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von L.Frank Baum

Machen wir das diesmal etwas anders - Vorstellung der neuen Figuren.

1. Shaggy Man. Offenbar ein Landstreicher, denn er trägt nur shaggy clothes und wo er hingeht, ist ihm auch egal. Er mag kein Geld, denn Geld macht arrogant, und das will er nicht werden. Also meidet er sogar eine Stadt, weil dort jemand lebt, der ihm 50 Cent schuldet, die er aber nicht wiederhaben will.
Er besitzt den Magnet of Love, einen Talisman,der bewirkt, daß jedes Lebewesen ihn einfach gern haben muß. Das passiert dann auch tatsächlich.

2. Button-Bright. Ein kleiner Junge, von dem sein Vater sagt, er sei "bright as a button", weshalb seine Mutter ihn eben Button-Bright nennt. Er trägt einen Matrosenanzug, ist offenbar ein ausnehmend hübsches Kind und zeichnet sonst vor allem dadurch aus, daß er ständig "Don't know" antwortet, wenn man ihn etwas fragt, oder "What's a (beliebiges Wort einsetzen)" fragt, wenn jemand anders etwas sagt. Manchmal sagt er auch "Why?"

3. Polychrome, the Rainbow's Daughter. Wie der Name schon sagt, sie ist dei Tochter des Regenbogens. Sie ernährt sich von Tautropfen, Mist-Cakes und ähnlichen Dingen und friert auf der Erde immer, weil sie es gewöhnt ist, sehr viel näher an der Sonne zu wohnen. Darum tanzt sie ständig, um sich warm zu halten.

Und jetzt die Lerneffekte:

1. Toto spricht nicht mit Worten, weil er mit seinem Schwanz sprechen kann. Jedes Tier, das das kann, braucht keine Worte.

2. Es gibt in Oz kein Geld. Das braucht es auch nicht, weil alle immer versuchen, jedem das zu verschaffen, was er gerne haben möchte, damit er glücklich ist. Da niemand in Oz sich mehr wünscht, als er braucht, funktioniert das ganz vortrefflich.

3. Es gibt keine Städte oder Orte in Oz außer der Emerald City, und das beste Stroh gibt es im Land der Munchkins.

5. Neben Nick, Glinda, der Hexe des Nordens und wer auch immer Munchkinland beherrscht, gibt es noch für jedes der vier Königreiche einen Herrscher, die da sind der Emperor of the Winkies (wobei das Nick sein sollte), the King of the Quadlings, the Monarch of the Munchkins und the Souvereigen of the Gillikins.

6. Ein Sawhorse ohne Mund, das mit dem Powder of Life zum Leben erweckt wurde, kann sprechen, ein blaues Bärenfell, dem das gleiche passiert ist, kann das nicht, weil es keinen Atem hat.

7. In Oz stirbt man nicht. Es sei denn, die Todesstrafe wird vollstreckt oder man erstickt an einer Fischgräte... wie es dann aber Königsdynastien geben kann, wird lieder nicht erklärt.



Der Shaggy Man erscheint auf der Farm von Uncle Henry und fragt Dorothy nach dem Weg zu einem Ort. Sie erklärt den Weg, aber weil er ihre Anweisung ständig durcheinanderbringt, entscheidet sie, ihn selbst hinzubringen. Während sie ihr sunbonnet holt, steckt der Shaggy Man ein paar Äpfel und Toto in seine Tasche. Dorothy führt ihn zu der Kreuzung, wo die Straße abgeht, aber statt fünf Straßen sind es plötzlich unzählig viele, und so findet Dorothy den Heimweg nicht mehr. Der Shaggy Man erklärt, daß für alle Mädchen, die Dorothy heißen, die sieben eine Glückszahl ist, sie also die siebte Straße nehmen soll. Dorothy fragt, die siebte von wo, und er antwortet "From where you start to count.". Und weil es ihm ohnehin gleich ist, wo er hingeht, geht er mit ihr mit. Toto wird aus der Tasche vorher wieder rausgelassen.

Am Straßenrand treffen die beiden Button-Bright, der ein Loch gräbt. Warum - don't know - oder wo die Eltern sind... egal, sie nehmen ihn mit.

Die Straße führt nach Foxville, einer Stadt, in der nur Füchse leben, alle hübsch angezogen und sehr zivilisiert. Die Freunde werden erst gefangengenommen, aber dann doch als Gäste behandelt - Magnet of Love - und der Fuchskönig bittet Dorothy, doch bei Ozma dafür zu sorgen, daß er eine Einladung zu deren Geburtstag bekommt. Außerdem ist er von Button-Brights Intelligenz so beeindruckt, daß er ihm als Geschenk einen Fuchskopf anstelle seines normalen wachsen läßt. Alle finden das ganz schrecklich - außer die Füchse - aber ändern läßt es sich nicht, das kann der König nicht. Das kann nur ein Bad in The Truth Pond.
Es gibt eine fürstliche Unterkunft für die Nacht, dann reisen die drei weiter, mit einer Warnung vor der nächsten Stadt im Gepäck.

Unterwegs treffen sie Polychrome, und weil Dorothy sich das nicht merken kann, nennt sie sie Polly. Sie ist aus Versehen vom Regenbogen gerutscht und war nicht schnell genug mit wieder draufklettern, als ihr Vater den zurückzog, also muß sie jetzt darauf warten, daß ihr Vater Zeit hat, sie zu suchen und wieder aufzusammeln. Da kann sie auch mit den Freunden mitreisen. Tut sie auch.

Die gefährliche Stadt heißt Dunkiton und wird von zivilisierten Eseln bewohnt, die genauso viel Angst vor den Füchsen haben wie die vor ihnen. Hier macht der Shaggy Man soviel Eindruck, daß er zur Belohung einen Eselskopf bekommt. Den will er auch nicht, aber da kann man nichts machen. Und der König möchte ebenfalls eine Einladung zur Geburtstagsfeier.

Die vier Freunde reisen weiter und treffen einen Mann, der mit seinem Atem Musik erzeugt. Er spricht nur in Reimen, damit es zur Musik paßt, und will auch eine Einladung zur Feier. Aber die Freunde machen erstmal, daß sie schnell wegkommen, weil zumindest Dorothy und der Shaggy Man die Musik furchtbar finden.

Danach geraten sie unter die Scoodler. Scoodler sind Kreaturen, die von vorne und hinten gleich aussehen, also in beide Richtungen ein Gesicht haben und offenbar keine Kniegelenke, denn Baum schreibt, ihre Beine sehen aus wie umgedrehte T. Eine ihrer Seiten ist weiß, eine ist schwarz und sie sind "sideways very thin", weshalb sie nicht viel Platz brauchen. Um jemanden anzugreifen, werfen sie ihre Köpfe und aus den vier Freunden wollen sie Suppe machen und sperren sie darum in einen Schuppen.
Darin lagern auch Kartoffen, der Shaggy Man leert einen der Säcke aus und als der Wächter seinen Kopf wirft, steckt er ihn in den Sack. Während der Körper blind nach seinem Kopf sucht, entkommen die vier bis zu einer Brücke. Dort werdensie von den Scoodlern eingeholt, aber der Shaggy Man ist ein guter Baseballspieler, darum fängt er die Köpfe nacheinander und wirft sie in einen Abgrund.

Wir sind übrigens schon die ganze Zeit in einem Fairycountry - naja, okay, sprechene Füchse, Esel, Menschen mit Instrumenten in der Lunge... die Bemerkung hätte ich wohl nicht machen brauchen ;)
Wie wir wissen, ist Oz umgeben von einer sehr großen Wüste, deren Sand alles Leben bei bloßer Berührung in Staub verwandelt. Also ist es jetzt auch nicht überraschend, daß diese Wüste jetzt von Dorothy und ihren Freunden erreicht wird. Niemand hat eine Ahnung, wie sie hinüberkommen sollen, bis sich der Shaggy Man an einen Freund erinnert, der Johnny Dooit heißt. Das Kapitel heißt "Johnny Dooit does it". Finde ich hübsch.

Also, Johnny taucht auf, inklusive einer großen Kiste Werkzeug und zimmert mal eben ein Sandboot. Damit fahren unsere Freunde über die Wüste und landen im Land der Winkies, glücklicherweise direkt vor dem Truth Pond. Button-Bright und Shaggy Man baden darin und bekommen ihren alten Köpfe zurück. Daß sie darum auch nur noch die Wahrheit sagen können, erfahren wir erst später.

Winkieland = Nick Chopper. Der ist ja noch immer Emperor da, also machen sich die Freunde zu ihm auf. Ihnen kommen aber bereits Tik-Tok und Billina entgegen. Billina ist stolze Mutter von 10 Küken, die sie Dorothy zu Ehren Dorothy genannt hat. Alle zehn. Sie sind ohnehin schwer zu unterscheiden, und wenn sie jetzt einmal ruft, kommen sie alle, das spart auch noch Zeit.

Nick lebt mittlerweile in einem Schloß ganz aus Zinn - das Hexenschloß war feucht - und alles andere ist auch aus Zinn, von den Statuen seiner Freunde bis hin zu den Musikinstrumenten seiner Musiker. Die spielen zum Abendessen übrigens den "Shining Emperor Waltz", den der Woggle-Bug extra zu Ehren von Nick komponiert hat.

Auf dem Weg zur Emerald City treffen wir Jack wieder, der festgestellt hat, daß er einfach seinen Kopf austauschen kann, wenn der alte fault und trotzdem noch lebt. Ozma schickt Dorothy ihre persönliche Kutsche entgegen, mit Lion und Tiger davor, damit die Reise komfortabler wird.

Der Empfang in der Emerald City ist fürstlich, alle bekommen Zimmer und neue Kleider - die für den Shaggy Man sind neu, aber shaggy - und es stellt sich heraus, daß Ozma die ganze Reise mit Hilfe des Spiegels verfolgt hat. Nicht nur das, sie hat auch dafür gesorgt, daß die seltsamen Wege mitten in Kansas auftauchten, weil sie doch wollte, daß Dorothy mit ihr ihren Geburtstag feiert.

Es stellt sich heraus, das der Shaggy Man den Love Magnet nicht geschenkt bekommen hat sondern gestohlen, von einem Mädchen, das sich vor Verehren nicht retten konnte. Nachdem sie den Love Magnet nicht mehr hatte, liebte sie nur noch einer, den hat sie geheiratet und sie sind jetzt beide sehr glücklich. Um Bürger von Oz zu werden, muß der Shaggy Man den Love Magnet herausgeben und Ozma hängt ihn über das Stadttor, damit alle Bürger der Emerald City einander noch mehr mögen.

Danach folgt die Geburtstagsfeier, mit einer Menge illustrer Gäste, unter denen auch viele alte Bekannte aus den letzten Büchern sind. Saw-horse wird wieder vergessen, als es an die Aufzählung der Bankettgäste geht, und das Tin Orchestra spielt auf dem Umzug zu Ehren der Regentin "There is no Plate like Tin". Fuchskönig und Eselkönig sind eingeladen und werde dicke Freunde, der Musikmann ist nicht eingeladen, der wäre zu laut und würde die anderen Musiker stören. Der Ehrengast der Feier ist Santa Claus.

Es gibt ein großes Bankett, den Umzug und eine anschließende Feier, auf der jeder der Gäste etwas zur Unterhaltung beiträgt. Der Wizard hat eine Seifenblasenmaschine erfunden, die so feste Seitenblasen macht, daß man mit ihnen fliegen kann. Mit Santas Hilfe können alle Gäste darin nach Hause reisen. Santa sagt dem Regenbogen, wo er seine Tochter abholen kann, und weil er auch weiß, wo Button-Bright wohnt, kann er dafür sorgen, daß dessen Seifenblase genau dahin fliegt. Dorothy läßt sich von Ozma zurückwünschen, in ihr Zimmer, damit sie morgen beim Frühstück herunterkommen kann, als sei nichts gewesen, und sich über die Gesichter von Uncle Henry und Auntie Em freuen kann.

Das Buch ist spaßig und bunt, aber leider total oberflächlich. Man erfährt nichts über die Hintergründe von Shaggy Man und Button-Bright - Polly hat vielleicht keine, was macht man schon so auf einem Regenbogen ;) - und darum interessiert mich Button-Bright auch nicht die Bohne. Shaggy Man schon, aber das ist die Charaktersorte, auf die ich immer sofort abfahre, darum ist das kein Wunder. Wär also schön, wenn der mal wieder auftritt.

Sonst ist es fast so wie gehabt, außer daß Scarecrow kein einziges Mal sagt, wie toll sein Gehirn doch ist. *g* Aber er verbietet dem Woggle-Bug, seine Ode aufzusagen.

Date: 2009-01-16 08:05 pm (UTC)
From: [identity profile] rabensturm.livejournal.com
Button-Bright? Ich glaub, da bleib ich lieber beim lispelnden Twinkle *g*

*drück*
Vinni

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