Game Changer
Jan. 26th, 2026 07:44 pmvon Rachel Reid
Band 1 der gleichnamen Buchreihe, deren Band 2 "Heated Rivalry" ist
Warnung für alle, die es nicht leiden können, wenn sie schon vorher wissen, wie ein Buch ausgeht: Nicht Band 2 vor Band 1 lesen. Da ich das getan hatte, wusste ich, wies ausgeht, aber mir macht sowas ja auch nichts.
Kip arbeitet in einem Smoothie-Laden. Eigentlich hat er Geschichte studiert, aber Jobs in dem Feld sind nicht leicht zu haben. Er hat einen Batchelor, stottert noch immer die entsprechende Student-Loan ab und kann sich darum nicht leisten, den Master zu machen, auch wenn er noch bei seinen Eltern wohnt. Kurz, er hat das Gefühl, in einer totalen Sackgasse in seinem Leben zu stehen. Wenigstens ist er out und proud.
Eines Morgens kommt ein echt heißer Typ in den Laden und kauft einen Blaubeer-Smoothie. Am nächsten Tag ist er wieder da und kauft noch einen - zwischenzeitlich hat Kip erfahren, dass der Typ Scott Hunter ist, der Star der New York Admirals (die spielen, wie bei der Reihe zu erwarten, Eishockey). Und nach dem Smoothie gestern hat Scott zum ersten Mal seit Monaten wieder richtig toll gespielt. Da er abergläubisch ist, will er vor dem nächsten Spiel wieder einen Smoothie. Und dass der Typ hinter der Theke echt süss ist, ist nur insofern ein Problem, dass Scott halt Eishockey spielt und Eishockey-Spieler nicht schwul sind (sein dürfen).
Im Grunde ist es also das gleiche Problem wie in Band 2, nur ohne das Erzrivalen-Thema. Es gibt wieder massig Sexszenen, die auch sehr explizit sind, aber es ist eindeutig ein Liebesroman, denn es ist Liebe auf den ersten Blick, und das gibt ihm einen ganz anderen Grundtenor. Romantischer, auf gewisse Weise auch zarter. Es gibt von Anfang an mehr Gefühlsleben und Tiefgang. Auch die Perspektiv-Verteilung hält sich in etwa die Waage. Und dass Scott die Art von Charakter ist, auf die ich immer abfahre, hilft natürlich auch sehr.
Trotzdem halte ich "Heated Rivarly" für das bessere Buch. Oder sagen wir, die glaubwürdigere Beziehungsgeschichte, auch wenn sie deutlich extremer ist als die von "Game Changer". Die ist sogar recht alltäglich und charmant und alles könnte so schön sein, wenn Scott eben nicht Eishockey spielen würde, sondern Banker wäre... aber dann hätten wir halt auch keinen Konflikt und nicht jedem würde wie mir einfach die Geschichte der Entwicklung einer Liebe ohne großen Konflikt reichen.
Das, was mir an "Game Changer" am meisten Probleme macht, ist der Zeitrahmen. Wenn ich es richtig verstehe, spielt es innerhalb von ca drei Monaten (in jedem Fall kann es nicht länger dauern als eine halbe/dreiviertel Eishockey-Saison), und darum habe ich das Gefühl, dass das alles sehr gehetzt ist. Das wiederum lässt Kip sehr egoistisch wirken, in seiner Forderung, dass Scott sich endlich outen soll, damit sie ihre Liebe zu einander nicht mehr verstecken müssen. Jetzt gib dem armen Mann doch erstmal ein halbes Jahr, du meine Güte... Wäre Kip ein weiblicher Charakter, würden die Kritiken ihn wahrscheinlich als weinerlich und klettend beschreiben. Niemand zwingt ihn, einsam in Scotts Wohnung herumzusitzen, auch wenn Scott Auswärtsspiele hat, Scott hat nie von ihm verlangt, dass er nicht mehr ausgehen darf... Sicher macht auch Scott sich die Sache ein bisschen sehr einfach, aber der Druck, der auf ihm lastet, stammt von der Verantwortung, die er als Captain eines erfolgreichen NHL-Teams nunmal hat. Kip macht sich mindestens 80 % seines Drucks selbst, und nicht alles davon ist wirklich nachvollziehbar unter diesen Umständen. Wenn das Ganze über zwei Jahre spielen würde, wäre es ein sehr gutes Buch, so wirkt es auf mich trotz aller schönen Momente - und es gibt eine Menge schöner Momente, auch zwischen den Protagonisten und ihren Freunden und Kips Familie (Scott hat keine mehr) - doch arg gezwungen. Auch mit Mitte zwanzig sollte man ein bisschen Geduld aufbringen können. Wenigstens mal ein halbes Jahr. Oder bis nach den Playoffs. Immerhin ist es die eine große, wahre Liebe.
War okay, aber an "Heated Rivalry" ist trotz all meiner Begeisterung für Scott einfach mehr dran. Aber wer seinen Sex lieber von Anfang an mit Liebe hat, der ist mit "Game Changer" besser dran.
Band 1 der gleichnamen Buchreihe, deren Band 2 "Heated Rivalry" ist
Warnung für alle, die es nicht leiden können, wenn sie schon vorher wissen, wie ein Buch ausgeht: Nicht Band 2 vor Band 1 lesen. Da ich das getan hatte, wusste ich, wies ausgeht, aber mir macht sowas ja auch nichts.
Kip arbeitet in einem Smoothie-Laden. Eigentlich hat er Geschichte studiert, aber Jobs in dem Feld sind nicht leicht zu haben. Er hat einen Batchelor, stottert noch immer die entsprechende Student-Loan ab und kann sich darum nicht leisten, den Master zu machen, auch wenn er noch bei seinen Eltern wohnt. Kurz, er hat das Gefühl, in einer totalen Sackgasse in seinem Leben zu stehen. Wenigstens ist er out und proud.
Eines Morgens kommt ein echt heißer Typ in den Laden und kauft einen Blaubeer-Smoothie. Am nächsten Tag ist er wieder da und kauft noch einen - zwischenzeitlich hat Kip erfahren, dass der Typ Scott Hunter ist, der Star der New York Admirals (die spielen, wie bei der Reihe zu erwarten, Eishockey). Und nach dem Smoothie gestern hat Scott zum ersten Mal seit Monaten wieder richtig toll gespielt. Da er abergläubisch ist, will er vor dem nächsten Spiel wieder einen Smoothie. Und dass der Typ hinter der Theke echt süss ist, ist nur insofern ein Problem, dass Scott halt Eishockey spielt und Eishockey-Spieler nicht schwul sind (sein dürfen).
Im Grunde ist es also das gleiche Problem wie in Band 2, nur ohne das Erzrivalen-Thema. Es gibt wieder massig Sexszenen, die auch sehr explizit sind, aber es ist eindeutig ein Liebesroman, denn es ist Liebe auf den ersten Blick, und das gibt ihm einen ganz anderen Grundtenor. Romantischer, auf gewisse Weise auch zarter. Es gibt von Anfang an mehr Gefühlsleben und Tiefgang. Auch die Perspektiv-Verteilung hält sich in etwa die Waage. Und dass Scott die Art von Charakter ist, auf die ich immer abfahre, hilft natürlich auch sehr.
Trotzdem halte ich "Heated Rivarly" für das bessere Buch. Oder sagen wir, die glaubwürdigere Beziehungsgeschichte, auch wenn sie deutlich extremer ist als die von "Game Changer". Die ist sogar recht alltäglich und charmant und alles könnte so schön sein, wenn Scott eben nicht Eishockey spielen würde, sondern Banker wäre... aber dann hätten wir halt auch keinen Konflikt und nicht jedem würde wie mir einfach die Geschichte der Entwicklung einer Liebe ohne großen Konflikt reichen.
Das, was mir an "Game Changer" am meisten Probleme macht, ist der Zeitrahmen. Wenn ich es richtig verstehe, spielt es innerhalb von ca drei Monaten (in jedem Fall kann es nicht länger dauern als eine halbe/dreiviertel Eishockey-Saison), und darum habe ich das Gefühl, dass das alles sehr gehetzt ist. Das wiederum lässt Kip sehr egoistisch wirken, in seiner Forderung, dass Scott sich endlich outen soll, damit sie ihre Liebe zu einander nicht mehr verstecken müssen. Jetzt gib dem armen Mann doch erstmal ein halbes Jahr, du meine Güte... Wäre Kip ein weiblicher Charakter, würden die Kritiken ihn wahrscheinlich als weinerlich und klettend beschreiben. Niemand zwingt ihn, einsam in Scotts Wohnung herumzusitzen, auch wenn Scott Auswärtsspiele hat, Scott hat nie von ihm verlangt, dass er nicht mehr ausgehen darf... Sicher macht auch Scott sich die Sache ein bisschen sehr einfach, aber der Druck, der auf ihm lastet, stammt von der Verantwortung, die er als Captain eines erfolgreichen NHL-Teams nunmal hat. Kip macht sich mindestens 80 % seines Drucks selbst, und nicht alles davon ist wirklich nachvollziehbar unter diesen Umständen. Wenn das Ganze über zwei Jahre spielen würde, wäre es ein sehr gutes Buch, so wirkt es auf mich trotz aller schönen Momente - und es gibt eine Menge schöner Momente, auch zwischen den Protagonisten und ihren Freunden und Kips Familie (Scott hat keine mehr) - doch arg gezwungen. Auch mit Mitte zwanzig sollte man ein bisschen Geduld aufbringen können. Wenigstens mal ein halbes Jahr. Oder bis nach den Playoffs. Immerhin ist es die eine große, wahre Liebe.
War okay, aber an "Heated Rivalry" ist trotz all meiner Begeisterung für Scott einfach mehr dran. Aber wer seinen Sex lieber von Anfang an mit Liebe hat, der ist mit "Game Changer" besser dran.