Apr. 9th, 2023

blauerfalke: (wandern)
Wegenummer: 07
Länge laut offizieller Angabe: je nach Quelle 12 bis 13 km
offiziell veranschlagte Dauer: 3,5 - 5 Stunden
gebrauchte Dauer: 4 Stunden
Schwierigkeitsgrad: leicht

Die Felsenpassage hat mehrere mögliche Startpunkte. Wenn man von der Staumauer Obermaubach startet, hat man die größte Steigung zuerst und den Vorteil, dass man, wenn einem die Strecke doch zu lang ist, die letzten Kilometer mit der Rurtalbahn fahren kann. Wenn man von Zerkall aus startet, hat man erstmal ein paar Kilometer, die hauptsächlich flach sind, bevor die Steigung kommt, und den Abstieg am Ende. Wenn man von Nideggen startet, geht es direkt runter und dann eben nach zwei Dritteln wieder hoch.
Wir haben uns für Obermaubach als Startpunkt entschieden, aus den oben genannten Gründen.

Einige Wanderwege rund um Nideggen scheinen erst vor kurzem neue Schilder bekommen zu haben, und die Felsenpassage gehört dazu. Sie ist sogar so neu, dass sie auf meiner Wanderkarte noch gar nicht mit verzeichnet ist, und die ist erst ein paar Jahre alt. Darum waren wir darauf eingerichtet, gar keine Wegemarkierungen zu diese Runde zu haben und uns anhand eines Plans aus einer Zeitung zu orientieren. Der war also nur bedingt nötig, hat aber gute Dienste geleistet, denn an zwei Stellen haben wir die "07" nicht gefunden, und konnten so sicher sein, dass wir trotzdem noch auf dem richtigen Weg sind.

Wie gesagt, von Obermaubach aus ist die Hauptsteigung direkt am Anfang des Weges. Sie zieht sich ein bisschen hin, ist aber weitaus weniger steil als ich sie in Erinnerung hatte. Wer lieber weniger Kilometer und dafür steiler wandern wird, hat auch andere Alternativen, nur so als Hinweis. Oder wer die Runde verlängern will, der kann einen Abstecher hoch zum Engelsblick machen.
Aber auch so hat man eine schöne Aussicht, einmal vom Modellflugstartplatz und einmal von der Waldkapelle. Beides liegt oberhalb des Stausees und bietet damit einen schönen Blick auf Obermaubach und das Rurtal hinunter in Richtung Untermaubach.

Wenn man die Wanderhöhe einmal erreicht hat, ist der Weg im Großen und Ganzen eben, mit kleinen auf und abs, die sich aber gut wandern lassen. Um diese Jahreszeit haben die Bäume auch noch wenig Blätter, so dass man fast immer ins Tal hinuntersehen kann, aber in einem Monat sieht das sicher anders aus. Aber dafür gibt's dann eben mehr grün und das ist ja auch schön.

Wenn man auf der Felsenpassage bleibt, ist der gesamte Weg gut befestigt, unten an der Rur auchmal asphaltiert. Festes Schuhwerk ist zum Wandern immer ratsam, aber der Weg stellt keine besonderen Anforderungen daran.

Am Hang entlang führt der Weg durchgängig durch den Wald und durch die Buntsandsteinfelsen. (Wenn man Glück hat, kann man dort Kletterer in ihrem natürlichen Habitat beobachten.) Dann geht es hinunter nach Zerkall. Hier führt der Weg für ein paar Kilometer durch Wiesen an der Rur, und vor allem ist er mit dem Ruruferradweg identisch, so dass man hier auf Fahrradfahrer aufpassen sollte. Auch muss man in diesem Bereich zweimal die Bahngleise überqueren, unbeschrankt, auch hier ist Aufmerksamkeit geboten.

Am Ende geht es noch ein bisschen bergauf - um vom Radweg wegzukommen - und dann am Waldspielplatz wieder hinunter nach Obermaubach. Gerade auf dem letzten Stück ist die Wahrscheinlichkeit, dass es voller wird, gegeben. Es ist ja nicht weit von der Staumauer und den Cafés und Restaurants dort. Oben im Wald haben wir dagegen außer ein paar sehr beeindruckend fitten Joggern und eben den Kletterern niemanden getroffen.

Sehr schöne Strecke, sehr gut zu gehen, auch für Ungeübte. Es gibt nur wenig Bänke, aber ein paar Rastmöglichkeiten sind da, wenn man sich also mehr Zeit lassen will, ist auch das kein Problem. Auch ist der Weg mit seinen drei Einstiegen gut zu erreichen, auch mit dem ÖPNV. Und er ist flexibel, wenn ihn jemand verlängern oder schwerer machen will, sind zusätzliche Schleifen oder Alternativen für einzelne Partien unkomplizert möglich.

Und ich weiß jetzt, dass ich mich damals auf der Buntsandsteinroute nicht verlaufen habe, die ist tatsächlich da, wo ich damals langewandert bin, dieser schmale Trampelpfad... ich denke, den versuche ich im Sommer noch mal und dann von Richtung Nideggen aus. Wenn es nicht nass und rutschig ist.
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Stephen Owen Rule

Es gibt eine App zum Sprachenlernen, die heißt Duolingo. Wie viele andere Apps auch, basiert sie auf dem Immersionssystem, sprich, sie erklären nur bedingt etwas und setzen dafür auf stetige Wiederholung als Lehrmittel. Für mich persönlich ist das eher nichts, darum habe ich Duolingo erst zur Hilfe genommen, als ich in Walisisch eine feste grammatikalische Basis hatte. Und Französisch schaffe ich damit auch nur, weil ich mich an einiges aus der Schule erinnern kann und darum eine gewisse Grundidee davon habe, was sie von mir wollen. Für mich ist es also sicher nicht die effektivste Methode, aber es ist halt praktisch. Jeden Tag ein paar Minuten kriegt man locker untergebracht.

Der Französischkurs ist im Vergleich zum Walisischkurs sehr viel besser ausgestattet. Mehr Kapitel, mehr Lektionen, und vor allem hat er immer mal wieder kleine "Stories", Szenen, die aus dem Leben gegriffen sind und in Umgangssprache, so dass sie einem wirklich dabei helfen, ein Gespür für die Sprache im alltäglichen Gebrauch zu bekommen. Walisisch hat dieses Stories nicht.

Mr. Rule gehört ist Teil des Teams, das den Duolingo-Walisischkurs entworfen und aufgebaut hat. Daher weiß er von den Stories im Französischkurs und er hat sich die Mühe gemacht, die ins Walisische zu übertragen. Es sind tatsächlich die gleichen Szenen, nur mit ein paar kleinen Anpassungen, was Namen und Gegenstände angeht, aber zusätzlich hat er zu jeder fünf bis sechs Anmerkungen geschrieben, um Wörter, Grammatik oder Konstruktionen zu erklären. Im Gegensatz zu allen anderen Texten für Lerner hat er auch Wert drauf gelegt, die Szenen so zu schreiben, wie sie gesprochen würden, es ist also keine Schriftsprache, und das macht es noch intressanter und hilfreicher. Für absolute Anfänger ist es eher nichts, aber wenn man mal über die Grundlagen hinaus ist, ist es einfach großartig. Und die Kürze der Texte stellt sicher, dass man auch, wenn man daran herumtüfeln muss, nicht die Motivation verliert, denn es ist eben übersichtlich. Und die Erklärungen und Hintergründe sind auch super.
Zusätzlich gibt es im hinteren Teil zu jedem Text mehrere Verständnis-Fragen plus ihrer Antworten auf Walisisch und Englisch. Das Buch ist also auch für jeden Walisisch-Lehrer von Intresse. Sozusagen verwendbar, ohne selbst etwas vorbereiten zu müssen.

Ich lege es jedem Walisisch-Lerner wärmstens ans Herz, auch denen, die nicht mit Duolingo lernen, denn das ist nicht Voraussetzung, um davon zu profitieren. Und ich werde auch Teil 2 kaufen.

"Parsnips and Owls" heißt das Buch übrigens, weil das Logo von Duolingo eine Eule ist. Und weil der Walisischkurs den Running Gag mit Owen und seinen parsnips hat. Er mag sie, er isst sie, er kocht sie, er kauft sie in London und Norwegen und seit neuestem verkauft er sie auch in seinem Nachtclub.
Der Französischkurs hat nichts vergleichbar Unterhaltsames. Sehr schade.
blauerfalke: (erzählen)
Luned Whelan

Buch von Lego mit Fotos von Lego-Harry-Potter-Figuren und -Sets mit Weihnachtsthematik, auf Walisisch. Zusätzlich ist eine Lego-Figur von Harry Potter dabei.

Ich habe keine Ahnung, mit welcher Absicht man so ein Buch produziert. Es ist weder informativ noch besonders schön. Nichtmal als Werbung für ihre Lego-Sets taugt es besonders viel, denn die werden nicht in ihrer Gesamtheit gezeigt. Und nichts, was darin steht, sollte für den aufmerksamen Potter-Leser neu sein. Oder auch nur für den, der die Filme gesehen hat.

Aber es ist auf Walisisch, es hat nur kurze zusammenhängende Texte und noch kürzere kleine Erklärtexte, also ist es gut zum Üben. Und dafür, ein paar erste essentielle Fach-Vokabeln zu lernen, in Vorbereitung dafür, die Bücher auf Walisisch zu lesen. Da kann man sich tatsächlich fast alles ableiten, denn schließlich ist ja von dem, was im Text steht, auch immer gleich ein Foto der Lego-Entsprechung daneben.

"hudlath" heißt Zauberstab. Das kommt von "hudo" (to charm) und wahrscheinlich von "llath" oder "lath", aber das Wort müsste ich nachschlagen... Für "Hexe" und "Zauberer" haben sie sich für "gwrach" und "dewin" entschieden, und während ich das Erste erwartet hatte, bin ich vom Zweiten überrascht, weil das auch "Druide" heißt und es andere Wörter gibt, die diese Konnotation nicht haben. Aber vielleicht ist ein fiktionaler Zauberer auf Walisisch immer ein dewin, da habe ich mich noch nie mit beschäftigt... mehr Dinge zum Lernen.

Generell erweckt es den Eindruck, als hätten sie wahllos alles übersetzt, was irgendwie geht (außer Hogwarts). Ich bin kein Freund davon, Eigennamen und Ortsnamen zu übersetzen - es macht keinen Sinn, dass Hogsmeade, ein Ort in Schottland, jetzt einen walisischen Namen hat. Es macht auch keinen Sinn, dass die vier Schulhäuser walisische Namen haben. Und schon gar nicht macht es Sinn, Sirius Black in Sirius Du umzubenennen (das hat es auch auf Deutsch nicht gemacht, darum sind sie von Sirius Schwarz zum Glück wieder weggegangen), oder aus Neville Longbottom Nefydd Llywelyn zu machen. Da ist es schon beinahe spaßig, dass Mrs. Norris hier Mrs. Morris heißt, wenn auch genauso sinnlos.

Also, irgendwann werde ich mal eins der Bücher auf Walisisch lesen. Wenn ich es mal günstig wo kriege. Weil halt. Und dann kann ichs vielleicht als Wörterbuch brauchen.

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