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Der Dinner-Talk hält, was er verspricht. Am meisten mag ich das hier: "Ich kann nicht in die Zukunft sehen, das kann niemand. Doch ich sehe das Schicksal der Menschen, denn es ist ihnen vorherbestimmt."
Im großen und ganzen bestätigt die Alte all die Sorgen wegen Raganrök, die Hagen sich auf Seite 7 bis 14 auch schon gemacht hat.

Zur Ehrenrettung Hohlbeins: die beiden Ladies sind offenbar keine Sterblichen. Na, dann geht das mit dem Eigentümlich hingezogen fühlen ja noch, denn Hagen ist kein Christ. Er wird auch sofort ganz fuchtbar wütend, wenn man das annimmt. Finde ich für einen Soldaten etwas merkwürdig, aber gut. Eigentlich ist er ja sensibel (TM). Er vesteckt es halt nur gut.

"Hart war er zu seinen Männern. Unbarmherzig nur zu sich selbst."
Genau. Und man wird ihn trotzdem einen Mörder und Verräter nennen. Tragisches Schicksal. Und, wie grade gelernt, vorherbestimmt.
Falls das jemand noch nicht verstanden hat, fliegt auch die ganze Zeit eine Krähe über dem Rhein rum. Hagen gibt Auftrag, sie abzuschießen, aber eine Windböe lenkt den Pfeil ab. Ein zweiter Schuß ist nutzlos, Hagen weiß ja jetzt, was er wissen wollte. Schicksal. Anstatt es stoisch zu ertragen, hat er Angst.

In Worms angekommen, erfahren wir, daß Gunther nach Island fahren will um Brunhild zu freien. Gunther und ganz Burgund ist übrigens christlich, darum hat da auch keiner Angst vor einer Walküre. Gibt ja keine. Wie soll Odin auch Töchter haben, wenn der nicht exisitiert?

Der Grund dafür, daß der König Bunhilde haben will, ist übrigens, daß er vom Pferd gefallen ist. Es gibt am Hof offenbar eine furchtbar wilde Stute und Giselher hat es geschafft, sich da ein paar Sekunden drauf zu halten. Das konnte Gunther nicht auf sich sitzen lassen, wurde abgeworfen und hat sich dabei offenbar schwer verletzt. Und weil Giselher sich länger hat halten können und darum gespottet hat, daß Gunther noch kein Weib hat, weil er erst eins finden muß, das sanftmütig genug ist,immerhin kann er sich ja nichtmal auf einer Stute halten... da muß jetzt halt Brunhild her. Männliche Ehre.

Hagen fühlt sich eigentümlich zu Kriemhild hingezogen, aber immer schon, schwester-bruderlich oder irgendwie sowas. Genauer weiß ers nicht, denn er will nicht drüber nachdenken, aber er und Kriemhild haben ein sehr gutes Verhältnis. Sie ist erst 15 und darum ein Kind. Ähm... in welchem Jahrhundert spielt das noch gleich? Hatte er nicht gesagt,daß römische Reich zerfällt grade?

Egal, jetzt reitet der Held der Geschichte ein: Siegfried, der strahlende Kotzbrocken vom Dienst, der keinen Respekt kennt und allen Leuten sofort sein Schwert unter die Nase halten muß, weil er nunmal das größte hat. Okay, es ist Balmung. Da ist man dann auch brav beeindruckt.

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