. Baum wird doch nicht etwa doch kritisch werden?
Scarecrow, Jack und Tip fliehen auf Sawhorse zu Nick, der über die Winkies herrscht und natürlich sofort bereit ist, seinem alten Freund zu helfen. Nach einigen Schwierigkeiten - verursacht von der Alten vom Beginn, die mittlerweile die engste Beraterin der neuen Königin der Smaragdstadt ist und gegen die ihnen die Mäusekönigin aus Teil 1 hilft - und mit der Bekanntschaft eines Highly Magnified und Thoroghly Educated Woggle-Bug erreichen sie die Stadt, werden sofort wieder gefangengenommen und basteln sich ein Flugwesen aus Sofas, einem Tierkopf und Palmenblättern, das Tip mit dem Rest des Power of Live zum Leben erweckt. Für die Füße reicht es nicht mehr, das arme Viech kann nur fliegen. Diesmal ist das Ziel Glinda the Good, die es wieder mal richten soll.
Leider fliegt Gump, so nennen sie das Wesen, die ganze pechschwarze Nacht durch, so daß sie am Morgen nicht mehr wissen, wo sie sind. Sie stranden in einem riesigen Dohlennest und kommen auch nicht mehr weg, weil Gump sich ein paar Flügel gebrochen hat. Die Dohlen sind nicht begeistert und es kommt zu einem wilden Kampf, in dem die Freunde erstmal siegreich bleiben. Leider kostet er aber Scarecrow auch all sein Stroh. Zum Glück stehlen Dohlen ja bekanntermaßen und so finden sich im Nest Massen von Banknoten, die sich auch prima als neue Füllung machen. Dollarnoten natürlich.
Zwischenzeitlich haben unsere Freunde in der Schachtel, in der der Poweder of Live war, einen doppelten Boden gefunden, in dem drei Wunschpillen versteckt waren. Man muß eine schlucken, in Zweierschritten auf siebzehn zählen und kann sich dann etwas wünschen. Tip versucht es, bekommt furchtbare Schmerzen und wünscht sich, die Pille nie geschluckt zu haben. Prompt ist sie zurück in der Schachtel.Die Wünsche gehen ja in Erfüllung. Spaßige Idee.
Woggle-Bug macht den nächsten Versuch und wünscht die Flügel von Gump wieder ganz. Der Flucht steht nichts mehr im Wege, leider vergessen sie dabei die anderen beiden Pillen.
Glinda ist nicht bereit, Scarecrow seinen Thron zurückzuerobern, denn es ist ja nicht seiner. Sie ist aber bereit, nach Ozma zu suchen, um dann der den Thron zurückzugeben. Da die Alte vom Anfang, die übrigens Mombi heißt, damit zu tun hat, zieht Glinda mit ihrer Armee vor die Smaragdstadt, um die Herausgabe der Frau zu fordern, damit sie sie befragen kann. Glindas Armee ist übrigens rein weiblich.
In der Smaragdstadt tun mittlerweile die Männer alle Hausarbeit, finden sie furchtbar schwer und fragen sich, wie ihre Frauen all das bloß schaffen konnten. Es wird doch nicht etwa noch eine Moral geben?
Die neue Königin liefert ihre Beraterin natürlich nicht bereitwillig aus, erst schickt sie eine andere an deren Stelle, aber Glinda durchschaut den Schwindel. Dann erlaubt sie Glinda, nach Mombo zu suchen, aber nur bis zum Sonnenuntergang. Mombi verwandelt sich in eine Rose, sie finden sie nicht - aber der gute Nick nimmt sich eine besonders schöne Rose aus den Palastgärten als Andenken mit. Genau.
Glinda, als mächtige Hexe, erkennt Mombi trotz der falschen Gestalt und mit Hilfe von Sawhorse fängt sie Mombi schließlich auch ein. Das Verhör dauert ein bißchen, aber am Ende erfahren wir alle den Verbleib von Ozma. Mombi ist, wie schon bewiesen, sehr geschickt in Verwandlungsmagie, und damit die Hexen Ozma nicht finden, hat sie sie verwandelt. In einen Jungen. Genau.
Glinda zwingt also Mombi, Tip zurückzuverwandeln, was der gar nicht lustig findet. Ozma scheint sich dann allerdings dann doch sehr wohl in ihrer echten Haut zu fühlen und jetzt geht es daran, ihren Thron zurückzuerobern. Die falsche Königin läßt die Tore schließen, was erstmal alle ratlos macht, aber zum Glück haben wir noch Gump und schon sind die wichtigsten Personen und drei Soldatinnen im Palast und können so die Stadt erobern.
Die Männer der Smaragdstadt werfen sofort die Schürzen von sich, und weil ihre Ehefrauen es satt haben, deren schlechtes Essen zu essen, rennen sie sofort in die Küchen und kochen für die armen erschöpften Kerle, so daß bald wieder alle glücklich und zufrieden sind.
Die wunderschöne Ozma wird eine gute Königin, vor allem, weil sie den thoroughly educated Woggle-Bug als Berater hat. Gump ird auf eigenen Wunsch hin demontiert, Scarecrow wird Schatzmeister bei Nick und Sawhorse wird das persönliche Reitpferd der Königin. Was Jack angeht, irgendwann fault der Kürbis und das ist dann leider sein Ende. Aber es kam sehr spät.
Ich mag Sawhorse. Alle halten es für dumm und übersehen es ständig, und es ist brav und gehorsam und tut, was man ihm sagt, aber ohen es sähe die Sache mehr als einmal sehr, sehr schlecht aus. Außerdem findet es die richtige Möglichkeit, wie man in Zweierschritten auf eine ungerade Zahl wie siebzehn zählen kann, und das, obwohl Scarecrow und Woggle-Bug ja soooo viel intelligenter sind.
Die Darstellung des Rests gefällt mir weniger. Jack redet hauptsächlich davon, daß er Angst hat, zu faulen, während Scarecrow und Nick betonen, wie toll ihr Verstand bzw ihr Herz doch sind, und Woggle-Bug einen pun nach dem anderen bringt, die meist nicht gerade komisch sind, allen auf den Geist gehen und angeblich ein Beweis seiner Gelehrtheit sind. Auch die Wandlung von Tip zu Ozma finde ich unglaubwürdig, vom rohen Bauernlümmel zur weisen, lieblichen Prinzessin, aber es wäre ja nicht die erste Geschichte, in der Aussehen und Charakter miteinander einhergehen, nicht war?
Auch zieht sich die ganze Sache sehr in Länge, sinnloses hin- und herreisen mit Episoden, die zusammenhanglos scheinen und nur zum Seiten füllen da. Erst als sie endlich bei Glinda ankommen, also nach gut drei Vierteln des Buches, nimmt die Sache endlich Fahrt auf und wird vor allem wieder charmant mit ein paar klassischen Oz-Einfällen.
Die Sache mit Männerherrschaft, Haushalt und Kochen als Versöhnungsmittel lasse ich mal komplett außen vor, rein sicherheitshalber.