Walking Hadrian's Wall
Apr. 4th, 2022 07:30 pmProgramm von Channel 5
Es gibt zwei Nationen auf der Welt, die ständig überall hin wandern müssen. Die einen sind die Deutschen, die anderen sind die Briten. Das zieht nach sich, dass in diversen Fernsehsendungen diverse Moderator:innen irgendwo hinwandern, um dem Publikum zu zeigen, wie schön es da ist und wie toll man da wandern kann.
In diesem Fall heißt der Vor-Wanderer Robson Green, der eine britischen TV-Persönlichkeit zu sein scheint, denn er wird unterwegs immer wieder erkannt und auf irgendetwas, was er gemacht hat, angesprochen. Ich kannte ihn nicht, aber das macht nichts, denn er ist sympatisch und tut überzeugend unbedarft, und seine Begeisterung wirkt ehrlich und authenisch. Außerdem stammt er, wenn ich es richtig verstanden habe, aus Hexham, ist also aus der Gegend, und wohnt auch heute noch da.
Wie der Titel schon sagt, geht es den Hadrianswall entlang. Dafür gibt es den Hadrian's Wall Path, der die volle Länge des Walls entlangführt, von einer Küste bis zur anderen, etwa 135 km und laut Plan des Fernwanderweges kann man das in 6 Tagen schaffen (und natürlich mit entsprechenden Stempeln in einem Wanderpass beweisen). Mr. Green wandert, radelt, fährt und fliegt von Ost nach West, was den Vorteil hat, dass die tollen Sonnenuntergänge immer in Wanderrichtung sind. Er hat auch ein Zelt dabei - ich habe keine Ahnung, ob wildes Campen in Großbritannien erlaubt ist, aber das spielt auch keine Rolle. Ich bin ziemlich sicher, dass er nicht jede Nacht im Zelt übernachtet hat, aber darum geht es nicht.
Es geht um die großartige Landschaft, um den Wall selbst, um seine Geschichte, und um Menschen, die heute in der Gegend leben, forschen oder aus aller Welt vorbeikommen, eben um den Wall zu sehen. Mr. Green spricht mit diversen Experten in diversen römischen Forts ebenso wie mit Touristen, lokalen Gastwirten, Handwerkern, Kräutersammlern, GPS-Wanderern und Nationalpark-Rangern (es heißt nicht signpost, es heißt fingerpost). Es gibt interessante Einstellungen von den Resten des Walls und seiner Forts und von den bekanntesten Stellen des Walls wie dem Sycamore Gap. Natürlich regnet es häufig und oft genug auch quer. Und es gibt in der Nähe des Walls einen kleinen Ort, dessen Häuser des Ortes vollständig aus Steinen bestehen, die vom Hadrianswall stammen, und der darum "Wall" heißt.
Im Ganzen gesehen bleibt der Informationsgehalt übersichtlich, aber auch darum geht es nicht. Es geht darum, jeden Zuschauer davon zu überzeugen, dass dieser Wanderweg großartig und einzigartig in seiner Mischung aus Historie und atemberaubender Landschaft ist und unbedingt von jedem gewandert werden muss. Und davon ist man schon nach zehn Minuten der ersten Folge vollkommen überzeugt, ganz egal wie viel es regnet und wie viele Stiles auf dem Weg überwunden werden müssen.
Großartiges Programm. Den Weg müsste man wirklich mal wandern, das lohnt sich sicher. (Wie jede Menge andere Wege natürlich auch.)
Es gibt zwei Nationen auf der Welt, die ständig überall hin wandern müssen. Die einen sind die Deutschen, die anderen sind die Briten. Das zieht nach sich, dass in diversen Fernsehsendungen diverse Moderator:innen irgendwo hinwandern, um dem Publikum zu zeigen, wie schön es da ist und wie toll man da wandern kann.
In diesem Fall heißt der Vor-Wanderer Robson Green, der eine britischen TV-Persönlichkeit zu sein scheint, denn er wird unterwegs immer wieder erkannt und auf irgendetwas, was er gemacht hat, angesprochen. Ich kannte ihn nicht, aber das macht nichts, denn er ist sympatisch und tut überzeugend unbedarft, und seine Begeisterung wirkt ehrlich und authenisch. Außerdem stammt er, wenn ich es richtig verstanden habe, aus Hexham, ist also aus der Gegend, und wohnt auch heute noch da.
Wie der Titel schon sagt, geht es den Hadrianswall entlang. Dafür gibt es den Hadrian's Wall Path, der die volle Länge des Walls entlangführt, von einer Küste bis zur anderen, etwa 135 km und laut Plan des Fernwanderweges kann man das in 6 Tagen schaffen (und natürlich mit entsprechenden Stempeln in einem Wanderpass beweisen). Mr. Green wandert, radelt, fährt und fliegt von Ost nach West, was den Vorteil hat, dass die tollen Sonnenuntergänge immer in Wanderrichtung sind. Er hat auch ein Zelt dabei - ich habe keine Ahnung, ob wildes Campen in Großbritannien erlaubt ist, aber das spielt auch keine Rolle. Ich bin ziemlich sicher, dass er nicht jede Nacht im Zelt übernachtet hat, aber darum geht es nicht.
Es geht um die großartige Landschaft, um den Wall selbst, um seine Geschichte, und um Menschen, die heute in der Gegend leben, forschen oder aus aller Welt vorbeikommen, eben um den Wall zu sehen. Mr. Green spricht mit diversen Experten in diversen römischen Forts ebenso wie mit Touristen, lokalen Gastwirten, Handwerkern, Kräutersammlern, GPS-Wanderern und Nationalpark-Rangern (es heißt nicht signpost, es heißt fingerpost). Es gibt interessante Einstellungen von den Resten des Walls und seiner Forts und von den bekanntesten Stellen des Walls wie dem Sycamore Gap. Natürlich regnet es häufig und oft genug auch quer. Und es gibt in der Nähe des Walls einen kleinen Ort, dessen Häuser des Ortes vollständig aus Steinen bestehen, die vom Hadrianswall stammen, und der darum "Wall" heißt.
Im Ganzen gesehen bleibt der Informationsgehalt übersichtlich, aber auch darum geht es nicht. Es geht darum, jeden Zuschauer davon zu überzeugen, dass dieser Wanderweg großartig und einzigartig in seiner Mischung aus Historie und atemberaubender Landschaft ist und unbedingt von jedem gewandert werden muss. Und davon ist man schon nach zehn Minuten der ersten Folge vollkommen überzeugt, ganz egal wie viel es regnet und wie viele Stiles auf dem Weg überwunden werden müssen.
Großartiges Programm. Den Weg müsste man wirklich mal wandern, das lohnt sich sicher. (Wie jede Menge andere Wege natürlich auch.)