Lost Japan
Jan. 17th, 2025 09:21 pmLast Glimpse of Beautiful Japan
von Alex Kerr
Das Buch ist eine Zusammenstellung von Texten, die Mr. Kerr Anfang der 1990er Jahre auf Japanisch für Japaner geschrieben hat. Ich nehme an, für die englische Version sind zusätzliche Informationen über japanische Kultur und Geschichte hinzugefügt worden. Die Kapitel haben jeweils ein Thema, was es mir einerseits deutlich erleichtert hat, mich zu orientieren und zu verstehen, um was es geht, auf der anderen Seite hatte ich aber auch Probleme, die Chronologie zu durchschauen. Nicht, dass das viel machen würde, denn im Grunde ist es ja nicht essentiell wichtig zu wissen, wann Mr. Kerr wo genau gewohnt hat, und welchen Job er zuerst gemacht hat.
Es sind vor allem Rückblenden, was die Zeit der meisten Handlungen noch einmal weiter zurücksetzt, in eine deutlich analogere Welt als die heutige, und das macht es auch auf andere Art nostalgisch als die, die dem Buch zugrunde liegt - es geht um eine Zeit, in der Japan sich strikt nach vorne wandte und alles, was nicht zu dieser Moderne passte, loswerden wollte. Gebäude, gewachsene Natur, traditionelles Handwerk, Kunst... Mr. Kerr wirft einen Blick auf diese Dinge, auf ihre Geschichte und darauf, wie sie sich ihrem Ende zuneigt. Oder besser, wie sich das Verständnis für diese Dinge seinem Ende zuneigt. Natürlich kann man Ikebana als reine Kunst ausüben, ohne dass man versteht, wo es herkommt und was ihm zugrunde liegt, aber das ist dann doch eben nicht ganz das Gleiche.
Interessant zu lesen, mit vielen spannenden Details und Hintergrundinformationen, wenn auch nicht immer ganz einfach zu verstehen. Und es hinterlässt natürlich die Frage, ob sich in den letzten 30 Jahren etwas geändert hat, und wenn ja, was.
von Alex Kerr
Das Buch ist eine Zusammenstellung von Texten, die Mr. Kerr Anfang der 1990er Jahre auf Japanisch für Japaner geschrieben hat. Ich nehme an, für die englische Version sind zusätzliche Informationen über japanische Kultur und Geschichte hinzugefügt worden. Die Kapitel haben jeweils ein Thema, was es mir einerseits deutlich erleichtert hat, mich zu orientieren und zu verstehen, um was es geht, auf der anderen Seite hatte ich aber auch Probleme, die Chronologie zu durchschauen. Nicht, dass das viel machen würde, denn im Grunde ist es ja nicht essentiell wichtig zu wissen, wann Mr. Kerr wo genau gewohnt hat, und welchen Job er zuerst gemacht hat.
Es sind vor allem Rückblenden, was die Zeit der meisten Handlungen noch einmal weiter zurücksetzt, in eine deutlich analogere Welt als die heutige, und das macht es auch auf andere Art nostalgisch als die, die dem Buch zugrunde liegt - es geht um eine Zeit, in der Japan sich strikt nach vorne wandte und alles, was nicht zu dieser Moderne passte, loswerden wollte. Gebäude, gewachsene Natur, traditionelles Handwerk, Kunst... Mr. Kerr wirft einen Blick auf diese Dinge, auf ihre Geschichte und darauf, wie sie sich ihrem Ende zuneigt. Oder besser, wie sich das Verständnis für diese Dinge seinem Ende zuneigt. Natürlich kann man Ikebana als reine Kunst ausüben, ohne dass man versteht, wo es herkommt und was ihm zugrunde liegt, aber das ist dann doch eben nicht ganz das Gleiche.
Interessant zu lesen, mit vielen spannenden Details und Hintergrundinformationen, wenn auch nicht immer ganz einfach zu verstehen. Und es hinterlässt natürlich die Frage, ob sich in den letzten 30 Jahren etwas geändert hat, und wenn ja, was.