Wegnummer: keine
Länge: geschätzt gute 10 km
Gebrauchte Dauer: zwei Stunden.
Startpunkt: Nideggen, Bushaltestelle Dürener Tor (da hat halt der Bus gehalten)
Ja, ich bin mit dem Bus nach Nideggen gefahren. Ich bin ein großer Freund davon, an den Startpunkt der Wanderung zu fahren und dann zurück zu laufen, auch wenn Wanderführer das aus irgendwelchen Gründen am liebsten andersrum machen. Aber ich finde das praktischer so.
Der Bus hält also am Dürener Tor, unterhalb der Altstadt. Man kann aber auch von jeder anderen beliebigen Stelle in Nideggen loslaufen. In Richtung Düren übrigens, das sollte auf jedem Richtungsschild für Autos stehen. Noch sind wir ja auf der Straße.
Erstmal geht es den Burgberg runter, bis zum Kreisverkehr mit der Tankstelle. Da nehme ich die Straße schräg links nach Rath (Nicht die ganz links runter nach Brück. Man kann natürlich auch über Brück nach Kreuzau wandern, genau genommen gibt es gefühlt zehn Wanderwege, auch beschilderte, auf denen man zwischen Nideggen und Kreuzau wandern kann. Aber es ist kalt und sonnig, darum wollte über die Felder. Was vom schönen Wetter mitbekommen.) An der Straße steht auch ein braunes Hinweisschild mit "Aussichtspunkt Engelsblick."
Da ich nicht bis nach Rath will und außerdem nicht gerne direkt an Landstraßen entlangwandere, biege ich bei der nächsten Gelegenheit rechts ab in die Straße "Sonnenkamp". Die führt durch ein Neubaugebiet, hier ist wenigstens nichts los und es gibt wie immer in solchen Neubaugebieten viele schöne Dekorationen in Vorgärten und Fenstern. Das ist auch nett.
Sonnenkamp mündet in die Straße "Am Grünen Weg", dort wende ich mich nach links. Einfach aus dem Grund, dass Rath links von mir liegt, und auch wenn ich da nicht hin will, habe ich damit eine sichere Orientierung. Bei nächster Gelegenheit gehe ich rechts, hier führt ein Feldweg zwischen zwei Häusern in die Felder, und ab da kann ich tatsächlich auf Sicht wandern: Nideggen liegt hoch und nachdem ich die letzte kleine Kuppe überwunden habe, habe ich quasi die gesamte Jülich-Zülpicher Börde vor mir.
Es ist ein eisig kalter Herbsttag, mit strahlend blauem Himmel und absolut windstill. Das führt einerseits dazu, dass man in der Sonne fast vergisst, wie kalt es eigentlich ist (aber sofort dran erinnern wird, wenn man mal ein bisschen Schatten trifft.), und anderseits zu einer beinahe unglaublichen Stille auf den Feldern. Ab und an ruft mal ein Vogel oder ein kleinmotoriges Flugzeug fliegt vorbei, aber nicht mal die nahe Landstraße ist zu hören. Sehr beeindruckend.
Verstärkt wird dieser Eindruck noch davon, dass die gesamte Börde in einer Art tiefem Dunst liegt, aus dem z.B. die Sophienhöhe wie eine Insel in einem Wolkenmeer herausragt.
Die Ausläufer der Eifel sind frei von Dunst, Kreuzau ist deutlich zu sehen, ebenso Düren dahinter. Boich ist nicht zu sehen, denn das liegt in einer Senke, aber der dazugehörende Obsthof. Damit habe ich meine grobe Peilung. Ich will nach Boich - auch über die Felder gibt es unzählige Möglichkeiten, nach Kreuzau zu wandern, aber ich möchte einen ganz bestimmten Weg zwischen Boich und Drove gehen. Darum Boich.
Ich wähle mir meine Feldwege nach Zufallsprinzip. Grob auf Boich zu haltend, nicht zu nah an die Landstraße dran... Es gibt an jeder Kreuzug genug Möglichkeiten, da was zu korrigieren und sich neu zu entscheiden. Mindestens einer dieser Wege zwischen Boich und Rath sah sehr hübsch aus, den könnte ich auch mal gehen.
Kurz vor Boich treffe ich den Uedinger Obsterlebnisweg. Den bin ich mit meinen Eltern mal gewandert, der ist auch sehr schön. Außerdem weiß ich, dass er quer durch Boich zu genau dem Weg führt, wo ich hin will, also folge ich den Schildern - nicht, dass das nötig wäre, ich bin jetzt weit genug im Tal drin, um Boich deutlich sehen zu können, und so groß ist der Ort nun auch wieder nicht.
Hier unten ist es deutlich wärmer als oben in Nideggen, es ist nicht mehr alles sofort gefroren, wenn mal ein Schatten drauffällt. Dafür windet es jetzt aber auch ein bisschen, so dass die Landstraße deutlich zu hören ist.
Das tritt vor allem bei dem Stück Weg zutage, das ich unbedingt gehen wollte, denn das ist keine 50 m neben besagter Landstraße. Aber das wusste ich vorher, also hat es keinen Zweck, sich da zu beschweren.
Um Boich herum gibt es sehr viele Obstbaumwiesen, und die Farben der Blätter sind einfach toll, gerade bei dem Wetter.
Ich erreiche Drove an der Landstraße nach Thum. Drove ist ein sehr langes Dorf, durch das ich jetzt komplett durchwandern könnte, aber ich habe keine Lust dazu, darum überquere ich die Landstraße, der ich bis jetzt weiträumig gefolgt (und unter der ich zwischen Boich und Drove drunterhergewandert bin), und gehe über die Felder vor dem Rurtal zurück.
Hier kenne ich mich aus, aber auch hier könnte ich auf Sicht laufen. Erst bis zur Sandgrube, dann links den Hügel hoch - von da aus sind Kreuzau und vor allem der weiße Dampf der Papierfabrik deutlich zu sehen. Also nur noch einmal den Hügel wieder runter.
Fazit:Eine sehr schöne Tour, ideal um ein Wetter wie heute auszunutzen. Ich hatte eine Wanderkarte dabei, habe sie aber nicht gebraucht. Man kann tatsächlich alles auf Sicht laufen, auf mehr als einem Weg. Auf der ersten Etappe ist Rath sehr deutlich zu sehen und bietet so einen verlässlichen Fixpunkt, und die Landstraße Kreuzau-Nideggen ist auch gut als Orientierungshilfe. Im Grunde genommen hätte ich nur sicherstellen müssen, die immer rechts von mir zu halten und wäre dann irgendwann in jedem Fall nach Kreuzau gekommen.
Die Feldwege sind allesamt in gutem Zustand, einige sogar geteert, aber die meisten sind geschottert, ein paar haben auch eine Grasnabe in der Mitte, aber man braucht keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Tour abgesehen von kleinen Hügelchen die gesamte Zeit über, wenn auch meistens nur sanft, bergab geht, und das habe ich nach zwei Stunden doch in den Knien gemerkt.
Länge: geschätzt gute 10 km
Gebrauchte Dauer: zwei Stunden.
Startpunkt: Nideggen, Bushaltestelle Dürener Tor (da hat halt der Bus gehalten)
Ja, ich bin mit dem Bus nach Nideggen gefahren. Ich bin ein großer Freund davon, an den Startpunkt der Wanderung zu fahren und dann zurück zu laufen, auch wenn Wanderführer das aus irgendwelchen Gründen am liebsten andersrum machen. Aber ich finde das praktischer so.
Der Bus hält also am Dürener Tor, unterhalb der Altstadt. Man kann aber auch von jeder anderen beliebigen Stelle in Nideggen loslaufen. In Richtung Düren übrigens, das sollte auf jedem Richtungsschild für Autos stehen. Noch sind wir ja auf der Straße.
Erstmal geht es den Burgberg runter, bis zum Kreisverkehr mit der Tankstelle. Da nehme ich die Straße schräg links nach Rath (Nicht die ganz links runter nach Brück. Man kann natürlich auch über Brück nach Kreuzau wandern, genau genommen gibt es gefühlt zehn Wanderwege, auch beschilderte, auf denen man zwischen Nideggen und Kreuzau wandern kann. Aber es ist kalt und sonnig, darum wollte über die Felder. Was vom schönen Wetter mitbekommen.) An der Straße steht auch ein braunes Hinweisschild mit "Aussichtspunkt Engelsblick."
Da ich nicht bis nach Rath will und außerdem nicht gerne direkt an Landstraßen entlangwandere, biege ich bei der nächsten Gelegenheit rechts ab in die Straße "Sonnenkamp". Die führt durch ein Neubaugebiet, hier ist wenigstens nichts los und es gibt wie immer in solchen Neubaugebieten viele schöne Dekorationen in Vorgärten und Fenstern. Das ist auch nett.
Sonnenkamp mündet in die Straße "Am Grünen Weg", dort wende ich mich nach links. Einfach aus dem Grund, dass Rath links von mir liegt, und auch wenn ich da nicht hin will, habe ich damit eine sichere Orientierung. Bei nächster Gelegenheit gehe ich rechts, hier führt ein Feldweg zwischen zwei Häusern in die Felder, und ab da kann ich tatsächlich auf Sicht wandern: Nideggen liegt hoch und nachdem ich die letzte kleine Kuppe überwunden habe, habe ich quasi die gesamte Jülich-Zülpicher Börde vor mir.
Es ist ein eisig kalter Herbsttag, mit strahlend blauem Himmel und absolut windstill. Das führt einerseits dazu, dass man in der Sonne fast vergisst, wie kalt es eigentlich ist (aber sofort dran erinnern wird, wenn man mal ein bisschen Schatten trifft.), und anderseits zu einer beinahe unglaublichen Stille auf den Feldern. Ab und an ruft mal ein Vogel oder ein kleinmotoriges Flugzeug fliegt vorbei, aber nicht mal die nahe Landstraße ist zu hören. Sehr beeindruckend.
Verstärkt wird dieser Eindruck noch davon, dass die gesamte Börde in einer Art tiefem Dunst liegt, aus dem z.B. die Sophienhöhe wie eine Insel in einem Wolkenmeer herausragt.
Die Ausläufer der Eifel sind frei von Dunst, Kreuzau ist deutlich zu sehen, ebenso Düren dahinter. Boich ist nicht zu sehen, denn das liegt in einer Senke, aber der dazugehörende Obsthof. Damit habe ich meine grobe Peilung. Ich will nach Boich - auch über die Felder gibt es unzählige Möglichkeiten, nach Kreuzau zu wandern, aber ich möchte einen ganz bestimmten Weg zwischen Boich und Drove gehen. Darum Boich.
Ich wähle mir meine Feldwege nach Zufallsprinzip. Grob auf Boich zu haltend, nicht zu nah an die Landstraße dran... Es gibt an jeder Kreuzug genug Möglichkeiten, da was zu korrigieren und sich neu zu entscheiden. Mindestens einer dieser Wege zwischen Boich und Rath sah sehr hübsch aus, den könnte ich auch mal gehen.
Kurz vor Boich treffe ich den Uedinger Obsterlebnisweg. Den bin ich mit meinen Eltern mal gewandert, der ist auch sehr schön. Außerdem weiß ich, dass er quer durch Boich zu genau dem Weg führt, wo ich hin will, also folge ich den Schildern - nicht, dass das nötig wäre, ich bin jetzt weit genug im Tal drin, um Boich deutlich sehen zu können, und so groß ist der Ort nun auch wieder nicht.
Hier unten ist es deutlich wärmer als oben in Nideggen, es ist nicht mehr alles sofort gefroren, wenn mal ein Schatten drauffällt. Dafür windet es jetzt aber auch ein bisschen, so dass die Landstraße deutlich zu hören ist.
Das tritt vor allem bei dem Stück Weg zutage, das ich unbedingt gehen wollte, denn das ist keine 50 m neben besagter Landstraße. Aber das wusste ich vorher, also hat es keinen Zweck, sich da zu beschweren.
Um Boich herum gibt es sehr viele Obstbaumwiesen, und die Farben der Blätter sind einfach toll, gerade bei dem Wetter.
Ich erreiche Drove an der Landstraße nach Thum. Drove ist ein sehr langes Dorf, durch das ich jetzt komplett durchwandern könnte, aber ich habe keine Lust dazu, darum überquere ich die Landstraße, der ich bis jetzt weiträumig gefolgt (und unter der ich zwischen Boich und Drove drunterhergewandert bin), und gehe über die Felder vor dem Rurtal zurück.
Hier kenne ich mich aus, aber auch hier könnte ich auf Sicht laufen. Erst bis zur Sandgrube, dann links den Hügel hoch - von da aus sind Kreuzau und vor allem der weiße Dampf der Papierfabrik deutlich zu sehen. Also nur noch einmal den Hügel wieder runter.
Fazit:Eine sehr schöne Tour, ideal um ein Wetter wie heute auszunutzen. Ich hatte eine Wanderkarte dabei, habe sie aber nicht gebraucht. Man kann tatsächlich alles auf Sicht laufen, auf mehr als einem Weg. Auf der ersten Etappe ist Rath sehr deutlich zu sehen und bietet so einen verlässlichen Fixpunkt, und die Landstraße Kreuzau-Nideggen ist auch gut als Orientierungshilfe. Im Grunde genommen hätte ich nur sicherstellen müssen, die immer rechts von mir zu halten und wäre dann irgendwann in jedem Fall nach Kreuzau gekommen.
Die Feldwege sind allesamt in gutem Zustand, einige sogar geteert, aber die meisten sind geschottert, ein paar haben auch eine Grasnabe in der Mitte, aber man braucht keine besonderen Vorkehrungen zu treffen.
Wichtig zu wissen ist allerdings, dass die Tour abgesehen von kleinen Hügelchen die gesamte Zeit über, wenn auch meistens nur sanft, bergab geht, und das habe ich nach zwei Stunden doch in den Knien gemerkt.