Pandemonium und Parade
Jun. 5th, 2021 01:02 pmvon Michael Dylan Foster
So, jetzt aber. Zweiter Versuch. Wie schon bei "The Book of Yokai" vom gleichen Autor gesagt, bin ich an "Pandemonium and Parade" schon mal gescheitert, weil ich das Gefühl hatte, nichts zu verstehen. Auch beim zweiten Versuch habe ich noch immer verstanden, warum ich damals das Gefühl hatte. "Pandemonium und Parade" ist stilistisch ein ganz anderes Level.
Dabei ist es im Grunde genau das gleiche Buch wie "The Book of Yokai", oder besser gesagt, die erste Hälfte von "The Book of Yokai", ohne den Enzyklopädie-Teil. Nur wissenschaftlicher, tiefgehender und mit mehr Details. Ich möchte nicht sagen, dass es langweilig ist, denn das ist es nicht, aber es ist für ein anderes Publikum geschrieben. Nicht zur Unterhaltung.
Mr. Foster hat eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema geschrieben. Dafür hat er Forschungsreisen nach Japan unternommen und sehr viel recherchiert. "Pandemonium und Parade" ist entweder diese wissenschaftliche Arbeit, oder eine Buch, dass er aus der wissenschaftlichen Arbeit für die Leute gemacht hat, die sich außerhalb der Universitäten befinden, sich aber trotzdem auf einem hohen akademischen Level mit dem Thema beschäftigen wollen. "The Book of Yokai" ist die Idee, dieses Buch auch der "breiten Masse" zugänglich zu machen, und das hat, wie ich in der Rezension zu dem Buch gesagt habe, auch toll funktioniert.
Es hilft also sehr, erst "The Book of Yokai" zu lesen und dann erst "Pandemonium und Parade". Vieles überschneidet sich, aber man hat dann eine gute Basis, um komplexere Dinge einzuordnen und zu verstehen, und man kann die eher nüchternen Fakten gedanklich mit den Anekdoten aus dem anderen Buch ergänzen und so illustrieren. Dass dann bei "Pandemonium und Parade" die Enzyklopädie wegfällt, ist nur natürlich, denn die Leser, für die es geschrieben ist, kennen die wichtigsten Yokai und sind über kurze Anekdoten von obskuren Yokai hinaus.
"Pandemonium and Parade" hat eine andere Aufteilung als "The Book of Yokai". Sie ist zwar noch imemr chronologisch, aber nicht durchgängig, sondern konzentriert sich vielmehr schlaglichtartig auf fünf Momente der Geschichte, die alle anders mit Yokai umgegangen sind. Mr. Foster nennt diese Aspekte "Natural History", "Science", "Museum", "Media" und "Culture", und wie zu erwarten lernt man eine Menge über japanische Kultur, aus der zu den entsprechenden Zeitpunkten der Umgang mit Yokai entstanden ist, und damit natürlich auch über das menschliche Wesen an sich.
Nicht einfach, aber sehr interessant. Viele Fakten, viele kulturelle Erklärungen und ich mochte die detaillierte Beschäftigung mit den vorgestellten Prosatexten. Das hat sehr zum Verständnis beigetragen.
So, jetzt aber. Zweiter Versuch. Wie schon bei "The Book of Yokai" vom gleichen Autor gesagt, bin ich an "Pandemonium and Parade" schon mal gescheitert, weil ich das Gefühl hatte, nichts zu verstehen. Auch beim zweiten Versuch habe ich noch immer verstanden, warum ich damals das Gefühl hatte. "Pandemonium und Parade" ist stilistisch ein ganz anderes Level.
Dabei ist es im Grunde genau das gleiche Buch wie "The Book of Yokai", oder besser gesagt, die erste Hälfte von "The Book of Yokai", ohne den Enzyklopädie-Teil. Nur wissenschaftlicher, tiefgehender und mit mehr Details. Ich möchte nicht sagen, dass es langweilig ist, denn das ist es nicht, aber es ist für ein anderes Publikum geschrieben. Nicht zur Unterhaltung.
Mr. Foster hat eine wissenschaftliche Arbeit zum Thema geschrieben. Dafür hat er Forschungsreisen nach Japan unternommen und sehr viel recherchiert. "Pandemonium und Parade" ist entweder diese wissenschaftliche Arbeit, oder eine Buch, dass er aus der wissenschaftlichen Arbeit für die Leute gemacht hat, die sich außerhalb der Universitäten befinden, sich aber trotzdem auf einem hohen akademischen Level mit dem Thema beschäftigen wollen. "The Book of Yokai" ist die Idee, dieses Buch auch der "breiten Masse" zugänglich zu machen, und das hat, wie ich in der Rezension zu dem Buch gesagt habe, auch toll funktioniert.
Es hilft also sehr, erst "The Book of Yokai" zu lesen und dann erst "Pandemonium und Parade". Vieles überschneidet sich, aber man hat dann eine gute Basis, um komplexere Dinge einzuordnen und zu verstehen, und man kann die eher nüchternen Fakten gedanklich mit den Anekdoten aus dem anderen Buch ergänzen und so illustrieren. Dass dann bei "Pandemonium und Parade" die Enzyklopädie wegfällt, ist nur natürlich, denn die Leser, für die es geschrieben ist, kennen die wichtigsten Yokai und sind über kurze Anekdoten von obskuren Yokai hinaus.
"Pandemonium and Parade" hat eine andere Aufteilung als "The Book of Yokai". Sie ist zwar noch imemr chronologisch, aber nicht durchgängig, sondern konzentriert sich vielmehr schlaglichtartig auf fünf Momente der Geschichte, die alle anders mit Yokai umgegangen sind. Mr. Foster nennt diese Aspekte "Natural History", "Science", "Museum", "Media" und "Culture", und wie zu erwarten lernt man eine Menge über japanische Kultur, aus der zu den entsprechenden Zeitpunkten der Umgang mit Yokai entstanden ist, und damit natürlich auch über das menschliche Wesen an sich.
Nicht einfach, aber sehr interessant. Viele Fakten, viele kulturelle Erklärungen und ich mochte die detaillierte Beschäftigung mit den vorgestellten Prosatexten. Das hat sehr zum Verständnis beigetragen.