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1. Die Sache mit den Haupstädten ist schwierig. Neben Besançon und Dijon gibt es da auch noch Dole, das mal die Hauptstadt der Freigrafschaft Burgund war. Dabei handelt es sich nicht um die Bourgogne, sondern um die Franche Comté. Die ja nie eine Freigraftschaft war, aber lassen wir das mal.

2. Es schreibt sich Dole. Nicht Dôle. Die falsche Schreibweise stammt vom Pariser Nicolas Boileau, der sie in seiner "Art poétique" (1762) verwendet hat. 1962 wurde per Dekret entschieden, dass "Dole" die einzig korrekte, weil historische, Schreibweise ist.

3. Alle drei Städte haben hübsche Altstädte mit hellem Stein und Fachwerk. Die von Besançon und Dijon sind flach, während die von Dole doch sehr stark im Hang liegt.

4. Alle drei Städte haben praktische Rundwege, die mit Bronzedreiecken im Boden markiert sind. Dijon hat den Rundweg der Eule, Dole den Rundweg von Titus, dem Kater, und Besançon gleich drei, den Doubsweg, den Weg der Uhrmacher und den Weg des Jaquemart. In Dijon und Besançon kann man die Bronzedreiecke in den Touristinformationen kaufen, also nehme ich jetzt einfach mal an, dass man das in Dole auch kann.

5. Dijon hat eine Eule, weil an der Kirche Notre-Dame an der Nordseite eine kleine Eulenfigur zu sehen ist, die man mit der linken Hand berühren muss, während man sich etwas wünscht, damit es in Erfüllung geht.

6. Die doloise (Adjektiv zu Dole) Katze nimmt Bezug auf den Kater Titus aus einem Buch des Autors Marcel Aymé, der lange in Dole gelebt hat und auch Dinge wie "Der Mann, der durch Wände gehen konnte" geschrieben hat.

7. Der berühmteste Sohn der Stadt ist trotzdem Louis Pasteur.

8. Ein Jaquemart ist eine Figur auf einem Kirchturm, die einen Hammer in der Hand hat und zur Zeitangabe damit auf eine Glocke schlägt. Das Wort ist eine Zusammenfassung aus Jaques und marteau (Hammer), was schon zeigt, dass ein Jaquemart männlich ist. Dijon hat ihm auf Notre Dame eine Frau und zwei Kinder zur Seite gestellt. Diese heißen Jaqueline, Jaquelin und Jaquelinette.

9. François Pompon war ein Animalier (Stulpteur, der vor allem Tiere macht). Er war nicht aus Dijon, aber das macht der Stadt nichts aus - sie haben ihm trotzen einen eigenen Raum im Musée des Beaux-Arts gegeben und eine Kopie seines berühmten Eisbären in einen Park gestellt. Viele seiner Tierfiguren sind sehr hübsch und weichrund.

10. Ach so, und Djion ist natürlich auch bekannt für Senf.

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