von Rick Riordan
Es spielt vor "The Trials of Apollo", denn Percy ist noch nicht auf dem College und seine Halbschwester (war es eine Schwester? Ich glaube ja.) ist noch nicht geboren. Und darum geht es auch, die Zulassung fürs College zu bekommen. Dachte Percy eigentlich, dass Schwierigste dabei würde sein, die entsprechenden Noten im letzten Schuljahr irgendwie zu erreichen, stellt sich jetzt heraus, dass er für das New Rome College drei Empfelungsschreiben braucht. Von Göttern natürlich. Und die kriegt man nur, wenn man für die irgendwas erledigt. Eine Quest. Was ein Halbgott eben nunmal so tut.
Da trifft es sich gut, dass es Dinge gibt, die Götter selbst einfach nicht tun können. Zum Beispiel Dinge wiederbeschaffen, die irgendwie abhanden gekommen sind. So wie Hermes' Stab damals, den Percy auch wieder auftreiben musste. Diesmal ist es Ganymed, und man hat ihm den titelgebenden Chalice of the Gods gestohlen. Jeder, der daraus trinkt, erlangt Unsterblichkeit, und random Unsterblichkeit ist ja nun auch nicht gerade etwas, was die Götter gutheißen würden. Die Rechnung ist also einfach: Kelch wieder da = Empfehlungsschreiben.
Und ebenso einfach ist die andere Rechnung: Drei Empfehlungsschreiben, dann wirds wohl drei Bücher geben. Denn schließlich wissen wir ja schon, dass Percy aufs College gehen wird.
Ich mag es, wenn Mr. Riordan zu Percy zurückkehrt, denn ich finde, das ist die lebendigste seiner Stimmen. Percy ist flapsig, sarkastisch, fatalistisch, unkonzentriert, hat meistens keine Ahnung, wurschelt sich irgendwie durch, hat meistens Glück und manchmal auch eine wirklich gute Idee, die dann ein Problem löst. Außerdem ist Percy ein sehr guter und loyaler Freund, und er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Wenn er helfen kann, hilft er. Er versucht es auch, wenn er nicht weiß, ob er helfen kann. Und er ist sich seiner Fehler und Schwächen bewusst, ohne einen großen Aufstand darum zu machen. Ein menschlicher, sympatischer, echter Charakter, und auch wenn hier wieder mal gesagt wird, dass ein Sohn von Poseidon eigentlich nicht existieren dürfte, weil die einfach zu mächtig sind, nehmen sich Percys Fähigkeiten im Vergleich zu Halbgöttern aus späteren Büchern nach wie vor eher niedlich aus. Wie er selbst sagt, er kann Wasser kontrollieren, mit Pferden sprechen und ist sehr schwer zu ertränken, das wars quasi schon. Finde ich persönlich sehr angenehm, allmächtige Charakter haben mir noch nie etwas gegeben.
Eine weitere Stärke des Buches ist es, dass es sich ganz auf Percy, Annabeth und Grover konzentriert. Sozusagen wie in alten Zeiten. Ein Trio, das gemeinsam einen weiten Weg gekommen ist, viel durchgemacht und durchgestanden hat, und das darum einander sehr gut kennt und dessen Beziehungen untereinander ebenso klar wie unterschütterlich sind. Unzertrennlich eben.
Dazu kommt dann noch der übliche Mix aus schrägen Ideen, Erkenne-das Moster/die Gottheit-Spielchen und die Interpretation von göttlichen Zuständigkeiten in der Welt des modernen New Yorks. Also genau der Charme, der Mr. Riordans Bücher groß gemacht hat. Persönlich finde ich, dass der Hinweis, dass Halbgötter ADHS haben, ein bisschen zu häufig kommt, zumal wir das alle seit über 20 Büchern ohnehin schon wissen, aber wirklich störend ist das auch nicht. Als Gegengewicht gibts dann halt auch New Yorker Lokalkolorit, da diesmal doch alles auf räumlich eher übersichtlicher Fläche stattfindet. Das macht es weniger gehetzt, was ich sehr angenehm fand. Sonst müssen Charktere in Riordan-Büchern doch immer gerne mal unter Zeitdruck sehr viel Distanz überbrücken, diesmal fahren sie halt eine halbe Stunde mit der U-Bahn.
Und der Kampf mit Geras hat dem Buch einen sehr schönen emotionalen Fixpunkt gegeben. Niemand besiegt das Alter, aber random Jugend und Unsterblichkeit ist halt auch keine Lösung.
Ich freu mich aufs nächste.
Es spielt vor "The Trials of Apollo", denn Percy ist noch nicht auf dem College und seine Halbschwester (war es eine Schwester? Ich glaube ja.) ist noch nicht geboren. Und darum geht es auch, die Zulassung fürs College zu bekommen. Dachte Percy eigentlich, dass Schwierigste dabei würde sein, die entsprechenden Noten im letzten Schuljahr irgendwie zu erreichen, stellt sich jetzt heraus, dass er für das New Rome College drei Empfelungsschreiben braucht. Von Göttern natürlich. Und die kriegt man nur, wenn man für die irgendwas erledigt. Eine Quest. Was ein Halbgott eben nunmal so tut.
Da trifft es sich gut, dass es Dinge gibt, die Götter selbst einfach nicht tun können. Zum Beispiel Dinge wiederbeschaffen, die irgendwie abhanden gekommen sind. So wie Hermes' Stab damals, den Percy auch wieder auftreiben musste. Diesmal ist es Ganymed, und man hat ihm den titelgebenden Chalice of the Gods gestohlen. Jeder, der daraus trinkt, erlangt Unsterblichkeit, und random Unsterblichkeit ist ja nun auch nicht gerade etwas, was die Götter gutheißen würden. Die Rechnung ist also einfach: Kelch wieder da = Empfehlungsschreiben.
Und ebenso einfach ist die andere Rechnung: Drei Empfehlungsschreiben, dann wirds wohl drei Bücher geben. Denn schließlich wissen wir ja schon, dass Percy aufs College gehen wird.
Ich mag es, wenn Mr. Riordan zu Percy zurückkehrt, denn ich finde, das ist die lebendigste seiner Stimmen. Percy ist flapsig, sarkastisch, fatalistisch, unkonzentriert, hat meistens keine Ahnung, wurschelt sich irgendwie durch, hat meistens Glück und manchmal auch eine wirklich gute Idee, die dann ein Problem löst. Außerdem ist Percy ein sehr guter und loyaler Freund, und er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Wenn er helfen kann, hilft er. Er versucht es auch, wenn er nicht weiß, ob er helfen kann. Und er ist sich seiner Fehler und Schwächen bewusst, ohne einen großen Aufstand darum zu machen. Ein menschlicher, sympatischer, echter Charakter, und auch wenn hier wieder mal gesagt wird, dass ein Sohn von Poseidon eigentlich nicht existieren dürfte, weil die einfach zu mächtig sind, nehmen sich Percys Fähigkeiten im Vergleich zu Halbgöttern aus späteren Büchern nach wie vor eher niedlich aus. Wie er selbst sagt, er kann Wasser kontrollieren, mit Pferden sprechen und ist sehr schwer zu ertränken, das wars quasi schon. Finde ich persönlich sehr angenehm, allmächtige Charakter haben mir noch nie etwas gegeben.
Eine weitere Stärke des Buches ist es, dass es sich ganz auf Percy, Annabeth und Grover konzentriert. Sozusagen wie in alten Zeiten. Ein Trio, das gemeinsam einen weiten Weg gekommen ist, viel durchgemacht und durchgestanden hat, und das darum einander sehr gut kennt und dessen Beziehungen untereinander ebenso klar wie unterschütterlich sind. Unzertrennlich eben.
Dazu kommt dann noch der übliche Mix aus schrägen Ideen, Erkenne-das Moster/die Gottheit-Spielchen und die Interpretation von göttlichen Zuständigkeiten in der Welt des modernen New Yorks. Also genau der Charme, der Mr. Riordans Bücher groß gemacht hat. Persönlich finde ich, dass der Hinweis, dass Halbgötter ADHS haben, ein bisschen zu häufig kommt, zumal wir das alle seit über 20 Büchern ohnehin schon wissen, aber wirklich störend ist das auch nicht. Als Gegengewicht gibts dann halt auch New Yorker Lokalkolorit, da diesmal doch alles auf räumlich eher übersichtlicher Fläche stattfindet. Das macht es weniger gehetzt, was ich sehr angenehm fand. Sonst müssen Charktere in Riordan-Büchern doch immer gerne mal unter Zeitdruck sehr viel Distanz überbrücken, diesmal fahren sie halt eine halbe Stunde mit der U-Bahn.
Und der Kampf mit Geras hat dem Buch einen sehr schönen emotionalen Fixpunkt gegeben. Niemand besiegt das Alter, aber random Jugend und Unsterblichkeit ist halt auch keine Lösung.
Ich freu mich aufs nächste.