The Patchwork Girl of Oz
May. 1st, 2009 12:18 pmvon L.Frank Baum
Zuerst müssen wir uns dem Vorwort widmen, denn hier erklärt er Autor, wie es sein kann, daß es eine weitere Oz-Geschichte gibt. Immerhin hat ja Glinda das gesamte Land von Oz unsichtbar gemacht und entrückt, so daß es niemand mehr finden kann. Aber dann hat ein kluges Mädchen vorgeschlagen, daß der Autor doch einfach versuchen soll, per wireless telegraph Kontakt mit Dorothy aufzunehmen. Das hat er dann auch versucht, und weil Glinda immer alles weiß, was vor sich geht, Dorothy benachrichtigen konnte und der Shaggy Man etwas vom wireless versteht, hat der Kontakt geklappt.
Das tolle am wireless ist nämlich, daß man den anderen weder sehen muß noch zu wissen braucht, wo er ist.
In einem sehr abgelegenen Wald im Munchkin-Land lebt Ojo the Unlucky mit seinem Onkel Nuckie the silent one, der so gut wie nie mehr als ein Wort aufeinmal sagt. Sie sind beide sehr arm und müssen darum ihr Haus verlassen, um sich etwas zu essen zu suchen. Zuerst besuchen sie ihren nächsten Nachbarn, den Crooked Magician. Falls sich jemand erinnert, das ist der Zauberer mit dem Powder of Life. Den hat er gerade wieder fertiggestellt, weil seine Frau sich eine Dienerin wünscht. Diese Dienerin hat sie aus einer Patchwork-Decke genäht, darum ist sie ein Patchwork Girl. Mit dem letzten Powder of Life hat der Zauberer eine Glaskatze zum Leben erweckt, die komplett durchsichtig ist, aber ein rosa Gehirn hat, das man arbeiten sehen kann, worauf sie mächtig stolz ist. So stolz, daß sie keine Mäuse fangen will.
Um nicht wieder so einen Fehler zu machen, wählt die Frau des Magician das Gehirn der Dienerin sehr sorgfältig aus, aber Ojo findet das ungerecht und in einem unbeobachteten Moment ergänzt er die Mischung um viele andere Dinge. So geht dann direkt beim Aufwecken des Patchwork Girls eine Menge schief, der restliche Powder of Life verstreut sich über einen phonograph und eine Flasche kippt aus dem Schrank, deren Inhalt Unc Nuckie und die die Frau des Magician in Stein verwandelt.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten,die beiden zu retten: mehr Powder of Life herzustellen, was Jahre dauert, oder einen anderen Zauber, für den der Magician viele Zutaten braucht. Ojo ziehlt also los, begleitet von Katze und Patchwork Girl, der Zauberer beginnt schonmal mit dem Powder of Life.
Das Buch beschreibt die Reise der drei auf der Suche nach den Zutaten. Sie treffen seltsames Volk, wie das in Oz immer so ist. Ich mochte vor allem die Horner, die ständig schlechte Wortspiele machen und das für großartige Witze halten, was dann zum Krieg mit den Nachbarn, den Hoppern führt, weil die die Witze nicht verstehen.
Auch mochte ich den Woozy, eine Kreatur, die nur aus eckigen Blöcken besteht - "you can trust me, I'm square" - und die, wenn sie wütend ist, Feuer aus den Augen schießen kann. Auch glaubt sie, daß sie ein ganz furchtbares Knurren hat, was sich dann aber als winziges Mauzen herausstellt. Der war süß.
Auch die Follish Owl und der Wise Donkey sind klasse, und der Fluß, der ständig seine Fließrichtung umkehrt.
Scraps, das Patchwork Girl, ist anarchistisch-fröhlich und macht schlechte Reime. Die Katze ist arrogant und weist alle darauf hin, daß man ihr Gehirn arbeiten sehen kann. Der phonograph hat ein paar Gastauftritte, spielt aber nur so schlechte Musik, daß sie ihn alle immer wieder wegjagen.
Auch alte Bekannkte treten wieder auf, zuerst der Shaggy Man, der der Gruppe aus gefährlichen Blättern rettet und dann zu Emerald City zu Ozma und ihrem Hofstaat bringt. Noch unterwegs treffen sie Scarecrow und Sawhorse, Scarecrow hält Scraps für das schönste Wesen, das er je gesehen hat, und auch sie in von ihm ganz angetan - "I adore stuffing" *g* Nette Idee.
Dorothy und Toto begleiten Ojo auf seiner weiteren Suche und am Ende tritt natürlich auch noch Nick Chpper auf. Um ehrlich zu sein, das war mir klar, seit in der Liste der Zutaten "a drop of oil from the body of a life man" auftauchte - warum bis zur letzten Sekunde keiner, nichtmal Scarecrow, diesen Satz versteht, ist mir schleierhaft.
Wir erfahren auch, was passiert, wenn jemand in Oz das Gesetz bricht - Ojo ist der erste, der das jemals tut, und wird prompt verhaftet - und daß niemand außer Glinda und ihrem Lehrerling, dem Wizard, mehr Magie ausüben darf. Darum macht sich der Crooked Wizard auch strafbar mit seinem Powder of Life. Es wird ihm auch verboten, den anderen Trank zu brauen, was er aber eh nicht gekonnt hätte, weil eine Zutat ein linker Flügel eines gelben Schmetterlings ist. Gelbe Schmetterlinge gibt es nur in Nicks Reich und der ist nicht bereit, einen dafür töten zu lassen. Aber wie immer rettet Glinda die Situtation, indem sie dem Wizard beibringt, wie man die die beiden steinernden Munchkins zurückverwandelt.
Happy End, alle sind glücklich und Ozma beschenkt jeden reichlich.
Sehr gelungen. Abgesehen vom ersten Band vielleicht das beste bis jetzt. Es hand Handlung, es hat schöne Ideen, es hat Charme. Die Botschaft ist Toleranz und Hilfsbereitschaft, die einzige Sache, die ich ihm ankreide, ist, daß der Woozy es nicht wert ist, Sawhorse vorgestellt zu werden. Sawhorse war noch nie arrogant, was soll der Quatsch?
Zuerst müssen wir uns dem Vorwort widmen, denn hier erklärt er Autor, wie es sein kann, daß es eine weitere Oz-Geschichte gibt. Immerhin hat ja Glinda das gesamte Land von Oz unsichtbar gemacht und entrückt, so daß es niemand mehr finden kann. Aber dann hat ein kluges Mädchen vorgeschlagen, daß der Autor doch einfach versuchen soll, per wireless telegraph Kontakt mit Dorothy aufzunehmen. Das hat er dann auch versucht, und weil Glinda immer alles weiß, was vor sich geht, Dorothy benachrichtigen konnte und der Shaggy Man etwas vom wireless versteht, hat der Kontakt geklappt.
Das tolle am wireless ist nämlich, daß man den anderen weder sehen muß noch zu wissen braucht, wo er ist.
In einem sehr abgelegenen Wald im Munchkin-Land lebt Ojo the Unlucky mit seinem Onkel Nuckie the silent one, der so gut wie nie mehr als ein Wort aufeinmal sagt. Sie sind beide sehr arm und müssen darum ihr Haus verlassen, um sich etwas zu essen zu suchen. Zuerst besuchen sie ihren nächsten Nachbarn, den Crooked Magician. Falls sich jemand erinnert, das ist der Zauberer mit dem Powder of Life. Den hat er gerade wieder fertiggestellt, weil seine Frau sich eine Dienerin wünscht. Diese Dienerin hat sie aus einer Patchwork-Decke genäht, darum ist sie ein Patchwork Girl. Mit dem letzten Powder of Life hat der Zauberer eine Glaskatze zum Leben erweckt, die komplett durchsichtig ist, aber ein rosa Gehirn hat, das man arbeiten sehen kann, worauf sie mächtig stolz ist. So stolz, daß sie keine Mäuse fangen will.
Um nicht wieder so einen Fehler zu machen, wählt die Frau des Magician das Gehirn der Dienerin sehr sorgfältig aus, aber Ojo findet das ungerecht und in einem unbeobachteten Moment ergänzt er die Mischung um viele andere Dinge. So geht dann direkt beim Aufwecken des Patchwork Girls eine Menge schief, der restliche Powder of Life verstreut sich über einen phonograph und eine Flasche kippt aus dem Schrank, deren Inhalt Unc Nuckie und die die Frau des Magician in Stein verwandelt.
Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten,die beiden zu retten: mehr Powder of Life herzustellen, was Jahre dauert, oder einen anderen Zauber, für den der Magician viele Zutaten braucht. Ojo ziehlt also los, begleitet von Katze und Patchwork Girl, der Zauberer beginnt schonmal mit dem Powder of Life.
Das Buch beschreibt die Reise der drei auf der Suche nach den Zutaten. Sie treffen seltsames Volk, wie das in Oz immer so ist. Ich mochte vor allem die Horner, die ständig schlechte Wortspiele machen und das für großartige Witze halten, was dann zum Krieg mit den Nachbarn, den Hoppern führt, weil die die Witze nicht verstehen.
Auch mochte ich den Woozy, eine Kreatur, die nur aus eckigen Blöcken besteht - "you can trust me, I'm square" - und die, wenn sie wütend ist, Feuer aus den Augen schießen kann. Auch glaubt sie, daß sie ein ganz furchtbares Knurren hat, was sich dann aber als winziges Mauzen herausstellt. Der war süß.
Auch die Follish Owl und der Wise Donkey sind klasse, und der Fluß, der ständig seine Fließrichtung umkehrt.
Scraps, das Patchwork Girl, ist anarchistisch-fröhlich und macht schlechte Reime. Die Katze ist arrogant und weist alle darauf hin, daß man ihr Gehirn arbeiten sehen kann. Der phonograph hat ein paar Gastauftritte, spielt aber nur so schlechte Musik, daß sie ihn alle immer wieder wegjagen.
Auch alte Bekannkte treten wieder auf, zuerst der Shaggy Man, der der Gruppe aus gefährlichen Blättern rettet und dann zu Emerald City zu Ozma und ihrem Hofstaat bringt. Noch unterwegs treffen sie Scarecrow und Sawhorse, Scarecrow hält Scraps für das schönste Wesen, das er je gesehen hat, und auch sie in von ihm ganz angetan - "I adore stuffing" *g* Nette Idee.
Dorothy und Toto begleiten Ojo auf seiner weiteren Suche und am Ende tritt natürlich auch noch Nick Chpper auf. Um ehrlich zu sein, das war mir klar, seit in der Liste der Zutaten "a drop of oil from the body of a life man" auftauchte - warum bis zur letzten Sekunde keiner, nichtmal Scarecrow, diesen Satz versteht, ist mir schleierhaft.
Wir erfahren auch, was passiert, wenn jemand in Oz das Gesetz bricht - Ojo ist der erste, der das jemals tut, und wird prompt verhaftet - und daß niemand außer Glinda und ihrem Lehrerling, dem Wizard, mehr Magie ausüben darf. Darum macht sich der Crooked Wizard auch strafbar mit seinem Powder of Life. Es wird ihm auch verboten, den anderen Trank zu brauen, was er aber eh nicht gekonnt hätte, weil eine Zutat ein linker Flügel eines gelben Schmetterlings ist. Gelbe Schmetterlinge gibt es nur in Nicks Reich und der ist nicht bereit, einen dafür töten zu lassen. Aber wie immer rettet Glinda die Situtation, indem sie dem Wizard beibringt, wie man die die beiden steinernden Munchkins zurückverwandelt.
Happy End, alle sind glücklich und Ozma beschenkt jeden reichlich.
Sehr gelungen. Abgesehen vom ersten Band vielleicht das beste bis jetzt. Es hand Handlung, es hat schöne Ideen, es hat Charme. Die Botschaft ist Toleranz und Hilfsbereitschaft, die einzige Sache, die ich ihm ankreide, ist, daß der Woozy es nicht wert ist, Sawhorse vorgestellt zu werden. Sawhorse war noch nie arrogant, was soll der Quatsch?