Wir wandern: T2 im Nationalpark Eifel
Nov. 6th, 2021 01:12 pmWegenummer: T2
Länge laut offizieller Angabe: ca 14 km km (plus zweimal Staudamm Schwammenaul)
offiziell veranschlagte Dauer: 4 bis 4,5 Stunden
gebrauchte Dauer: 3 Stunden reine Gehzeit, 3 Stunden 24 Gesamtzeit
T2 steht für Themen-Tour 2, denn es gibt im Nationalpark Eifel diverse Themenwanderwege.
Der T2 heißt "Buchenhallen und Eichenhänge", sprich, er führt durch den Wald. Die Einstufung ist "mittelschwer" wegen der Steigung, die Beschreibung spricht von einer steilen Treppe. Vielleicht ist die auf dem Abkürzungsweg, ich bin die große Runde gelaufen und bin keiner Treppe begegnet.
Der Wanderweg startet am Wanderparkplatz Büdenbach an der Staumauer Schwammenaul. Da ich aber auf der anderen Seite übernachtet habe, musste ich erstmal von da über die Staumauer bis zum entsprechenden Parkplatz laufen. Kein großes Problem, so eine Staumauer ist ja eher grade und hat wenige Abzweigungen. Laut Beschilderung handelt es sich um eine Strecke von 700 m in eine Richtung.
Der T2 geht auf dem Parkplatz direkt neben der großen Wanderkarte los, ist also nicht zu übersehen. Er ist auf den fast allgegenwärtigen Holz-Hinweisschildern beschriftet, und irgendwer hat entschieden, dass man den Wanderweg gegen den Uhrzeigersinn laufen soll. Da das Wandern entgegen der empfohlenen Richtung bei mir Tradition hat, gehe ich andersrum - um ehrlich zu sein, ich gehe andersrum, weil ich auf der Karte eine ziemlich lange Serpentinenstrecke gesehen habe. Serpentinen bedeutet Steigung. Die andere Seite mit Steigung ist sehr lang und gerade, das könnte angenehmer sein.
Zuerst spielt das aber keine Rolle, weil es erst einmal um die erste Bucht des Rursees herumgeht, also quasi ein schon zum Weg gehörender Zubringer. Schon ab hier ist man im Wald, und das wird sich auch für die gesamte Strecke nicht mehr ändern. Tolle Buchenwälder, die zu dieser Jahreszeit in beeindruckenden Farben leuchten.
Der Weg ist so gut wie eben und sehr gut befestigt - was auch daran liegen kann, dass er auch der Radwanderweg nach Rurberg ist. Da das Wetter eher mäßig und außerdem Freitagmorgen um kurz vor neun ist, begegne ich nur einem Jogger mit Hund, sonst niemandem.
Die erste Abzweigung ist die, wo der T2 bei richtiger Gangrichtung runterkommen wird. Hier überdenke ich meine Entscheidung nochmal, denn es wird klar, dass der T2 nur in empfohlener Wanderrichtung beschildert ist. Sprich, wenn ich andersrum gehe, werde ich an jeder Abzweigung rausfinden müssen, wo er herkommt.
Ich bleibe bei meiner Entscheidung. Ich habe eine gute Wanderkarte und ich habe eine Wanderapp an (darum die genauen Zeitangaben). Das wird schon werden.
Ich biege also links ab und ab dem Moment geht es bergauf. Weiter auf einem schön befestigten Weg und in weiter Schleife das Tal hoch. Schöner Wald, es ist sehr still, nur ab und an plätschert ein Bach.
Nach ein paar Kilometern weist das Schild rechts in den Wald, und der T2 wird zum Trampelpfad. Zum sehr engen Trampelpfad, zudem ist der gesamte Waldboden voller Buchenblätter, so dass man den Pfad nicht sehen kann - erstaunlicherweise habe ich trotzdem nie Zweifel, wo es langgeht. Es geht weiter stetig berauf, auch schon mal etwas steiler, aber es ist quasi immer eindeutig, wo die Lücke zwischen den Bäumen ist, wo der Pfad langgeht. Wieso auch immer. Nicht, dass es irgendwelche deutlichen Landmarken geben würde... erst ziemlich weit oben gibt es einen quer auf dem Weg liegenden Baum mit einer Trittstufe und dann ein Geländer mit einer Öffnung, und da ist auch wieder ein Schild, das mit T2 in die Richtung weist, aus der ich gekommen bin. Alles gut also.
Am Ende führt der Weg auf den Rundweg Kermeter. Der ist Teil des Erlebnispfades Wilder Kermeter (Kermeter ist übrigens der Hügel, auf dem ich mich befinde), der ist rollstuhlgeeignet und daher natürlich perfekt befestigt. Es gibt auch jede Menge Bänke, und natürlich den Aussichtspunkt Hirschley.
Da war ich im Sommer mit
rabensturmig schon mal, und das Wetter war in etwa genauso - obwohl, damals hat es mehr geregnet. Jetzt nieselt es nur ein bisschen und das auch nicht ständig. Egal. Es ist trotzdem ein schöner Aussichtspunkt.
Ich denke, dass das wahrscheinlich der Grund ist, warum sie wollen, dass man den T2 gegen den Uhrzeigersinn läuft: Dann kommt man erst auf Kilometer 10 zur Hirschley, also passend für eine längere Pause. Mit dem Uhrzeigersinn bin ich auf Kilometer 4 da, und wer macht seine Pause auf einem 14-km-Wanderweg schon so früh?
Ich mache auch nur eine kurze Rast, um die Stille zu genießen und die Wolken zu beobachten, dann folge ich dem Kermeter-Rundweg weiter bis zur nächsten Vierer-Kreuzung. Hier geht der Kermeter-Rundweg nach links ab und ich biege nach rechts ab, weil das die Richtung sein sollte, aus der der T2 kommt. Anhand der Schilder ist das nicht wirklich erkennbar, aber wie gesagt, ich bin ausgerüstet.
Schon nach wenigen Metern weiß ich, das ich Recht habe: Hier sind die Serpentinen. Nachdem ich auf den Kermeter raufgestiegen bin, muss ich ja jetzt wieder runter zum Rursee. Gut befestigter Weg, teilweise asphaltiert, was mit nassen Blättern nicht unbedingt ein Vorteil ist, und er geht stetig, wenn auch nicht unbedingt steil, bergab. Er geht aber auch sehr lange stetig bergab, so dass ich mich schon wundere, dass ich das alles hochgeklettert sein soll, weil mir das gar nicht so lange vorkam... Das raufzugehen stelle ich mir eher anstregend vor. Die Gegenrichtung war eine sehr gute Wahl.
Es gibt ab und an mal eine Bank und einmal sogar eine Schutzhütte.
Unten angekommen wird die Orientierung noch leichter: Immer am Seeufer lang. Alternativen gibt es auch keine, wenn man nicht wieder den Berg hoch will. Hier ist auch wieder der Radweg, denn bis Rurberg sind es noch ein paar Kilometer, sprich, der Weg ist gut befestigt und leicht zu gehen. Etwa sieben Kilometer sind es noch bis zum Ausgangspunkt des T2, inklusive des Zubringers, wo ich abgebogen bin.
Ich begegne mehreren Radfahren, die aber alle rücksichtsvoll sind. Kann daran liegen, dass es alles keine Mountainbiker sind (die Stecke ist ja mehr oder weniger eben), aber ich nehme es natürlich trotzdem wohlwollend zu Kenntnis.
Kurz vor Ende des Weges treffe ich auch noch eine Familie und eine Wandergruppe. Aber für den Großteil der Tour hatte ich den Wald ganz für mich alleine. Das hat schon was.
Sehr schöne Strecke. Ich finde mittelschwer zu hoch gegriffen. Ja, der Trampelpfad ist was steiler und da sollte man sicher auf den Füßen sein, aber er führt nicht am Abhang lang, und er steigt gleichmäßig an. Der Rest des Weges ist gut ausgebaut und hin und wieder gibt es auch mal eine Bank, wenn auch außerhalb des Kermeter-Rundweges nur in sehr großen Abständen. Die größte Herausforderung ist also auf gewisse Weise die Länge - die Schiffahrts-Saison ist vorbei, man muss die Strecke laufen und kann sich nicht vom Kermeter-Anleger aus zurückfahren lassen.
Und man muss Wald mögen. Abgesehen von der Hirschley gibt es noch zwei oder drei andere Stellen mit Aussicht, aber vor allem ist man die ganze Zeit über von Bäumen umgeben. Weniger dicht als auf dem Meuchelberg, aber auch das ist ja nicht jedermanns Sache.
Länge laut offizieller Angabe: ca 14 km km (plus zweimal Staudamm Schwammenaul)
offiziell veranschlagte Dauer: 4 bis 4,5 Stunden
gebrauchte Dauer: 3 Stunden reine Gehzeit, 3 Stunden 24 Gesamtzeit
T2 steht für Themen-Tour 2, denn es gibt im Nationalpark Eifel diverse Themenwanderwege.
Der T2 heißt "Buchenhallen und Eichenhänge", sprich, er führt durch den Wald. Die Einstufung ist "mittelschwer" wegen der Steigung, die Beschreibung spricht von einer steilen Treppe. Vielleicht ist die auf dem Abkürzungsweg, ich bin die große Runde gelaufen und bin keiner Treppe begegnet.
Der Wanderweg startet am Wanderparkplatz Büdenbach an der Staumauer Schwammenaul. Da ich aber auf der anderen Seite übernachtet habe, musste ich erstmal von da über die Staumauer bis zum entsprechenden Parkplatz laufen. Kein großes Problem, so eine Staumauer ist ja eher grade und hat wenige Abzweigungen. Laut Beschilderung handelt es sich um eine Strecke von 700 m in eine Richtung.
Der T2 geht auf dem Parkplatz direkt neben der großen Wanderkarte los, ist also nicht zu übersehen. Er ist auf den fast allgegenwärtigen Holz-Hinweisschildern beschriftet, und irgendwer hat entschieden, dass man den Wanderweg gegen den Uhrzeigersinn laufen soll. Da das Wandern entgegen der empfohlenen Richtung bei mir Tradition hat, gehe ich andersrum - um ehrlich zu sein, ich gehe andersrum, weil ich auf der Karte eine ziemlich lange Serpentinenstrecke gesehen habe. Serpentinen bedeutet Steigung. Die andere Seite mit Steigung ist sehr lang und gerade, das könnte angenehmer sein.
Zuerst spielt das aber keine Rolle, weil es erst einmal um die erste Bucht des Rursees herumgeht, also quasi ein schon zum Weg gehörender Zubringer. Schon ab hier ist man im Wald, und das wird sich auch für die gesamte Strecke nicht mehr ändern. Tolle Buchenwälder, die zu dieser Jahreszeit in beeindruckenden Farben leuchten.
Der Weg ist so gut wie eben und sehr gut befestigt - was auch daran liegen kann, dass er auch der Radwanderweg nach Rurberg ist. Da das Wetter eher mäßig und außerdem Freitagmorgen um kurz vor neun ist, begegne ich nur einem Jogger mit Hund, sonst niemandem.
Die erste Abzweigung ist die, wo der T2 bei richtiger Gangrichtung runterkommen wird. Hier überdenke ich meine Entscheidung nochmal, denn es wird klar, dass der T2 nur in empfohlener Wanderrichtung beschildert ist. Sprich, wenn ich andersrum gehe, werde ich an jeder Abzweigung rausfinden müssen, wo er herkommt.
Ich bleibe bei meiner Entscheidung. Ich habe eine gute Wanderkarte und ich habe eine Wanderapp an (darum die genauen Zeitangaben). Das wird schon werden.
Ich biege also links ab und ab dem Moment geht es bergauf. Weiter auf einem schön befestigten Weg und in weiter Schleife das Tal hoch. Schöner Wald, es ist sehr still, nur ab und an plätschert ein Bach.
Nach ein paar Kilometern weist das Schild rechts in den Wald, und der T2 wird zum Trampelpfad. Zum sehr engen Trampelpfad, zudem ist der gesamte Waldboden voller Buchenblätter, so dass man den Pfad nicht sehen kann - erstaunlicherweise habe ich trotzdem nie Zweifel, wo es langgeht. Es geht weiter stetig berauf, auch schon mal etwas steiler, aber es ist quasi immer eindeutig, wo die Lücke zwischen den Bäumen ist, wo der Pfad langgeht. Wieso auch immer. Nicht, dass es irgendwelche deutlichen Landmarken geben würde... erst ziemlich weit oben gibt es einen quer auf dem Weg liegenden Baum mit einer Trittstufe und dann ein Geländer mit einer Öffnung, und da ist auch wieder ein Schild, das mit T2 in die Richtung weist, aus der ich gekommen bin. Alles gut also.
Am Ende führt der Weg auf den Rundweg Kermeter. Der ist Teil des Erlebnispfades Wilder Kermeter (Kermeter ist übrigens der Hügel, auf dem ich mich befinde), der ist rollstuhlgeeignet und daher natürlich perfekt befestigt. Es gibt auch jede Menge Bänke, und natürlich den Aussichtspunkt Hirschley.
Da war ich im Sommer mit
Ich denke, dass das wahrscheinlich der Grund ist, warum sie wollen, dass man den T2 gegen den Uhrzeigersinn läuft: Dann kommt man erst auf Kilometer 10 zur Hirschley, also passend für eine längere Pause. Mit dem Uhrzeigersinn bin ich auf Kilometer 4 da, und wer macht seine Pause auf einem 14-km-Wanderweg schon so früh?
Ich mache auch nur eine kurze Rast, um die Stille zu genießen und die Wolken zu beobachten, dann folge ich dem Kermeter-Rundweg weiter bis zur nächsten Vierer-Kreuzung. Hier geht der Kermeter-Rundweg nach links ab und ich biege nach rechts ab, weil das die Richtung sein sollte, aus der der T2 kommt. Anhand der Schilder ist das nicht wirklich erkennbar, aber wie gesagt, ich bin ausgerüstet.
Schon nach wenigen Metern weiß ich, das ich Recht habe: Hier sind die Serpentinen. Nachdem ich auf den Kermeter raufgestiegen bin, muss ich ja jetzt wieder runter zum Rursee. Gut befestigter Weg, teilweise asphaltiert, was mit nassen Blättern nicht unbedingt ein Vorteil ist, und er geht stetig, wenn auch nicht unbedingt steil, bergab. Er geht aber auch sehr lange stetig bergab, so dass ich mich schon wundere, dass ich das alles hochgeklettert sein soll, weil mir das gar nicht so lange vorkam... Das raufzugehen stelle ich mir eher anstregend vor. Die Gegenrichtung war eine sehr gute Wahl.
Es gibt ab und an mal eine Bank und einmal sogar eine Schutzhütte.
Unten angekommen wird die Orientierung noch leichter: Immer am Seeufer lang. Alternativen gibt es auch keine, wenn man nicht wieder den Berg hoch will. Hier ist auch wieder der Radweg, denn bis Rurberg sind es noch ein paar Kilometer, sprich, der Weg ist gut befestigt und leicht zu gehen. Etwa sieben Kilometer sind es noch bis zum Ausgangspunkt des T2, inklusive des Zubringers, wo ich abgebogen bin.
Ich begegne mehreren Radfahren, die aber alle rücksichtsvoll sind. Kann daran liegen, dass es alles keine Mountainbiker sind (die Stecke ist ja mehr oder weniger eben), aber ich nehme es natürlich trotzdem wohlwollend zu Kenntnis.
Kurz vor Ende des Weges treffe ich auch noch eine Familie und eine Wandergruppe. Aber für den Großteil der Tour hatte ich den Wald ganz für mich alleine. Das hat schon was.
Sehr schöne Strecke. Ich finde mittelschwer zu hoch gegriffen. Ja, der Trampelpfad ist was steiler und da sollte man sicher auf den Füßen sein, aber er führt nicht am Abhang lang, und er steigt gleichmäßig an. Der Rest des Weges ist gut ausgebaut und hin und wieder gibt es auch mal eine Bank, wenn auch außerhalb des Kermeter-Rundweges nur in sehr großen Abständen. Die größte Herausforderung ist also auf gewisse Weise die Länge - die Schiffahrts-Saison ist vorbei, man muss die Strecke laufen und kann sich nicht vom Kermeter-Anleger aus zurückfahren lassen.
Und man muss Wald mögen. Abgesehen von der Hirschley gibt es noch zwei oder drei andere Stellen mit Aussicht, aber vor allem ist man die ganze Zeit über von Bäumen umgeben. Weniger dicht als auf dem Meuchelberg, aber auch das ist ja nicht jedermanns Sache.