Heated Rivalry
Dec. 8th, 2025 08:27 pmvon Rachel Reid (Band 2 der Game Changer Serie)
Grade verfilmt als Serie, mein Social Media ist voll davon. Und ich suchte was Nettes für zwischendurch, was kein Sachbuch ist. Warum also nicht?
Shane Hollander und Ilja Rozanoy sind grundverschieden. Der eine der perfekte, nette, all-canadian Boy, Einzekind aus intakter Familie, der andere ein ungehobelter, rebellischer Russe mit trinkendem dementem Vater und Polizistenbruder. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist, dass sie Eishockey spielen. Und zwar ziemlich gut. Sehr gut. Sie sind die Besten der Besten, schon in ihrer ersten Saison - und weil sie für zwei verschiedene Teams spielen und eben so verschieden sind, werden sie zu Erzrivalen hochstilisiert, nicht nur auf dem Eis. Ewige Konkurrenten, ewige Revanche, denn es kann ja immer nur einer gewinnen und der andere zweiter sein. So macht man Stars.
Und dann kommt was dazwischen. Erst Sex, dann Liebe, und damit die ganze auswegslose Situation - es gibt keine schwulen Eishockey-Spieler, und selbst wenn, dann fängt man nichts mit einem anderen Eishockey-Spieler an, noch schlimmer, aus einem gegnerischen Team, und ganz unmöglich, mit dem Erzrivalen. Wenn das rauskommt, können sie einpacken. Beide. Das wird die Maschinerie aus Marketing und Medien nicht verzeihen. Also, am besten alles direkt wieder beenden - oder?
Ich habe keine Ahnung von Eishockey, und das ist auch nicht nötig. Es reicht, wenn man weiß, dass der Sport mit Schlägern auf Schlittschuhen stattfindet, als sehr männlicher Sport angesehen wird, und dass Kanada und Russland Eishockeynationen sind, in denen der Sport unglaublich wichtig ist. Die Sportwelt ist als Setting vor allem wichtig, um das Hauptproblem darzustellen, zu erklären, warum das alles so schwierig und belastend für die Protagonisten ist (Eishockey ist ihr Leben, wenn auch aus verschiedenen Gründen), und um ein bisschen Gesellschaftskritik zu üben, weil in dieser Welt homosexuell zu sein vollkommen undenkbar ist.
Ich schätze, es ist ein Liebesroman, denn es geht ausschließlich um Shane und Ilja und ihre Beziegung zueinander. In der ersten Hälfte ist es auch ein erotischer Roman (oder ein Porno, je nachdem, wie hart man da so im Nehmen ist bei dem, was man liest), denn wie gesagt kommt erst Sex und dann der Rest, und das kommt (pun intended) wiederholt, häufig und explizit. Weil es eben neben den Spielen die einzigen Gelegenheiten sind, zu denen Shane und Ilja sich treffen. Ab etwa der Mitte werden die Charakterisierungen tiefer, die Emotionen der Figuren und ihre Konflikte nehmen mehr Raum ein und machen damit den Text für mich interessanter. Natürlich wird weiterhin Sex gehabt, aber es ist eben mehr da als nur das.
Es ist gut geschrieben, gut lesbar, und die beiden Protagonisten sind gut konstruiert. Shane bekommt deutlich mehr Perspektive, trotzdem ist es mir nicht gelungen, nachzuvollziehen, was er an Ilja liebt. Warum Ilja Shane liebt, kann ich nachvollziehen, aber das mag auch damit zusammenhängen, dass ich über Shane und seine Gedanken und Emotionen deutlich mehr weiß. Die Unterschiede zwischen ihnen sind vielleicht auch ein bisschen zu extrem geplant, aber um ehrlich zu sein, gestört hats mich nichts davon.
Ich mochte es. Nichts, was ich immer wieder lesen würde, aber unterhaltsam, mit guter Charakterentwicklung und Protagonisten, die ich mochte. Nicht zu aufregend, aber auch nicht zu fluffig. Genug dran, dass man es am Ende zufrieden zuklappen kann. Es ist nicht ganz mein Genre, um sowas zu lesen, muss ich in der passenden Stimmung sein - aber wenn ich das mal wieder bin, werde ich Band 1 und 3 auch mal lesen, denn es ist ein Sammelband, den ich da habe.
Grade verfilmt als Serie, mein Social Media ist voll davon. Und ich suchte was Nettes für zwischendurch, was kein Sachbuch ist. Warum also nicht?
Shane Hollander und Ilja Rozanoy sind grundverschieden. Der eine der perfekte, nette, all-canadian Boy, Einzekind aus intakter Familie, der andere ein ungehobelter, rebellischer Russe mit trinkendem dementem Vater und Polizistenbruder. Ihre einzige Gemeinsamkeit ist, dass sie Eishockey spielen. Und zwar ziemlich gut. Sehr gut. Sie sind die Besten der Besten, schon in ihrer ersten Saison - und weil sie für zwei verschiedene Teams spielen und eben so verschieden sind, werden sie zu Erzrivalen hochstilisiert, nicht nur auf dem Eis. Ewige Konkurrenten, ewige Revanche, denn es kann ja immer nur einer gewinnen und der andere zweiter sein. So macht man Stars.
Und dann kommt was dazwischen. Erst Sex, dann Liebe, und damit die ganze auswegslose Situation - es gibt keine schwulen Eishockey-Spieler, und selbst wenn, dann fängt man nichts mit einem anderen Eishockey-Spieler an, noch schlimmer, aus einem gegnerischen Team, und ganz unmöglich, mit dem Erzrivalen. Wenn das rauskommt, können sie einpacken. Beide. Das wird die Maschinerie aus Marketing und Medien nicht verzeihen. Also, am besten alles direkt wieder beenden - oder?
Ich habe keine Ahnung von Eishockey, und das ist auch nicht nötig. Es reicht, wenn man weiß, dass der Sport mit Schlägern auf Schlittschuhen stattfindet, als sehr männlicher Sport angesehen wird, und dass Kanada und Russland Eishockeynationen sind, in denen der Sport unglaublich wichtig ist. Die Sportwelt ist als Setting vor allem wichtig, um das Hauptproblem darzustellen, zu erklären, warum das alles so schwierig und belastend für die Protagonisten ist (Eishockey ist ihr Leben, wenn auch aus verschiedenen Gründen), und um ein bisschen Gesellschaftskritik zu üben, weil in dieser Welt homosexuell zu sein vollkommen undenkbar ist.
Ich schätze, es ist ein Liebesroman, denn es geht ausschließlich um Shane und Ilja und ihre Beziegung zueinander. In der ersten Hälfte ist es auch ein erotischer Roman (oder ein Porno, je nachdem, wie hart man da so im Nehmen ist bei dem, was man liest), denn wie gesagt kommt erst Sex und dann der Rest, und das kommt (pun intended) wiederholt, häufig und explizit. Weil es eben neben den Spielen die einzigen Gelegenheiten sind, zu denen Shane und Ilja sich treffen. Ab etwa der Mitte werden die Charakterisierungen tiefer, die Emotionen der Figuren und ihre Konflikte nehmen mehr Raum ein und machen damit den Text für mich interessanter. Natürlich wird weiterhin Sex gehabt, aber es ist eben mehr da als nur das.
Es ist gut geschrieben, gut lesbar, und die beiden Protagonisten sind gut konstruiert. Shane bekommt deutlich mehr Perspektive, trotzdem ist es mir nicht gelungen, nachzuvollziehen, was er an Ilja liebt. Warum Ilja Shane liebt, kann ich nachvollziehen, aber das mag auch damit zusammenhängen, dass ich über Shane und seine Gedanken und Emotionen deutlich mehr weiß. Die Unterschiede zwischen ihnen sind vielleicht auch ein bisschen zu extrem geplant, aber um ehrlich zu sein, gestört hats mich nichts davon.
Ich mochte es. Nichts, was ich immer wieder lesen würde, aber unterhaltsam, mit guter Charakterentwicklung und Protagonisten, die ich mochte. Nicht zu aufregend, aber auch nicht zu fluffig. Genug dran, dass man es am Ende zufrieden zuklappen kann. Es ist nicht ganz mein Genre, um sowas zu lesen, muss ich in der passenden Stimmung sein - aber wenn ich das mal wieder bin, werde ich Band 1 und 3 auch mal lesen, denn es ist ein Sammelband, den ich da habe.