Eine Stadt und ein Museum: Florenz
Mar. 4th, 2024 01:12 pmFlorenz - italienisch: Firenze - ist die Hauptstadt der Toskana und hat beinahe 400 000 Einwohner. Sie liegt direkt am Apennin-Gebirge, darum führt die Schnellzugverbindung von Bologna nach Florenz fast ausschließlich durch Tunnel. Außerdem liegt Florenz am Arno, der südlich der Altstadt mitten durch die Stadt fließt, und auch hin und wieder mal durch die ganze Stadt. Die letzte dieser großen Überflutungen war im Jahr 1966, wo die gesamte Altstadt mehrere Meter unter Wasser stand. Früher war der Arno mal schiffbar, heute fährt allenfalls mal ein Ausflugsboot darauf herum.
Florenz ist auch die Hauptstadt und Wiege der Renaissance, die Heimat der berühmt-berüchtigeten Familie Medici und war im 15./16.Jahrhundert eine der reichsten Städte Europas überhaupt. Davon zeugen heute noch beeindruckende Bauten wie der Duomo oder der gigantische Palazzo Pitti. Und natürlich eine Unmenge von Kunstwerken in der Stadt, von legendären Namen wie Michelangelo, Donatello, Caravaggio und natürlich Leonardo da Vinci. Die gesamte Innenstadt von Florenz ist UNESCO-Weltkulturerbe, und für 6 Jahre im 19.Jahrhundert war Florenz sogar die Hauptstadt von Italien.
Die industrielle Revolution ist an Florenz weitgehend vorbeigegangen, so dass die Bedeutung der Stadt stark sank. Erst als Tourismusziel, vor allem als wichtigste Station der Grand Tour, gewann sie wieder an Bedeutung. Heute besuchen gute 4 Millionen Menschen die Stadt jährlich und sie gilt als eine der schönsten Städte der Welt.
Wenn man eine so legendäre Stadt ist, reißen sich natürlich alle anderen um eine Städtepartnerschaft: Florenz hat 21 davon. Dabei handelt es sich um Bethlehem (Palästina), Budapest (Ungarn), Dresden (Deutschland), Edinburgh (Schottland), Fès (Marokko), Isfahan (Iran), Kassel (Deutschland), Kiew (Ukraine), Kuwait (Kuwait), Kyōto (Japan), Nanjing (Volksrepublik China), Nazareth (Israel), Philadelphia (Vereinigte Staaten), Heroica Puebla de Zaragoza (Mexiko), Reims (Frankreich), Riga (Lettland), Salvador/Bahia (Brasilien), Sydney (Australien), Tirana (Albanien), Turku (Finnland) und Valladolid (Spanien).
Das vielleicht bekannteste Museum der Stadt sind die Galleria degli Uffizi, kurz genannt Uffizien. Es handelt sich um eins der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, dessen Schwerpunkt auf - wie könnte es anders sein - der Malerei der Renaissance liegt. Das gigantische zweiflügelige Gebäude liegt zwischen Piazza della Signoria, direkt neben dem Palazzo Veccio (der kein Kunstmuseum ist) und dem Arno, und hat weit über 100 Ausstellungssräume. Es empfiehlt sich, die Eintrittskarten mit Zeitfenster online vorzubuchen, denn die Uffizien sind voll. Immer. Und im Sommer auch gerne mal ausgebucht, so dass man dann gar nicht mehr reinkommt.
Die Hauptattraktionen sind fast alle im obersten Stockwerk, in den Seitenräumen der zentralen Gallerie, die alleine schon sehenswert ist, mit ihren Statuen, dem Blick auf Florenz, den Arno und der beeindruckenden bemalten Decke. Dort befindet sich auch die Original-Marmorstatue eines Wildschweins, die direkt neben einer Kopie der Laokoon-Gruppe steht, und die für die Souvenirverkäufe der Stadt in etwa den gleichen Stellenwert hat wie Michelangelos David (der nicht in den Uffizien ist) und Caravaggios Medusa (die in den Uffizien ist, aber in einem anderen Stockwerk).
Alles, was in der italienischen Malerei Rang und Namen hat, ist vertreten. Boticellis "Der Frühling" hängt hier, genauso wie seine "Die Geburt der Venus", da Vincis "Die Verkündigung", Michelangelos "Tondo Dori" und eben Caravaggios "Medusa" - und noch eine ganze Reihe anderer Bilder, die man schonmal gesehen hat, auch wenn man sie vielleicht nicht benennen kann oder weiß, von wem sie sind. Darüber hinaus gibt es eine Sammlung niederländischer Kunst, in der natürlich auch alle bekannten Namen vertreten sind.
Am Ende dieser Etage liegt das Café mit seiner berühmten Terrasse mit dem "Golden View" auf den Dom - und hier gibt es eine Treppe für die ganz Eiligen, die direkt wieder nach draußen führt, ohne dass man sich durch den Rest der Ausstellung - Spenden und Porträts - noch durchquetschen müsste. Falls man die Zeit nicht hat. Wir sind sicher nicht die langsamsten Besucher, und wir haben gute drei Stunden gebraucht, inklusive der Mitteletage, aber ohne Anstehen für die Tribuna. Und wenn man sich dann noch einen Audioguide ausleihen will, dann braucht man wahrscheinlich die gesamte Öffnungszeit von 8 bis 19 Uhr.
Natürlich haben die Uffizien auch einen Souvenirshop. Dieser hat die Größe eines mittelgroßen Buchladens - und auch ebenso viele Bücher - und sein eigenes Postamt. Der größte Verkaufsschlager sind Dinge, die mit Caravaggios Medusa bedruckt sind.
Florenz ist auch die Hauptstadt und Wiege der Renaissance, die Heimat der berühmt-berüchtigeten Familie Medici und war im 15./16.Jahrhundert eine der reichsten Städte Europas überhaupt. Davon zeugen heute noch beeindruckende Bauten wie der Duomo oder der gigantische Palazzo Pitti. Und natürlich eine Unmenge von Kunstwerken in der Stadt, von legendären Namen wie Michelangelo, Donatello, Caravaggio und natürlich Leonardo da Vinci. Die gesamte Innenstadt von Florenz ist UNESCO-Weltkulturerbe, und für 6 Jahre im 19.Jahrhundert war Florenz sogar die Hauptstadt von Italien.
Die industrielle Revolution ist an Florenz weitgehend vorbeigegangen, so dass die Bedeutung der Stadt stark sank. Erst als Tourismusziel, vor allem als wichtigste Station der Grand Tour, gewann sie wieder an Bedeutung. Heute besuchen gute 4 Millionen Menschen die Stadt jährlich und sie gilt als eine der schönsten Städte der Welt.
Wenn man eine so legendäre Stadt ist, reißen sich natürlich alle anderen um eine Städtepartnerschaft: Florenz hat 21 davon. Dabei handelt es sich um Bethlehem (Palästina), Budapest (Ungarn), Dresden (Deutschland), Edinburgh (Schottland), Fès (Marokko), Isfahan (Iran), Kassel (Deutschland), Kiew (Ukraine), Kuwait (Kuwait), Kyōto (Japan), Nanjing (Volksrepublik China), Nazareth (Israel), Philadelphia (Vereinigte Staaten), Heroica Puebla de Zaragoza (Mexiko), Reims (Frankreich), Riga (Lettland), Salvador/Bahia (Brasilien), Sydney (Australien), Tirana (Albanien), Turku (Finnland) und Valladolid (Spanien).
Das vielleicht bekannteste Museum der Stadt sind die Galleria degli Uffizi, kurz genannt Uffizien. Es handelt sich um eins der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt, dessen Schwerpunkt auf - wie könnte es anders sein - der Malerei der Renaissance liegt. Das gigantische zweiflügelige Gebäude liegt zwischen Piazza della Signoria, direkt neben dem Palazzo Veccio (der kein Kunstmuseum ist) und dem Arno, und hat weit über 100 Ausstellungssräume. Es empfiehlt sich, die Eintrittskarten mit Zeitfenster online vorzubuchen, denn die Uffizien sind voll. Immer. Und im Sommer auch gerne mal ausgebucht, so dass man dann gar nicht mehr reinkommt.
Die Hauptattraktionen sind fast alle im obersten Stockwerk, in den Seitenräumen der zentralen Gallerie, die alleine schon sehenswert ist, mit ihren Statuen, dem Blick auf Florenz, den Arno und der beeindruckenden bemalten Decke. Dort befindet sich auch die Original-Marmorstatue eines Wildschweins, die direkt neben einer Kopie der Laokoon-Gruppe steht, und die für die Souvenirverkäufe der Stadt in etwa den gleichen Stellenwert hat wie Michelangelos David (der nicht in den Uffizien ist) und Caravaggios Medusa (die in den Uffizien ist, aber in einem anderen Stockwerk).
Alles, was in der italienischen Malerei Rang und Namen hat, ist vertreten. Boticellis "Der Frühling" hängt hier, genauso wie seine "Die Geburt der Venus", da Vincis "Die Verkündigung", Michelangelos "Tondo Dori" und eben Caravaggios "Medusa" - und noch eine ganze Reihe anderer Bilder, die man schonmal gesehen hat, auch wenn man sie vielleicht nicht benennen kann oder weiß, von wem sie sind. Darüber hinaus gibt es eine Sammlung niederländischer Kunst, in der natürlich auch alle bekannten Namen vertreten sind.
Am Ende dieser Etage liegt das Café mit seiner berühmten Terrasse mit dem "Golden View" auf den Dom - und hier gibt es eine Treppe für die ganz Eiligen, die direkt wieder nach draußen führt, ohne dass man sich durch den Rest der Ausstellung - Spenden und Porträts - noch durchquetschen müsste. Falls man die Zeit nicht hat. Wir sind sicher nicht die langsamsten Besucher, und wir haben gute drei Stunden gebraucht, inklusive der Mitteletage, aber ohne Anstehen für die Tribuna. Und wenn man sich dann noch einen Audioguide ausleihen will, dann braucht man wahrscheinlich die gesamte Öffnungszeit von 8 bis 19 Uhr.
Natürlich haben die Uffizien auch einen Souvenirshop. Dieser hat die Größe eines mittelgroßen Buchladens - und auch ebenso viele Bücher - und sein eigenes Postamt. Der größte Verkaufsschlager sind Dinge, die mit Caravaggios Medusa bedruckt sind.