A Chinese Tall Story
Sep. 10th, 2011 05:54 pmEin heiliger Mönch und seine drei Schüler wandern nach Indien, um dort heilige Sutren zu holen. Eine Insektenarmee greift an, deren Anführer den Mönch unbedingt essen will, um unsterblich zu werden, und einer der Diener rettet den Mönch, indem er ihn entrückt. Leider landet er bei einem Reptilienvolk, das ihn auch essen will. Für den Moment soll aber ein entstelltes Findelmädchen ihn bewachen - sie verliebt sich in ihn, gemeinsam gelingt den beiden die Flucht und sie machen sich daran, die drei Schüler des Mönchs zu retten. Das häßliche Mädchen wird schön, aber sie wird zum Tode verurteilt, der Mönch versucht, sie zu retten, und am Ende schenkt Buddha ihnen beiden eine neue Inkarnation, um sich zu bessern.
So weit, so gut. Wenn man die etwas längere Fassung auf Wikipedia liest, klingt es sogar noch ein kleines bißchen logischer. Abgesehen davon, daß es als Fantasy-Spektakel bezeichnet wird, aber trotzdem Raumschiffe drin vorkommen...
Wenn man es dann sieht, wird es vollkommen unlogisch. Wie immer bei Synchronsationen aus dem asiatischen Raum frage ich mich, ob da einfach jemand bei der Übersetzung seltsame Dinge gemacht hat, oder ob das wirklich so sein soll. Wenigstens stimmen diesmal deutsche Tonspur und deutsche Untertitel (die sich nicht abschalten ließen) überein, zumindest bis auf den Namen der Hauptperson. Akustisch hören wir Xuanzang für den Mönch, lesen tun wir Tripitanka - wenigstens sind beide Namen korrekt. Der eine ist die chinesische Version, der andere eine Sanskrit-Version.
Außerdem ist Xuanzang im chinesischen Raum sozusagen Allgemeinbildung und jeder kennt den Charakter, seine Geschichte und auch seine drei Schüler. Darum muß man den Plot wahrscheinlich nicht sinnvoll darstellen und die Dialoge brauchen auch nur Schlaglichter zu sein. Kurze Momentaufnahmen sozusagen, weil ja eh jeder weiß, was kommt, und nur immer mal wieder kurz daran erinnert werden muß, wo an der Stelle der Geschichte wir gerade sind.
Ich hab nichts gegen bunte, alberne Geschichten. Ich hab auch nichts gegen seltsame Dialoge. Auch wenn ich den halben Film damit verbracht habe, mich zu fragen, was das grade soll, wer auf diese seltsame Idee gekommen ist, und ob das wirklich ihr Ernst ist, ist er doch sehr unterhaltsam. Das ganze ist so bekloppt, daß es schon wieder richtig Spaß macht. Dinge wie die Wogenglättende Nadel mit ihrem seltsamen Aktivierungsspruch und ihrem Eigenleben, der Mönch im pink-blauen Spidermankostüm, der Seidenfäden zu weben versucht und Menschen, die der Satz "Meine Mutter ist schwer zu finden." so verzweifeln läßt, daß sie sich darüber umbringen... seine Mutter zieht halt wirklich oft um, schon klar.
Der einzige Charakter, der sowas wie in sich konstant und logisch ist, ist Sun Wukong, der Affenkönig, einer der Schüler des Mönchs, der so bekannt in der Chinesischen Mythologie ist, daß selbst ich ihn kenne und mit ihm was anzufangen weiß. Nachdem ich einmal gelernt hatte, daß es sich um Sun Wukong handelt bei dem Charakter, meine ich... außerdem hat er ein cooles Kostüm, eine coole Frisur und kriegt die coolen Kampfszenen. Und er hat ein bißchen sowas wie Verstand.
Ich würde jedem raten, sich vor dem Ansehen des Films mit Xuanzang zu beschäftigen, damit man wenigstens in Grundzügen weiß, was das Ganze soll, und sich mit der Handlung nicht weiter aufhalten muß. Wenn man die einfach so hinnimmt, dann muß man sich nur noch mit den seltsamen Handlungen der Charaktere herumschlagen und den Dialogen - ich stelle den Film hier in eine Reihe mit "Die Braut des Prinzen". Ein wirklich würdiger Vergleich, auch wenn ich jetzt auf Anhieb keine so tolle Catchphrase wie "Mein Name ist Inigo Montoya. Du hast meinen Vater getötet." finden konnte. "Das sind unsere sündenbeladenen Hüllen, die vom Wind weggeweht werden. Kommt jetzt." ist halt doch nicht so ganz das Gleiche.
Vielleicht beim nächsten Ansehen.
So weit, so gut. Wenn man die etwas längere Fassung auf Wikipedia liest, klingt es sogar noch ein kleines bißchen logischer. Abgesehen davon, daß es als Fantasy-Spektakel bezeichnet wird, aber trotzdem Raumschiffe drin vorkommen...
Wenn man es dann sieht, wird es vollkommen unlogisch. Wie immer bei Synchronsationen aus dem asiatischen Raum frage ich mich, ob da einfach jemand bei der Übersetzung seltsame Dinge gemacht hat, oder ob das wirklich so sein soll. Wenigstens stimmen diesmal deutsche Tonspur und deutsche Untertitel (die sich nicht abschalten ließen) überein, zumindest bis auf den Namen der Hauptperson. Akustisch hören wir Xuanzang für den Mönch, lesen tun wir Tripitanka - wenigstens sind beide Namen korrekt. Der eine ist die chinesische Version, der andere eine Sanskrit-Version.
Außerdem ist Xuanzang im chinesischen Raum sozusagen Allgemeinbildung und jeder kennt den Charakter, seine Geschichte und auch seine drei Schüler. Darum muß man den Plot wahrscheinlich nicht sinnvoll darstellen und die Dialoge brauchen auch nur Schlaglichter zu sein. Kurze Momentaufnahmen sozusagen, weil ja eh jeder weiß, was kommt, und nur immer mal wieder kurz daran erinnert werden muß, wo an der Stelle der Geschichte wir gerade sind.
Ich hab nichts gegen bunte, alberne Geschichten. Ich hab auch nichts gegen seltsame Dialoge. Auch wenn ich den halben Film damit verbracht habe, mich zu fragen, was das grade soll, wer auf diese seltsame Idee gekommen ist, und ob das wirklich ihr Ernst ist, ist er doch sehr unterhaltsam. Das ganze ist so bekloppt, daß es schon wieder richtig Spaß macht. Dinge wie die Wogenglättende Nadel mit ihrem seltsamen Aktivierungsspruch und ihrem Eigenleben, der Mönch im pink-blauen Spidermankostüm, der Seidenfäden zu weben versucht und Menschen, die der Satz "Meine Mutter ist schwer zu finden." so verzweifeln läßt, daß sie sich darüber umbringen... seine Mutter zieht halt wirklich oft um, schon klar.
Der einzige Charakter, der sowas wie in sich konstant und logisch ist, ist Sun Wukong, der Affenkönig, einer der Schüler des Mönchs, der so bekannt in der Chinesischen Mythologie ist, daß selbst ich ihn kenne und mit ihm was anzufangen weiß. Nachdem ich einmal gelernt hatte, daß es sich um Sun Wukong handelt bei dem Charakter, meine ich... außerdem hat er ein cooles Kostüm, eine coole Frisur und kriegt die coolen Kampfszenen. Und er hat ein bißchen sowas wie Verstand.
Ich würde jedem raten, sich vor dem Ansehen des Films mit Xuanzang zu beschäftigen, damit man wenigstens in Grundzügen weiß, was das Ganze soll, und sich mit der Handlung nicht weiter aufhalten muß. Wenn man die einfach so hinnimmt, dann muß man sich nur noch mit den seltsamen Handlungen der Charaktere herumschlagen und den Dialogen - ich stelle den Film hier in eine Reihe mit "Die Braut des Prinzen". Ein wirklich würdiger Vergleich, auch wenn ich jetzt auf Anhieb keine so tolle Catchphrase wie "Mein Name ist Inigo Montoya. Du hast meinen Vater getötet." finden konnte. "Das sind unsere sündenbeladenen Hüllen, die vom Wind weggeweht werden. Kommt jetzt." ist halt doch nicht so ganz das Gleiche.
Vielleicht beim nächsten Ansehen.