"Orkney - A special Place" und "Orkney - A Special Way of Life", beide von Richard Clubley
Richard - ich darf ich Richard sagen, weil wir diesen Sommer drei Tage in Carlin Skerry, dem B&B von ihm und seiner Frau Bev in Orphir, verbracht haben, und wie in B&Bs üblich, haben wir einander da mit dem Vornamen angesprochen. In der Lounge von Carlin Skerry habe ich auch Richards Bücher gesehen, reingelesen, und dann zwei davon gekauft. Vom Autor selbst. Signiert. Mit persönlicher Widmung. - ist ein new islander. So nennt man Leute, die auf Orkney leben, aber nicht da geboren sind. Er und Bev sind 2017 dorthin gezogen, weil es sowas wie Richards Lebenstraum war, dort zu wohnen. Generell liebt er Schottlische Inseln und hat Massen davon besucht, aber Orkney hat es ihm besonders angetan. Und das liest man auch in jedem Satz, den über die Inseln schreibt. Nicht kritiklos oder idealisierend, er weist durchaus auf Probleme hin und auf Dinge, die nicht so toll oder idyllisch sind, wie man sich das vorstellt, aber es besteht kein Zweifel daran, das Richard seine Wahlheimat aufrichtig liebt. Und dass er diese Bücher geschrieben hat, um andere daran teilhaben zu lassen.
"Orkney - A special Place" ist von 2015, geschrieben zu einer Zeit, als Richard noch nicht auf Orkney lebte und nur immer wieder zu Besuch kam. "Orkney - A special Way of Life", ist von 2019, begonnen aber schon 2017, während der Bauarbeiten zu dem Haus, das Carlin Skerry werden sollte, das beste B&B, das man auf Mainland finden kann. Mainland ist übrigens die Hauptinsel von Orkney, im Gegensatz dem, was die Schotten weiter südlich für "the scottisch mainland" halten. Das nennt man auf Orkney nur "the south". Das ist nur eine von vielen Eigenheiten, die Richard erklärt. Ebenso wie die Tatsache, dass "remote" immer davon abhängt, von wo man das betrachtet. Von Kirkwall aus ist Edinburgh remote. Oder die, dass Orkney seit 2015 in der Lage ist, seinen gesamten Strombedarf selbst zu decken und zwar aus erneuerbaren Energien wie Wind und Wasser.
Beide Bücher sind Sammelsurien über alle möglichen Dinge, die mit Orkney Inseln zu tun haben. Mit den Sehenswürdigkeiten, mit ihrer Historie, mit alten Berufen, die auszusterben drohen, mit neuen Berufen, die gerade erst entstehen, mit der Mentalität der Einwohner und immer wieder mit dem Verhältnis der Menschen zu den Inseln und zur See. Denn auch das ist etwas, was alle Inseln der Welt gemein haben: Das Leben dort wird vom Meer bestimmt, auf die eine oder andere Weise.
Richard ist heute pensioniert und war früher Lehrer. Er ist weder Historiker, noch Archäologe, noch Fisch- oder Schafsfarmer, noch Wissenschaftler. Er hat mit einer Menge solcher Fachleute gesprochen, trägt aber immer Sorge dafür, dass alle Informationen auch Laien verständlich sind, oft unterstützt von sehr amüsanten Beispielen, um sie zu verdeutlichen. Das unterstützt den lockeren Ton der Bücher und trägt sehr zum lebendigen Stil bei. Es sind keine trockenen Reiseführer über Orkney, es sind Episoden aus dem Leben der Inseln.
Natürlich erhebt keines der beiden Bücher den Anspruch, ein Reiseführer zu sein oder auch nur das Wichtigste abzudecken, was man auf Orkney sehen oder tun kann. Aber sie enthalten viele Hinweise auf Dinge, die man sehen und tun kann, wenn man da ist. Viele Details, bei denen sich kein Reiseführer die Mühe machen würde, sie zu erwähnen, das auch. Es sind Bücher, die man vor der Reise nach Orkney lesen kann, um sich dann auf die Suche zu machen und alles nachzuvollziehen, was darin steht. Oder man liest sie nach der Reise, erinnert sich an das, was man gesehen hat, und macht ein paar Pläne für den nächsten Besuch, auch wenn der noch so hypothetisch ist. Über einige Dinge, bei denen wir entschieden haben, sie nicht anzusehen, habe ich genug gelernt, dass ich sie jetzt doch interessant genug finde, um sie ansehen zu wollen, hätte ich noch einmal Wahl. Ich finde, ein größeres Lob kann man für solche Bücher nicht aussprechen.
Und ich weiß jetzt auch, warum Carlin Skerry Carlin Skerry heißt. Jedes Haus braucht einen passenden Namen.
Und hier dann nochmal die Homepage fürs B&B. Werbung!
Richard - ich darf ich Richard sagen, weil wir diesen Sommer drei Tage in Carlin Skerry, dem B&B von ihm und seiner Frau Bev in Orphir, verbracht haben, und wie in B&Bs üblich, haben wir einander da mit dem Vornamen angesprochen. In der Lounge von Carlin Skerry habe ich auch Richards Bücher gesehen, reingelesen, und dann zwei davon gekauft. Vom Autor selbst. Signiert. Mit persönlicher Widmung. - ist ein new islander. So nennt man Leute, die auf Orkney leben, aber nicht da geboren sind. Er und Bev sind 2017 dorthin gezogen, weil es sowas wie Richards Lebenstraum war, dort zu wohnen. Generell liebt er Schottlische Inseln und hat Massen davon besucht, aber Orkney hat es ihm besonders angetan. Und das liest man auch in jedem Satz, den über die Inseln schreibt. Nicht kritiklos oder idealisierend, er weist durchaus auf Probleme hin und auf Dinge, die nicht so toll oder idyllisch sind, wie man sich das vorstellt, aber es besteht kein Zweifel daran, das Richard seine Wahlheimat aufrichtig liebt. Und dass er diese Bücher geschrieben hat, um andere daran teilhaben zu lassen.
"Orkney - A special Place" ist von 2015, geschrieben zu einer Zeit, als Richard noch nicht auf Orkney lebte und nur immer wieder zu Besuch kam. "Orkney - A special Way of Life", ist von 2019, begonnen aber schon 2017, während der Bauarbeiten zu dem Haus, das Carlin Skerry werden sollte, das beste B&B, das man auf Mainland finden kann. Mainland ist übrigens die Hauptinsel von Orkney, im Gegensatz dem, was die Schotten weiter südlich für "the scottisch mainland" halten. Das nennt man auf Orkney nur "the south". Das ist nur eine von vielen Eigenheiten, die Richard erklärt. Ebenso wie die Tatsache, dass "remote" immer davon abhängt, von wo man das betrachtet. Von Kirkwall aus ist Edinburgh remote. Oder die, dass Orkney seit 2015 in der Lage ist, seinen gesamten Strombedarf selbst zu decken und zwar aus erneuerbaren Energien wie Wind und Wasser.
Beide Bücher sind Sammelsurien über alle möglichen Dinge, die mit Orkney Inseln zu tun haben. Mit den Sehenswürdigkeiten, mit ihrer Historie, mit alten Berufen, die auszusterben drohen, mit neuen Berufen, die gerade erst entstehen, mit der Mentalität der Einwohner und immer wieder mit dem Verhältnis der Menschen zu den Inseln und zur See. Denn auch das ist etwas, was alle Inseln der Welt gemein haben: Das Leben dort wird vom Meer bestimmt, auf die eine oder andere Weise.
Richard ist heute pensioniert und war früher Lehrer. Er ist weder Historiker, noch Archäologe, noch Fisch- oder Schafsfarmer, noch Wissenschaftler. Er hat mit einer Menge solcher Fachleute gesprochen, trägt aber immer Sorge dafür, dass alle Informationen auch Laien verständlich sind, oft unterstützt von sehr amüsanten Beispielen, um sie zu verdeutlichen. Das unterstützt den lockeren Ton der Bücher und trägt sehr zum lebendigen Stil bei. Es sind keine trockenen Reiseführer über Orkney, es sind Episoden aus dem Leben der Inseln.
Natürlich erhebt keines der beiden Bücher den Anspruch, ein Reiseführer zu sein oder auch nur das Wichtigste abzudecken, was man auf Orkney sehen oder tun kann. Aber sie enthalten viele Hinweise auf Dinge, die man sehen und tun kann, wenn man da ist. Viele Details, bei denen sich kein Reiseführer die Mühe machen würde, sie zu erwähnen, das auch. Es sind Bücher, die man vor der Reise nach Orkney lesen kann, um sich dann auf die Suche zu machen und alles nachzuvollziehen, was darin steht. Oder man liest sie nach der Reise, erinnert sich an das, was man gesehen hat, und macht ein paar Pläne für den nächsten Besuch, auch wenn der noch so hypothetisch ist. Über einige Dinge, bei denen wir entschieden haben, sie nicht anzusehen, habe ich genug gelernt, dass ich sie jetzt doch interessant genug finde, um sie ansehen zu wollen, hätte ich noch einmal Wahl. Ich finde, ein größeres Lob kann man für solche Bücher nicht aussprechen.
Und ich weiß jetzt auch, warum Carlin Skerry Carlin Skerry heißt. Jedes Haus braucht einen passenden Namen.
Und hier dann nochmal die Homepage fürs B&B. Werbung!