blauerfalke: (geschichten)
[personal profile] blauerfalke
von Rick Riordan

Dritter Band der Magnus Chase-Reihe.


Loki ist jetzt also frei, und hat keine bessere Idee, als Ragnarök zu beginnen. Dazu muss aber erst das Schiff Naglfar lostauen. Da es in ewigem Eis liegt, ist die beste Zeit dafür Mitsommer. Mit anderen Worten, Magnus und seine Freunde haben etwa zwei Wochen, um zu verhindern, dass das Schiff in See sticht.

Auf dem Schiff seines Vaters Frey, das man praktisch zusammenfalten und in die Tasche stecken kann, und dass außerdem so gelb ist, dass es schon eine Beleidigung für das Auge darstellt, machen sie sich auf den Weg, zuerst nach Großbritannien und dann nach Norwegen. Unterwegs begegnen sie diversen Riesen und Göttern, müssen diverse Artefakte auftreiben und diverse Taten aus germanischer und nordischer Mythologie reenacten, natürlich ohne zu wissen, dass andere Helden das auch schon so gemacht haben. Man lernt offenbar eine Menge in Valhalla, aber nordische Mythologie scheint ein unbeliebter Kurs zu sein.
Tut aber nichts zu Sache, im Grunde reicht es ja, dass das Buch unterhaltsam ist, und das ist es allemal.

Als Bonus bekommen wir viele persönliche Informationen über Magnus' Freunde von Etage 19. Wo sie herkommen, was sie vom Leben wollten und auch, wie sie gestorben sind. Das hat mir gut gefallen, denn es gibt Mallory, Halfborn, T.J. und Alex mehr Tiefe und Charakter. Und weil man eine Entschuldigung braucht, um so viel Zeit auf seine Nebenfiguren zu verwenden, muss all diese Information legitimiert werden: Magnus braucht sie, um am Ende Loki beim flyting zu besiegen. Treu zu Magnus' Charakter ist das Buch auf ein Lobgesang auf die Freundschaft. Die gleiche Schwachstelle wie Percy: Er würde alles für seine Freunde tun.
Percy und Annabeth haben übrigens einen Gastauftritt und wir erfahren dank Jack, Magnus' sprechendem Schwert, dass Riptide weiblich ist. Um es Crossover zu nennen, ist die Zusammenarbeit aber nicht ausgiebig genug.

Zusätzlich hat sich Magnus noch in Alex verliebt - das war im letzten Band schon klar - das genderfluid Kind von Loki, das zwar meistens weibliche Pronomen benutzt, aber eben auch manchmal männliche. Ich persönlich finde Alex teilweise ziemlich nervig, aber das hat mehr mit deren/dessen Attitüde zu tun. Und da es sich um ein modernes Jugendbuch handelt, ist nicht zu erwarten, dass die Zielgruppe Probleme mit einer solchen Beziehung hat (falls es mal eine wird, so weit sind wir noch nicht). Mir persönlich sind die gender von Charakteren oder ihre sexuellen Orientierungen ja eher egal.

Ich hatte wieder viel Spaß damit, schöne Unterhaltung für zwischendurch. Und so langsam sind wir auch die wichtigsten Episoden durch… Das nächste, was mir einfällt, sind die Äpfel von Iduna. Und natürlich Ragnarök selbst, ich schätze, das erwartet uns dann in Band fünf. Falls Mr. Riordan seiner Anzahl an Bänden pro Reihe treu bleibt, meine ich (okay, Ägypten hatte nur drei).

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