blauerfalke: (geschichten)
[personal profile] blauerfalke
Ja, die deutsche Version. Kann also sein, dass Dinge der Übersetzung geschuldet sind.


Dumbledore fährt mit der Tube, steigt aus und geht in ein sehr teures Restaurant. Dort lässt er sich einen Tee servieren. Grindelwald taucht auf, setzt sich dazu. Sie philosophieren über den Blutschwur und darüber, dass sie die Welt verändern wollten. Grindelwald beschwert sich über den Gestank der Muggles um sie herum, bezeichnet sie als Tiere, gesteht ihnen aber zu, dass sie einen guten Tee machen und fragt Dumbledore, warum der damals mit ihm geplant hat. Dumbledore sagt, dass er in ihn verliebt war. Grindelwald geht wieder und die ganze Szenerie geht in Flammen auf.
Folgende Fragen: War das ein Traum, eine Vision oder echt? Zu welcher Zeit soll es spielen? Warum reist Dumbledore für sowas extra nach London? Wieso tut Grindelwald, der meistgesuchte Verbrecher der magischen Welt, das gleiche? Muss man das überhaupt auf Mugglegebiet machen? Können Zauberer keinen Tee machen? Und wieso muss es dann gleich ein Luxus-Ding sein? Was wäre mit einem netten, kleinen, traditionellen Tea Room gewesen? Warum am Ende das Feuer? Soll das symbolisch sein? Und wenn ja, was genau wollen uns die Filmemacher damit sagen?
Oh, und natürlich - wir sind keine zwei Minuten in den Film rein und schon geben sie uns das "er liebt ihn" mit dem Holzhammer. Aber keine Sorge, für den Fall, dass jemand zu geschockt war oder noch zu sehr mit dem Popcorn beschäftigt, um es mitzubekommen: Er sagt es noch mindestens dreimal und es gibt auch mindestens zwei sehr Szenen in slow motion dazu, in denen sich bedeutungsschwanger angesehen und sogar auf den Herzschlag des anderen gelauscht wird.Die Tatsache muss ja jetzt auch sehr, sehr, sehr deutlich gemacht werden, denn bis jetzt war ja alles, was wir hatten, eine Interview-Aussage von Frau Rowling.

Okay. Schnitt. Newt paddelt irgendwo durch einen Urwald und leistet bei einer Kreatur, die sich nicht erkennen lässt, Geburtshilfe. Credence taucht auf, killt die Mutter und nimmt nach einer entsprechenden Verfolgungsjagd das Junge mit. Newt kriecht zu der sterbenden Mutter zurück, um sich zu entschuldigen, und es stellt sich heraus, dass es noch ein Junges gibt. Aus dem Koffer kommt ein Vogel, der Newt, Junges und Koffer ausfliegt.
Fragen: Wo sind wir? Warum machen alle nicht genau bezeichneten Kreaturen immer das gleiche urtümliche Brüllgeräuscht, egal ob Dinisaurier oder Qi'lins? Denn wie wir später erfahren, handelt es sich um ein Qi'lin und wenn sich jetzt wirklich herausstellt, dass die Szene in Brasilien spielt, dann hoffe ich, dass sie ihnen den "...und wo sie zu finden sind"-Teil des Titels mal ganz schnell aberkennen.
Und warum kommt Newt nicht auf die Idee, den Schnitt in seiner Hand zu heilen? Eine ganze Häuserzeile wiederherstellen ist kein Problem, aber das geht nicht? Und haben wir diesen komischen Vogel schonmal gesehen und sollten den kennen, oder ist der einfach nur ein Gimmick?

Opening Credits.

Nachdem das Ganze also sehr symbolisch und verwirrend angefangen hat, lernen wir umgehend, dass es einen Internationalen Zaubererrat gibt (oder wie auch immer das heißt), dessen Vorsitzende*r in einem nicht näher bestimmten Rhythmus neu gewählt wird. Gerade jetzt ist es wieder so weit, es gibt zwei Kandidaten, deren Anhänger gerne Fahnen schwenkend auf dem Vorplatz des Ministerums für Magie in Berlin herumstehen und sehr laut Dinge rufen, die ich nicht verstanden habe. In Berlin darum, weil beide Kandidaten dort auch gerade sind (warum auch immer), während der aktuelle Amtsinhaber, Anton Vogel, offenbar ein Deutscher, entscheiden muss, ob Grindelwald wegen seiner Verbrechen schuldig gesprochen werden muss. (Wahrscheinlich diese vagen Verbrechen aus Teil 2, von denen wir keine gesehen haben... Keine Überraschung, dass er dann wegen Magel aus Beweisen freigesprochen wird.)
Aber nochmal zurück zu dieser Wahl. Es wird nie deutlich, wer da eigentlich wählt. Ob jeder Zauberer und jede Hexe der Welt über 17 wählen dürfte oder sollte, oder für welchen Zeitraum gewählt wird. Ob jeder kandidieren kann oder ob man dazu ein Auswahlverfahren braucht oder wer auch immer die Kandidaten bestimmt. Dafür lernen wir, dass die Wahl mal damit zusammenhing, dass ein Qi'lin erschien und sich vor einem Kandidaten verbeugt hat, denn das tun Qi'lins, wenn sie einen Menschen mit reinem Herzen treffen. (Es klingt, als sei diese Wahlmethode veraltet und als sei so eine Verbeugung etwas sehr, sehr seltenes und eine große Auszeichnung. Lally sagt extra nochmal "Wer ist schon wirklich reinen Herzens?") Dann erfahren wir, dass der letzte Wahlgang in Bhutan stattfindet, weil die Magie von dort ihren Ursprung hat. Moment. Ganz kurz eine Zwischenbemerkung.
Die Magie in Harry Potter entspricht in ihrer originalen Konstruktion - bevor wir uns in Widersprüche über Zauberstabtheorien etc. verwickelten - der klassichen hermetisch-alchemistischen Theorie. Ich lerne Dinge, ich mache Dinge genau so, wie ich sie gelernt habe, und wenn ich alles richtig mache, dann passiert auch genau das, was passieren sollte. Das ist okay, aber das mit Bhutan zu verbinden, finde ich schon sehr gewagt. Wenn es exotisch hätte sein sollen, wäre Ägypten sehr viel glaubhafter gewesen. Aber gut, Bhutan - und als wäre das nicht schon verwirrend genug, soll die Magie dort ihren Ursprung haben. Was wollen sie uns damit sagen? Magie hat einen Ursprung? Und wieso ausgerechnet Bhutan?

Egal. Im ganzen macht die Wahl ohnehin den Eindruck, als sei das alles sehr random und ungeplant. Grindelwald kann einfach so in letzter Sekunde als Kandidat aufgestellt werden, anscheinend, indem Amtsinhaber Vogel das entscheidet. Er kann ein Qi'lin hervorziehen, das sich dann vor ihm verbeugt, und die kleine Gruppe Menschen, die auf dem Berggipfel in Bhutan steht, kann ihn dann durch Beifall wählen, während in den Ministerin der Welt der Rest der magischen Bevölkerung zusieht. Okay... alleine die Diskussion über diese Hintergründe kann Monate fülllen, wenn man das will.

Aber wenigstens gibt das Hinarbeiten auf diese Szene mit der Wahl dem Film so etwas wie Struktur. Bis wir da ankommen, rekrutiert sich Dumbledore eine kleine Gruppe Leute, die aus Newt, seiner Assistentin Bunty, Lally Hicks, einer Lehrerin von (ich denke) Ivermory, Jacob und Theseus besteht, und aus Yusuf. Erinnert sich jeder an Yusuf?
Yusuf ist der Bruder von Leta, die Theseus heiraten wollte, weil sie in Newt verliebt war, und die am Ende von Film 2 von Grindelwald umgebracht wurde. Der, der die Diskussion über den Stammbaum in der Gruft ausgelöst hat, an deren Ende ich sicher war, dass er mit Leta nicht blutsverwandt ist, und die uns alle daran hat zweifeln lassen, ob Credence ein Dumbledore sein kann oder nicht. Die Leute, die das vergessen haben, habe keine Chance, sich daran zu erinnern, denn es wird nicht gesagt. Während alles andere, was in den letzten zwei Filmen passiert ist, mindestens einmal gesagt wird, das nicht. (Ich finde es unverschämt, dass Lally Jacob seine Lebensgeschichte aufzählen muss, denn das impliziert, dass die Zuschauer nicht mehr wissen, wer Jacob ist, und das ist eine Beleidigung.)
In diesem Film wird Yusuf als Spion in Grindelwalds Hauptquartier eingeschleust, was vollkommen verschenkt, ohne jeden offensichtlichen Sinn und ohne jeden Nutzen ist. Nicht einmal aus der Tragik, dass er diesem Auftrag die Erinnerung an seine Schwester geopfert hat, machen sie irgendetwas. Unglaublich respektlos gegenüber dem Charakter und eine große Chance, den Film menschlich zu machen, total verschenkt.

Auch über Bunty möchte ich lieber nicht reden. Sie waren nie nett zu ihr, sie werden sie nett zu ihr sein und Newt soll sich endlich in sie verlieben, dann können sie mit all den Viechern wegziehen und glücklich bis zu ihrem Lebensende über sie forschen. Stattdessen gibts einen Cameo am Filmende von Tina, in dem sie und Newt einander verlegen anlächeln und sinnlose Dinge sagen. Tina ist jetzt übrigens die Leiterin der amerikanischen Auroren-Abteilung. Die Frau, die ihre Beziehung über einen Druckfehler in der Spellbound beendet hat, ohne näher nachzuforschen. Das zeugt von großem investigativem Talent und ist für einen Auror sicher eine ideale Grundlage.

Aber wenn man es genau nimmt - ihr britisches Pendant ist Theseus, Newts Bruder, und der lässt sich bei dem Versuch, in Berlin eine Gefolgshexe Grindelwalds zu verhaften, ohne jede Gegenwehr von der lokalen magischen Sicherheit über den Haufen zaubern. Auch das zeigt von großem Talent für den Posten einen Aurors, geschweige denn für den Posten des Leiters der Abteilung. Aber wenigstens versteht er sich gut mit Lally, die wie gesagt Lehrerin ist, und ausgezeichnet in magischer Selbstverteidigung, vielleicht kann sie ihm also noch was beibringen. Der Neuzugang ist humorvoll, schlagfertig und patent und macht als einzige der Gruppe den Eindruck, als wüsste sie halbwegs, was passiert. Oder wenigstens, als sei sie in der Lage, gewisse Zusammenhänge selbst zu erkennen, selbst wenn Dumbledore wie üblich sein Möglichstes tut, niemandem irgendetwas zu erklären und alle Informationen für sich behält.

Nach Berlin gereist sind wir übrigens, damit Newt Herrn Vogel eine Nachricht von Dumbledore ausrichten kann, die der genauso auf einen Zettel hätte schreiben und per Eule schicken können, und damit wir ein bisschen Nazi-Flair zeigen können, mit Monumentalbauten und mehr Ledermänteln. Und natürlich, damit wir live dabei sind, wenn Vogel Grindelwald freispricht, und damit Theseus verschleppt werden kann.

Unterthema des Films: Ich habe einen Bruder. Wie wir uns erinnern, hat Newt einen Bruder. Theseus. Die beiden können einander nicht leiden, aber sie reden noch miteinander und würden den anderen auch nie im Stich lassen. Wie wir als Zuschauer wissen, hat auch Dumbledore einen Bruder. Die Charaktere des Films wissen das nicht, denn jeder von ihnen ist überrascht, wenn er das erfährt (ein weiteres von Dumbledores Geheimnissen). Und nachdem Newt und Theseus das recht früh erfahren, kann die Kamera die beiden auch immer schön gemeinsam zeigen, wenn es jemand anders erfährt, wie sie einen Blick tauschen.
Und Leta hat natürlich auch einen Bruder, der sie, wie gesagt, für die Rettung der Welt vergessen muss.

Spoiler: Ich mag Theseus. Keine Ahnung, warum genau. Er ist unfähig, nicht besonders intelligent und kaum mehr als ein Plot Device, aber ich mag ihn trotzdem. Darum mag ich die alberne Episode, in der Newt ihn aus diesem noch albernen Kerker retten muss - dieser seitwärts-Shimmy mit den krabbenartigen Viechern wird ein Klassiker - weil das eine gewisse Dynamik zwischen den beiden Brüdern bedingt. Ich mag auch die Dynamik zwischen Theseus und Lally, auch wenn sie ihm deutlich überlegen ist. Das ist ja nicht schlimm, und es liegt der Sache ein gewisser Humor zugrunde. Was das angeht, hat der Film also für mich schon ein paar gute Momente. Theseus hatte sehr viel mehr Screentime, als ich zu hoffen gewagt hatte.

Ich mag auch Jacob, und ich mag die Grundidee seiner Beziehung zu Queenie. Darum ist es mir vollkommen egal, dass Queenies Charakterentwicklung nicht den geringsten Sinn gemacht hat, völlig unverständlich war und jeder Grundlage entbehrte. Ich werde einfach Film 2 ignorieren, mich darüber freuen, dass sie einander wiederhaben und jetzt verheiratet sind. Auch wenn ich finde, dass das Ende des Film dieser Hochzeit gebührt hätte, damit wir in Ruhe darüber diskutieren können, wie das rechtlich geht, ob das eine religiöse Zeremonie war und wie die Details aussahen. Dafür hätten wir uns diese bedeutungschwangere Diskussion von Newt und Dumbledore im Schnee genauso sparen können wie den Endshot mit der Totale auf Dumbledore, die wahrscheinlich darstellen sollte, dass er einsam und alleine seinen Weg gehen muss. Warum er nicht einfach auf die Hochzeit gehen konnte, ist mir schleierhaft.

Überhaupt, Dumbledore. Der Film heißt "Dumbledores Geheimnisse" und wird dem Titel vollkommen gerecht, alleine schon dadurch, dass der Mann wie immer alles alles für sich behält und Leute nur sinnlos durch die Gegend schickt. Darum ist auch der allergröße Fehler, dass das echte Qi'lin sich vor ihm verbeugt. Das ist vollkommen unverzeihlich, entbehrt jeder Grundlage und ist eine Frechheit. Dumbledore hat sicher gute Absichten, meinetwegen ist er sogar gütig, aber er hat kein reines Herz. Ganz sicher nicht! Ein reines Herz bedingt eine gewisse Naivität, einen gewissen Idealismus, und den hat er nicht. Hat er vielleicht mal gehabt... Über Newt in seiner Weltfremdheit hätten wir reden können. Jacob, sofort. Dumbledore, nein. Nicht nach den Plänen, die er mit Grindelwald gemacht hat, nicht nach der Art, in der er seine Familie und alle anderen behandelt. Geht gar nicht!
Das schöne ist, dass man die Szene einfach rausschneiden könnte, und es würde für den Film nichts machen. Denn danach verbeugt das Qui'lin sich vor einer anderen Kandidatin für das höchste Amt, und macht damit die Theorie über Qui'lins vollkommen zunichte, denn man kann die ganze Verbeugerei damit kaum mehr als selten und große Ehre bezeichnen. So viele Menschen mit wirklich reinem Herzen auf einer Stelle...

Dann haben wir da noch Grindelwald, der jetzt von Mads Mikkelsen gespielt wird, und zu dem die ruhige Maske sehr viel besser passt als zu Johnny Depp. Okay, dafür sieht er jetzt aus wie ein Bankdirektor und der unterschwellige Wahnsinn ist weg (der mich persönlich immer eher gestört hat, aber das ist Ansichtssache). Wenigstens macht er mal was - er tötet ein Qi'lin und erweckt es danach wieder zum Scheinleben, er bedroht Credence und er nimmt Yusuf die Erinnerung an seine Schwester. Dann lässt er sich zum WieauchimmerderTitelist wählen, ruft zum Krieg gegen die Muggles auf und wirkt einen Cruciatus auf Jacob. Das ist für den schlimmsten Schurken der Geschichte ja schonmal ein Anfang.
Ansonsten philosophiert er mit Dumbledore herum, dann duellieren sie sich und tauschen bedeutungsschwangere Blicke, während immer wieder der Blutschwur eingeblendet wird. Auch mal ein Anfang. Ich hatte schon fast zu hoffen gewagt, dass das auch gleich das Finalduell ist und die Reihe damit beendet, aber das Glück hatten wir nicht. Wenigstens ist der Blutschwur kaputt und Dumbledore kann sich jetzt auf die Jagd nach Grindelwald machen.
Über die Theorie dieses Blutschwurs reden wir besser auch nicht weiter. Erst verbringen wir in Film 2 Ewigkeiten damit, das Ding zu stehlen, jetzt hat Dumbledore es um seinen Arm gewickelt und immer, wenn er auch nur daran denkt, gegen Grindelwald vorzugehen, beginnt es, ihn zu würgen. Wäre es da nicht besser gewesen, das Ding bei Grindelwald zu belassen?

Und der Vollständigkeit halber: Credence ist tatsächlich ein Dumbledore. Er ist Aberforths Sohn. Und der Phönix kommt ständig zu ihm, weil Credence stirbt. Weil er ja ein Obskurus ist, und auch wenn er ja jetzt Magie wirken kann. Obwohl das das Problem eigentlich hätte lösen sollen, denn das Problem liegt eben darin, seine Magie zu verdrängen. Oder so. Oder auch nicht. In jedem Fall kommuniziert er schon länger mit seinem Vater, wendet sich am Ende gegen Grindelwald und darf heimkommen. Ob er dann zum nächsten Film schon tot ist... wer weiß.

Es weiß auch niemand, wann genau das Ganze spielt. Es weiß niemand, warum Minerva McGonnagal schon wieder auftreten muss, bevor sie überhaupt geboren wird. Niemand weiß, woher Dumbledore all die Dinge weiß, die er weiß, und warum die Hälfte dieses Films überhaupt stattfinden muss, außer dass er sonst halt viel zu kurz wäre, wenn wir nur das zeigen würden, was wichtig ist und/oder Sinn macht. Warum muss Dumbledore erst minutenlang ein Nebelbild von Bhutan in die Große Halle malen, anstatt einfach zu sagen "Wir reisen nach Bhutan?". Warum kommt Queenie nicht selbst auf die Idee, den Cruciatus auf Jacob zu beenden und kniet nur weinend neben ihm? Und bedeutet, dass Theseus' Koffer Quidditch-Bälle enthielt, dass er gerne Quidditch spielt? Der von Lallie enthielt Bücher und der von Jacob Backwaren, das hatte also Bezug...

Wie erwartet also, ein Film, mit dem wir noch Jahre lang sehr großen Spaß haben werden. Sehr viel besser auch, als nach dem Trailer zu erwarten war. Zu Dumbledore-lastig, aber gut, er heißt halt "Dumbledores Geheimnisse", also wird er im Gegensatz zum letzten Film wenigstens seinem Titel gerecht. Auch hat er durch diese undurchdachte Wahl sowas wie eine Struktur und einen Handlungsrahmen. Er hat zu viele slow-motion Effekte und für meinen Geschmack auch viel zu viele Duelle. Er hinterlässt das Gefühl, dass Zauberer und Hexen heutzutage sehr viel schlechter ausgebildet und weniger mächtig sind als damals, dafür aber um einiges intelligenter und fähiger. Während des Films habe ich es nicht gemerkt, aber wenn man drüber nachdenkt, ist er auch sehr farblos, und in zu vielen Einstellungen ist der Hintergrund einfach unscharf, was das Gefühl hinterlässt, dass sie sich mit den Details einfach keine Mühe machen wollten. DEr Schauwert ist verglichen mit den letzten Filmen kaum der Rede wert.
Dennoch gefühlt besser als die ersten beiden, weil er den Eindruck erweckt, dass sie endlich mal sowas wie einen Plan hatten. Sie hatten auch keine Ahnung, darum ist es trotzdem vor alles Chaos, "okay... wenn sie meinen" und "Wieso das jetzt?", aber einen Plan.

Und wie gesagt, das Finale hätte das Zeigen der Hochzeit sein sollen! Nicht nur aus persönlichen oder charakterlichen Gründen, sondern auch, weil das offensichtlich ein historisches Ereignis ist. In Amerika sind magische und nichtmagische Gesellschaft noch strenger getrennt als in Großbritannien, eine gemischte Hochzeit ist also also auf jeder Ebene quasi unmöglich. Dass sie trotzdem passiert, ist also sogar noch mehr als der Triumph dieser Liebe.

Aber die tatsächliche Finaleinstellung zeigt halt deutlich, um was es hier geht. Dumbledore. Der Rest ist nur Staffage und wird auch genau so behandelt.

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