Die Ringe der Macht
Dec. 13th, 2025 02:41 pmvon Helmut W. Pesch, Horst von Allwörden
Herrn Pesch kenne ich, das ist einer der Dozenten der ersten RingCons, damals vor allem spezialisiert auf diverse Elbische Sprachen. Herrn von Allwörden kenne ich nicht.
EDIT: Zwischenzeitlich habe ich gelernt, dass das Buch von 1998 ist und nur als neue Edition herausgekommen ist. Muss man also im Kontext der Zeit lesen.
Zunächst mal bin ich überrascht vom Titel. "Rings of Power" ist der Titel der amazon-Herr der Ringe-Ableger-Serie, so dass sich da der Bezug sofort aufdrängt. Schlechtes Zeichen. Dann bin ich überrascht vom Verlag. Bastei Lübbe. Das stellt sich dann als mein Fehler heraus, denn Herrn Peschs Elbisch-Bücher sind auch schon von Lübbe, und nicht, wie ich annahm, von Klett Cotta.
Okay, erstmal zum Inhalt. Am Anfang steht eine Überlieferung, die ich an dieser Stelle gerne zitieren möchte.
"In uralten Zeiten schuf der Elbenfürst sieben Ringe der Macht.
Drei gab er den Menschenkindern, dass sie die Mittelreiche nach ihrem Belieben durchstreifen. Zwei haben die Zwergenmeister in ihrer Hut, die die Tore der Unterwelt bewachen. Einer ist an der Hand des hohen Elbenfürsten selbst.
Von dem siebenten Ring weiß keiner."
Und damit weiß man eigentlich schon alles. Erstens, es wird stark an den Herrn der Ringe angelehnt sein, zweitens, es wird deutlich prosaischer sein. Und so kommt es dann es auch.
Zuerst brauchen wir ein Volk, das den Hobbits entspricht. In diesem Falle nennen sie sich das Ffolk (Herr Pesch ist Linguist und kennt sich in keltischen Sprachen aus, aber für denn Fall, dass jemand nicht weiß, wie man "ff" spricht, wird es im Buch erklärt, als es jemand falsch macht). Sie sind klein, etwas größer als Zwerge, aber deutlich kleiner als Menschen, und sie leben ein sehr friedliches, sehr abgeschiedenes Leben in ihrem kleinen Teil des großen (menschlichen) Imperiums. Sie haben eine sehr gut dokumentierte, gut 700 Jahre alte Geschichte samt Museum und Kurator, und Kim ist der neue Kurator dieses Museum. Zusammen mit seinem Posten bekommt er einen Ring.
Aus den Zeiten auf der Uni des Imperiums hat Kim zwei gute Freunde, den Zwerg Burin, genannt Bubu, weil Zwerge sehr viel Status und Respekt über Namne ausdrücken (je wichtiger der Zwerg, desdo länger der Name), und das ein guter Scherz ist, und Fabian, Thronfolger besagten Imperiums, der natürlich ein Mensch ist. Die beiden kommen Kim besuchen, es fällt ihn quasi ein erschöpfter Elb ins Haus und schon sind sie unterwegs, in einer Mischung aus Flucht und Mission, den Kaiser in der Hauptstadt vor der Invasion der Dunkelelben zu warnen, die eigentlich von einem Jahrhunderte alten Bannkreis von genau solchen Aktionen abgehalten werden sollten.
Und weil das ein moderner Roman ist, nehmen sie dabei auch noch Marina, Kims Haushälterin, mit, damit sie ihnen den Weg durch den Sumpf zeigt.
Weitere Personen sind Gwrgi (auch hier hilft es deutlich, wenn man einfach mal annimmt, dass das "w" ein "u" sein könnte, von wegen Aussprache), der auf den ersten Blick exakt dem Klischee des gleichnamigen Charakters aus "Taran und der Zauberkessel" entspricht, und "gollum" sagt, wenn er sich so sehr aufregt, dass er nicht mehr sprechen kann.
Und Kims Mentor und Vorgänger als Kurator, der als einziger alle Geheimnisse, Prophezeihungen und Hintergründe versteht, die Kim aber nie erklärt hat und dann auch recht schnell von den Ork-Äquivalenten dieser Welt erstochen wird. Er hat mehrere Auftritt als Geist, erklärt aber auch da nichts.
Wir ziehen also durch die Sümpfe, versuchen uns dann an einem Bergpass, der aber zu verschneit ist, und entscheiden uns darum, das Gebirge zu unterqueren, durch eine alte Zwergenstadt. Dort ertönen ständig Trommeln, wir sperren uns erst irgendwo ein, flüchten dann über eine Brücke (glaub ich, zu dem Zeitpunkt habe ich schon nur noch quergelesen) und der Elb opfert sich, damit der Rest entkommen kann.
Danach findet eine Schlacht um die Hauptstadt des Elderland (da wohnt das Ffolk) statt, die als Schlacht aller freien Völker prophezeit wurde - es nehmen Menschen, Zwerge, Elben und das Ffolk daran teil.
Nichts Neues also. Kommen wir zu der Frage, wie es ausgeführt wurde.
Wie mein "quer gelesen" vermuten lässt... nicht besonders gut.
Bringen wir erst das offensichtliche hinter uns: die Quotenfrau. Sie muss mit, weil nur sie den Weg durch die Sümpfe und die Losungswörter für die Sumpflinge kennt. Ansonsten macht sie Feuer und kocht (und es ist ganz fantastisch, was sie aus den einfachen Zutaten so zaubert und schmeckt immer toll), was auch ständig und immer wieder wiederholt wird, und erweist sich in der Zwergenstadt als Einzige in der Lage, die Karte zu lesen und sich zu orientieren. Kim sagt immer und immer wieder, wie überrascht er ist, dass so viel mehr in seiner Haushälterin steckt, als er jemals dachte. Dann stellt sich heraus, dass sie nächste Hohepriesterin der weiblichen Gottheit des Ffolks ist (sie haben auch eine männliche, beide sind absolut gleichberechtigt und darum ist Religion total unwichtig und alles friedlich im Ffolk). Und nicht zu vergessen braucht ein weiblicher Charakter auch immer einen love interest, also arbeiten wir das auch noch ab. Bubu, übrigens. Wenigstens sind sie beide nicht auf den Mund gefallen, Kommunikation ist wichtig für eine gute Ehe.
Der Stil ist sperrig, altmodisch und irgendwo zwischen schwülstig und hölzern. Die Dialoge sind gestelzt und klingen blutleer und oft ohne Rückhalt im Charakter selbst. Nicht, dass da viel zu holen wäre - alle wichtigen Dinge sind offensichtlich schon passiert und werden nur im Rückblick erzählt, dafür aber immer mal wieder und mehrfach. z.B. wie Kim, Burin und Fabian sich kennengelernt haben, aber daraus erfolgt keine Entwicklung und wir müssen uns einfach mit dem Status quo abfinden, der dadurch vollkommen in der Luft hängt und sich kein bisschen glaubwürdig anfühlt. Zumal jeder der drei auch noch Massen von Geheimnissen hat, die nur noch mehr dazu beitragen, dass es sich nicht nach einer langjährigen, engen Freundschaft anfühlt. Es gibt einfach zu viele "ach, übrigens, habe ich euch nie gesagt..."-Momente.
Generell gibt es sehr viele Abschweifungen und Rückblenden zu irgendwelchen historischen Ereignissen, die sich alle lesen wie ein Artikel in einem Geschichtsbuch, meistens als innerer Monolog von Kim stattfinden, und einem auch vor allem das Gefühl geben, dass die Autoren besser darüber ein Buch geschrieben hätten, wenn diese Ereignisse so wichtig waren, dass wir jetzt zehn Seiten darüber lesen müssen.
Der Versuch, viel Historie unterzubringen, um damit zu beweisen, wie toll und detailreich die Welt erschaffen wurde? Das Konzept ist immer gefährlich, und dieses Buch zeigt einmal mehr, warum.
Die Perspektive springt zwischen den vier Herren der Truppe, mit Kim als Hauptprotagonist von gefühlt etwa 75 % - kann sein, dass ich überlesen habe, wenn Marina Perspektive bekommen hat, wie gesagt, quer gelesen... - und führt zu mehr ausufernden Betrachtungen über Dinge, die zwar die aktuelle Problematik beeinflussen, aber vor hunderten von Jahren stattgefunden haben. Oder zu Betrachtungen über die Entscheidungen von mächtigen Wesen wie dem Elbenfürsten vom Einführungs-Text. Oder einfach zu noch mehr Geschichtsfakten und ganz selten mal dazu, dass man glaubt, irgendwas von dem, was grade vorgeht, zu verstehen.
Nicht, dass nicht trotzdem noch genug Löcher übrigbleiben.
Und nicht zu vergessen passieren auch sehr viele Dinge, während der gerade gewählte Perspektivträger sie nicht mitbekommt, so dass ihm (und dem Leser) dann nachher jemand erzählen muss, was passiert ist.
Ich habe etwa 60 Seiten wirklich gelesen. Danach habe ich angefangen, quer zu lesen und später habe ich nur noch über die Seiten drübergescannt, um wichtige Informationen zu orten, und dann vielleicht mal ein bisschen mehr zu lesen. Genrell hatte ich das Gefühl, dass der Stil nach hinten raus besser wurde, aber das mag an meiner Lesetechnik gelesen haben. Ich habe sogar immer mal wieder überlegt, ob ich es nicht einfach weglege und ganz bleiben lassen, aber da bin ich generell eher schlecht drin.
Zu viel Infodump und zu wenig Fokus auf die eigentliche Geschichte. Schablonen-Charaktere ohne Basis und ohne lebendige Beziehungen untereinander. Ringe als übergeordnetes Thema, das aufgesetzt wirkt und undurchdacht, zumal tatsächlich alle auftauchen und die meisten Leute keine Ahnung haben, wie sie damit umgehen sollen. Symbolik von Leben gegen Unsterblichkeit und geschaffene Dinge. Zwerge mit Autos und Telefonen als Tiefpunkt. Random Drachen-Cameo, um ebenso random rätselhafter Entität sowas wie einen mit der Handlung verbundenen Sinn zu geben.
Und warum muss Gwrgi "gollum" sagen? Gibt's da wirklich kein anderes Wort, das man rauswürgen kann?
Herrn Pesch kenne ich, das ist einer der Dozenten der ersten RingCons, damals vor allem spezialisiert auf diverse Elbische Sprachen. Herrn von Allwörden kenne ich nicht.
EDIT: Zwischenzeitlich habe ich gelernt, dass das Buch von 1998 ist und nur als neue Edition herausgekommen ist. Muss man also im Kontext der Zeit lesen.
Zunächst mal bin ich überrascht vom Titel. "Rings of Power" ist der Titel der amazon-Herr der Ringe-Ableger-Serie, so dass sich da der Bezug sofort aufdrängt. Schlechtes Zeichen. Dann bin ich überrascht vom Verlag. Bastei Lübbe. Das stellt sich dann als mein Fehler heraus, denn Herrn Peschs Elbisch-Bücher sind auch schon von Lübbe, und nicht, wie ich annahm, von Klett Cotta.
Okay, erstmal zum Inhalt. Am Anfang steht eine Überlieferung, die ich an dieser Stelle gerne zitieren möchte.
"In uralten Zeiten schuf der Elbenfürst sieben Ringe der Macht.
Drei gab er den Menschenkindern, dass sie die Mittelreiche nach ihrem Belieben durchstreifen. Zwei haben die Zwergenmeister in ihrer Hut, die die Tore der Unterwelt bewachen. Einer ist an der Hand des hohen Elbenfürsten selbst.
Von dem siebenten Ring weiß keiner."
Und damit weiß man eigentlich schon alles. Erstens, es wird stark an den Herrn der Ringe angelehnt sein, zweitens, es wird deutlich prosaischer sein. Und so kommt es dann es auch.
Zuerst brauchen wir ein Volk, das den Hobbits entspricht. In diesem Falle nennen sie sich das Ffolk (Herr Pesch ist Linguist und kennt sich in keltischen Sprachen aus, aber für denn Fall, dass jemand nicht weiß, wie man "ff" spricht, wird es im Buch erklärt, als es jemand falsch macht). Sie sind klein, etwas größer als Zwerge, aber deutlich kleiner als Menschen, und sie leben ein sehr friedliches, sehr abgeschiedenes Leben in ihrem kleinen Teil des großen (menschlichen) Imperiums. Sie haben eine sehr gut dokumentierte, gut 700 Jahre alte Geschichte samt Museum und Kurator, und Kim ist der neue Kurator dieses Museum. Zusammen mit seinem Posten bekommt er einen Ring.
Aus den Zeiten auf der Uni des Imperiums hat Kim zwei gute Freunde, den Zwerg Burin, genannt Bubu, weil Zwerge sehr viel Status und Respekt über Namne ausdrücken (je wichtiger der Zwerg, desdo länger der Name), und das ein guter Scherz ist, und Fabian, Thronfolger besagten Imperiums, der natürlich ein Mensch ist. Die beiden kommen Kim besuchen, es fällt ihn quasi ein erschöpfter Elb ins Haus und schon sind sie unterwegs, in einer Mischung aus Flucht und Mission, den Kaiser in der Hauptstadt vor der Invasion der Dunkelelben zu warnen, die eigentlich von einem Jahrhunderte alten Bannkreis von genau solchen Aktionen abgehalten werden sollten.
Und weil das ein moderner Roman ist, nehmen sie dabei auch noch Marina, Kims Haushälterin, mit, damit sie ihnen den Weg durch den Sumpf zeigt.
Weitere Personen sind Gwrgi (auch hier hilft es deutlich, wenn man einfach mal annimmt, dass das "w" ein "u" sein könnte, von wegen Aussprache), der auf den ersten Blick exakt dem Klischee des gleichnamigen Charakters aus "Taran und der Zauberkessel" entspricht, und "gollum" sagt, wenn er sich so sehr aufregt, dass er nicht mehr sprechen kann.
Und Kims Mentor und Vorgänger als Kurator, der als einziger alle Geheimnisse, Prophezeihungen und Hintergründe versteht, die Kim aber nie erklärt hat und dann auch recht schnell von den Ork-Äquivalenten dieser Welt erstochen wird. Er hat mehrere Auftritt als Geist, erklärt aber auch da nichts.
Wir ziehen also durch die Sümpfe, versuchen uns dann an einem Bergpass, der aber zu verschneit ist, und entscheiden uns darum, das Gebirge zu unterqueren, durch eine alte Zwergenstadt. Dort ertönen ständig Trommeln, wir sperren uns erst irgendwo ein, flüchten dann über eine Brücke (glaub ich, zu dem Zeitpunkt habe ich schon nur noch quergelesen) und der Elb opfert sich, damit der Rest entkommen kann.
Danach findet eine Schlacht um die Hauptstadt des Elderland (da wohnt das Ffolk) statt, die als Schlacht aller freien Völker prophezeit wurde - es nehmen Menschen, Zwerge, Elben und das Ffolk daran teil.
Nichts Neues also. Kommen wir zu der Frage, wie es ausgeführt wurde.
Wie mein "quer gelesen" vermuten lässt... nicht besonders gut.
Bringen wir erst das offensichtliche hinter uns: die Quotenfrau. Sie muss mit, weil nur sie den Weg durch die Sümpfe und die Losungswörter für die Sumpflinge kennt. Ansonsten macht sie Feuer und kocht (und es ist ganz fantastisch, was sie aus den einfachen Zutaten so zaubert und schmeckt immer toll), was auch ständig und immer wieder wiederholt wird, und erweist sich in der Zwergenstadt als Einzige in der Lage, die Karte zu lesen und sich zu orientieren. Kim sagt immer und immer wieder, wie überrascht er ist, dass so viel mehr in seiner Haushälterin steckt, als er jemals dachte. Dann stellt sich heraus, dass sie nächste Hohepriesterin der weiblichen Gottheit des Ffolks ist (sie haben auch eine männliche, beide sind absolut gleichberechtigt und darum ist Religion total unwichtig und alles friedlich im Ffolk). Und nicht zu vergessen braucht ein weiblicher Charakter auch immer einen love interest, also arbeiten wir das auch noch ab. Bubu, übrigens. Wenigstens sind sie beide nicht auf den Mund gefallen, Kommunikation ist wichtig für eine gute Ehe.
Der Stil ist sperrig, altmodisch und irgendwo zwischen schwülstig und hölzern. Die Dialoge sind gestelzt und klingen blutleer und oft ohne Rückhalt im Charakter selbst. Nicht, dass da viel zu holen wäre - alle wichtigen Dinge sind offensichtlich schon passiert und werden nur im Rückblick erzählt, dafür aber immer mal wieder und mehrfach. z.B. wie Kim, Burin und Fabian sich kennengelernt haben, aber daraus erfolgt keine Entwicklung und wir müssen uns einfach mit dem Status quo abfinden, der dadurch vollkommen in der Luft hängt und sich kein bisschen glaubwürdig anfühlt. Zumal jeder der drei auch noch Massen von Geheimnissen hat, die nur noch mehr dazu beitragen, dass es sich nicht nach einer langjährigen, engen Freundschaft anfühlt. Es gibt einfach zu viele "ach, übrigens, habe ich euch nie gesagt..."-Momente.
Generell gibt es sehr viele Abschweifungen und Rückblenden zu irgendwelchen historischen Ereignissen, die sich alle lesen wie ein Artikel in einem Geschichtsbuch, meistens als innerer Monolog von Kim stattfinden, und einem auch vor allem das Gefühl geben, dass die Autoren besser darüber ein Buch geschrieben hätten, wenn diese Ereignisse so wichtig waren, dass wir jetzt zehn Seiten darüber lesen müssen.
Der Versuch, viel Historie unterzubringen, um damit zu beweisen, wie toll und detailreich die Welt erschaffen wurde? Das Konzept ist immer gefährlich, und dieses Buch zeigt einmal mehr, warum.
Die Perspektive springt zwischen den vier Herren der Truppe, mit Kim als Hauptprotagonist von gefühlt etwa 75 % - kann sein, dass ich überlesen habe, wenn Marina Perspektive bekommen hat, wie gesagt, quer gelesen... - und führt zu mehr ausufernden Betrachtungen über Dinge, die zwar die aktuelle Problematik beeinflussen, aber vor hunderten von Jahren stattgefunden haben. Oder zu Betrachtungen über die Entscheidungen von mächtigen Wesen wie dem Elbenfürsten vom Einführungs-Text. Oder einfach zu noch mehr Geschichtsfakten und ganz selten mal dazu, dass man glaubt, irgendwas von dem, was grade vorgeht, zu verstehen.
Nicht, dass nicht trotzdem noch genug Löcher übrigbleiben.
Und nicht zu vergessen passieren auch sehr viele Dinge, während der gerade gewählte Perspektivträger sie nicht mitbekommt, so dass ihm (und dem Leser) dann nachher jemand erzählen muss, was passiert ist.
Ich habe etwa 60 Seiten wirklich gelesen. Danach habe ich angefangen, quer zu lesen und später habe ich nur noch über die Seiten drübergescannt, um wichtige Informationen zu orten, und dann vielleicht mal ein bisschen mehr zu lesen. Genrell hatte ich das Gefühl, dass der Stil nach hinten raus besser wurde, aber das mag an meiner Lesetechnik gelesen haben. Ich habe sogar immer mal wieder überlegt, ob ich es nicht einfach weglege und ganz bleiben lassen, aber da bin ich generell eher schlecht drin.
Zu viel Infodump und zu wenig Fokus auf die eigentliche Geschichte. Schablonen-Charaktere ohne Basis und ohne lebendige Beziehungen untereinander. Ringe als übergeordnetes Thema, das aufgesetzt wirkt und undurchdacht, zumal tatsächlich alle auftauchen und die meisten Leute keine Ahnung haben, wie sie damit umgehen sollen. Symbolik von Leben gegen Unsterblichkeit und geschaffene Dinge. Zwerge mit Autos und Telefonen als Tiefpunkt. Random Drachen-Cameo, um ebenso random rätselhafter Entität sowas wie einen mit der Handlung verbundenen Sinn zu geben.
Und warum muss Gwrgi "gollum" sagen? Gibt's da wirklich kein anderes Wort, das man rauswürgen kann?