The Ultimates: Against all Enemies
Mar. 16th, 2014 09:00 pmvon Alex Irvine
Ich habe keine Ahnung, was die Ultimates von den Avengers unterscheidet. Ich lese keine Marvel Comics und ich habe keinen Avengers-Film gesehen. Aber dank der Medienberichte weiß ich, dass es sich um genau dieses Team handelt, mit der Ausnahme von Black Widow, die nicht vorkommt. Dafür aber eine Mutantin namens Janet, die sich offenbar in eine Art menschliche Wespe von 3 inch Größe verwandeln und stechen kann. Außerdem ein Wissenschaftler namens Hank, der mit Ameisen kommuniziert, sich auf 60 Fuss Größe aufblähen kann, und der brutale Ex-Mann von Janet ist, weshalb er aus dem Team geflogen ist.
Wie auch immer das Team heißt, sie haben vor ein paar Jahren einen Haufen Außerirdischer in Arizona ausradiert, waren aber dabei nicht gründlich genug. Jetzt hat Tony Stark einen Scanner erfunden, der besagte Außerirdische erkennen kann. Nick Fury schafft es nicht, die politischen Größen in Washington davon zu überzeugen, den Scanner zu kaufen. Dafür tritt eine der besagten Größen an Steve Rogers heran und nutzt dessen Zweifel an der politischen Kompetenz der Landesführung aus, um ihn dazu zu bekommen, die Technologie jemand anders in die Hände zu spielen. Keine Überraschung, dass auch dahinter die Aliens stecken und am Ende kommt es zu einem gigantischen Showdown in der Antarktis, den man bestimmt super in jedem Marvel-Actionfilm zeigen könnte.
Im Grunde ist es recht gut geschrieben. Die Status Reports aus dem Logbuch der Aliens gingen mir schon bei der Einleitung dermaßen auf den Geist, dass das ich die gar nicht mehr gelesen habe. Man kann der Handlung auch so folgen, und im Grunde genommen ist mir der Invasionsplan auch vollkommen egal. Es ist ja von Anfang an klar, wies ausgeht (es sei denn, ich hätte versehendlich einen Mehrteiler erwischt, dann wärs halt in einem anderen Buch so ausgegangen). Es hat natürlich auch jede Menge Logiklücken, und Motivationen und Hintergründe werden bestenfalls angerissen erklärt. Meistens gar nicht. Ich hätte es wahrscheinlich nach einer halben Stunden wieder weggelegt, aber ich mag Steve. Und Steve ist die Hauptperson dieses Buches. Seine Motivationen vom integren Soldaten zum Spion zu werden, die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, seine Probleme mit der Kompliziertheit der modernen Zeit, seine Schwierigkeiten, sich anzupassen und Vertrauen zu entwickelt, all das bildet den Hauptteil des Buches. Er kriegt die meiste Perspektive, die meiste Zeit und wie das immer so ist - gib mir einen Charakter, den ich mag, und ich lese (fast) alles. Ich mag Steve. Ich mag seine altmodische Naivität, ich mag seinen Glauben an das Gute, ich mag, dass er nicht perfekt ist, aber auf eine altmodische Art und nicht auf die moderne egozentrische Art. Ich mag, dass er sich selbst in Frage stellt. Und ich mag, dass er bereit ist, zuzugeben, wenn er einen Fehler gemacht hat, sich dann entschuldigt und sich bemüht, daraus zu lernen.
Außerdem kommt Clint vor und Clint mag ich auch. Der ist das genaue Gegenteil von Steve, zynisch, abgeklärt und eine Killermaschine, auch wenn er versucht, das zu unterdrücken. Aber alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen. Er ist ein interessanter Spagat zwischen dem Versuch, ein normales Leben zu führen, und einem Raubtier, das mit absoluter Präzision seine Beute verfolgt. Er trägt einen Ehering und er hat Kinder... wen hat er wohl geheiratet? Black Widow?
Dann haben wir da natürlich noch Tony Stark, der ein Ekel ist, aber doch sehr viel sympatischer, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Vielleicht, weil er einen Gehirntumor hat und umgehend daran sterben wird? Er entwickelt am Ende sogar noch heldenhafte Tendenzen. Immerhin hat es mich dazu gebracht, mich für den Charakter zu interessieren, und das ist mehr, als jeder "Iron Man" Trailer jemals geschafft hat bis jetzt.
Bruce verbringt das ganze Buch eingesperrt in einer Zelle im Keller. Wenn ichs richtig verstanden habe, dann wurde er aus einem Flugzeug geworfen, hat halb Manhatten in Schutt und Asche gelegt und wurde dafür verurteilt. Mir ist nicht klar, ob zum Tode, aber Janet ist grade dabei, ein Gutachten über ihn zu erstellen, und er sagt quasi gar nichts. Thor taucht immer mal wieder auf, prügelt sich rum, beschwört Blitze und erschlägt Leute mit seinem Hammer. Dabei singt er alte Wikingerlieder. Oder er redet kryptisch von Loki, der auch immer mal wieder durchs Bild läuft. Warum weiß eigentlich keiner, macht aber auch nichts. Für keinen von beiden interessiere ich mich wirklich, und auch wenn Janet und Hank gute Ansätze zeigen, sind sie mir doch auch beide relativ gleichgültig.
Bleibt also noch Nick Fury, der die undankbare Aufgabe hat, dieses ungleiche Team zusammenzuhalten, und sich dabei zwangsweise häufiger vorkommt wie ein Kindergärtner.
Für ein Buch zu einer Comic-Reihe ist erstaunlich viel Charakterentwicklung drin, und weil es die richtigen Charaktere (ja, okay, und Tony) entwickelt, hats mir gefallen. Nette Unterhaltung für zwischendurch für jeden, der wie ich auf Steve steht. Wer auf Thor oder Loki steht, wird sich dafür tötlich langweilen.
Und ich rechne ihnen als Pluspunkt an, dass es keine Lovestory gibt. Janet und Steve daten zwar halbherzig, aber auch das nur am Rande.
Oh, und Bucky hat Gail geheiratet und stirbt gerade an Lungenkrebs. Das paßt überhauptnicht in ihre Zeitlinie mit Steves 75 Jahren im Eis, die sie erwähnen, denn dann müssten beide über 100 sein, was sie aber nicht sind. Ich glaube, das Buch sagt, 85... Naja. Und wie's zu ihrer Winter Soldier-Storyline paßt, weiß ich schonmal gar nicht, aber über die weiß ich ja auch nicht besonders viel. Vielleicht gucke ich den Film ja doch mal, wenn er irgendwann im Fernsehn läuft. Wie gesagt, gib mir einen Charakter, den ich mag... ;)
Ich habe keine Ahnung, was die Ultimates von den Avengers unterscheidet. Ich lese keine Marvel Comics und ich habe keinen Avengers-Film gesehen. Aber dank der Medienberichte weiß ich, dass es sich um genau dieses Team handelt, mit der Ausnahme von Black Widow, die nicht vorkommt. Dafür aber eine Mutantin namens Janet, die sich offenbar in eine Art menschliche Wespe von 3 inch Größe verwandeln und stechen kann. Außerdem ein Wissenschaftler namens Hank, der mit Ameisen kommuniziert, sich auf 60 Fuss Größe aufblähen kann, und der brutale Ex-Mann von Janet ist, weshalb er aus dem Team geflogen ist.
Wie auch immer das Team heißt, sie haben vor ein paar Jahren einen Haufen Außerirdischer in Arizona ausradiert, waren aber dabei nicht gründlich genug. Jetzt hat Tony Stark einen Scanner erfunden, der besagte Außerirdische erkennen kann. Nick Fury schafft es nicht, die politischen Größen in Washington davon zu überzeugen, den Scanner zu kaufen. Dafür tritt eine der besagten Größen an Steve Rogers heran und nutzt dessen Zweifel an der politischen Kompetenz der Landesführung aus, um ihn dazu zu bekommen, die Technologie jemand anders in die Hände zu spielen. Keine Überraschung, dass auch dahinter die Aliens stecken und am Ende kommt es zu einem gigantischen Showdown in der Antarktis, den man bestimmt super in jedem Marvel-Actionfilm zeigen könnte.
Im Grunde ist es recht gut geschrieben. Die Status Reports aus dem Logbuch der Aliens gingen mir schon bei der Einleitung dermaßen auf den Geist, dass das ich die gar nicht mehr gelesen habe. Man kann der Handlung auch so folgen, und im Grunde genommen ist mir der Invasionsplan auch vollkommen egal. Es ist ja von Anfang an klar, wies ausgeht (es sei denn, ich hätte versehendlich einen Mehrteiler erwischt, dann wärs halt in einem anderen Buch so ausgegangen). Es hat natürlich auch jede Menge Logiklücken, und Motivationen und Hintergründe werden bestenfalls angerissen erklärt. Meistens gar nicht. Ich hätte es wahrscheinlich nach einer halben Stunden wieder weggelegt, aber ich mag Steve. Und Steve ist die Hauptperson dieses Buches. Seine Motivationen vom integren Soldaten zum Spion zu werden, die Unterscheidung zwischen Gut und Böse, seine Probleme mit der Kompliziertheit der modernen Zeit, seine Schwierigkeiten, sich anzupassen und Vertrauen zu entwickelt, all das bildet den Hauptteil des Buches. Er kriegt die meiste Perspektive, die meiste Zeit und wie das immer so ist - gib mir einen Charakter, den ich mag, und ich lese (fast) alles. Ich mag Steve. Ich mag seine altmodische Naivität, ich mag seinen Glauben an das Gute, ich mag, dass er nicht perfekt ist, aber auf eine altmodische Art und nicht auf die moderne egozentrische Art. Ich mag, dass er sich selbst in Frage stellt. Und ich mag, dass er bereit ist, zuzugeben, wenn er einen Fehler gemacht hat, sich dann entschuldigt und sich bemüht, daraus zu lernen.
Außerdem kommt Clint vor und Clint mag ich auch. Der ist das genaue Gegenteil von Steve, zynisch, abgeklärt und eine Killermaschine, auch wenn er versucht, das zu unterdrücken. Aber alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen. Er ist ein interessanter Spagat zwischen dem Versuch, ein normales Leben zu führen, und einem Raubtier, das mit absoluter Präzision seine Beute verfolgt. Er trägt einen Ehering und er hat Kinder... wen hat er wohl geheiratet? Black Widow?
Dann haben wir da natürlich noch Tony Stark, der ein Ekel ist, aber doch sehr viel sympatischer, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Vielleicht, weil er einen Gehirntumor hat und umgehend daran sterben wird? Er entwickelt am Ende sogar noch heldenhafte Tendenzen. Immerhin hat es mich dazu gebracht, mich für den Charakter zu interessieren, und das ist mehr, als jeder "Iron Man" Trailer jemals geschafft hat bis jetzt.
Bruce verbringt das ganze Buch eingesperrt in einer Zelle im Keller. Wenn ichs richtig verstanden habe, dann wurde er aus einem Flugzeug geworfen, hat halb Manhatten in Schutt und Asche gelegt und wurde dafür verurteilt. Mir ist nicht klar, ob zum Tode, aber Janet ist grade dabei, ein Gutachten über ihn zu erstellen, und er sagt quasi gar nichts. Thor taucht immer mal wieder auf, prügelt sich rum, beschwört Blitze und erschlägt Leute mit seinem Hammer. Dabei singt er alte Wikingerlieder. Oder er redet kryptisch von Loki, der auch immer mal wieder durchs Bild läuft. Warum weiß eigentlich keiner, macht aber auch nichts. Für keinen von beiden interessiere ich mich wirklich, und auch wenn Janet und Hank gute Ansätze zeigen, sind sie mir doch auch beide relativ gleichgültig.
Bleibt also noch Nick Fury, der die undankbare Aufgabe hat, dieses ungleiche Team zusammenzuhalten, und sich dabei zwangsweise häufiger vorkommt wie ein Kindergärtner.
Für ein Buch zu einer Comic-Reihe ist erstaunlich viel Charakterentwicklung drin, und weil es die richtigen Charaktere (ja, okay, und Tony) entwickelt, hats mir gefallen. Nette Unterhaltung für zwischendurch für jeden, der wie ich auf Steve steht. Wer auf Thor oder Loki steht, wird sich dafür tötlich langweilen.
Und ich rechne ihnen als Pluspunkt an, dass es keine Lovestory gibt. Janet und Steve daten zwar halbherzig, aber auch das nur am Rande.
Oh, und Bucky hat Gail geheiratet und stirbt gerade an Lungenkrebs. Das paßt überhauptnicht in ihre Zeitlinie mit Steves 75 Jahren im Eis, die sie erwähnen, denn dann müssten beide über 100 sein, was sie aber nicht sind. Ich glaube, das Buch sagt, 85... Naja. Und wie's zu ihrer Winter Soldier-Storyline paßt, weiß ich schonmal gar nicht, aber über die weiß ich ja auch nicht besonders viel. Vielleicht gucke ich den Film ja doch mal, wenn er irgendwann im Fernsehn läuft. Wie gesagt, gib mir einen Charakter, den ich mag... ;)