blauerfalke: (reisen)
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Der Goetheweg beginnt in Gernode. Gernrode hat eine wunderbare Stiftskirche, die dem Heiligen Cyriakus geweiht ist, und die man unbedingt ansehen sollte. Sie hat eine wunderschöne, gemalte Kassettendecke, und ist auch sonst sehr sehenswert. Fotographieren ist aber leider verboten.

Von Gernrode geht es weiter nach Burg Falkenstein. Die Burg kostet Einritt, auch ihr Parkplatz ist gebührenpflichtig. Spaßigerweise ist der Mindestbetrag identisch mit dem Höchstbetrag, aber da man für 1,50 € ganze 9 Stunden parken kann, ist der Preis schon in Ordnung. Von besagtem Parkplatz aus sind es noch 2 km bis zur Burg, die man wahlweise über einen hübschen Wanderweg oder per Bimmelbahn über einen Wirtschaftsweg erreichen kann. Es dauert in etwa genauso lange, die Strecke zu laufen, wie die Bahn braucht, sie zu fahren, aber trotzdem ist es schön, daß es die Alternativen gibt, denn es geht zunächst doch schon ein Stück bergauf.
Noch mehr bergauf geht es dann in der Burg selbst, dann natürlich über Treppen im burgeigenen Museum. Sehr hübsch und informativ, inklusive einer Reihe eingerichteter Zimmer und Ausschnitte aus dem Film "Spuk unterm Riesenrqad", der auf Falkenstein gedreht wurde. Auch die Aussicht ist toll, man kann bis ganz oben auf debn Bergfried, und das sogar über bequeme Treppen, wo man sich keine Sogen machen muß, sich den Kopf zu stoßen. Insgesamt ist die Burg beeindruckend, gut erhalten und stimmungsvoll. Das lohnt sich also, auch wenn man sich die Flugshow der ansässigen Falknerei nicht ansieht.

Von Falkenstein aus führt der Weg dann nach Stolberg im Harz, Partnerstadt von Stolberg im Rheinland, und ein wunderschön restauriertes Fachwerkstätdchen, das sich links und rechts an die steilen Hänge eines Bachtales schmiegt - in etwa das Einzge, was es mit der gleichnamigen Partnerstadt gemein hat. Auch wenn diese über eine Burg und eine hübsche Altstadt verfügt, dann hat Stolberg/Harz doch eine Fachwerkbebauung wie aus einem Guss und außerdem ein großes Schlo0, das man kostenfrei gegen eine Spende besichtigen kann. Nach Falkenstein hatten wir dazu aber keine Lust mehr und haben darum nur die Aussicht genossen und dann in einem Café etwas gegessen. Auch nach ihrem bekannten metallenen Aussichtsturm haben wir nicht mehr gesucht.

Stattdessen haben wir uns nach Thale aufgemacht, um ihrem Mythenpfad zu folgen. Dieser Pfad ist durch Hufeisen im Boden gekennzeichnet, die man erwerben und mit einem Text seiner Wahl in den Boden einlassen kann - Preis pro Eisen im Augenbick 50 € - und der einen dann an 14 Skulpturen zum Thema germanische Mythen vorbeiführt, wenn sie mal fertig sind. Im Augenblick sind es 9, aber der Weg lohnt sich trotzdem, und ich finde nach wie vor, daß er eine tolle Idee ist, denn so bekommt man auf nette Weise etws von dem Ort zu sehen. Wer sich nicht für Mythen interessiert, kann noch immer Seilbahn fahren oder Minigolf spielen.
Alternativ hat Thale aber auch den Hexentanzplatz, wo so wenig loswar - an einem Sonntag! - daß sie sich nicht mal die Mühe gemacht haben, die Parkgebühr kassieren zu wollen. Außer uns war da quasi kein Mensch, auch wenn eins ihrer Restaurants offen war, alle ihre Souvenirstände waren geschlossen. Ob der Tierpark auf war, haben wir nicht kontrolliert, der Harzbob wäre gefahren, aber da hatten wir keine Lust zu.

Was das jetzt alles mit dem Goetheweg zu tun hat? Genau genommen gar nichts. Wir waren nicht näher am Brocken als Thale, und das ist schon ein ganz schönes Stück weg. Man konnte ihn vom Aussichtspunkt am Hexentanzplatz sehen, oder besser, die Wolken, die ihn verdeckt haben. Es hat nämlich das ganze Wochenende ununterbrochen geschüttet. Den ganzen Tag und die ganze Nacht. Da die 18 km mit dem Goetheweg auf den Brocken und wieder runter zu wandern wäre vollkommener Unsinn gewesen. Wir wären nur naß geworden und Spaß hätte es sicher keinen gemacht. Also mußten wir uns ein Alternativorogamm einfallen lassen, und der dumme Goetheweg soll bloß nicht glauben, daß ich noch einen vierten Versuch unternehme.

Aber das Alternativoprogramm hat sich auf jeden Fall auch gelohnt und viel Spaß gemacht.

Vielen Dank fürs Mitfahren, fürs Autofahren, für Begeisterung und überhaupt, Vinni. War ein tolles Wochenende.

Date: 2010-09-28 07:24 pm (UTC)
From: [identity profile] rabensturm.livejournal.com
Ich habe zu danken *drück*
Es war ein sehr schönes Wochenende und auch ohne Goetheweg lohnend :)

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