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von M. Oldfield Howey

Als Veröffentlichungsdatum steht 1993 drin, aber das kann sich nur auf diese eine Edition beziehen. Am ganzen Schriftsatz sowie an den Bildern sieht man schon, dass es ein re-print sein muss. Laut den Seitenüberschriften ist dann auch zu erkennen, dass der volle Titel des Buches "The Cat in Religion and Magic" heißt, eine andere Edition heißt auch "The Cat in Magic and Myth".

Ich gehe also einfach davon aus, dass das Buch schon einige Jahrzehnte alt ist, aber das macht bei einem solchen Thema ja nichts aus. Viel wichtiger ist, dass der Autor (Die Autorin? Ich hab ja keinen Vornamen) das Thema ernst nimmt, egal, ob er dran glaubt oder nicht. In diesem Fall glaubt der Autor dran, ich würde sagen, er ist Anhänger des ägyptisch inspirierten Mysthizismus, denn auf Ägypten und seine Götter führt er immer wieder alles zurück, manchmal auf die Große Muttergöttin, aber im Grunde hängt das ja alles zusammen. Das Christentum wird meistens in seiner Rolle als Unterdrücker aller Traditionen, Verderber alten Wissens und Eroberer erwähnt, wenn auch, ohne es weiter zu beschimpfen, was ja auch nicht immer selbstverständlich ist.

Das Buch beschäftigt sich also mit den verschiedenen Aspekten der Katze in Religion - das, was jedem da als Erstes einfällt ist natürlich Bastet, und mit ihr beginnt das Buch auch - Magie - die Katze als Helfer und Talisman - und Folklore - was wäre eine Hexe ohne eine schwarze Katze? Darüber hinaus gibt es z.B. Kapitel über die Katze als Geist oder als Vampir, die Beziehung der Katze zu Beute und deren Symbolik. Vieles wiederholt sich, aber das liegt in der Natur der Sache. Vieles interpretiert der Autor für den Leser, aber ebenso vieles läßt er offen und gibt nur verschiedene Möglichkeiten an die Hand.

Ich mag, dass es nie oberlehrerhaft oder bekehrend wird. Ich mag, dass es sich bemüht, ein weites Bild zu zeichnen. Ich mag, dass immer, sofern möglich, die Theorie mit Fallbeispielen illustriert und unterstützt wird. Einige kleine Fehler liegen vor, der offensichtlichste der, das als Autor der Hexenhammers ein Papst genannt wird, aber darüber kann ich hinwegsehen. Heute würde man das mal eben googlen, aber wie gesagt, das Buch ist eben schon älter.

Interessante Einführung in das Thema, und jedes Kapitel endet mit einer Bibliographie für "further reading". Auch der Service ist nicht selbstverständlich.

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