blauerfalke: (reisen)
[personal profile] blauerfalke
In Island gibt es sehr viel Landschaft, durch die man durchfahren muß und auch sollte, weil sie sehr beeindruckend ist, aber man muß abends ja auch irgendwo ankommen, wos ein Bett und ein Dach über dem Kopf gibt. Also, wenn man nicht gerade radelt oder wandert, ein Zelt dabei hat, und da zeltet, wo man abends grade ist. Es gibt jede Menge Campingplätze, aber grundsätzlich darf man auf Island auch überall anders zelten, vorausgesetzt, der Eigentümer des Landes erlaubt das. Falls man zu weit von jeder Behausung weg ist, um einen Eigentümer zu fragen... am Flughafen Keflavik steht jedenfalls ein Schild, das übernachten im und um den Flughafen verbietet.


Wir hatten kein Zelt dabei, also mußten wir uns was anderes suchen.

Da hätten wir zunächst das hier:
Gistiheimili Eiríkur Rauði / Guesthouse Eric the Red
Homepage: http://www.eric.is
Ort: Reykjavik

Hier haben wir unsere ersten Nächte und unsere vorletzte Nacht verbracht. Edda und Runar sprechen gut englisch und haben jede Menge Humor, die Zimmer sind prima, der Preis ist mehr als fair und das Frühstück lecker und wird von allen Gästen gemeinsam am großen Esstisch eingenommen (es gibt von Edda selbstgebackenes Brot und sie macht auch jeden Morgen Haferbrei). Nicht von den seltsamen Formulierungen auf der deutschsprachigen Version der Homepage abschrecken lassen, lest die Englische.
Das Haus liegt direkt an der Hallgrimmskirche, falls man mit dem Auto kommt, gibts an der auch Parkplätze. Ist man einmal da, braucht man für Reykjavik kein Auto mehr, denn in die Innenstadt sind es ca 10 Minuten zu Fuß, und keine fünf Minuten entfernt liegt bereits eine Straße mit kleinem Supermarkt, Geschäften und jeder Menge Restaurants. Besser kann mans eigentlich nicht treffen, darum sind wir auch für die Nacht vor dem letzten Tag (Shoppingtag *g*) dahin zurückgekehrt.
Bis zur nächsten großen Busstation für die Linienbusse sind es ca 10 Minuten zu Fuß, bis zur Busstation für die Tagesausflüge mit Reykjaviks größter Busgesellschaft für solche Ausflüge fünf. Bis zum nächsten Schwimmband keine drei, und das Krankenhaus ist auch direkt gegenüber. Läßt absolut nichts zu wünschen übrig. Top-Tipp der Reise.

Mehr Nächte haben wir nur noch in den Edda-Hotels verbracht. Das sind Schulen, in denen im Sommer mehr oder weniger einfache Hotels untergebracht sind. Darum nur im Sommer offen.
Homepage: http://hoteledda.is
Ort: 13 Hotels verteilt mehr oder weniger rund um die Insel

Wir haben nicht alle 13 geschafft, schon alleine, weil eins davon auf den Westfjorden liegt und damit weit ab von allem, und ein anderes wegen Katla nicht. Aber immerhin sechs davon, und sie haben eine Stempelkarte, mit der jede fünfte Nacht kostenlos ist. Frühstück geht extra. Alle Eddas haben ein Restaurant, aber das haben wir in keinem einzigen in Anspruch genommen, weil uns das zu teuer war. Jedes Edda hat einen eigenen Parkplatz.
Die Hotels haben eine Telefonzentrale, wo man alle buchen kann, aber jedes hat auch noch eigene eigene Telefonnummer, um es direkt anzurufen. Ich empfehle letzteres - oder, noch besser, das hauseigene kostenlose Angebot nutzen und vor der Abreise von der Rezeption das nächste buchen lassen.

Edda Iki Laugarvatn: Direkt am See. Und damit meine ich wirklich direkt am See. Unser Zimmer hatte Blick auf den See und der war keine 50 m weg. Tolle Aussicht also. Hübsches Zimmer mit viel Platz - und wir hatten schon ein zusätzliches Bett drin - gutes Frühstück und superfreundliches Personal. Alle Zimmer mit eigenem Bad und im See kann man schwimmen. Direkt im Ort und in der N1-Tankstelle kann man einkaufen und was essen.

Edda Skogar: Einige 100 m vom Skogarfoss entfernt, und außer dem Wasserfall gibts da auch nicht viel anderes. Liegt auch vom Ort ein paar 100 m entfernt und hat zwei Gebäude. Zimmer ordentlich, aber klein, leider funktionierte unsere Heizung nicht, und weil es an dem Tag regnete, merkte man das schon. Alle Zimmer ohne Bad, aber die Duschen waren sauber und es war Platz in den Räumen, gab Ablageflächen und Mülleimer. Rezeption leicht überfordert, aber freundlich. Sie haben einen Swimmingpool (wenn auch ohne Wasser), und einen Hot Pot.
Was zu essen gibts nur im Ort, der ist so klein, daß er nichtmal eine Tankstelle hat, direkt vor der Tür des Edda ist das hochgelobte Freilichtmuseum, aber wie gesagt, es regnete...

Edda Nesjum: Hatten wir gebucht, mußten wir aber canceln, weil die Straße weg war und wir nicht hinkamen.

Edda Laugar i Saelingsdal: Kein Ort. Also, schon ein Ort, aber der ist gut 20 km weg und heißt auch nicht Laugar. Da, wo das Edda ist, gibt es eben das Edda, direkt daneben noch einen Campingplatz und etwas weiter noch ein paar Privathäuser, aber sonst nur tolle Gebirgslandschaft. Die Aussicht ist toll und nachts ist es absolut totenstill. Zimmer gibts mit und ohne Bad, wir hatten welche ohne. Größe und Qualität war okay, nur die Türen schließen sehr laut. Außerdem schließen sie beim Zuziehen automatisch ab, also besser nie ohne Schlüssel rausgehen. Duschen sauber und ordentlich, mit Platz und Wasserabzieher, um den Boden zu trocknen. Schwimmbad ans Haus angegliedert, kostet Eintritt, Hot Pot vor dem Haus ist frei. Der ideale Ort, um ein entspanntes Wochenende zu verbringen.

Edda Akureyri: Das Flaggschiff unter den Edda-Hotels in Islands zweitwichtigstem Ort nach Reykjavik. Es besteht aus zwei Teilen, einem modenen Neubau und einem alten Gebäude.
Im Neubau gibts riesige Zimmer mit eigenem Bad mit großartiger Aussicht entweder auf den Fjord oder den Berg mit Gletscher, Mikrowelle, zwei Schreibtischen, viel Schrankstauraum und sogar mit Fernseher. Im Altbau gibts kleine Zimmer ohne Bad, die irgendwie niedlich eingerichtet sind, aber eben etwas klein. Unsere Aufbettung in einem Dreier war da schon etwas problematisch. Außerdem haben alle Flure und Zimmer Namen - da die Namen meistens sehr lang sind und alle auf isländisch, gibts auch noch Nummern, damit die Touristen ihre Zimmer wiederfinden, aber die Idee finde ich schön. In einer der Lobbys gibts einen kostenlos benutzbaren Internet-Computer (zumindest in den Zimmern im alten Teil scheints auch Internet per LAN-Kabel zu geben, also gibts im Neubau wahrscheinlich WLAN), und im Aufenthaltsraum stehen ein Flügel und Billardtische. Die Etagenduschen sind okay, haben aber mehrere Kabinen in einem Raum und so gar keine Ablageflächen, was das Duschen doch ein bißchen schwierig macht.
Das Hotel ist immer voll, darum ist es morgens beim Frühstück meistens voll und hektisch. Personal ist extrem hilfsbereit, wenn auch ein wenig chaotisch.
Das nächste Schwimmbad ist ca 500 m weit weg, in der Innenstadt ist man in knapp 10 Minuten zu Fuß. Und Akureyri bietet da natürlich alles, was man so braucht. Der wirklich schöne botanische Garten ist direkt hinter dem Parkplatz.

Edda Egilsstadir: Egilsstadir ist laut kostenlosem Übernachtungsreiseführer ein Ort ohne Industrie oder auch nur Fischfang, der nur davon lebt, das Versorgungszentrum für die Umgebung zu sein. Es gibt also eine Tankstelle, eine Bäckerei und ein paar andere Läden. Und ein Edda, das hübsch und modern aussieht und vor allem ganz tolle Familienzimmer für vier hat, die richtig viel Platz haben, ein eigenes Bad und eine eigene Wendeltreppe, weil sie über zwei Etagen gehen. Ja, wir hatten so eins *g* Von der oberen Hälfte des Zimmers gabs tolle Aussicht auf den See.
Schwimmbad gleich gegenüber, zehn Minuten zu Fuß bis zur N1-Tankstelle.

Edda Eidar: Sieht von außen ziemlich grau und unscheinbar aus und hat mehrere Gebäude. Die Zimmer selbst sind ausreichend groß, hell und haben je nach Lage Blick auf den Parkplatz (Unterhaltung!) oder auf die Wiese (Ruhe!). Alle Zimmer ohne eigenes Bad und sie schließen beim Zufallen wieder selbsttätig ab. Fantastisches Frühstück, das Beste aller sechs Edda-Hotels, mit sehr freundlichem Personal, das sich gefreut hat, daß wir uns über die Croissants gefreut haben. Gleich mehrere Aufenthaltsräume und ein Spielzimmer für Kinder. Auf den Zimmern gibts Internet per LAN-Kabel.
Infrastruktur gibts in Eidar keine. ca 12 Häuser, keine Geschäfte, keine Tankstelle. Bis Egilsstadir sind es elf Kilometer.

Gästehaus Blöndubol
Homepage: http://www.osinn.is/
Ort: Blönduos

Jonas hat einen kleinen Betrieb mit Kaffeehaus, Campingplatz und drei niedlichen kleinen Gartenhäusern, die alle mit Doppel- und Etagenbett und einem winzigen Bad mit Toilette und Waschbecken ausgestattet sind. Küche und Dusche im Haupthaus, wenn man will. Wenn man will, bietet Jonas auch Busfahrten in die Umgebung, Robbenbeobachtung und Meeresangeln. Wollten wir alles nicht, wir wollen nur übernachten. Vier Leute in gemachten Betten für 6000 Kronen. Hätten wir Schlafsäcke gehabt, wärens nur 4000 Kronen gewesen. Unschlagbarer Preis also, auch wenn kein Frühstück dazugehört.
Jonas ist ein echtes Original, das nur gebrochen Englisch spricht, aber irgendwie haben wir doch alles hinbekommen. Außer dem Bemalen seiner Wand. ;)
Das Häuschen war klein, aber ausreichend, und es hatte sogar einen Kühlschrank. Lage direkt am Wasser mit toller Sicht auf Sonnenauf- und Untergang. Es liegt auf der alten Seite von Blönduos, die Infrastruktur ist auf der anderen Flußsseite, aber auch da ist man zu Fuß in knapp 10 Minuten. Da ist dann das übliche, N1 und Schwimmbad, Supermarkt, sogar eine Bäckerei... alles da.

Vogar Travel Service
Homepage: http://www.vogahraun.is/index.php/en
Ort: Vogar am Myvatn

Es handelt sich um einen Campingplatz mit einigen Wohncontainern, in denen man Zimmer mieten kann. Von außen siehts also eher trist aus, aber es zählen ja innere Werte, und die sind absolut in Ordnung. Nette Zimmer mit ausreichend Platz, alle ohne Bad. Das Wasser riecht leicht nach Schwefel, aber dafür ist es durch die Nähe zum Geothermalgebiet 5 km weiter immer schön heiß. ;) Schöne kuschelige Bettdecken. Es gibt eine voll ausgestattete Küche, die außer uns auch jeder lebhaft genutzt hat - wir hatten Frühstück dazugebucht. Das gabs in der platzeigenen Pizzeria und war prima.
Auch sonst kann man in der Pizzeria sehr lecker essen, für Platzgäste gibts 15% Rabatt.
Infrakstruktur in Vogar selbst erschöpft sich auch schon mit der Pizzeria, der nächste Ort ist 2 km weg und hat immerhin eine N1 und ein Restaurant.

Hotel Bru
Homepage: anscheinend keine eigene, aber buchbar unter booking.com hier.
Ort: Borgarnes

Borgarnes liegt auf der einen Seite vom Fjord, das Hotel auf der anderen. Dazwischen liegt eine Brücke mit der Ringstraße 1 und ohne Bürgersteige, das heißt, man sollte mit dem Auto in den Ort fahren und nicht hin laufen. Borgarnes ist vergleichweise gut ausgestattet und bietet sogar mehrere Supermärkte und Tankstellen. Hotel Bru bietet dafür einen großartigen Blick auf Borgarnes, vor allem zum Sonnenuntergang. Phänomenal. Außerdem gibts laut booking.com WLAN - und kostenlose Parkplätze. Gibt es. Eine Menge. Denn das Hotel hat auch noch einen Campingplatz dran.
Der Strand ist direkt vor dem Hotel - und erwähnte ich schon die tolle Aussicht? ;)
Die Zimmer sind nett, ohne eigenes Bad, aber die Duschen sind in einzelnen Räumen mit entsprechend Platz, ebenso die Toiletten. Frühstück ist auch gut und abends hat das Restaurant geöffnet. Das war gut besucht, auch wenn wir keine Ahnung haben, was sie anbieten.
Das Ganze, inklusive der tollen Aussicht, kriegt man als Doppelzimmer mit Frühstück schon ab 9500 Kronen.

B&B Guesthouse
Homepage: http://www.bbguesthouse.is/
Ort: Keflavik

Guesthouse mit hübschen, funktionalen Zimmern. Unserer Vierer war ein bißchen beengt, aber durchaus in Ordnung. Alle Zimmer ohne eigenes Bad, dafür Gemeinschaftsküchenzeile, das Frühstück ist "self catering" aber alles wird ausreichend und in großer Auswahl gestellt. Kostenlos benutzbarer Internetcomputer im Haupthaus, kostenloses Flughafenshuttle (der Chef fährt einen echt heißen Reifen). Service ist hilfsbereit und bemüht, wenn auch ein wenig konfus, aber am Ende ist doch alles glatt gegangen und es war nur ein Mißverständnis mit den Uhrzeiten.
Keflavik selbst ist 3 km vom Flughafen weg und mit allem ausgestattet, was man so braucht. Sogar mit mehr Restaurants und Bars als jeder andere Ort Islands, Reyjkavik jetzt mal ausgenommen (und Akureyri vielleicht noch). Außerdem hats einen hübschen Hafen.
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