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Ich habe das zweite Halbfinale sowas wie gesehen, das war eher langweilig. Nichtmal Moldawien war schräg. Rumänien hatte immerhin ein paar Vampire mitgebracht, es damit aber leider nicht ins Finale geschafft. 41 Teilnehmer, da die Ukraine zurückgezogen hat, davon 26 im Finale.

Insgesamt gab es recht viele einzelne Männer mit diversen Bärten, dafür aber nur eine von einer Platinblondine vorgetragene Powerballade und erstaunlich wenig Windmaschine. Dafür aber besonders viele Projektionen. Israel hat immerhin die größte Projektionsleinwand der Fernsehgeschichte aufgefahren. Konzipiert von einem Deutschen natürlich.
Vieles klang sehr betroffen, auch wenn es doch ein Liebeslied war. Kann man ja nicht immer feststellen, egal ob sie in Landesprache oder Englisch singen. Aber ich lese ja immer gerne die Texte nach.

Und ich mag es nicht, wenn die Fernsehübertragung Effekte zufügt. Haben sie dieses Jahr exzessiv getan, von harmlosen Dingen wie Australien so zu filmen, dass es auch wirklich wie fliegen aussieht, bis hin zu Kästchen bei Tschechien oder Verzerrungen bei Island. Finde ich unfair den Anderen gegenüber.



Motto des Abends: Dare to Dream

Sieger: Niederlande

Persönlicher Favorit: Albanien (Landessprache, Landesklänge, schöne Stimme), Dänemark (auf naive Art nett) und Frankreich (aber nicht wegen des Liedes). Ich mochte aber auch Norwegen, die waren sympathisch.

Modetrend des Jahres: Overknees, wahlweise als Strümpfe oder Stiefel, und durchsichtige Röcke oder Hemden. Und Farben sind noch immer aus. Schwarz und weiß als Dauertrend.

Buntester Aufritt: Malta. Aber nur von der Beleuchtung her, Sängerin und Tanzcrew trugen komplett weiß.
Ehrenvoller Zweiter Platz: Italien. Das Hemd war tatsächlich rot und gold.

Dekotrend des Jahres: Möbel. Dänemark hat einen überdimensionalen Stuhl dabei und Spanien gleich die ganze Wohnung.

Beste Deko: Weißrussland. Sie haben einfach die Transportkisten auf die Bühne gestellt.

Symbolischste Deko: Griechenland. Angeblich eine Referenz zum Bosch-Gemälde "Garten der Lüste".

Sympathischer Auftritt: Das Medley im Showteil von fünf ehemaligen Teilnehmern, die die Songs von anderen singen.

Fröhlichster Auftritt: Spanien. Und er hatte alle seine Freunde in besagte Wohnung eingeladen. Zweiter Platz geht an Norwegen.

Bestgeschriebener Song: Dänemark. Der ganze Saal konnte ihn schon mitsingen.

Beste Stimme: Israel.

Look alike Contest: San Marino mit Fight Said Fred.
Ehrenvoller Zweiter Platz: Der Schnurrbart von Israel mit dem von Freddy Mercury.

Scheußlichstes Kostüm: Zypern. Schwarze Lederjacke, schwarze Overknee-Strapse und dazwischen quasi gar nichts. Und dann ist die Jacke auch noch ein Trickkleid und sie reißen sie ihr runter. Noch mehr gar nichts.

Verstörendstes Kostümgimmick: Island. Die Tänzer trugen schwarze Kontaktlinsen.

Sinnlosestes Gimmick: Niederlande. Er hat eine runde Lampe, die runterfährt, damit er sie kurz anstarren kann, dann fährt sie wieder hoch.

Unverständliches Gimmick: Spanien. Für ein paar Sekunden erscheint eine große weiße Puppe auf der Bühne.

Poetischste Projektionen: Slowenien. Galaxien entstehen, Sterne vergehen...

Dejá vue: Russland. Ja, der Mann ist vor zwei Jahren schonmal angetreten. War der das mit der Videoleinwand? Wenn, dann hat er wenigstens gelernt, es runterzufahren. Er hatte trotzdem eine dabei.

Beruhigendster Auftritt: Australien. Sie haben endlich verstanden, dass es nichts nutzt, einfach einen guten Sänger zu schicken. Man muss den (oder in diesem Fall die) auch auf einen fünf Meter hohen Stab stellen und während des Songs herumschwenken. Mit zwei weiteren Leuten auf weiteren Stäben als Hintergrund. Das ist Eurovision.

Beste Textzeile: "I can hug the water when it snows." (Israel) und "Er trinkt Champagner im Ramadan, im Fernsehen läuft Jackie Chan" (Italien, Übersetzung)

Beste Choreographie: Schwierig. Es wurde viel getanzt, und fast immer im gleichen Stil, so dass sich da nicht viel Unterschied. Also lobende Erwähnung für die Schweiz, weil der Sänger das alles mühelos mittanzen konnte, und der Titel für Griechenland, für das Tanzen mit den Degen und den Sportbändern.

Größte Überraschung: Estland. Plötzlich war die Gitarre weg, plötzlich war sie wieder da.

Bestes Gesamtkunstwerk: Frankreich. Der Sänger ist aus Marokko, hat lange blonde Haare und ist erst auf den zweiten Blick als Mann zu erkennen. Er singt eine wilde Mischung aus Französisch und Englisch und hat eine Balletttänzerin dabei, die technisch wirklich gut ist, aber doppelt so breit, wie man das normalerweise von Balletttänzerinnen erwartet, außerdem eine zweite Dame, die gebärdet. Thema des Songs ist "Jeder von uns ist ein König, egal was die Welt sagt". Perfekte Umsetzung des Jahresmottos, leider ist der Song eher langweilig.

Modernster Auftritt: Aserbaidschan. Er hat keine Tänzer dabei, aber Roboter.

Schlechtester Auftritt: Madonna, "Like a Prayer". Schief, überfordert. Hätten sie sich sparen können. Außerdem war sie nicht sympathisch.

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