Echt wahr?
Dec. 21st, 2025 08:33 pmDie genialsten und beklopptesten Lügen der Menschheit
vom Tom Phillips
Unterhaltsames, flottes und mit spaßigen Seitenhieben geschriebenes Buch über die Begeisterung der Menschheit für Lügen, Betrügereien und Falschinformationen. Denn Wahrheit, so sehr wir sie doch angeblich alle schätzen, ist meistens doch eher banal und langweilig. Außerdem gibt es viel mehr Unwahrheiten als Wahrheiten, denn auch wenn es nur eine Tatsache gibt, so die Anzahl der möglichen falschen Fakten zu dieser Tatsache unendlich. Genug Stoff also. Und genug unterhaltsamer Stoff.
Die Palette reicht von betrügerischen Geschäftsleuten über Länder und Landschaften, die nicht existieren, aber trotzdem auf Landkarten verzeichnet sind, über Hochstabler und Politiker bis hin zu gezielt verbreiteten Lügen, einfach für die Quote oder die Klicks, sprich, für's Geld. Oder aus Spass an der Sache, denn schließlich ist ein über Jahre in der Presse geführter Schlagabtausch ja auch nicht zu verachten.
Mr Phillips ist Journalist von Beruf, Faktenchecker, um genau zu sein. Er kennt sich also aus mit der Materie, mit Motiven und mit dem gesteigerten Wahrheitsgehalt, der immer mehr wird, wenn einer es schreibt und dann alle von ihm abschreiben. Je häufiger man mit etwas konfrontiert wird, umso wahrer ist es, das galt vor hunderten von Jahren genauso wie heute.
Interessant fand ich, dass die Befürchtung, dass Social Media die Informationsüberflutung so weit treiben würde, dass die Menschen damit nicht mehr umgehen können, nichts neues ist. Die Befürchtung gab es schon zuvor, zuletzt mit dem Internet. Davor mit Fernsehn. Davor mit dem Radio. Und davor mit den Zeitungen. Das alleine gibt Hoffnung, dass wirs auch diesmal irgendwie hinkriegen werden.
Überraschend die Information, dass die Tulpen-Blase so nicht existiert hat, weil niemand davon ruiniert worden ist, die Eisenbahn-Blase aber wohl schon. Und dass der größte und begeistertste Schwindler nicht Barnum war, sondern Benjamin Franklin.
(Und, pssst, "The Greatest Schowman" ist nicht von Hugh Jackman, sondern von Benj Pasek und Justin Paul. Auch wenn die Geschichte natürlich viel mehr hergeben würde, wenns Jackman gewesen wäre.)
Pluspunkte dafür, dass Mr Phillips schon im Text Bücher anderer Autoren empfielt, die sich mit den entsprechenden Themen der Kapitel beschäftigt haben, nicht erst im "weitere Literataur"-Bereich.
Ich werd mal rausfinden, ob die Bücherei auch sein anderes Buch hat, über bescheuerte Ideen der Menschheit, das ist sicher auch unterhaltsam.
vom Tom Phillips
Unterhaltsames, flottes und mit spaßigen Seitenhieben geschriebenes Buch über die Begeisterung der Menschheit für Lügen, Betrügereien und Falschinformationen. Denn Wahrheit, so sehr wir sie doch angeblich alle schätzen, ist meistens doch eher banal und langweilig. Außerdem gibt es viel mehr Unwahrheiten als Wahrheiten, denn auch wenn es nur eine Tatsache gibt, so die Anzahl der möglichen falschen Fakten zu dieser Tatsache unendlich. Genug Stoff also. Und genug unterhaltsamer Stoff.
Die Palette reicht von betrügerischen Geschäftsleuten über Länder und Landschaften, die nicht existieren, aber trotzdem auf Landkarten verzeichnet sind, über Hochstabler und Politiker bis hin zu gezielt verbreiteten Lügen, einfach für die Quote oder die Klicks, sprich, für's Geld. Oder aus Spass an der Sache, denn schließlich ist ein über Jahre in der Presse geführter Schlagabtausch ja auch nicht zu verachten.
Mr Phillips ist Journalist von Beruf, Faktenchecker, um genau zu sein. Er kennt sich also aus mit der Materie, mit Motiven und mit dem gesteigerten Wahrheitsgehalt, der immer mehr wird, wenn einer es schreibt und dann alle von ihm abschreiben. Je häufiger man mit etwas konfrontiert wird, umso wahrer ist es, das galt vor hunderten von Jahren genauso wie heute.
Interessant fand ich, dass die Befürchtung, dass Social Media die Informationsüberflutung so weit treiben würde, dass die Menschen damit nicht mehr umgehen können, nichts neues ist. Die Befürchtung gab es schon zuvor, zuletzt mit dem Internet. Davor mit Fernsehn. Davor mit dem Radio. Und davor mit den Zeitungen. Das alleine gibt Hoffnung, dass wirs auch diesmal irgendwie hinkriegen werden.
Überraschend die Information, dass die Tulpen-Blase so nicht existiert hat, weil niemand davon ruiniert worden ist, die Eisenbahn-Blase aber wohl schon. Und dass der größte und begeistertste Schwindler nicht Barnum war, sondern Benjamin Franklin.
(Und, pssst, "The Greatest Schowman" ist nicht von Hugh Jackman, sondern von Benj Pasek und Justin Paul. Auch wenn die Geschichte natürlich viel mehr hergeben würde, wenns Jackman gewesen wäre.)
Pluspunkte dafür, dass Mr Phillips schon im Text Bücher anderer Autoren empfielt, die sich mit den entsprechenden Themen der Kapitel beschäftigt haben, nicht erst im "weitere Literataur"-Bereich.
Ich werd mal rausfinden, ob die Bücherei auch sein anderes Buch hat, über bescheuerte Ideen der Menschheit, das ist sicher auch unterhaltsam.