blauerfalke: (reisen)
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Auf meiner Lieblingsstrecke nach Dresden, diesmal wieder über das schöne Thüringen, weil Bahn fahren durch schöne Landschaften noch mehr Spaß macht.
Seltsamerweise musste ich auf der Hinfahrt viermal umsteigen, weil es keine Verbindung gab, die von Frankfurt aus durchfuhr. Aber vielleicht lag das daran, dass Sonntag war.

Lustige Durchsagen schon am Regionalexpress nach Köln: "Der Regionalexpress nach Hamm fährt heute nur bis Dortmund." Auch in Köln waren sie kreativ: "Der ICE nach Karlsruhe hält heute nicht in Karlsruhe." Sie haben immer noch die Begründung dazu genannt, aber das klang schon etwas seltsam. Der ICE nach Karlsruhe ist ein Doppel-ICE, der sich in Köln trifft und zusammengesetzt wird. Beide fahren bis Karlsruhe, wo sie sich wieder trennen und die eine Hälfte nach Basel weiterfährt. Also, an diesem Tag haben sie sich da wohl nicht getrennt, denn in Karlsruhe wurde ja nicht gehalten.
In jedem Fall kam die baseler Hälfte zu spät in Köln an und wir fuhren mit 9 Minuten Verspätung los. Ich hatte 11 Minuten in Frankfurt Flughafen zum Umsteigen, aber der IC nach Leipzig stand am Nebengleis und wartete auf uns. Die Familie, mit der ich das Abteil teilen sollte, ist dann direkt ins Nebenabteil gezogen, weil da niemand war und sie dort ungestört musizieren konnten. Und mehr Platz für Koffer war. (?) In jedem Fall hatte ich bis Weimar nur eine Mitreisende im Abteil. Sehr entspannt also. Unser Zugbegleiter hatte richtig gute Laune und kündigte jeden Ort an, als sei das die tollste Stadt der Welt und wir sollten uns alle freuen, da jetzt anzukommen. Fast, als erwarte er Jubel für jede Ankündigung.
In Naumburg gabs dann nochmal eine Verspätungsdurchsage mit einem Grund, den ich an dem Tag noch nicht gehört hatte, aber nicht für uns, sondern für den ICE nach Berlin, der als Anschluß vorgesehen war. Notarzteinsatz im Zug, Verspätung ca 2 Stunden, wer nach Berlin will, soll alternativ über Leipzig fahren. Naja, sucht man sich ja auch nicht aus...

Leipzig war mein einziges wirkliches Problem: 7 Minuten zum Umsteigen zwischen Gleis 10 und Gleis 16. Aber Leipzig ist ein Kopfbahnhof, da klappt das schon. Vor allem, wenn die Bahn einen unterstützt: der IC nach Dresden hatte 10 Minuten Verspätung, und das haben sie uns bei der Einfahrt nach Leipzig schon gesagt. Alles ganz entspannt also. Auch für die Leute im Zug nach Dresden, denn der fuhr seine 10 Minuten bis Hauptbahnhof wieder rein und war pünktlich.
Ansonsten wäre in Leipzig 20 Minuten später der nächste Zug gefahren. Auch nicht die Welt.

Zurück mit dem ICE von Dresden nach Frankfurt. Der begann in Dresden und stand 20 Minuten vorher schon im Gleis. Mein Sitznachbar tauchte nicht auf, also hatte ich Platz bis Erfurt, wo es ein bisschen voller wurde. Aber die Dame neben mir zog bei nächster Gelegenheit an einen Vierertisch um, also war das nur kurz.
In Frankfurt hatte ich fast eine volle Stunde - aber der ICE nach Amsterdam stand auch schon im Gleis und ca. 40 Minuten vor Abfahrt haben sie uns reingelassen. Auch hier auf die Minute pünktlich, in Köln konnte ich gemütlich von einem Gleis zum nächsten gehen, und dann kam auch schon der Regionalexpress. Einer von den ganz alten. Einstöckig, Fenster zum Öffnen... ich wußte gar nicht, dass sie die noch haben. Es war zum Glück so warm, dass keiner darüber stritt ob Fenster auf oder Fenster zu, ein richtiger Sommerabend. Unser Zugbegleiter, Herr Zimmermann, sah ein bisschen unkonventinell aus, hatte dafür aber sehr gute Laune und freute sich über jede Fahrkarte und jeden Stempel.

Ich war auf die Minute wie angeschlagen wieder hier. Und das, obwohl ich noch nie so kurze Umstiegsintervalle hatte wie dieses Mal. Trotzdem hat alles ganz locker geklappt, ohne stressig zu werden. Man muss die Bahn auch mal loben.

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