Die Heilige Messe feiern
Mar. 22nd, 2020 08:10 pmvon Ludwig Gschwind
Eigentlich dachte ich, es sei ein Buch über den Aufbau der Heiligen Messe, was wann kommt, warum was wann kommt und was man da macht und sagt und überhaupt... Ist es nicht. Es ist ein Buch darüber, was man als Gemeindemitglied in einer Heiligen Messe so tut und vor allem sagt, und warum man da mal genauer drüber nachdenken sollte.
Es gibt verschiedene Kapitel, die nach dem Ablauf der Messe geordnet sind, aber auch immer mal wieder Querverweise aufweisen. Jedes dieser Kapitel beschäftigt sich mit einem Aspekt oder einem Satz. Warum beginnt die Messe mit einem großen Kreuzzeichen und was ist überhaupt der Unterschied zwischen den großen und dem kleinen Kreuzzeichen? Warum heißt das Apostolische Glaubensbekenntnis apostolisch und hat das wirklich etwas mit den Aposteln zu tun? (Ja, hat es.) Und warum hören so viele Leute bei den Fürbitten nicht zu und ginge das nicht auch anders?
Ich habe viele interessante Dinge gelernt und ich habe über viele Dinge zum ersten Mal in meinem Leben nachgedacht. Zum Beispiel über das Wort "Amen". Es gehört zu jedem Gebet, ich weiß, was es bedeutet, es gehört zu meinem Glauben dazu, aber ich habe mich noch nie gefragt, warum wir es eigentlich im Original-Wortlaut benutzen. Klar, es ist kürzer als jede mögliche Übersetzung, aber auch sehr vielschichtiger... Ein Amen ist wie eine persönliche Unterschrift, den Vergleich mochte ich. Man sollte es nicht leichtfertig sagen.
Aber auch andere Sätze wie "Und mit deinem Geiste", "Der Herr nehme das Opfer an aus deinen Händen..." oder "Wir haben sie beim Herrn" haben ganz bestimmte Bedeutungen und sind nicht nur Antworten, die man eben mal so gibt, weil sie zur Messe dazugehören. Herr Gschwind erklärt Herkunft, erläutert und schlägt Bezüge zu unserem heutigen Leben vor. Er gibt der Messe einen ganz bestimmten Zauber zurück, das Mysterium, das zu einer rituellen religiösen Handlung dazugehört, und das sich in der Religion, in der man selbst groß wird, gerne mal in der Routine verliert. Dabei ist es ein Privileg, all diese Antworten selbst geben zu dürfen, sich also wirklich selbst an der Messe - kommt von missio, Entsendung - und dem Opfer zu beteiligen. Früher durfte das die Gemeinde nicht, da gaben die Ministranten die Antworten. Oder der Chor.
Ein sehr schönes Buch, zum immer wieder nachlesen und begeistern lassen.
Eigentlich dachte ich, es sei ein Buch über den Aufbau der Heiligen Messe, was wann kommt, warum was wann kommt und was man da macht und sagt und überhaupt... Ist es nicht. Es ist ein Buch darüber, was man als Gemeindemitglied in einer Heiligen Messe so tut und vor allem sagt, und warum man da mal genauer drüber nachdenken sollte.
Es gibt verschiedene Kapitel, die nach dem Ablauf der Messe geordnet sind, aber auch immer mal wieder Querverweise aufweisen. Jedes dieser Kapitel beschäftigt sich mit einem Aspekt oder einem Satz. Warum beginnt die Messe mit einem großen Kreuzzeichen und was ist überhaupt der Unterschied zwischen den großen und dem kleinen Kreuzzeichen? Warum heißt das Apostolische Glaubensbekenntnis apostolisch und hat das wirklich etwas mit den Aposteln zu tun? (Ja, hat es.) Und warum hören so viele Leute bei den Fürbitten nicht zu und ginge das nicht auch anders?
Ich habe viele interessante Dinge gelernt und ich habe über viele Dinge zum ersten Mal in meinem Leben nachgedacht. Zum Beispiel über das Wort "Amen". Es gehört zu jedem Gebet, ich weiß, was es bedeutet, es gehört zu meinem Glauben dazu, aber ich habe mich noch nie gefragt, warum wir es eigentlich im Original-Wortlaut benutzen. Klar, es ist kürzer als jede mögliche Übersetzung, aber auch sehr vielschichtiger... Ein Amen ist wie eine persönliche Unterschrift, den Vergleich mochte ich. Man sollte es nicht leichtfertig sagen.
Aber auch andere Sätze wie "Und mit deinem Geiste", "Der Herr nehme das Opfer an aus deinen Händen..." oder "Wir haben sie beim Herrn" haben ganz bestimmte Bedeutungen und sind nicht nur Antworten, die man eben mal so gibt, weil sie zur Messe dazugehören. Herr Gschwind erklärt Herkunft, erläutert und schlägt Bezüge zu unserem heutigen Leben vor. Er gibt der Messe einen ganz bestimmten Zauber zurück, das Mysterium, das zu einer rituellen religiösen Handlung dazugehört, und das sich in der Religion, in der man selbst groß wird, gerne mal in der Routine verliert. Dabei ist es ein Privileg, all diese Antworten selbst geben zu dürfen, sich also wirklich selbst an der Messe - kommt von missio, Entsendung - und dem Opfer zu beteiligen. Früher durfte das die Gemeinde nicht, da gaben die Ministranten die Antworten. Oder der Chor.
Ein sehr schönes Buch, zum immer wieder nachlesen und begeistern lassen.