The Trials of Apollo: The Tower of Nero
Oct. 24th, 2020 04:04 pmvon Rick Riordan
fünfter und letzter Band der Reihe
Auf zum Finale. Wie wir schon am Ende von Band 4 festgestellt haben, müssen wir Nero töten und Delphi befreien. Zu diesem Zweck sind wir jetzt wieder in New York, genauer, in Manhatten, wo wir mit Band 1 angefangen haben. Also einmal quer durch die USA und zurück. Wo sollte ein Gottkaiser auch seinen titelgebenden Turm haben, wenn nicht zwischen den Hochhäusern von Manhatten?
Gefühlt ist das Buch ein 300 Seiten langer Showdown. Es ist sehr viel gradliniger als die letzten, denn wir haben ja alles schon rausgefunden und wissen, was zu tun ist, also müssen wir nur noch rausfinden, wie es zu tun ist. Dazu haben wir eine schöne Prophezeihung, die über die erste Hälfte des Buches vervollständigt wird, und die Hilfe von Freunden vom Camp Halfblood, allen voran Nico und Will. Und von Rachel, der aktuellen Pythia. Die auf keinen Fall eine Priesterin von Python werden will und die Schlange möglichst schnell wieder aus ihrem Kopf haben will. Und von Luguselwa, Neros gallischem Lieutenant, die auch noch Megs gesetzlicher Vormund ist und sie mehr oder weniger großgezogen hat. Und die ganz sicher neue Maßstäbe in Bezug auf seelische Stärke setzt.
Erstmal: Will. Will Solace, Sohn von Apollo, boyfriend von Nico. Ich mag Will. Ich habe immer schon gesagt, dass Will zu wenig Screentime kriegt. Mit diesem Buch hat sich das geändert. Er hat mehrere große Auftritte, und jeder davon ist auf seine Art beeindruckend. Weil jeder davon sehr genau zeigt, was und wer Will ist. Apollo selbst sagt: "Alles, was ihr über Will wissen müsst: Nachdem ich das letzte Mal in Camp Halfblood war, hat er, als er das nächste Mal in die Stadt kam, Kleidung für mich eingekauft, für den Fall, dass ich mal wiederkomme." (Wir erinnern uns, Apollo ist ein sterblicher Jungendlicher mit Namen Lester, der... sagen wir, sehr normal ist.) Oder später, nachdem sich herausgestellt hat, dass Will, wenn er das will, im Dunkeln leuchten kann (Apollo ist der Sonnengott): "Es ist so sehr Will: sanft, beruhigend und genau das, was wir brauchten." Kurz, Will ist kein Held. Er ist Heiler. Apollo ist der Gott der Medizin.
Darum ist der dritte große Auftritt im Endkampf etwas, was ich sehr mochte und wahrscheinlich jeder Andere total furchtbar finden wird: Will, der entschlossen mitten durch die kämpfenden Parteien marschiert, um Nico da rauszuholen, und niemand wagt es, ihn aufzuhalten. Und er ist nicht einmal bewaffnet.
Am Ende vom Buch gibt es eine neue Prophezeihung, die wir aber nicht hören, und die dann wahrscheinlich die nächste Buchreihe tragen wird. Da Nico deren zentraler Charakter zu werden scheint, mache ich mir Hoffnungen auf mehr Auftritte von Will. Will würde Nico nie alleine in die Unterwelt ziehen lassen. Geht gar nicht.
Okay. Meg mag ich nicht, mochte ich nie und habe darum naturgemäß noch immer recht wenig Interesse für sie, aber ihr Konflikt ist nachvollziehbar, ihre innere Stärke beeindruckend und ihr Triumph sei ihr gegönnt.
Nero, der von seinem Turm aus ganz New York in Schutt und Asche legen will, ist ein übler Manipulator, und um dem tieferen Schrecken die Schärfe zu nehmen, wird es im Endkampf total absurd, zwischen Zweikämpfen, untoten Stieren und Massen von Fernbedienungen - die richtige ist immer die Letzte - der Frage, ob erworbene Unsterblichkeit gegen Giftgas hilft und der Live-Übertragung des brennenden Hochhauses auf einem Fernsehschirm. Da geht dann die wirklich gut gemachte Wendung, dass es Luguselwa tatsächlich gelingt, Neros Leben gegen Neros Leben einzutauschen, beinahe unter. Auch wenn ich immer noch keine Ahnung habe, was für ein Wesen dieser Wächter da war, der Neros fasces bewacht hat. Angeblich stammt es aus dem Umkreis von Mithras... "Erkenn das Monster" wird halt auch mit jedem Band schwieriger.
Nachdem wir also Nero endlich besiegt haben, ebbt der ganze Trubel zu einer beinahe spürbaren Stille ab, denn jetzt muss Apollo noch Python vernichten. Allein. Mit dem an Waffen, was er halt so hat, sprich, Pfeil und Bogen und einer Ukulele. Auch der Kampf ist actionreich, aber deutlich ernsthafter als der gegen Nero. Wie auch Apollos Ton im Ganzen sehr viel ernsthafter geworden ist. Weniger Selbstmitleid, mehr Sarkasmus. Erwachsener. Denn darum geht es ja auch, um Entwicklung und Werte.
Am Ende ist Apollo also wieder ein Gott. Um an Rande erwähnen möchte ich noch, dass Hera zum ersten Mal in all den Büchern nicht schlecht wegkommt. Man darf nicht vergessen, sie hat es alles andere als leicht.
Warten wir ab, was die nächste Serie bringt. Der Nachricht der Verfilmung der Percy Jackson-Reihe stehe ich ja eher skeptisch gebenüber.
fünfter und letzter Band der Reihe
Auf zum Finale. Wie wir schon am Ende von Band 4 festgestellt haben, müssen wir Nero töten und Delphi befreien. Zu diesem Zweck sind wir jetzt wieder in New York, genauer, in Manhatten, wo wir mit Band 1 angefangen haben. Also einmal quer durch die USA und zurück. Wo sollte ein Gottkaiser auch seinen titelgebenden Turm haben, wenn nicht zwischen den Hochhäusern von Manhatten?
Gefühlt ist das Buch ein 300 Seiten langer Showdown. Es ist sehr viel gradliniger als die letzten, denn wir haben ja alles schon rausgefunden und wissen, was zu tun ist, also müssen wir nur noch rausfinden, wie es zu tun ist. Dazu haben wir eine schöne Prophezeihung, die über die erste Hälfte des Buches vervollständigt wird, und die Hilfe von Freunden vom Camp Halfblood, allen voran Nico und Will. Und von Rachel, der aktuellen Pythia. Die auf keinen Fall eine Priesterin von Python werden will und die Schlange möglichst schnell wieder aus ihrem Kopf haben will. Und von Luguselwa, Neros gallischem Lieutenant, die auch noch Megs gesetzlicher Vormund ist und sie mehr oder weniger großgezogen hat. Und die ganz sicher neue Maßstäbe in Bezug auf seelische Stärke setzt.
Erstmal: Will. Will Solace, Sohn von Apollo, boyfriend von Nico. Ich mag Will. Ich habe immer schon gesagt, dass Will zu wenig Screentime kriegt. Mit diesem Buch hat sich das geändert. Er hat mehrere große Auftritte, und jeder davon ist auf seine Art beeindruckend. Weil jeder davon sehr genau zeigt, was und wer Will ist. Apollo selbst sagt: "Alles, was ihr über Will wissen müsst: Nachdem ich das letzte Mal in Camp Halfblood war, hat er, als er das nächste Mal in die Stadt kam, Kleidung für mich eingekauft, für den Fall, dass ich mal wiederkomme." (Wir erinnern uns, Apollo ist ein sterblicher Jungendlicher mit Namen Lester, der... sagen wir, sehr normal ist.) Oder später, nachdem sich herausgestellt hat, dass Will, wenn er das will, im Dunkeln leuchten kann (Apollo ist der Sonnengott): "Es ist so sehr Will: sanft, beruhigend und genau das, was wir brauchten." Kurz, Will ist kein Held. Er ist Heiler. Apollo ist der Gott der Medizin.
Darum ist der dritte große Auftritt im Endkampf etwas, was ich sehr mochte und wahrscheinlich jeder Andere total furchtbar finden wird: Will, der entschlossen mitten durch die kämpfenden Parteien marschiert, um Nico da rauszuholen, und niemand wagt es, ihn aufzuhalten. Und er ist nicht einmal bewaffnet.
Am Ende vom Buch gibt es eine neue Prophezeihung, die wir aber nicht hören, und die dann wahrscheinlich die nächste Buchreihe tragen wird. Da Nico deren zentraler Charakter zu werden scheint, mache ich mir Hoffnungen auf mehr Auftritte von Will. Will würde Nico nie alleine in die Unterwelt ziehen lassen. Geht gar nicht.
Okay. Meg mag ich nicht, mochte ich nie und habe darum naturgemäß noch immer recht wenig Interesse für sie, aber ihr Konflikt ist nachvollziehbar, ihre innere Stärke beeindruckend und ihr Triumph sei ihr gegönnt.
Nero, der von seinem Turm aus ganz New York in Schutt und Asche legen will, ist ein übler Manipulator, und um dem tieferen Schrecken die Schärfe zu nehmen, wird es im Endkampf total absurd, zwischen Zweikämpfen, untoten Stieren und Massen von Fernbedienungen - die richtige ist immer die Letzte - der Frage, ob erworbene Unsterblichkeit gegen Giftgas hilft und der Live-Übertragung des brennenden Hochhauses auf einem Fernsehschirm. Da geht dann die wirklich gut gemachte Wendung, dass es Luguselwa tatsächlich gelingt, Neros Leben gegen Neros Leben einzutauschen, beinahe unter. Auch wenn ich immer noch keine Ahnung habe, was für ein Wesen dieser Wächter da war, der Neros fasces bewacht hat. Angeblich stammt es aus dem Umkreis von Mithras... "Erkenn das Monster" wird halt auch mit jedem Band schwieriger.
Nachdem wir also Nero endlich besiegt haben, ebbt der ganze Trubel zu einer beinahe spürbaren Stille ab, denn jetzt muss Apollo noch Python vernichten. Allein. Mit dem an Waffen, was er halt so hat, sprich, Pfeil und Bogen und einer Ukulele. Auch der Kampf ist actionreich, aber deutlich ernsthafter als der gegen Nero. Wie auch Apollos Ton im Ganzen sehr viel ernsthafter geworden ist. Weniger Selbstmitleid, mehr Sarkasmus. Erwachsener. Denn darum geht es ja auch, um Entwicklung und Werte.
Am Ende ist Apollo also wieder ein Gott. Um an Rande erwähnen möchte ich noch, dass Hera zum ersten Mal in all den Büchern nicht schlecht wegkommt. Man darf nicht vergessen, sie hat es alles andere als leicht.
Warten wir ab, was die nächste Serie bringt. Der Nachricht der Verfilmung der Percy Jackson-Reihe stehe ich ja eher skeptisch gebenüber.