1. Die Firma, die sich in Venedig unter anderem um Abfall aller Art kümmert, heißt Veritas. "Veritas" ist lateinisch und heißt "Wahrheit". Bekannt ist es vor allem aus Aussprüchen wie "In Vino Veritas" (Im Wein liegt die Wahrheit) und als das Universtätsmotto der Harvard-Universität in Boston.
In diesem Falle ist der Name der Firma aber kein symbolisches Statement. Es handelt sich um ein Acronym, denn der volle Name der Firma lautet Veneziana Energia Risorse Idriche Territorio Ambiente Servizi.
2. Auch der "sexy Priester Kalender", oder internationaler "hot priest calender", den es angeblich nicht nur in Venedig, sondern in quasi ganz Italien an jedem Souvenirstand gibt, heißt nicht wirklich so. Der korrekte Name ist vielmehr Calendario Romano. Neben schicken s/w-Fotos von gutaussehenden (angeblichen) Geistlichen enthält er angeblich auch Informationen über den Vatikan und Tipps für Besucher, denen es leichter gemacht werden soll, sich dem kleinen Staat so zu nähern.
Interessanterweise scheint er seit seinem ersten Erscheinen jedes Jahr dasselbe Titelbild zu haben, und es heißt, dass der Heilige Stuhl sich schon vor Jahren deutlich von dem Kalender distanziert hat, ihn aber seitdem ignoriert.
In Venedig gab es an vielen Ständen auch noch einen Kalender, auf dem sexy Gondoliere zu sein scheinen... aber noch in der 2023-Version, während der Calendario Romano schon die 2024-Ausgabe verkauft.
3. Der volle Name des Teatro La Fenice lautet Gran Teatro La Fenice di Venezia. Es handelt sich um ein Opernhaus, und ja, "Fenice" ist das italienische Wort für "Phönix". Das kommt daher, dass La Fenice der 1792 eröffnete Nachfolger des Teatro San Benedetto ist, das 1774 abgebrannt ist. Phönix aus der Asche eben. (außerdem hat es Freimaurerbezug)
Passend dazu wurde La Fenice 1836 durch ein weiteres Feuer schwer beschädigt, und 1996 brannte es nach Brandstiftung sogar komplett ab. Seit 2003 wird wieder gespielt. (und rein statistisch gesehen müsste es dann dieses Jahrhundert wieder brennen, aber da ist ja noch ausreichend Zeit...)
4. Die Touristinformation Venedigs operiert unter dem Namen Venezia Unica. Ob es sich dabei wirklich um die Tourist Information oder nur eine untergeordnete Firma für den Verkauf diverser Fahr- und Eintrittskarten handelt, weiß ich nicht. Ebenso wenig weiß ich, woher der Name kommt. Aber ich liebe es, dass in der deutschen Version ihrer Homepage auf dem "Decline"-Button der Cookie-Auswahl "Abfall" steht.
5. "Vaporetto" bedeutet "Dampfschiffchen" (heute fahren die Boote vor allem mit Diesel). Die Betreiberfirma heißt Azienda del Consorzio Trasporti Veneziano, kurz ACTV.
"Traghetto" hingehen heißt schlicht und einfach "Fähre".
6. Das Caffé Florian heißt nach dem Vornamen seines Gründers, Floriano Francesconi. Im März 2023 kosteste die Tasse Heiße Schokolade 15 Euro, aber sie haben halt auch ein unschlagbares Ambiente. Und auch bei Regen einen Pianisten und einen Violonisten vor der Tür, die Musik machen, so dass auch "Volare" klingt wie ein Klassiker von Mozart.
7. Morea ist seit dem Mittelalter die romanische Bezeichnung für die Peloponnes. Der Name wird von dem griechischen Wort für Maulbeerbaum, essentiell für die Seidenproduktion, abgeleitet.
Und wenn Morea Seide produzierte, dann erklärt das, warum es so unglaublich wichtig war, dass Francesco Morosini dort in den 1680ern für Venedig großen Landgewinn erstreiten konnte,so dass er dafür einen entsprechenden Ehrentitel (Peloponnesiacus) bekam und Gregorio Lazzarini 1694 das allegorische Gemälde "Doge Morosini bringt die wiedereroberte Morea der Venezia dar" malte.
8. Marc Chagall war ein russisch-französischer Jude und wurde im heutigen Belarus geboren. Seit Geburtsname lautet Moische Chazkelewitsch Schagal.
9. Die Region Venezien hat - wie wahrscheinlich jede Region Italiens, das ist da sicher wie in Frankreich mit dem Käse - ihre eigene, typische Nudelsorte. Sie heißt Bigoli - venezisch Bigoi - und es handelt sich um eine Eiernudel, die meist per Hand mit Hilfe einer Nudelpresse hergestellt wird. Sie sind lang, aber dicker als Spaghetti.
Auf der süßen Seite gibt es als typische Spezialität eine gerollte Teigtasche, die mit Creme gefüllt ist. Diese heißt Cannolo (Plural: Cannoli), nicht Canneloni, und wird anscheinend auch von Sizilien als lokale Spezialität beansprucht.
10. Der Zug, der von München nach Venedig und zurück fährt, wird von der Österreichichen Bundesbahn betrieben, anscheinend in Kooperation mit der Deutschen Bahn, denn er ist ein DB-ÖBB-Zug.
Er hält auf dieser Strecke übrigens in Kufstein, dessen Name sich von dem Felsrücken Kopfstoa ableitet und das sich darum mit nur einem F schreibt, nicht mit zweien. Außerdem ist es in Österreich.
In diesem Falle ist der Name der Firma aber kein symbolisches Statement. Es handelt sich um ein Acronym, denn der volle Name der Firma lautet Veneziana Energia Risorse Idriche Territorio Ambiente Servizi.
2. Auch der "sexy Priester Kalender", oder internationaler "hot priest calender", den es angeblich nicht nur in Venedig, sondern in quasi ganz Italien an jedem Souvenirstand gibt, heißt nicht wirklich so. Der korrekte Name ist vielmehr Calendario Romano. Neben schicken s/w-Fotos von gutaussehenden (angeblichen) Geistlichen enthält er angeblich auch Informationen über den Vatikan und Tipps für Besucher, denen es leichter gemacht werden soll, sich dem kleinen Staat so zu nähern.
Interessanterweise scheint er seit seinem ersten Erscheinen jedes Jahr dasselbe Titelbild zu haben, und es heißt, dass der Heilige Stuhl sich schon vor Jahren deutlich von dem Kalender distanziert hat, ihn aber seitdem ignoriert.
In Venedig gab es an vielen Ständen auch noch einen Kalender, auf dem sexy Gondoliere zu sein scheinen... aber noch in der 2023-Version, während der Calendario Romano schon die 2024-Ausgabe verkauft.
3. Der volle Name des Teatro La Fenice lautet Gran Teatro La Fenice di Venezia. Es handelt sich um ein Opernhaus, und ja, "Fenice" ist das italienische Wort für "Phönix". Das kommt daher, dass La Fenice der 1792 eröffnete Nachfolger des Teatro San Benedetto ist, das 1774 abgebrannt ist. Phönix aus der Asche eben. (außerdem hat es Freimaurerbezug)
Passend dazu wurde La Fenice 1836 durch ein weiteres Feuer schwer beschädigt, und 1996 brannte es nach Brandstiftung sogar komplett ab. Seit 2003 wird wieder gespielt. (und rein statistisch gesehen müsste es dann dieses Jahrhundert wieder brennen, aber da ist ja noch ausreichend Zeit...)
4. Die Touristinformation Venedigs operiert unter dem Namen Venezia Unica. Ob es sich dabei wirklich um die Tourist Information oder nur eine untergeordnete Firma für den Verkauf diverser Fahr- und Eintrittskarten handelt, weiß ich nicht. Ebenso wenig weiß ich, woher der Name kommt. Aber ich liebe es, dass in der deutschen Version ihrer Homepage auf dem "Decline"-Button der Cookie-Auswahl "Abfall" steht.
5. "Vaporetto" bedeutet "Dampfschiffchen" (heute fahren die Boote vor allem mit Diesel). Die Betreiberfirma heißt Azienda del Consorzio Trasporti Veneziano, kurz ACTV.
"Traghetto" hingehen heißt schlicht und einfach "Fähre".
6. Das Caffé Florian heißt nach dem Vornamen seines Gründers, Floriano Francesconi. Im März 2023 kosteste die Tasse Heiße Schokolade 15 Euro, aber sie haben halt auch ein unschlagbares Ambiente. Und auch bei Regen einen Pianisten und einen Violonisten vor der Tür, die Musik machen, so dass auch "Volare" klingt wie ein Klassiker von Mozart.
7. Morea ist seit dem Mittelalter die romanische Bezeichnung für die Peloponnes. Der Name wird von dem griechischen Wort für Maulbeerbaum, essentiell für die Seidenproduktion, abgeleitet.
Und wenn Morea Seide produzierte, dann erklärt das, warum es so unglaublich wichtig war, dass Francesco Morosini dort in den 1680ern für Venedig großen Landgewinn erstreiten konnte,so dass er dafür einen entsprechenden Ehrentitel (Peloponnesiacus) bekam und Gregorio Lazzarini 1694 das allegorische Gemälde "Doge Morosini bringt die wiedereroberte Morea der Venezia dar" malte.
8. Marc Chagall war ein russisch-französischer Jude und wurde im heutigen Belarus geboren. Seit Geburtsname lautet Moische Chazkelewitsch Schagal.
9. Die Region Venezien hat - wie wahrscheinlich jede Region Italiens, das ist da sicher wie in Frankreich mit dem Käse - ihre eigene, typische Nudelsorte. Sie heißt Bigoli - venezisch Bigoi - und es handelt sich um eine Eiernudel, die meist per Hand mit Hilfe einer Nudelpresse hergestellt wird. Sie sind lang, aber dicker als Spaghetti.
Auf der süßen Seite gibt es als typische Spezialität eine gerollte Teigtasche, die mit Creme gefüllt ist. Diese heißt Cannolo (Plural: Cannoli), nicht Canneloni, und wird anscheinend auch von Sizilien als lokale Spezialität beansprucht.
10. Der Zug, der von München nach Venedig und zurück fährt, wird von der Österreichichen Bundesbahn betrieben, anscheinend in Kooperation mit der Deutschen Bahn, denn er ist ein DB-ÖBB-Zug.
Er hält auf dieser Strecke übrigens in Kufstein, dessen Name sich von dem Felsrücken Kopfstoa ableitet und das sich darum mit nur einem F schreibt, nicht mit zweien. Außerdem ist es in Österreich.