My Man Jeeves / Right Ho, Jeeves
Dec. 31st, 2013 01:40 pmbeide von PG Wodehouse
Jeeves ist eine extrem populäre Figur der britischen Literatur. Sein Schöpfer, Sir Pelham Grenville Wodehouse (1881 - 1975) war sehr fleißig und hat jede Menge Romane, Kurzgeschichten, Schauspiele und Songtexte geschrieben. Natürlich kommt nicht in allen Jeeves vor.
Jeeves ist ein Valet, ein persönlicher Diener eines Gentlemans. Man muss einen Valet von einem Butler unterscheiden, denn ein Butler ist der Haushaltsvorstand, kein persönlicher Diener. Haben wir also auch noch etwas gelernt. Jeeves dient Bertram "Bertie" Wooster, einem chaotischen, aber stets gutmeinendem jungen Mitglied des Adels, der so viel Geld hat, dass er noch nie einen Tag in seinem Leben gearbeitet hat. Außerdem ist Jeeves ein Genie, das jedes Problem lösen kann, unglaublich kultiviert und gebildet und verliert nie die Haltung. Kurz, er ist das genaue Gegenteil von Bertie.
Alle Geschichten, egal ob Kurzgeschichten oder Romane haben in etwa dasselbe Figuren-Set - neben Jeeves und Wooster seine Tante und seinen Onkel, diverse Freunde Wie Augustus "Gussie" Fink-Knottle oder Bingo Little, und diverse Damen wie Honoria Glossop oder Madeleine Bassett. Im Grunde geht es auch immer um die gleichen Themen - irgendjemand hat ein, oft genug amouröses Problem, und der selbstlose Bertie springt in die Bresche und richtet nur noch mehr Chaos an, bis die ganze Situation vollkommen hoffnungslos ist und Jeeves sie dann durch einen genialen Einfall retten muss. Das ist charmant, witzig, unterhaltsam und wunderbar altmodisch. Wenn man sich erst einmal in die Sprache und das Spezialvokabular eingelesen hat, dann ist es eine lockere und nette Lektüre für zwischendurch.
Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für das typisch britische altmodische Setting. Außerdem war meine erste Bekanntschaft mit Jeeves und Wooster Andres Lloyd Webbers eher verkanntes Werk "By Jeeves", das ich sehr mag. Das heißt, ich war sehr wohlwollend der ganzen Sache gegenüber, und habe dann auch erstmal
rabensturm in London in das Jeeves-und-Wooster-Stück "Perfect Nonsense" geschleppt. Das war dann zum Glück wirklich gut gemacht und sehr lustig. Und da die Handlung wie gesagt immer sehr ähnlich ist, kann man ihr auch ganz gut folgen.
Das trifft dann auch auf die beiden Bücher zu. Der Erzähler ist immer Bertie, und man muss sich ein wenig an seinen Stil gewöhnen, aber das trägt zum Charme und zur Individualität bei. Manchmal tut die Handlung allerdings beinahe weh, weil man sich so fremdschämt... geht trotzdem ganz gut, weil es in vergangenem Setting spielt und in einer anderen Gesellschaftsschicht, denn das schafft mehr Distanz.
In "Right Ho, Jeeves" betätigt sich Bertie wieder einmal als Retter in der Not, um seine Freunde mit ihren wahren Lieben zu vereinen. "My Man Jeeves" ist ein Kurzgeschichtenbuch, so dass Bertie diverse Leute bei diversen Problemen in noch mehr Probleme bringen kann. Leider enthält "My Man Jeeves" auch einige Kurzgeschichten, in denen weder Jeeves noch Wooster vorkommen. In denen heißt der Gentleman Reggie, was mich ein bisschen wundert, denn Jeeves Vorname ist Reginald, an den Namen des Valet mit dem unerträglichen Temperament kann ich mich nicht erinnern... macht auch nichts, beide haben mich nicht besonders interessiert. Da das setting ähnlich ist, wäre damit mal wieder bewiesen, dass ich ein Charakterleser bin.
"Corn, Sir." *g*
Jeeves ist eine extrem populäre Figur der britischen Literatur. Sein Schöpfer, Sir Pelham Grenville Wodehouse (1881 - 1975) war sehr fleißig und hat jede Menge Romane, Kurzgeschichten, Schauspiele und Songtexte geschrieben. Natürlich kommt nicht in allen Jeeves vor.
Jeeves ist ein Valet, ein persönlicher Diener eines Gentlemans. Man muss einen Valet von einem Butler unterscheiden, denn ein Butler ist der Haushaltsvorstand, kein persönlicher Diener. Haben wir also auch noch etwas gelernt. Jeeves dient Bertram "Bertie" Wooster, einem chaotischen, aber stets gutmeinendem jungen Mitglied des Adels, der so viel Geld hat, dass er noch nie einen Tag in seinem Leben gearbeitet hat. Außerdem ist Jeeves ein Genie, das jedes Problem lösen kann, unglaublich kultiviert und gebildet und verliert nie die Haltung. Kurz, er ist das genaue Gegenteil von Bertie.
Alle Geschichten, egal ob Kurzgeschichten oder Romane haben in etwa dasselbe Figuren-Set - neben Jeeves und Wooster seine Tante und seinen Onkel, diverse Freunde Wie Augustus "Gussie" Fink-Knottle oder Bingo Little, und diverse Damen wie Honoria Glossop oder Madeleine Bassett. Im Grunde geht es auch immer um die gleichen Themen - irgendjemand hat ein, oft genug amouröses Problem, und der selbstlose Bertie springt in die Bresche und richtet nur noch mehr Chaos an, bis die ganze Situation vollkommen hoffnungslos ist und Jeeves sie dann durch einen genialen Einfall retten muss. Das ist charmant, witzig, unterhaltsam und wunderbar altmodisch. Wenn man sich erst einmal in die Sprache und das Spezialvokabular eingelesen hat, dann ist es eine lockere und nette Lektüre für zwischendurch.
Ich gebe zu, ich habe eine Schwäche für das typisch britische altmodische Setting. Außerdem war meine erste Bekanntschaft mit Jeeves und Wooster Andres Lloyd Webbers eher verkanntes Werk "By Jeeves", das ich sehr mag. Das heißt, ich war sehr wohlwollend der ganzen Sache gegenüber, und habe dann auch erstmal
Das trifft dann auch auf die beiden Bücher zu. Der Erzähler ist immer Bertie, und man muss sich ein wenig an seinen Stil gewöhnen, aber das trägt zum Charme und zur Individualität bei. Manchmal tut die Handlung allerdings beinahe weh, weil man sich so fremdschämt... geht trotzdem ganz gut, weil es in vergangenem Setting spielt und in einer anderen Gesellschaftsschicht, denn das schafft mehr Distanz.
In "Right Ho, Jeeves" betätigt sich Bertie wieder einmal als Retter in der Not, um seine Freunde mit ihren wahren Lieben zu vereinen. "My Man Jeeves" ist ein Kurzgeschichtenbuch, so dass Bertie diverse Leute bei diversen Problemen in noch mehr Probleme bringen kann. Leider enthält "My Man Jeeves" auch einige Kurzgeschichten, in denen weder Jeeves noch Wooster vorkommen. In denen heißt der Gentleman Reggie, was mich ein bisschen wundert, denn Jeeves Vorname ist Reginald, an den Namen des Valet mit dem unerträglichen Temperament kann ich mich nicht erinnern... macht auch nichts, beide haben mich nicht besonders interessiert. Da das setting ähnlich ist, wäre damit mal wieder bewiesen, dass ich ein Charakterleser bin.
"Corn, Sir." *g*