Good Omens
Jun. 9th, 2011 11:34 pmvon Neil Gaiman und Terry Pratchett
Es waren einmal ein Dämon und ein Engel, die hatten es sich nach dem Sündenfall auf der Erde bequem gemacht. Eigentlich hatten sie jeder einen Job zu tun, aber so über die Jahrtausende lernt man sich halt kennen und arrangiert sind. Und darum sind sie auch nicht wirklich begeistert, als die Apokalypse beginnt.
Die Idee an sich ist spaßig. Sie ist abstrus, vom vertauschten Antichrist über die Interpretationen der Prophezeihungen bis hin zu den Bikern der Apokalypse (und den anderen Bikern der Apokalypse). Ich mochte den zur Promenadenmischung mutierten Höllenhund. Und das von Famine geleitet Fertigessenunternehmen war auch lustig. Natürlich hat es seine Momente, das war zu erwarten, und es ist sehr britisch. Mit Lokalkolorit.
Anfangs mochte ich das Buch sogar recht gerne, aber je weiter es ging, umso zerfaserter wurde alles. Cameo-Auftritte von Figuren, die vollkommen belanglos sind, Verweise auf Dinge, Scherze und Anspielungen, und eine Reihe von Gags, die halt nur das sind. Gags. Es wird immer substanzloser und immer fluffiger, und auch wenn es lustig und meistens auch rasant ist, bleibt dabei die Handlung irgendwie auf der Strecke, von den Figuren mal ganz zu schweigen. Am Ende ist das Buch wie Popcorn oder Zuckerwatte, oder ein Summermovie. Nett, aber das wars dann auch. Mehr nicht.
Irgendwann habe ich gedacht, daß, je weiter es fortschreitet, desdo mehr Pratchett es wird. Ich tue ihm sicher unrecht, denn ich habe nur ein einziges seiner Discworkd-Bücher gelesen, aber das war genauso. Massen von Anspielungen, Massen von Gags, nicht viel sonst. Wenn man die Anspielungen versteht, ist es lustig, wenn nicht, ist es verwirrend oder langweilig. Fluffig eben. Popcornliteratur. Nicht wirklich meins.
Im Nachwort steht, daß im ersten Teil des Buchs mehr von Gaiman, im zweiten Teil mehr von Pratchett geschrieben wurde. Lag ich also nicht ganz falsch.
Ich kann mir vorstellen, daß es viele Leute gibt, die das Buch toll finden. Es ist sehr gut geschrieben, und die Grundidee ist wie gesagt spaßig und vielversprechend. Für mich ist es zu sehr Pratchett (oder das, was ich mit ihm verbinde). Und das ist einfach nicht meins.
Es waren einmal ein Dämon und ein Engel, die hatten es sich nach dem Sündenfall auf der Erde bequem gemacht. Eigentlich hatten sie jeder einen Job zu tun, aber so über die Jahrtausende lernt man sich halt kennen und arrangiert sind. Und darum sind sie auch nicht wirklich begeistert, als die Apokalypse beginnt.
Die Idee an sich ist spaßig. Sie ist abstrus, vom vertauschten Antichrist über die Interpretationen der Prophezeihungen bis hin zu den Bikern der Apokalypse (und den anderen Bikern der Apokalypse). Ich mochte den zur Promenadenmischung mutierten Höllenhund. Und das von Famine geleitet Fertigessenunternehmen war auch lustig. Natürlich hat es seine Momente, das war zu erwarten, und es ist sehr britisch. Mit Lokalkolorit.
Anfangs mochte ich das Buch sogar recht gerne, aber je weiter es ging, umso zerfaserter wurde alles. Cameo-Auftritte von Figuren, die vollkommen belanglos sind, Verweise auf Dinge, Scherze und Anspielungen, und eine Reihe von Gags, die halt nur das sind. Gags. Es wird immer substanzloser und immer fluffiger, und auch wenn es lustig und meistens auch rasant ist, bleibt dabei die Handlung irgendwie auf der Strecke, von den Figuren mal ganz zu schweigen. Am Ende ist das Buch wie Popcorn oder Zuckerwatte, oder ein Summermovie. Nett, aber das wars dann auch. Mehr nicht.
Irgendwann habe ich gedacht, daß, je weiter es fortschreitet, desdo mehr Pratchett es wird. Ich tue ihm sicher unrecht, denn ich habe nur ein einziges seiner Discworkd-Bücher gelesen, aber das war genauso. Massen von Anspielungen, Massen von Gags, nicht viel sonst. Wenn man die Anspielungen versteht, ist es lustig, wenn nicht, ist es verwirrend oder langweilig. Fluffig eben. Popcornliteratur. Nicht wirklich meins.
Im Nachwort steht, daß im ersten Teil des Buchs mehr von Gaiman, im zweiten Teil mehr von Pratchett geschrieben wurde. Lag ich also nicht ganz falsch.
Ich kann mir vorstellen, daß es viele Leute gibt, die das Buch toll finden. Es ist sehr gut geschrieben, und die Grundidee ist wie gesagt spaßig und vielversprechend. Für mich ist es zu sehr Pratchett (oder das, was ich mit ihm verbinde). Und das ist einfach nicht meins.