von Rick Riordan
Herr Riordan hat mittlerweile eine beachtliche Menge an Büchern und Kurzgeschichten in seinem Halbgötter-Universum geschrieben, so dass es jetzt Compainion-Bücher braucht, für den Überblick. Begonnen hat er 2014 mit "Percy Jackson and the Greek Gods", das nochmal jedem die Olympischen Götter erklärt. Das fand ich ein bisschen überflüssig, weil die ja schon in zehn Büchern immer wieder aufgetreten sind, und jeder Leser da schon eine recht gute Idee von ihnen hätte haben sollen. Aber vielleicht, wenn man neu anfängt, zum daneben legen...
"Percy Jackson and the Greek Heroes" führt diese Idee jetzt fort - wie der Titel schon sagt, geht es um Helden. Antike Halbgötter, um genau zu sein. Herakles, Theseus, Perseus, Jason, Atalante, Psyche... ja, es kommen auch Frauen vor. Es ist ein modernes Buch, da muss man eine gewisse Balance schaffen. Das macht es für mich übrigens unterhaltsamer, denn die Geschichten sind die weniger bekannten. Auch wenn ich gerne mal Theseus, Perseus und Bellorophon verwechsele, deren Geschichten kenne ich doch recht gut.
Dabei hilft das Buch übrigens auch, all die Leute endlich mal nicht mehr zu verwechseln. Herr Riordan hat das Buch, wie auch schon das über die Götter, aus Percys Sicht geschrieben, also ist der Ton flapsig und locker, mit vielen modernen Verweisen und voll von persönlicher Meinung und Kommentaren. Das gibt ihm einen vollkommen anderen Tonfall als den, in dem Sagen normalerweise nacherzählt werden, und andere Gewichtungen und Details. Details und Gewichtungen wiederum machen es einfacher, Leute auseinander zu halten. Daher ist es also auch schon irgendwie in nützliches Buch.
Ich persönlich finde, dass Herr Riordan immer dann am stärksten schreibt, wenn er das aus Percys Sicht tut - vielleicht, weil ich damals damit angefangen habe und das darum für mich sowas wie seine "Originalstimme" ist - darum fand ich das Buch auch unterhaltend. Manchmal muss man schon beide Augen zu drücken, aber im Ganzen macht es Spaß.
Nur eine Sache hätte ich anzumerken: in der Buchreihe wird deutlich gesagt, dass Halbgötter auf die Sprache ihres göttlichen Elternteils gepolt sind. Percy liest und versteht also Altgriechisch. Warum er dann die Namen diverser Personen nicht behält oder aussprechen kann, ist mir nicht ganz klar. Auch wenn die Aussprache-Hilfen natürlich lustig sind.
"Hotel Valhalla: Guide to the Norse Worlds" ist ein ganz anderes Buch. Es kommt als Handbuch daher, das in jedem Zimmer des Hotel ausliegt und die neuen einherjar über die wichtigsten Punkte der nordischen Mythologie informieren soll. Wichtige Götter, die neun Welten, was sind Elfen, Zwerge, der Fenriswolf... Dabei lernen wir eigentlich nichts, was nicht schon im Anhang von Band 1 gestanden hat, und, noch seltsamer, hinter dem Handbuch-Teil kommt nochmal ein Lexikon-Teil, der in verkürzter Form nochmal das wiederholt, was im Handbuch gestanden hat. Also quasi der Anhang von Band 1 nochmal.
Es gibt sich Mühe, locker zu klingen, aber es fehlt jede Spur von Weltenstimmung oder Atmosphäre. Verglichen mit den Percy Jackson-Companions zeigt es mal wieder, wie wenig nordische Mythologie überliefert wurde, im Vergleich zur griechischen. Das zeigt schon die Tatsache, dass die Greek Gods und die Greek Heroes beide etwa 400 Seiten haben, und der Guide to the Norse Worlds etwas über hundert. Und der handelt ja nicht nur Götter ab, sondern auch Geographie und Monster - Halbgott-Helden nicht. Die gibts in der nordischen Mythologie nicht.
Es fehlt dann jetzt eigentlich noch das Percy Jackson-Buch über den trojanischen Krieg...
Herr Riordan hat mittlerweile eine beachtliche Menge an Büchern und Kurzgeschichten in seinem Halbgötter-Universum geschrieben, so dass es jetzt Compainion-Bücher braucht, für den Überblick. Begonnen hat er 2014 mit "Percy Jackson and the Greek Gods", das nochmal jedem die Olympischen Götter erklärt. Das fand ich ein bisschen überflüssig, weil die ja schon in zehn Büchern immer wieder aufgetreten sind, und jeder Leser da schon eine recht gute Idee von ihnen hätte haben sollen. Aber vielleicht, wenn man neu anfängt, zum daneben legen...
"Percy Jackson and the Greek Heroes" führt diese Idee jetzt fort - wie der Titel schon sagt, geht es um Helden. Antike Halbgötter, um genau zu sein. Herakles, Theseus, Perseus, Jason, Atalante, Psyche... ja, es kommen auch Frauen vor. Es ist ein modernes Buch, da muss man eine gewisse Balance schaffen. Das macht es für mich übrigens unterhaltsamer, denn die Geschichten sind die weniger bekannten. Auch wenn ich gerne mal Theseus, Perseus und Bellorophon verwechsele, deren Geschichten kenne ich doch recht gut.
Dabei hilft das Buch übrigens auch, all die Leute endlich mal nicht mehr zu verwechseln. Herr Riordan hat das Buch, wie auch schon das über die Götter, aus Percys Sicht geschrieben, also ist der Ton flapsig und locker, mit vielen modernen Verweisen und voll von persönlicher Meinung und Kommentaren. Das gibt ihm einen vollkommen anderen Tonfall als den, in dem Sagen normalerweise nacherzählt werden, und andere Gewichtungen und Details. Details und Gewichtungen wiederum machen es einfacher, Leute auseinander zu halten. Daher ist es also auch schon irgendwie in nützliches Buch.
Ich persönlich finde, dass Herr Riordan immer dann am stärksten schreibt, wenn er das aus Percys Sicht tut - vielleicht, weil ich damals damit angefangen habe und das darum für mich sowas wie seine "Originalstimme" ist - darum fand ich das Buch auch unterhaltend. Manchmal muss man schon beide Augen zu drücken, aber im Ganzen macht es Spaß.
Nur eine Sache hätte ich anzumerken: in der Buchreihe wird deutlich gesagt, dass Halbgötter auf die Sprache ihres göttlichen Elternteils gepolt sind. Percy liest und versteht also Altgriechisch. Warum er dann die Namen diverser Personen nicht behält oder aussprechen kann, ist mir nicht ganz klar. Auch wenn die Aussprache-Hilfen natürlich lustig sind.
"Hotel Valhalla: Guide to the Norse Worlds" ist ein ganz anderes Buch. Es kommt als Handbuch daher, das in jedem Zimmer des Hotel ausliegt und die neuen einherjar über die wichtigsten Punkte der nordischen Mythologie informieren soll. Wichtige Götter, die neun Welten, was sind Elfen, Zwerge, der Fenriswolf... Dabei lernen wir eigentlich nichts, was nicht schon im Anhang von Band 1 gestanden hat, und, noch seltsamer, hinter dem Handbuch-Teil kommt nochmal ein Lexikon-Teil, der in verkürzter Form nochmal das wiederholt, was im Handbuch gestanden hat. Also quasi der Anhang von Band 1 nochmal.
Es gibt sich Mühe, locker zu klingen, aber es fehlt jede Spur von Weltenstimmung oder Atmosphäre. Verglichen mit den Percy Jackson-Companions zeigt es mal wieder, wie wenig nordische Mythologie überliefert wurde, im Vergleich zur griechischen. Das zeigt schon die Tatsache, dass die Greek Gods und die Greek Heroes beide etwa 400 Seiten haben, und der Guide to the Norse Worlds etwas über hundert. Und der handelt ja nicht nur Götter ab, sondern auch Geographie und Monster - Halbgott-Helden nicht. Die gibts in der nordischen Mythologie nicht.
Es fehlt dann jetzt eigentlich noch das Percy Jackson-Buch über den trojanischen Krieg...