Daughter of the Deep
Oct. 17th, 2021 02:49 pmvon Rick Riordan
Ich hatte ja als nächstes eine weitere Serie aus dem Percy Jackson-Umkreis erwartet, aber es ist was ganz Anderes. Selbst wenn wir noch davon ausgehen, dass es im selben Universum spielt, denn es kommt kein einziger Gott drin vor.
An der Küste von Kalifornien liegt das Harding Pencroft Institute. Das ist eine vorbereitente Schule für maritime Karrieren, entweder in der Wissenschaft oder beim Militär. Es ist eine sehr begehrte Schule, man muss ein rigoroses Aufnahmeverfahren durchlaufen und dann nochmal Probejahre machen. Unsere Protagonistin ist beinahe 15 und steht gerade vor der letzten Auswahlprüfung nach eben diesen Probejahren.
Daneben gibt es noch das konkurrierende Land Institute. Was mich schonmal vollkommen verwirrt hat, weil ich nicht genug Verne gelesen habe, um die Namensbezüge zu erkennen. Wobei es bei Land einfacher hätte sein sollen, denn "20 000 Meilen unter dem Meer" habe ich gelesen. Aber HP Institute lädt halt auch mehr zur Harry Potter Assoziation ein, vor allem, da es auch vier Häuser hat.
Das Ganze basiert auf Jule Vernes Büchern "20 000 leagues..." und "Mystery Island", beides offenbar in der englischen Ausgabe (das ist wichtig für Namenbezüge). Das Zweite habe ich nicht gelesen, wusste aber grob was von der Handlung und habe nach der Lektüre bei Wiki die Handlung nachgelesen, um auch noch den Rest der Verweise zu verstehen. Darum gibt mir das Buch nicht ganz so viel wie Mr. Riordans Mythologie-Reihen, aber ich hatte trotzdem Spaß damit, denn es ist ihnen ähnlich. Stilistisch natürlich sowieso, und Mr. Riodran hat über seine Serien eine gut zu lesende, ein bisschen sarkastisch humorvolle, lebendige und spannende Stimme entwickelt. Auch mag ich seine Art der Charakterführung, die nicht immer detailliert ist, aber auch nur kurz umrissene Personen lebendig und lebensecht darstellt. Gute Voraussetzungen also, und auch dieses Buch enttäuscht nicht.
Kurz gesagt geht es darum, dass Harding Pencroft und Land Insititute beide darum wissen, dass Nemons Technologie keine Science Fiction ist. Keinem von beiden ist es gelungen, mehr als Teile dieser Technologien nachzubauen, aber sie arbeiten dran. HP ist sicher, dass die Menschheit als solche noch nicht bereit dafür ist und fürchtet, dass Regierungen und vor allem Konzerne, die die Technik in die Finger bekommen, sie dafür nutzen werden, andere auszubeuten. Land auf der anderen Seite findet, dass man alles nutzen sollte, was geht, und einfach an den Höchstbietenden verkaufen sollte. Oder gleich selbst einsetzen, damit man selbst an die Macht kommt.
Land zerlegt HP und die wenigen Überlebenden machen sich auf die Suche nach dem letzten Außenposten ihrer Schule, Lincoln Island, in der Hoffnung, dort Zuflucht zu finden. Dabei haben sie Land auf den Fersen, die ein High Tech U-Boot entwickelt haben, denn unter Lincoln Island ist Nemos Meisterwerk, die Nautilus. Darum ist unsere Protagonistin die wichtigste Person der Welt, denn die Nautilus ist DNA-codiert und sie ist die letzte lebende Dakkar.
Falls es noch jemand außer mir nicht weiß, das ist Captian Nemos richtiger Namer. Prinz Dakkar. Wie geagt, es hilft sehr, beide Romane zu kennen, auch wenn Mr. Riordan das Wichtigste natürlich erklärt und die subtileren Verweise nicht handlungsrelevant sind.
Im Grunde ist es das Gleiche wie in den anderen Reihen von Mr. Riordan auch: eine Gruppe Jugendliche rettet was, in diesem Falle Lincoln Island, die Nautilus und die Chance für HP, weiter zu forschen. Dabei werden die Werte von Freundschaft, Verständnis und Zusammenarbeit für die gute Sache hochgehalten, zwischendurch gibt es sehr menschliche Szenen, sehr viel Action und (teilweise absurden) Humor. Wie immer ist die Sammlung der Hauptpersonen divers, was aus deutscher Sicht ein sehr amerikanisches Ding ist, mich persönlich aber nicht stört, weil ich mich nie an Haut/Haarfarbe, Religion, Gender oder sexueller Orientierung der Charaktere eines Buches störe.
Das Haupt-Quartett - jeder aus einem der vier Häuser - ist mit Stärken und Schwächen gut erfunden und hat eine funktionierende Dynamik. Die diversen Konflikte über Ideologien, Familie und Freundschaft sind lebendig und menschlich, es gibt viele lustige Details und Gimmicks und das Buch ist in keiner Sekunde langweilig.
Bonuspunkte für Franklin - Geisel, unter Beschuss, auf die Nachricht hin, dass die Bösewichter gerade mit einer weiteren Geisel zu fliehen versuchen: "Das ist unverantwortlich! Der Patient ist in keinem Zustand für eine Verlegung!" - weil mich das so sehr an Will aus Camp Halfblood erinnert hat. Ich mag Will.
Ich hab keine Ahnung, ob das eine Serie werden soll oder ein stand alone ist - schließlich hat Jule Verne ja noch ausreichend andere Bücher geschrieben, aber wer weiß, wo da die Rechte liegen - aber wenns weitergeht, werde ich auch weiterlesen.
Hat wieder viel Spaß gemacht.
Ich hatte ja als nächstes eine weitere Serie aus dem Percy Jackson-Umkreis erwartet, aber es ist was ganz Anderes. Selbst wenn wir noch davon ausgehen, dass es im selben Universum spielt, denn es kommt kein einziger Gott drin vor.
An der Küste von Kalifornien liegt das Harding Pencroft Institute. Das ist eine vorbereitente Schule für maritime Karrieren, entweder in der Wissenschaft oder beim Militär. Es ist eine sehr begehrte Schule, man muss ein rigoroses Aufnahmeverfahren durchlaufen und dann nochmal Probejahre machen. Unsere Protagonistin ist beinahe 15 und steht gerade vor der letzten Auswahlprüfung nach eben diesen Probejahren.
Daneben gibt es noch das konkurrierende Land Institute. Was mich schonmal vollkommen verwirrt hat, weil ich nicht genug Verne gelesen habe, um die Namensbezüge zu erkennen. Wobei es bei Land einfacher hätte sein sollen, denn "20 000 Meilen unter dem Meer" habe ich gelesen. Aber HP Institute lädt halt auch mehr zur Harry Potter Assoziation ein, vor allem, da es auch vier Häuser hat.
Das Ganze basiert auf Jule Vernes Büchern "20 000 leagues..." und "Mystery Island", beides offenbar in der englischen Ausgabe (das ist wichtig für Namenbezüge). Das Zweite habe ich nicht gelesen, wusste aber grob was von der Handlung und habe nach der Lektüre bei Wiki die Handlung nachgelesen, um auch noch den Rest der Verweise zu verstehen. Darum gibt mir das Buch nicht ganz so viel wie Mr. Riordans Mythologie-Reihen, aber ich hatte trotzdem Spaß damit, denn es ist ihnen ähnlich. Stilistisch natürlich sowieso, und Mr. Riodran hat über seine Serien eine gut zu lesende, ein bisschen sarkastisch humorvolle, lebendige und spannende Stimme entwickelt. Auch mag ich seine Art der Charakterführung, die nicht immer detailliert ist, aber auch nur kurz umrissene Personen lebendig und lebensecht darstellt. Gute Voraussetzungen also, und auch dieses Buch enttäuscht nicht.
Kurz gesagt geht es darum, dass Harding Pencroft und Land Insititute beide darum wissen, dass Nemons Technologie keine Science Fiction ist. Keinem von beiden ist es gelungen, mehr als Teile dieser Technologien nachzubauen, aber sie arbeiten dran. HP ist sicher, dass die Menschheit als solche noch nicht bereit dafür ist und fürchtet, dass Regierungen und vor allem Konzerne, die die Technik in die Finger bekommen, sie dafür nutzen werden, andere auszubeuten. Land auf der anderen Seite findet, dass man alles nutzen sollte, was geht, und einfach an den Höchstbietenden verkaufen sollte. Oder gleich selbst einsetzen, damit man selbst an die Macht kommt.
Land zerlegt HP und die wenigen Überlebenden machen sich auf die Suche nach dem letzten Außenposten ihrer Schule, Lincoln Island, in der Hoffnung, dort Zuflucht zu finden. Dabei haben sie Land auf den Fersen, die ein High Tech U-Boot entwickelt haben, denn unter Lincoln Island ist Nemos Meisterwerk, die Nautilus. Darum ist unsere Protagonistin die wichtigste Person der Welt, denn die Nautilus ist DNA-codiert und sie ist die letzte lebende Dakkar.
Falls es noch jemand außer mir nicht weiß, das ist Captian Nemos richtiger Namer. Prinz Dakkar. Wie geagt, es hilft sehr, beide Romane zu kennen, auch wenn Mr. Riordan das Wichtigste natürlich erklärt und die subtileren Verweise nicht handlungsrelevant sind.
Im Grunde ist es das Gleiche wie in den anderen Reihen von Mr. Riordan auch: eine Gruppe Jugendliche rettet was, in diesem Falle Lincoln Island, die Nautilus und die Chance für HP, weiter zu forschen. Dabei werden die Werte von Freundschaft, Verständnis und Zusammenarbeit für die gute Sache hochgehalten, zwischendurch gibt es sehr menschliche Szenen, sehr viel Action und (teilweise absurden) Humor. Wie immer ist die Sammlung der Hauptpersonen divers, was aus deutscher Sicht ein sehr amerikanisches Ding ist, mich persönlich aber nicht stört, weil ich mich nie an Haut/Haarfarbe, Religion, Gender oder sexueller Orientierung der Charaktere eines Buches störe.
Das Haupt-Quartett - jeder aus einem der vier Häuser - ist mit Stärken und Schwächen gut erfunden und hat eine funktionierende Dynamik. Die diversen Konflikte über Ideologien, Familie und Freundschaft sind lebendig und menschlich, es gibt viele lustige Details und Gimmicks und das Buch ist in keiner Sekunde langweilig.
Bonuspunkte für Franklin - Geisel, unter Beschuss, auf die Nachricht hin, dass die Bösewichter gerade mit einer weiteren Geisel zu fliehen versuchen: "Das ist unverantwortlich! Der Patient ist in keinem Zustand für eine Verlegung!" - weil mich das so sehr an Will aus Camp Halfblood erinnert hat. Ich mag Will.
Ich hab keine Ahnung, ob das eine Serie werden soll oder ein stand alone ist - schließlich hat Jule Verne ja noch ausreichend andere Bücher geschrieben, aber wer weiß, wo da die Rechte liegen - aber wenns weitergeht, werde ich auch weiterlesen.
Hat wieder viel Spaß gemacht.