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Dieses Bild zeigt das Gelände von Glastonbury Abbey. Das links sind die Ruinen der alten Kirche. Die grüne Fläche ist der ehemalige Friedhof, und auf dem Schild steht folgendes:

"Site of the ancient Graveyard where in 1191 the Monks dug to find the tombs of Arthur and Guinevere."

Der Ort, an dem sie graben mußten, wurde einem der Mönche durch eine nächtliche Vision mitgeteilt. Da nach einem Feuer ohnehin gerade rekonstruiert wurde, konnte man da auch graben. Passenderweise hatte die Vision dem Mönch auch gesagt, in welcher Tiefe sie suchen sollten - wie bei allen Friedhöfen mit begrenztem Platz, die länger in Gebrauch sind, wurden die Toten im Laufe der Jahre einfach übereinander beerdigt, also war diese Information nicht ganz unwichtig. Und tatsächlich fand man in der entsprechenden Tiefe zuerst ein Kreuz mit Inschrift. Leider ist das Kreuz heute verloren, aber es gibt eine Zeichnung davon, auf der deutlich "hic iacet sepultus inclitus rex Arthurius in insula avalonia" (hier liegt begraben der berühmte König Artus auf der Insel Avalon) zu lesen ist. Unterhalb des Kreuzes fand man einen Bleisarg mit einer Frauenleiche, die von überirdischer Schönheit gewesen sein soll. Leider haben die Mönche in ihrer Bewunderung ihr Haar berührt, das sofort zu Staub zerfiel. Unter dem Bleisarg fand man einen Holzssarg mit einer Männerleiche, die größer war als der größte Mönch der Abbey. (Die offizielle Glastonbury Abbey-Führung spricht von drei yards. Leider sagen sie einem nicht, wie groß die Frau war....)
Hallelujah, das Grab von Artus und Ginevra ist gefunden!

Nun gibt es aber noch einen Volksstamm auf den Inseln, der sich Waliser nennt, und fest davon überzeugt ist, daß König Artus nicht tot ist, sondern nur in einem Zauberreich schläft und irgendwann wiederkommen wird. Darum ließ König Edward I. die beiden Leichen im Jahre 1278 feierlich erneut beisetzen. Wieder in Glastonbury Abbey, aber nicht auf dem Friedhof, sondern in einem schwarzen Marmorsarg im Chor der großen Kirche. Die Beschreibung dieses Sargs und der Zeremonie ist bombastisch, aber leider gibts nur noch die markierte Stelle zu sehen.



Auf dem Schild steht

"Site of King Arthur's Tomb. In the year 1191 the bodies of King Arthur and his queen were said to have been found on the south side of the Lady Chapel. On 19th April 1278 their remains were removed in the presence of King Edward I and Queen Eleanor to a black marble tomb on this site. This tomb survived until the dissolution of the Abbey in 1539."

Historisch gesehen haben die Mönche 1191 auf ihrem Friedhof wahrscheinlich tatsächlich ein Grab aus der Zeit des "realen Artus" gefunden. Zumindest wird daran zum akuellen Zeitpunkt nicht gezweifelt.

Artus wird in der Schlacht von Camlann tötlich verwundet. Je nach Version wird er nach Avalon entrückt - Glastonbury behauptet ja, Avalon zu sein. Der Theorie, dort sein Grab zu finden, würde also nur widersprechen, daß Artus eigentlich entrückt wurde, um geheilt zu werden und zu gegebener Zeit wiederzukehren. Nichteinmal Malory wischt die Avalon-Theorie gänzlich vom Tisch. Er berichtet von einem Grab, von dem Bedivere - und aufgrund dessen Aussage auch nacher alle anderen - glauben, daß es das von Artus ist, aber theoretisch könnte er auch überall sonst sein oder sogar noch leben. Bedivere baut bei dem Grab eine Klause, später kommt Lanzelot mit seinen Getreuen dazu. Er beerdigt auch Ginevra im Grab ihres Gatten, und schließlich entsteht ein Kloster über den Gräbern. Die Hinweise auf Glastonbury sind also eindeutig. Wenn die Salisbury Plain tatsächlich Camlann sind, liegt das spätere Glastonbury in Reichweite, zumal die Damen, die Artus entrücken, das mit einem Boot tun.

Wo wir gerade von Booten sprechen, Glastonbury hat auch noch einen Fluß. Der heißt Brue und liegt südwestlich der Stadt. Darüber führt eine Brücke, die Pont Peril (Pons Perilis = gefährliche Brücke). Der Brue ist die Grenze zwischen der realen und der Anderswelt, daher der Name der Brücke, denn das Feenreich zu betreten, ist gefährlich. Außerdem soll Bedivere von dieser Brücke aus Excalibur an die Dame vom See zurückgegeben haben. Sprich, er hat das Schwert in den Brue geworfen - es würde sie eher zu einer Dame vom Fluß machen, aber da wollen wir mal nicht kleinlich sein.
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