Jun. 17th, 2019
von Neil Gaiman
"Good Omens" ist ein Buch, das Neil Gaiman mit Terry Pratchett zusammen geschrieben hat, und das sich um einen Engel, einen Dämon und Armageddon dreht. Wie bei der Autoren-Kombination zu erwarten, hat das Buch seit seinem Erscheinen Kultstatus erreicht, und so kann auch die Verfilmung - Miniserie, 6 Folgen à eine Stunde, amazon - auf eine enthusiastische und treue Fangemeinde bauen.
Ich habe "Good Omens" gelesen. Ich habe es nicht besonders gemocht, was mich aber auch nicht besonders gewundert hat. Zum einen tue ich mir mit Mr. Gaimans Romanen immer schwer. So sehr ich seine Kurzgeschichten liebe, bei den Romanen steht da einzig "Neverwhere" hoch im Kurs bei mir, mit etwas Abstand gefolgt von "Stardust". Weder "American Gods" noch "The Ocean at the End of the Lane" hat mich vom Hocker gerissen - aber das ist halt Geschmackssache. Ähnlich sieht es bei mir mit Mr. Pratchett aus. Er hat viele wunderbare Kurzgeschichten geschrieben, aber mit allem, was mit Discworld zu tun hat, kann ich nicht wirklich etwas anfangen.
Ich habe immer gesagt, "Good Omens" ist anfangs viel Gaiman und wird dann immer mehr Pratchett, und im Ganzen ist eines eine Ansammlung von tollen Ideen, die zwar unterhaltsam sind, aber oberflächlich bleiben. Kann man mal lesen, muss man aber nicht.
Darum spricht es für die "Good Omens"-Werbemaschinerie und für besagtes Fandom, dass ich tatsächlich überlegt habe, das Buch noch einmal zu lesen. Um zu sehen, ob ich damals was übersehen habe, ob vielleicht doch mehr drinsteckt... ob es vielleicht doch halten kann, was all diese Begeisterung und der Enthusiasmus versprechen.
Aber dann gab es zum Glück das Skript, und ich habe das gelesen. Zum Glück, denn ein Skript kann ich schneller lesen als ein Buch, und ich verstehe jetzt den Zusammenhang der Bilder, Zitate und Szenen, die seit Mai ständig überall auftauchen und diskutiert werden. Darum war es es wert, es zu lesen.
Ansonsten ist das Skript in etwa genau so, wie ich das Buch in Erinnerung habe. Und ich habe jetzt trotz all der Begeisterung und der wirklich guten Werbung und all den vielen Leuten, denen "Good Omens" viel bedeutet, kein Bedürfnis mehr, das Buch noch einmal zu lesen.
Aber auch das ist Geschmackssache. Jeder begeistert sich halt für was Anderes.
"Good Omens" ist ein Buch, das Neil Gaiman mit Terry Pratchett zusammen geschrieben hat, und das sich um einen Engel, einen Dämon und Armageddon dreht. Wie bei der Autoren-Kombination zu erwarten, hat das Buch seit seinem Erscheinen Kultstatus erreicht, und so kann auch die Verfilmung - Miniserie, 6 Folgen à eine Stunde, amazon - auf eine enthusiastische und treue Fangemeinde bauen.
Ich habe "Good Omens" gelesen. Ich habe es nicht besonders gemocht, was mich aber auch nicht besonders gewundert hat. Zum einen tue ich mir mit Mr. Gaimans Romanen immer schwer. So sehr ich seine Kurzgeschichten liebe, bei den Romanen steht da einzig "Neverwhere" hoch im Kurs bei mir, mit etwas Abstand gefolgt von "Stardust". Weder "American Gods" noch "The Ocean at the End of the Lane" hat mich vom Hocker gerissen - aber das ist halt Geschmackssache. Ähnlich sieht es bei mir mit Mr. Pratchett aus. Er hat viele wunderbare Kurzgeschichten geschrieben, aber mit allem, was mit Discworld zu tun hat, kann ich nicht wirklich etwas anfangen.
Ich habe immer gesagt, "Good Omens" ist anfangs viel Gaiman und wird dann immer mehr Pratchett, und im Ganzen ist eines eine Ansammlung von tollen Ideen, die zwar unterhaltsam sind, aber oberflächlich bleiben. Kann man mal lesen, muss man aber nicht.
Darum spricht es für die "Good Omens"-Werbemaschinerie und für besagtes Fandom, dass ich tatsächlich überlegt habe, das Buch noch einmal zu lesen. Um zu sehen, ob ich damals was übersehen habe, ob vielleicht doch mehr drinsteckt... ob es vielleicht doch halten kann, was all diese Begeisterung und der Enthusiasmus versprechen.
Aber dann gab es zum Glück das Skript, und ich habe das gelesen. Zum Glück, denn ein Skript kann ich schneller lesen als ein Buch, und ich verstehe jetzt den Zusammenhang der Bilder, Zitate und Szenen, die seit Mai ständig überall auftauchen und diskutiert werden. Darum war es es wert, es zu lesen.
Ansonsten ist das Skript in etwa genau so, wie ich das Buch in Erinnerung habe. Und ich habe jetzt trotz all der Begeisterung und der wirklich guten Werbung und all den vielen Leuten, denen "Good Omens" viel bedeutet, kein Bedürfnis mehr, das Buch noch einmal zu lesen.
Aber auch das ist Geschmackssache. Jeder begeistert sich halt für was Anderes.
Brooklyn House Magician's Manual
Jun. 17th, 2019 04:28 pmvon Rick Riordan
Es handelt sich um den Companion zur Mr. Riordans "Kane Chronicles"-Reihe. Also das, was es auch für Percy Jackson und Magnus Chase gibt, damit der unvorbelastete Leser die verwirrende Vielfalt der Götter unterscheiden lernt und sich besser zurechtfindet. Treu im Stil der anderen beiden ist auch dieses Buch in-world geschrieben, sprich, Carter, Sadie und die anderen Magier aus Brooklyn House übernehmen die Erklärungen.
Wie immer zolle ich Mr. Riordan Achtung dafür, wie gut er seine Figuren im Griff hat. Auch hier sind die Stimmen der Charaktere deutlich zu hören und zu erkennen - aber was bei Percy für mich ein Pluspunkt war, ist hier für mich ein Minuspunkt. Ich kann weder Carter noch Sadie leiden, noch finde ich ihre ständigen geschwisterlichen Machtkämpfe interessant oder auch nur unterhaltend. Auch senkt das Geplänkel den Informationsgehalt des Buches beträchtlich - zudem gibt es in diesem Sachbuch auch noch eine Hintergrundhandlung mit einem bösen Magier, der dabei ist, aus seinem Artefakt auszubrechen, und das auch noch ständig zwischenkommentiert.
Genauer betrachtet passt aber auch das genau zu den drei Büchern - der Gefühl, dass einfach nicht genug Information da ist, um die Sache zu tragen. Verglichen mit griechischer Mythologie ist das Wissen über die ägyptische Götterwelt eher mau, und das wurde in den Büchern schon deutlich, die nur dann interessant und detailliert wurden, wenn es in die Unterwelt ging, denn da gibt es das Totenbuch als Quelle. Genauso sieht es jetzt mit dem Companion aus. Wenig Information, viel Drumrum.
Passt also perfekt zur Reihe.
Es handelt sich um den Companion zur Mr. Riordans "Kane Chronicles"-Reihe. Also das, was es auch für Percy Jackson und Magnus Chase gibt, damit der unvorbelastete Leser die verwirrende Vielfalt der Götter unterscheiden lernt und sich besser zurechtfindet. Treu im Stil der anderen beiden ist auch dieses Buch in-world geschrieben, sprich, Carter, Sadie und die anderen Magier aus Brooklyn House übernehmen die Erklärungen.
Wie immer zolle ich Mr. Riordan Achtung dafür, wie gut er seine Figuren im Griff hat. Auch hier sind die Stimmen der Charaktere deutlich zu hören und zu erkennen - aber was bei Percy für mich ein Pluspunkt war, ist hier für mich ein Minuspunkt. Ich kann weder Carter noch Sadie leiden, noch finde ich ihre ständigen geschwisterlichen Machtkämpfe interessant oder auch nur unterhaltend. Auch senkt das Geplänkel den Informationsgehalt des Buches beträchtlich - zudem gibt es in diesem Sachbuch auch noch eine Hintergrundhandlung mit einem bösen Magier, der dabei ist, aus seinem Artefakt auszubrechen, und das auch noch ständig zwischenkommentiert.
Genauer betrachtet passt aber auch das genau zu den drei Büchern - der Gefühl, dass einfach nicht genug Information da ist, um die Sache zu tragen. Verglichen mit griechischer Mythologie ist das Wissen über die ägyptische Götterwelt eher mau, und das wurde in den Büchern schon deutlich, die nur dann interessant und detailliert wurden, wenn es in die Unterwelt ging, denn da gibt es das Totenbuch als Quelle. Genauso sieht es jetzt mit dem Companion aus. Wenig Information, viel Drumrum.
Passt also perfekt zur Reihe.